Die Nominierungen für den Deutschen Buchpreis 2006
70.000 deutschsprachige Neuerscheinungen sollen laut Die Zeit jedes Jahr auf den Konsumenten einströmen. Dabei den Überblick zu bewahren, ist nicht ganz einfach. Zählen Sie doch einmal, wie viele Neuerscheinungen Sie dieses Jahr bewusst wahrgenommen haben. 20? 30? Da kommen Bestsellerlisten, sowie die verkaufszahlenunabhängigen Bestenlisten ganz gelegen, um zu erfahren, was zu lesen sich tatsächlich lohnt.
Wobei dies vom persönlichen Lesegeschmack abhängt, und der ist nicht immer so abstimmungs- und massentauglich, wie der Buchhandel mit seiner begrenzten Lagerfläche dies vielleicht hätte. Ein brauchbarer Trick ist, z.B. bei amazon.de jenes Buch in die Suche einzugeben, dass Sie zuletzt mit großer Freude gelesen haben, und dann im unteren Bereich der Seite unter "Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen:" ähnliche Bücher nachzuschlagen. Dort finden auch kleinere Verlage und Nischenprodukte Aufmerksamkeit, die in den Bestenlisten und Feuilletons durchs Raster fallen.
Aber zurück zu den großen, den anerkannt wichtigen deutschen Titeln des Jahres. Seit heute ist sie offiziell, die Auswahl für den Deutscher Buchpreis 2006. 21 Titel sind aus einer Vorauswahl von 120 Verlagsempfehlungen übrig geblieben. Aus dieser Liste wiederum werden 6 für die Verleihung am 2. Oktober 2006 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse nominiert.
Hier die Liste:
- Ludwig
Fels: Reise zum Mittelpunkt des Herzens (Jung und Jung)

- Daniel
Glattauer: Gut gegen Nordwind (Deuticke)

- Wolf
Haas: Das Wetter vor 15 Jahren (Hoffmann und Campe)

- Katharina
Hacker: Die Habenichtse (Suhrkamp)

- Thomas
Hettche: Woraus wir gemacht sind (Kiepenheuer & Witsch)

- Paulus
Hochgatterer: Die Süße des Lebens
(Deuticke)

- Felicitas
Hoppe: Johanna (S. Fischer)

-
Thomas Hürlimann: Vierzig Rosen (Ammann Verlag)

- Martin
Kluger: Die Gehilfin (DuMont)

-
Judith Kuckart: Kaiserstraße (DuMont)

- Sibylle
Lewitscharoff: Consummatus (DVA)

- Steffen
Popp: Ohrenberg oder der Weg dorthin (kookbooks)

- Bernd
Schroeder: Hau (Hanser)

- Ingo
Schulze: Neue Leben (Berlin Verlag)

- Peter
Stamm: An einem Tag wie diesem (S. Fischer)

- Saša
Stanišic: Wie der Soldat das Grammofon repariert (Luchterhand)

- Heinrich
Steinfest: Ein dickes Fell (Piper)

- Ilija
Trojanow: Der Weltensammler (Hanser)

- Martin
Walser: Angstblüte (Rowohlt)

- Feridun
Zaimoglu: Leyla (Kiepenheuer & Witsch)

- Matthias
Zschokke: Maurice mit Huhn (Ammann Verlag)

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