Shakespeare and more:
Neuerscheinungen und Rezensionen

My Photo
Name:Ennka
Location:Hamburg, Germany

Montag, September 25, 2006

Bücher im Fernsehen, Montag 25.09.06


17:15 ARD: brisant

Rückblickend kann man sagen, dass sein Leben ein durchaus erfülltes und kreatives war. Ob als Talk-Show-Gastgeber oder Koch: Bio blieb sich immer treu und behandelte seine Gäste mit dem ihm ureigenen Respekt. Im Berliner Renaissance-Theater hat Alfred Biolek jetzt seine Memoiren vorgestellt.
Seine Biografie Bio. Mein Leben ist, wie der Titel schon sagt, ein Rückblick zum Ende seiner Laufbahn als Moderator. Die jahrzehntelange Fernseh-Karriere spielt natürlich die Hauptrolle in seinen Erinnerungen. Jetzt, mit 72 Jahren, sei endgültig Schluss, sagt Alfred Biolek. "Irgendwann muss man aufhören können. Es gibt ein paar, die nicht aufhören konnten. Es war nur peinlich. Es stimmte nichts mehr. Dann wurden die Sendungen abgesetzt. Ich will selbst entscheiden", sagt der Moderator und begründet damit seinen Schritt.


19:20 3sat: Kulturzeit

In der Reihe "Indien literarisch" geht es heute um Rana Dasgupta, dessen Roman Die geschenkte Nacht im September 06 bei Blessing erschien.
«Die geschenkte Nacht erzählt die Geschichte eines Flugzeugs, das im Nirgendwo notlanden muss und dadurch eine buntgewürfelte Schar von Passagieren einer gewissen Belastungsprobe aussetzt: 13 Menschen ohne Hotelbetten in einer Abfertigungshalle, die auf den Weiterflug am nächsten Morgen warten müssen. Handys und Termindruck gelten eine Nacht lang nicht mehr, weil sie nichts mehr helfen können. Also beginnen die Passagiere sich gegenseitig Geschichten zu erzählen, ganz traditionell, wie in einer archaischen Kultur. Aus diesen Geschichten entwickelt sich der Roman, zwischen Plastikstühlen und stummen Anzeigetafeln.» (Senderangaben)
«Die Geschichten, manche märchenhaft fantastisch, andere von einer glasklaren Realität, verweben sich wie die Muster eines bunten Teppichs miteinander. Rana Dasgupta, einer der unkonventionellsten jungen Autoren Indiens, entwirft in seinem glänzend komponierten Debüt voller Fabulierfreude eine Comédie humaine – ein Zeitbild von intensiver Klarheit.» (Verlagstext)
Der Verlag hat eine Leseprobe online gestellt. Im Online-Magazin des Verlags gibt es auch ein Special zum Thema.
Eine erste Online-Rezension finden Sie bei: Media-Mania.de

Der Engländer Stephen Grey, Jahrgang 1968, ist freier Journalist und arbeitet u.a. für Sunday Times, New York Times und BBC. Er ist ein ausgezeichneter Kenner der CIA-Aktivitäten im Krieg gegen den Terror. 2005 wurde er mit dem Amnesty International Annual Media Award in der Kategorie Zeitschriften ausgezeichnet. In seinem neuen Buch Im Schattenreich der CIA beschreibt er ausführlich, «wie die CIA Terrorverdächtige systematisch in befreundete Länder verschleppt, wo von den USA überwachte Gefängnisse existieren und Häftlinge brutalen Verhören und Folter ausgesetzt werden. Die Arbeitsteilung hat Methode, denn diese Vorgänge entziehen sich in Ländern wie Syrien und Usbekistan der Kontrolle der Öffentlichkeit. Grey stützt sich für seine Darstellung auf die Aussagen von ranghohen amerikanischen Regierungs- und Geheimdienstmitarbeitern, von CIA-Agenten, Diplomaten und Geheimdienstlern verschiedener Länder sowie Betroffenen. Ihm liegen darüber hinaus geheime Unterlagen über die CIA-Flüge vor.» (Verlagsangaben)
Kulturzeit führte mit ihm ein Interview über die Frage, in wieweit die Maßnahmen der CIA noch zeitgemäß seien. Der Sender hat den Mitschnitt des Interviews online gestellt.



20:00 arte: Kultur

Die Buchtipps der Woche stellt arte mittlerweile als Text und als Video-File auf der eigenen Homepage zur Verfügung.


22:30 NDR: Kulturjournal

Bernhard Bueb, 30 Jahre lang Leiter des Elite-Internats Salem, zieht die Bilanz seiner Erfahrungen und vermarktet diese mediengerecht über die Bild-Zeitung, die seine steilsten Thesen in einer Serie Mitte des Monats vorabdruckte. Seitdem wird überall in Deutschland, wenn es ums Thema Erziehung geht, über Herrn Bueb diskutiert. Zuletzt ausführlich gestern im Philosophischen Quartett im ZDF.
"Wir brauchen wieder Mut zur Disziplin", fordert der 'strengste Lehrer Deutschlands' in seiner Streitschrift "Lob der Disziplin" (List). Längst nicht alle teilen diese Ansicht. All diejenigen jedoch, die derzeit mit dem Thema Erziehung beschäftigt sind, werden kaum darum herum kommen, sich mit Buebs Thesen zumindest oberflächlich auseinander zu setzen.
Rezensionen finden Sie bei: FAZ, Köllner Stadtanzeiger, taz, Die Welt, Deutschlandradio (Audio-Files 1, 2), SWR1 (Audio-File)

Gavin Pretor-Pinney ist ein Feind des "Blauen-Himmel-Kultes" und Gründer der Gesellschaft der Wolkenfreunde. Die über 5.000 Mitglieder sammeln auf ihrer Internetseite die besten Wolkenbilder. Jetzt hat Preteor-Pinney ein Handbuch zum Wolkengucken geschrieben (Heyne). Darin erklärt er die Wolkentypen, warum Wolkengucken den Psychoanalytiker erspart und er erzählt die Kulturgeschichte des Wolkenguckens.

Daneben stellt Paul Kersten wie jede Woche drei aktuelle Bücher vor.