Literaturnobelpreis 2005 an Harold Pinter
Seit heute Mittag 13:00 Uhr ist es amtlich: der diesjährige Literaturnobelpreis geht an den Dramatiker Harold Pinter, der mit Welterfolgen wie wie den Hausmeister, Mondlicht und Betrogen auf sich aufmerksam machte.
Der 1930 in Hackney bei London geborene Pinter lebt und arbeitet noch immer in London. Der bekennende Sozialist
Der 1930 in Hackney bei London geborene Pinter lebt und arbeitet noch immer in London. Der bekennende Sozialist
hat für Theater, Radio, Fernsehen und Kinofilme geschrieben. Viele seiner frühen Werke werden zum Absurden Theater gezähltheißt es bei Wikipedia, das seinem Ruf, das schnellste Lexikon der Welt zu sein, einmal mehr alle Ehre machte, als es den Nobelpreis für Pinter bereits 13 Minuten nach Bekanntgabe auf seinen Seiten vermerkt hatte. Ebenfalls von dort stammt der Hinweis auf Pinters politisches Engagement:
1985 reiste er zusammen mit dem amerikanischen Dramatiker Arthur Miller in die Türkei, wo sie Opfer der politischen Unterdrückung trafen. Pinters Erfahrung in der Türkei und mit der Unterdrückung der kurdischen Sprache inspirierten ihn zu seinem Theaterstück von 1988, Mountain Language - Bergessprache.Immer wieder thematisiert er, so die MSN Encarta, die Verunsicherung des Menschen durch unbekannte Gewalten und zwischenmenschliche Kompetenzkämpfe:
Typisch für Pinters Dramen ist das kommunikative Versagen der Figuren. Die Dialoge handeln so von den Schwierigkeiten zwischenmenschlicher Verständigung generell; Gesprächspausen ? und damit das Ungesagte bzw. Verschwiegene ? sind ein wichtiges Element des Spannungsaufbaus. Scheinbare Fluchträume bilden lediglich die (vor allem sprachlichen) Lebensklischees der Protagonisten.


<< Home