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Sonntag, Juni 25, 2006

Radsport - LeMond: "Lance hat mich bedroht" - Eurosport


Der dreimalige Tour de France-Sieger Greg Lemond hat die Doping-Diskussion um seinen Landsmann Lance Armstrong weiter angeheizt. Der 44-Jährige US-Amerikander wirft dem Rekordsieger vor, ihn massiv bedroht zu haben. Weil Lemond im Jahr 2001 Armstrongs Kontakte zum umstrittenen italienischen Arzt Michele Ferrari öffentlich kritisiert hatte, soll ihn der Texaner massiv unter Druck gesetzt haben. LeMond, der 1986, 1989 und 1990 in Paris ganz oben auf dem Treppchen stand, wirft dem Ausnahmeathlethen sogar kriminelle Machenschaften vor. "Seine größte Drohung bestand darin, als er mir sagte, dass er Leute finden würde, die bezeugen, dass ich in meiner Laufbahn EPO genommen hätte.", enthüllte LeMond.
Bereits vor drei Tagen hat die französoische Zeitung Le Monde neue Informationen über die Doping-Vorwürfe gegen Armstrong ins Feld geführt: demnach soll Armstrong am 28. Oktober 1996 gegenüber einem Arzt des Indiana Universitäts-Hospitals den Gebrauch leistungssteigernder Mittel vor seiner schweren Krebserkrankung gestanden haben. Das Blatt beruft sich auf Zeugen, die zwischen Oktober 2005 und Januar 2006 vor einem Gericht in Dallas gehört wurden. Unter Eid sollen dabei Armstrongs ehemaliger Teamkollege Frankie Andreu und seine Frau Betsy ausgesagt haben, dass Armstrong die Einnahme von EPO, Testosteron, Wachstumshormonen und Cortison in ihrer Gegenwart zugegeben habe: Im Rahmen einer Behandlung wegen notorischer Kopfschmerzen Armstrongs habe der Arzt die Frage nach der möglichen Einnahme von Dopingprodukten gestellt. Eine bei der Untersuchung ebenfalls anwesende weitere Person, Stephanie McIlvain, habe jedoch vor Gericht erklärt, keinerlei diesbezügliche Aussagen von Armstrong gehört zu haben.
Dies sind beileibe nicht die ersten Vorwürfe gegen Lance Armstrong. Bereits 2004 veröffentlichten die französischen Sportjournalisten Pierre Ballester und David Walsh ihr Buch: L.A. Confidentiel - Les secrets de Lance Armstrong, in dem sie mehrere Zeugen für ihren Doping-Verdacht gegen Armstrong ins Feld führten. Obwohl Armstrong damals sofort einen Prozess gegen das Buch anstrengte, durfte es in Frankreich weiter verkauft werden - Armstrong musste damals sogar einen Euro wegen Prozessmissbrauchs an die Beklagten zahlen.

Quellen:
Radsport - LeMond: "Lance hat mich bedroht" - Eurosport
Radsport aktiv: Neue Diskussion über angebliches Armstrong-Doping

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