Jahres-Bestseller, erstes Halbjahr 2005
Gut, dass Dan Brown mit Sakrileg den ersten Platz unter den Jahresbestsellern, erste Hälfte, machen würde, konnte man bereits im Vorfeld ahnen. Einige steile Thesen zu Leonardo da Vinci, viel Spannung und ein sicherer Schreibstil bildeten eine Mischung, die funktionieren musste. Immerhin gab es genug Stoff für die Feuilletons, sich erneut an das alten Universalgenie da Vinci heranzuwagen. Und - fast hätte ich es vergessen - den Spekulationen über Jesus' Ehe mit Maria Magdalena neue Nahrung verleit. Viel kostenlose Werbung also. - Und der Roman war auch nicht schlecht :-)
Mittlerweile hat der Verlag eine gut gemachte Hörbuchversion auf den Markt geschmissen, und eine illustrierte Ausgabe gibt es auch. Für diejenigen, die sich nicht vorstellen können, was eine illustrierte Ausgabe soll, gibt es ein paar Probeseiten bei amazon.de anzugucken.
Den Dan-Brown-Band, der in der Jahresbestsellerliste Platz 2 einnimmt, habe ich selbst nicht gelesen. Ich habe auch ein wenig den Eindruck, dass er nach Sakrileg mehr oder weniger zwangsläufig dort gelandet ist, ähnlich wie damals, als Henning Mankell mit Die fünfte Frau einem größeren Publikum bekannt wurde und alle früheren Wallander-Bände, die bis dahin trostlos bei dtv-Taschenbuchveröffentlichungen rumdümpelten, plötzlich als Hardcover nachgedruckt wurden. Aber für alle Fans sei es hier noch einmal erwähnt: Platz 2 belegt Dan Brown mit Diabolus.
Auf Platz 3 folgt Frank Schätzing mit seinem Ökothriller Der Schwarm, der vor allem dadurch populär wurde, weil er einen Tsunami auch in Deutschland für denkbar hält und dies wissenschaftlich untermauert.
Platz 4 dann geht an François Lelords kleinen Glücksroman Hectors Reise, verdientermaßen, wie ich finde. Auch den gibt es für die Lesemuffel inzwischen als Hörbuch, Ich bin zwar nicht so überzeugt davon, dass dieser Roman beim Lesen so glücklich macht, wie es Elke Heidenreich im Rückentext der Ausgabe behauptet - immerhin schwört sie, das Glück würde sich beim Lesen einstellen -, aber eine nachdenklich stimmende, noch dazu leichte Unterhaltung bietet er allemal.
Platz 5 ist dann tatsächlich ein neuer Henning Mankell-Titel: Tiefe. Es heißt ja, wer es einmal in die Bestsellerliste geschafft hat, fliegt so schnell nicht wieder aus ihr heraus. Solange er sein Niveau hält zumindest.
Mit Tiefe ist Mankell ein ruhiger, langsamer Roman gelungen. Ein Psychogramm mit eindrücklichen Bildern und einer morbiden Atmosphäre. Allerdings fordert er den Lesern (oder Zuhörern, denn natürlich gibt es auch hier eine Hörbuchversion) deutlich mehr ab als in den Wallander-Romanen. Aber es lohnt sich.
In Cecilia Aherns Für immer vielleicht wollte ich eigentlich zumindest einmal reinlesen. Aber die Exemplare, die ich vom Verlag geordert habe, waren immer so schnell verkauft, dass ich bisher nicht dazu gekommen bin. Steht aber weiter auf meiner Lese- (oder Hör-)Liste. Es steh auf Platz 6 der meistverkauften Bücher im 1. Halbjahr 2005.
Pauol Coelhos Der Zahir ist wieder einer der Titel, die ich mir verkniffen habe. Dies vor allem deswegen, weil meine große Coelho-Phase, in der ich so ziemlich alles Lieferbare von ihm gelesen habe, noch nicht so lange her ist und ich daher ein wenig übersättigt war. Da er in diesem Roman von Freud und Leid des Schriftstellerdaseins schreibt, werde ich die Lektüre bei Gelegenheit sicher nachholen.
Bei Donna Leon, die erwarteter Weise mit Platz 8 ebenfalls in der Liste vertreten ist, habe ich dahingegen schon vor einigen Bänden Schluss gemacht. Brunetti ist mir zu bürgerlich, sein Familienleben zu idyllisch, um mich wirklich für sich einzunehmen. Da gönne ich mir lieber einen der unzähligen Simenon-Romane. Immerhin gibt es Leons Beweise, daß es böse ist, Brunettis 13. Fall, mittlerweile als ausführliche Lesung auf 7 CDs. Beim Abwaschen oder Badschrubben bietet er dann doch eine gute Hintergrundberieselung.
Platz 9 wird von Anna Gavalda mit ihrem Roman Zusammen ist man weniger allein eingenommen. Er steht ebenfalls noch auf meiner Leseliste, zumal er in Paris spielt und sich mit dem ewigen Thema Liebe und Verlassen-Werden beschäftigt. Er ist als Hörbuch auf 5 CDs zu haben, gelesen von Nina Petrie.
Platz 10, John Grisham mit seinem Roman Die Begnadigung, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber. Es gibt Grisham-Fans, wie es Leon-Fans gibt. Dagegen ist erst einmal nichts zu sagen. Und zumindest gelesen von Charles Brauer mit seiner leicht rauhen, leicht schnoddrigen Stimme, bietet das Buch sicherlich kurzweilige Unterhaltung.
Von den weiteren Plätzen möchte ich nur Coelhos Der Alchimist erwähnen. Dieses Buch hält sich seit Jahren auf den Longsellerlisten, was mich umso mehr fasziniert, weil mich der Roman, als ich ihn vor Zeiten in die Finger bekam, wegen seines traditionellen Plots vor allem geärgert hat. Mittlerweile stehe ich dem Roman ein wenig gnädiger gegenüber. Und gelegentlich, wenn mir gerade ein wenig esoterisch ums Herz ist, höre ich sogar immer mal wieder hinein, sei es in die Lesung von Christian Brückner oder die ebenfalls recht gelungene Hörspiel-Version, die eigentlich mehr eine szenische Lesung ist.
Mittlerweile hat der Verlag eine gut gemachte Hörbuchversion auf den Markt geschmissen, und eine illustrierte Ausgabe gibt es auch. Für diejenigen, die sich nicht vorstellen können, was eine illustrierte Ausgabe soll, gibt es ein paar Probeseiten bei amazon.de anzugucken.
Den Dan-Brown-Band, der in der Jahresbestsellerliste Platz 2 einnimmt, habe ich selbst nicht gelesen. Ich habe auch ein wenig den Eindruck, dass er nach Sakrileg mehr oder weniger zwangsläufig dort gelandet ist, ähnlich wie damals, als Henning Mankell mit Die fünfte Frau einem größeren Publikum bekannt wurde und alle früheren Wallander-Bände, die bis dahin trostlos bei dtv-Taschenbuchveröffentlichungen rumdümpelten, plötzlich als Hardcover nachgedruckt wurden. Aber für alle Fans sei es hier noch einmal erwähnt: Platz 2 belegt Dan Brown mit Diabolus.
Auf Platz 3 folgt Frank Schätzing mit seinem Ökothriller Der Schwarm, der vor allem dadurch populär wurde, weil er einen Tsunami auch in Deutschland für denkbar hält und dies wissenschaftlich untermauert.
Platz 4 dann geht an François Lelords kleinen Glücksroman Hectors Reise, verdientermaßen, wie ich finde. Auch den gibt es für die Lesemuffel inzwischen als Hörbuch, Ich bin zwar nicht so überzeugt davon, dass dieser Roman beim Lesen so glücklich macht, wie es Elke Heidenreich im Rückentext der Ausgabe behauptet - immerhin schwört sie, das Glück würde sich beim Lesen einstellen -, aber eine nachdenklich stimmende, noch dazu leichte Unterhaltung bietet er allemal.
Platz 5 ist dann tatsächlich ein neuer Henning Mankell-Titel: Tiefe. Es heißt ja, wer es einmal in die Bestsellerliste geschafft hat, fliegt so schnell nicht wieder aus ihr heraus. Solange er sein Niveau hält zumindest.
Mit Tiefe ist Mankell ein ruhiger, langsamer Roman gelungen. Ein Psychogramm mit eindrücklichen Bildern und einer morbiden Atmosphäre. Allerdings fordert er den Lesern (oder Zuhörern, denn natürlich gibt es auch hier eine Hörbuchversion) deutlich mehr ab als in den Wallander-Romanen. Aber es lohnt sich.
In Cecilia Aherns Für immer vielleicht wollte ich eigentlich zumindest einmal reinlesen. Aber die Exemplare, die ich vom Verlag geordert habe, waren immer so schnell verkauft, dass ich bisher nicht dazu gekommen bin. Steht aber weiter auf meiner Lese- (oder Hör-)Liste. Es steh auf Platz 6 der meistverkauften Bücher im 1. Halbjahr 2005.
Pauol Coelhos Der Zahir ist wieder einer der Titel, die ich mir verkniffen habe. Dies vor allem deswegen, weil meine große Coelho-Phase, in der ich so ziemlich alles Lieferbare von ihm gelesen habe, noch nicht so lange her ist und ich daher ein wenig übersättigt war. Da er in diesem Roman von Freud und Leid des Schriftstellerdaseins schreibt, werde ich die Lektüre bei Gelegenheit sicher nachholen.
Bei Donna Leon, die erwarteter Weise mit Platz 8 ebenfalls in der Liste vertreten ist, habe ich dahingegen schon vor einigen Bänden Schluss gemacht. Brunetti ist mir zu bürgerlich, sein Familienleben zu idyllisch, um mich wirklich für sich einzunehmen. Da gönne ich mir lieber einen der unzähligen Simenon-Romane. Immerhin gibt es Leons Beweise, daß es böse ist, Brunettis 13. Fall, mittlerweile als ausführliche Lesung auf 7 CDs. Beim Abwaschen oder Badschrubben bietet er dann doch eine gute Hintergrundberieselung.
Platz 9 wird von Anna Gavalda mit ihrem Roman Zusammen ist man weniger allein eingenommen. Er steht ebenfalls noch auf meiner Leseliste, zumal er in Paris spielt und sich mit dem ewigen Thema Liebe und Verlassen-Werden beschäftigt. Er ist als Hörbuch auf 5 CDs zu haben, gelesen von Nina Petrie.
Platz 10, John Grisham mit seinem Roman Die Begnadigung, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber. Es gibt Grisham-Fans, wie es Leon-Fans gibt. Dagegen ist erst einmal nichts zu sagen. Und zumindest gelesen von Charles Brauer mit seiner leicht rauhen, leicht schnoddrigen Stimme, bietet das Buch sicherlich kurzweilige Unterhaltung.
Von den weiteren Plätzen möchte ich nur Coelhos Der Alchimist erwähnen. Dieses Buch hält sich seit Jahren auf den Longsellerlisten, was mich umso mehr fasziniert, weil mich der Roman, als ich ihn vor Zeiten in die Finger bekam, wegen seines traditionellen Plots vor allem geärgert hat. Mittlerweile stehe ich dem Roman ein wenig gnädiger gegenüber. Und gelegentlich, wenn mir gerade ein wenig esoterisch ums Herz ist, höre ich sogar immer mal wieder hinein, sei es in die Lesung von Christian Brückner oder die ebenfalls recht gelungene Hörspiel-Version, die eigentlich mehr eine szenische Lesung ist.


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