Shakespeare and more:
Neuerscheinungen und Rezensionen

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Samstag, September 23, 2006

Bücher im Fernsehen, Sonntag 24.09.06


09:15 BR: Capriccio

wird sich unter anderem mit der neuen Strauß-Biografie von Thomas Schuler: Strauß. Die Biographie einer Familie beschäftigen, die im August bei Scherz erschien. Neu an dieser Biografie ist, dass Schuler hier die These, ein Mann sei nichts ohne seine Familie, einmal wörtlich umsetzt und herausarbeitet, welche Rolle Frau Marianne und die Kinder Monika, Franz Georg und Max bei der steilen Karriere des Franz Josef Strauß gespielt haben. (mehr...)


11:00 WDR: west.art am Sonntag

« Der Kampf um Aufmerksamkeit ist charakteristisch für unser schnelllebiges Medienzeitalter und die Jagd nach Sensationen Teil des Informationsgeschäfts. Ein Aufreger löst den nächsten ab.
Gibt es nicht nach wie vor brisante Themen, vor denen wir zurückschrecken? Kennen wir heute noch Tabus und welche Funktion haben sie? Sind sie Seismographen gesellschaftlicher Zwänge oder brauchen wir sie als Orientierung für unser soziales Verhalten? Und was macht die Lust am Tabubruch aus?» (Senderinfo)
Über dieses Thema diskutieren Guildo Horn, Oswald Kolle, Ludwig Lugmeier, Dirk Maxeiner und Ute Scheub.
Die Buchtipps zur Sendung:


13:30 3sat: Literatur im Foyer

Mark Lücke stellt drei heiße Kandidaten der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2006 vor. Leider verrät die Internetseite nicht, welche. Da aber auf der Shortlist ohnehin nur 6 Namen stehen, hält sich das Rätselraten in Grenzen.


14:30 3sat:Lesen! mit Elke Heidenreich

Wiederholung der Sendung vom 19. September 2006. Zu Gast ist Doris Dörrie.


21:15 3sat: Corine - Internationaler Buchpreis 2006

Am 24. September wird in München zum sechsten Mal der Internationale Buchpreis "CORINE" vergeben. Der Preis wird an Autorinnen und Autoren für herausragende schriftstellerische Leistungen und deren Anerkennung beim Publikum vergeben. In neun Kategorien verliehen, soll er das Medium Buch fördern. Den Belletristikpreis "CORINE 2006" erhält in diesem Jahr der Japaner Kazuo Ishiguro für seinen Roman Alles, was wir geben mussten. Der CORINE-Sachbuchpreis geht an die türkische Autorin Necla Kelek für Die verlorenen Söhne. Der Brite Jonathan Stroud wird für seinen Fantasyroman Bartimäus. Die Pforte des Magiers mit dem CORINE-Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Weitere Kategorien sind die CORINE-Auszeichnung für ein Debütwerk - sie geht an Bertina Henrichs für ihren Roman Die Schachspielerin. Den Wirtschaftsbuchpreis erhält in diesem Jahr Kurt Biedenkopf für sein Gesellschaftsplädoyer Die Ausbeutung der Enkel. Klaus Maria Brandauer wird für seine Lesung der Mozartbriefe mit dem Preis für das beste Hörbuch ausgezeichnet, Tim Flannery für Wir Wettermacher mit dem Futurepreis und Diana Gabaldons für ihre Highlandsaga Ein Hauch von Schnee und Asche mit dem Leserpreis. Der Ehrenpreis des Bayrischen Ministerpräsidenten wird Amos Oz verliehen.
3sat zeigt die von Désirée Nosbusch im Prinzregententheater moderierte Gala am Abend der Preisverleihung. (Senderangaben)


23:00 ARD: ttt - titel, thesen, temperamente

In zwei Wochen startet Brian de Palmas hochkarätig besetzter Film "Black Dahlia" nach dem Roman Die schwarze Dahlie von James Ellroy. Der Suspense-Streifen führt ins schwarze Herz Hollywoods. Es geht um Raub und Korruption, Treue und Verrat, zerbrochene Freundschaften und düstere Familienplots. Doch die wahre Geschichte ist dramatischer als jede Hollywoodfiktion: Ein ehemaliger Detective des L.A. Police Departments, Steve Hodel, entdeckt in einem Fotoalbum seines verstorbenen Vaters zwei Bilder von Elizabeth Short und beginnt zu recherchieren. Seine erschütternde Spurensuche nach einem Vater, der zum Mörder wurde, hat Hodel in seinem Bestseller Black Dahlia Avenger niedergeschrieben. Mit dem Hype um den Kinofilm ist jetzt auch der authentische Kriminalfall wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt. ttt hat Steve Hodel in Los Angeles getroffen. (mehr...)

Der Traum vom Leben: Tahar Ben Jellouns neuer Roman über den afrikanischen Exodus
Ein Treck der Verzweifelten auf dem Weg nach Europa: Täglich stranden Hunderte afrikanischer Flüchtlinge an den Küsten der kanarischen Inseln. Ungewissen Verheißungen folgend, haben sie die riskante Fahrt über den Atlantik gewagt, um ins Gelobte Land zu gelangen. Wer sind diese Menschen, die im Stacheldraht der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla umkommen oder tot an die Strände von Teneriffa gespült werden? Tahar Ben Jelloun, Wortführer der maghrebinischen Exilliteratur, streitbarer arabischer Intellektueller und Goncourt-Preisträger, gibt den anonymen Elendsgestalten in seinem neuen Roman Gesichter, Namen und Stimmen. Schonungslos schildert er Herkunft und Alltag seiner Protagonisten. Er beschreibt das quälende Warten im Schlepper-, Emigranten- und Lumpenmilieu Tangers und erzählt von den vermeintlich Glücklichen, die das andere Ufer erreichen und dort die Kälte der Einsamkeit spüren. Verlassen erscheint dieser Tage im Berlin Verlag. ttt hat Tahar Ben Jelloun in Tanger getroffen. (mehr...)