Deutsche Krimi-Trends 2006
Manche Meldungen sind so schön, dass ich stundenlang darüber rätseln könnte, ob sie nun wahr sind oder reine Erfindung: Da meldet die Site Hinternet.de, die ich ansonsten für sehr aufmerksam im Blick auf den Krimimarkt halte, in Bad Wildungen hätte sich die Krimi-Autoren-Vereinigung Sisyphos zu ihrer Jahresversammlung getroffen und dort hemmungslos ernsthaft Fragen diskutiert, die ich höchstens augenzwinkernd abends in der Kneipe in den Raum werfe, wenn unserer Hobbyliteraten-Runde gerade der Gesprächsstoff auszugehen droht. Aber immerhin ist diese Tagung so originell von Dieter Paul Rudolph (dpr) erfunden, dass das Lesen Spaß macht und ganz nebenbei an die heiße Frage heran führt, warum es um den deutschen Krimi in den letzten Jahren so traurig aussieht. Wer also mehr über die Deutschen Krimi-Trends 2006 erfahren oder einfach gut ablachen will, dem sei der Bericht wärmstens ans Herz gelegt.
Verwundernswert ist die scharfzüngige Analyse eigentlich nicht. Denn Rudolph hat jüngst das Krimijahrbuch 2006 auf den Markt geworfen, weiß also, wovon er schreibt. Bis jetzt habe ich dieses Jahrbuch noch nicht in der Hand gehabt, aber die Rezension von Mia Ehrenhuber im Titel-Magazin liest sich vielversprechend.
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