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Neuerscheinungen und Rezensionen

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Name:Ennka
Location:Hamburg, Germany

Freitag, Oktober 06, 2006

Bücher im Fernsehen, Freitag 06.10.06


Besprochene Titel:

James Ellroy: Die schwarze Dahlie
Sönke Wortmann: Deutschland - ein Sommermärchen. Das WM-Tagebuch
Shobhaa Dé: Glitzernach
Javed Akhtar: Talking Songs
Altaf Tyrewala: Kein Gott in Sicht
Norbert Lammert: Verfassung, Patriotismus, Leitkultur. Was unsere Gesellschaft zusammenhält
Rainer Schmitz: Was geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht wissen
Wiglaf Droste: Wurst
Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel
Sabine Bode: Die deutsche Krankheit - German Angst
Ulrike Bail et al.: Die Bibel in gerechter Sprache
Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg
Gerhard Ritter: Der Preis der Einheit
Christoph Ransmayr: Der fliegende Berg
Viviane Koenig: Das Leben der Kinder im alten Ägypten
Jeanne Birdsall: Die Penderwicks
Emmanuelle Houdart: Die Monster sind krank
Sasa Stanisic: Wie der Soldat das Grammofon repariert
Chuck Close: A couple of ways of doing something
Walter Trier/Antje Neuner-Warthorst: Walter Trier - Politik, Kunst, Reklame
Peter Zimmermann: Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland
G. Bruce Knecht: Raubzug
Walter Moers: Adolf 2
Rainer Schmitz: Was geschah mit Schillers Schädel
Martin Walser: Angstblüte
Kiran Nagarkar: Gottes kleiner Krieger
Wilhelm Genazino: Lieber Gott, mach mich blind / Der Hausschrat. Zwei Theaterstücke
Robert Gernhardt: Später Spagat
Daniel Kehlmann: Ich und Kaminski


Themen:

Frankfurter Buchmesse
Deutsche Verleger - Kuschen Sie vor dem Islam?
Zum Tod von Oskar Pastior
Google Buchsuche vs. vto - Volltextsuche online

Programmschema:
06:20 3sat: Kulturzeit
08:00 arte: Kultur
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
11.20 arte: Kultur
19:20 3sat: Kulturzeit
21:25 arte: Kultur
22:30 ZDF: aspekte
23:30 SWR: Nachtkultur
00:58 SWR: Nachtlektüre
03:20 3sat: Kulturzeit

06:20 3sat: Kulturzeit

Wiederholung vom Vortag:

Geplant sind ein Beitrag zu Brian de Palmers neuem Film "Black Dahlia" nach dem Roman von James Ellroy. Ellroy versuchte nicht nur den Mord an Betty Short zu verarbeiten, der wegen seiner beispiellosen Grausamkeit Schlagzeilen machte, sondern zugleich auch den Mord an seiner eigenen Mutter. Jetzt hat Brian de Palma, der große Poet des amerikanischen Kinos, Ellroys Roman verfilmt und gleich mehrere junge Schauspielerinnen verpflichtet, die heute als große Hoffnungen Hollywoods gelten, wie ehedem Betty Short. Kulturzeit hat James Ellroy besucht und mit ihm ein Interview über das Buch und den Film geführt.

Im Buchmessenflash gab es zunächst ein längeres Interview mit Sönke Wortmann, der auf der Buchmesse sein WM-Tagebuch Deutschland - ein Sommermärchen ausstellt. Seine große Hoffnung ist es, den Freundentaumel, der in diesem Sommer in Deutschland geherrscht hat, auch durch das Buch ein Stück nacherlebbar zu machen.
Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestags, hat ein Buch mit dem schwergewichtigen Titel Verfassung, Patriotismus, Leitkultur. Was unsere Gesellschaft zusammenhält herausgegeben. Vierzig prominente Autoren aus Politik, Kultur und Wirtschaft sind seiner Einladung gefolgt und haben sich an die Frage herangetraut, wie eine spezifisch deutsche Leitkultur aussehen kann - und ob sie überhaupt möglich ist. Geantwortet hat unter anderen Mario Adorf, der allerdings - auch im Kulturzeitinterview - zugab, mit dem Begriff Leitkultur nichts anfangen zu können.
Kurz vorgestellt auch Rainer Schmitz, der in seinem Buch Was geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht wissen eine Reihe von Kuriosa rund ums Thema Literatur zusammengestellt hat.
Und last not least ging es um die Wurst - dem aktuellen Buch von Wiglaf Droste, in dem dieser Rezepte, Legenden, Genuss zusammenstellt. Wie waren doch gleich die letzten Worte Goethes? "Mehr Wurst?" Wiglaf Droste, der »Tom Waits der satirischen Schnappschüsse« (Galore), schlägt den Bogen von der Currywurst zur Wurst als Lustobjekt, von regionalen Vorlieben zum Versuch, die Welt als Wurst zu erklären. Illustrator Nikolaus Heidelbach richtet mit seinen kulinarischen Stillleben die Kalte Platte aufs Liebevollste und Überraschendste an.

Daneben gab es aus Anlass des Todes von Oskar Pastior ein kurzes Feature mit Stimmen zu seinem Tod von der Buchmesse, der Autorenlesung eines seiner dadaistischen Gedichte und einer abschließenden Würdigung.

Die Kulturzeit wird in dieser Woche von Andrea Meier moderiert.

08:00 arte: Kultur

Auch arte Kultur hatte in der Sendung von gestern, die heute morgen wiederholt wird, ein Buchmessenspecial. Interviewt wurden Martin Walser, dessen Angstblüte in diesem Herbst zum heißen Lesestoff gehört. Daneben wurden als wichtige Vertreter der indischen Literatur Shobhaa Dé mit ihrem Buch Glitzernacht und Kiran Nagarkar mit Gottes kleiner Krieger vorgestellt.

Der Nachruf, den arte Kultur auf Oskar Pastior bringt, ist bereits ein wenig ausführlicher geraten als bei der 3sat Kulturzeit. Sie berichten ausführlicher über den Lebensweg dieses bedeutenden Dadaisten, der in diesem Jahr auf der Buchmesse mit dem Büchner-Preis geehrt werden sollte. Durch seinen Tod am Mittwoch wird dieser Preis nun posthum vergeben.

Durch die Sendung führt seit gestern übrigens Gustav Hofer, ein junger Mann mit keckem Fünf-Tage-Bart, der mit seiner lockeren Art ein angenehmes männliches Pendant zu Elise Chassaing darstellt.

09:00 arte: Kultur

Wiederholung vom Vortag

09:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung vom Vortag

11:20 arte: Kultur

Wiederholung von 08:00 Uhr

19:20 3sat: Kulturzeit

Günter Grass hat eine einstweilige Verfügung gegen die FAZ erwirkt, weil diese alte, private Briefe von ihm abgedruckt hat, in denen er den früheren Wirtschafts- und Finanzminister Karl Schiller aufforderte, seine NS-Vergangenheit offen zu legen. Grass warf dem Blatt daher die Verletzung des Urheberrechts vor. Dies ist deshalb prekär, weil er selbst zum Zeitpunkt des Schreibens, 1969/70 selbst ja noch nicht daran dachte, seine Mitgliedschaft bei der Waffen-SS offen zu bekennen. Dies geschah erst in diesem Herbst anlässlich der Veröffentlichung seiner Autobiographie Beim Häuten der Zwiebel.

Letzte Tag des Kulturzeit-Buchmessenflashs. Im Eiltempo wurden auch heute diverse Autoren interviewt und Bücher vorgestellt. Sabine Bode hat ein Buch über Die deutsche Krankheit - German Angst geschrieben: Mutlosigkeit ist in Deutschland ein verbreitetes Phänomen geworden, das lange vor Hartz IV und den Folgen der Globalisierung sichtbar wurde. Heute redet man allenthalben von einer gesellschaftlichen Lähmung und der Unfähigkeit, Reformen durchzuführen. Blockiert uns die German Angst? Ist sie eine Art kollektive Krankheit? Aber Angst wovor? Wir könnten eine Menge tun, um die German Angst zu überwinden, diagnostiziert Bode.

Die Bibel ist mal wieder neu übersetzt worden. Diesmal in in gerechter Sprache , soll heißen, in Anlehnung an die jüdisch-christliche Tradition und unter Einbeziehung der Frauen ins religiöse Alltagsleben. Das führt zum Beispiel dazu, dass an den Stellen, in denen im Original von Jahwe die Rede ist, in der neuen Übersetzung Adonai steht - da es den Juden verboten ist, den Namen Gottes auszusprechen und sie an den betreffenden Stellen statt Bleep lieber Adonai - mein Herr - lesen.

Hape Kerkeling versteht die Welt nicht mehr. Aufgrund einer körperlichen Erkrankung zieht er sich eine Weile aus dem Showgeschäft zurück, pilgert durch die Lande, um wieder zu sich selbst zu kommen - und die Leute kaufen das Nebenprodukt dieser Pilgerreise, als wäre es für sie die neue Offenbarung. Sein Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg ist seit Veröffentlichung auf Platz 1 der Sachbuchcharts. Kulturzeit interviewte den sichtlich irritierten Autoren.

Auf der Basis bisher unveröffentlichter Quellen und Interviews mit Zeitzeugen kann Gerhard Ritter zeigen, daß die Übertragung des relativ großzügigen westdeutschen Sozialsystems und seiner Institutionen auf die neuen Bundesländer und die damit verbundenen gewaltigen Transferleistungen die Rahmenbedingungen der deutschen Politik und Wirtschaft entscheidend veränderten und damit die Krise des Sozialstaates verschärften. Sein Buch Der Preis der Einheit. Die deutsche Wiedervereinigung und die Krise des Sozialstaats liefert die längst fällige gründliche Analyse des deutschen Einungsprozesses in sozialpolitischer Hinsicht und ist zugleich eine einzigartige Dokumentation dieses Prozesses mit einem Schatz an authentischen Äußerungen der direkt daran Beteiligten.

Daneben noch ein kurzes Interview mit Silke Weitendorff, der Gründerin des neuen Atrium-Verlags, der mit Rückendeckung von Oetinger sein neues Programm von Cornelia Funke bis Erich Kästner präsentiert. Dann die Vorstellung des Buchhandels-Projekts vto - Volltextsuche online, dass ein deutsches, modernes Äquivalent zur Google Buchsuche werden soll. Und der Hinweis darauf, dass im nächsten Jahr Katalonien Gastland der Buchmesse sein wird.

Ein längeres Interview vor der Kulisse der österreichischen Alpen führte Kulturzeit mit Christoph Ransmayr über seinen neuen Roman Der fliegende Berg. Darin beschreibt der Freund von Reinhold Messner die Geschichte zweier Brüder, die von der Südwestküste Irlands in den Transhimalaya aufbrechen, um dort, wider besseres Wissen, einen noch unbestiegenen namenlosen Berg zu suchen. Nur einer der beiden Brüder wird dies Abenteuer überleben.

Außerdem gab es heute Kinderbuchtipps bei Kulturzeit:

Sie können übrigens die Autoren-Gespräche auf dem 3sat-Buchmessestand live als Video-Stream im Internet verfolgen oder sich die interessanten Beiträge als Real-Video im Nachhinein ansehen. Das Tagesprogramm des Standes finden Sie auf der 3sat-Homepage.

21:30 arte: Kultur

Wegen der Live-Übertragung von Mozarts Oper "Don Giovanni" wird arte Kultur heute auf die Opernpause um 21:30 verschoben! Dafür darf der Sender auch 25 statt der sonst üblichen 11 Minuten mit Beiträgen von Bühnenkunst und Büchermarkt, musikalischen Events und Festivals, über Kino und Film bis hin zu Architektur und populärer Alltagskunst füllen:

arte Kultur besuchte Sasa Stanisic zu einem Interview. Der 28jährige Bosnier hat mit seinem auf Deutsch geschriebenen und eben erschienenen Roman Wie der Soldat das Grammofon repariert einen Riesenerfolg und wurde sogar für den Deutschen Buchpreis nominiert. In dem Roman, der größtenteils aus der Sicht eines Kindes erzählt ist, versucht Stanisic seine Erlebnisse während des Bosnien-Kriegs aufzuarbeiten. Er kommt zu dem Schluss, dass jeder Teilnehmer den Krieg völlig anders erlebte und kaum einer seine eigene Sicht zu teilen vermochte. Mehr zu dem Buch finden Sie hier im Literaturblog.

Drei Buchtipps in Kürze: Chuck Close hat sich mit der Kunst der Daguerreotypie beschäftigt und einen Bildband herausgegeben, der zunächst in einer limitierten Auflage von 75 Exemplaren erschien. Nun hat der deutsche Verlag Schirmer/Mosel das Buch A Couple of Ways of Doing Something einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. - Walter Trier ist vielen vor allem als Illustrator für die Bücher von Erich Kästner bekannt. Daneben hat er sich jedoch auch als Karikaturist etabliert, der in seinen Zeichnungen immer wieder Hitlerdeutschland thematisiert hat und daher emigrieren musste. Der Band Walter Trier - Politik, Kunst, Reklame ist jetzt im Atrium-Verlag, Hamburg erschienen. - Eine erste umfassende Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland ist jetzt als dreibändige Ausgabe, die von arte hoch gelobt wurde, bei Reclam erschienen. 2120 Seiten umfasst das informative Werk von Peter Zimmermann.

22:30 ZDF: aspekte

Wieder eine bunte Mischung: Ein bisschen Sting, ein bisschen Menschenversuche der Nazis. Als Buchvorstellung dabei Sönke Wortmanns Sommermärchen: Das WM-Tagebuch. Wortmann hat seine WM-Reportage nicht nur zu einem Kinofilm zusammengebastelt, sondern gleich noch das "Buch zum Film" fertig gestellt. Geholfen hat ihm bei der Arbeit Christoph Biermann, der bereits einige Bücher zum Thema Fußball geschrieben hat und in sofern ungefähr weiß, was er tut. Ob die Idee hingegen gut war, dem Film ein Buch hinterher zu schieben, bezweifelt der aspekte-Redakteur allerdings. Das Buch soll laut Wortmann den Film vertiefen, ist aber letztlich nicht mehr als Hofberichterstattung. Die sanfte Ironie, mit der Wortmann im Film spielt, fehlt dem Buch völlig. Es ist nicht mehr als ein Schnellschuss, meint aspekte.

Die Fischer Cabrera und Pérez waren im Südindischen Ozean bei dem Versuch, mit ihrem Boot illegal Schwarzen Seehecht zu fangen, von dem australischen Patrouillenboot Southern Supporter überrascht worden. Als das Boot ins antarktische Eismeer flüchtete, nahm die Southern Supporter unerschrocken die Verfolgung auf. Die Jagd nach den Jägern des von
seiner Auslöschung bedrohten Schwarzen Seehechts wurde zur längsten Hatz in der Geschichte der Seefahrt.
G. Bruce Knecht schildert in seinem Buch Raubzug nicht nur eine atemberaubende Verfolgungsjagd durch ein Labyrinth von turmhohen Brechern und gewaltigen Eisbergen, sondern zeigt auch auf, wie der über Jahrhunderte unbehelligte Schwarze Seehecht innerhalb weniger Jahre zum begehrtesten Fisch der Welt werden konnte. Eine spannende Abenteuerreportage. Ein Sachbuch, das sich liest wie ein Thriller, meint aspekte.

Kurz vorgestellt wurden die Bibel in gerechter Sprache (s. Kulturzeit), in der es jetzt ganz modern, wenn auch wenig historisch-authentisch auch Jüngerinnen, Apostelinnen und Pharisäerinnen gibt, und die den Namen Jahwe, den Luther in Respekt vor den jüdischen Glaubensbrüdern als HErr übersetzt, mit diversen unterschiedlichen Beinamen, darunter auch einigen weiblichen, wiedergibt. Aspekte nennt das Werk wenig respektvoll die "Emanzenbibel".

Walter Moers ist mit seinen Adolf-Comics durchaus nicht unumstritten. Der aktuelle Adolf-Kurzfilm hat es allerdings in den Download-Charts auf Platz 1 gebracht. Genug Fans gibt es also.

Die Literatur-Kuriositäten-Sammlung Was geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht wissen von Rainer Schmitz scheint sich zum geheimen Sachbuchtipp dieses Herbstes zu mausern. Der Filmbericht bei aspekte ging allerdings lediglich der Frage nach, welcher der beiden angeblichen Schädel Schillers denn nun der richtige ist - und wartet das Ergebnis der DNA-Analyse ab. Dabei hat Schmitz in seinem Buch viel mehr zu bieten.

Die etwas reißerische Frage, ob die Verlage nun vor dem Islam kuschen und die Schere der Selbstzensur ansetzten, hat etliche Verlage augenscheinlich verstimmt. aspekte ruderte in gemächlichen Tempo zurück. Zwar hatten einige große Verlage ein Interview zu dem Thema kategorisch abgelehnt - die wenigen Verlage jedoch, die zu einem Gespräch zur Verfügung standen, freuten sich. Aufklärung soll und muss sein, so die einhellige Meinung derer, die sich dem Thema stellten. Uns steht ein Konflikt bevor, der gerade erst begonnen hat. Da sind sich die Experten einig. Die Buchverlage bereiten sich souverän darauf vor.

23:30 SWR: Nachtkultur

Auch der SWR hat jetzt seine Kultursendung zur Buchmesse. Sie bringt einen längeren Beitrag über das diesjährige Gastland Indien: Nachkultur hat einige weniger bekannten indische Schriftstellern in Frankfurt getroffen: Darunter das ehemalige Model Shobhaa Dé, die in ihrer Heimat zu den meistgelesenen Autorinnen gehört, und Javed Akhtar, den Sohn des berühmten Urdu-Dichters Jan Nisar Akhtar. Neben seiner literarischen Arbeit zählt der 61-Jährige zu den erfolgreichsten Songtextern und Drehbuchautoren des indischen Kinos. Außerdem: Altaf Tyrewala, der in Bombay geboren wurde und in New York Betriebswirtschaft studierte, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Heute lebt der 29-Jährige wieder in seiner Heimatstadt. Mit Kein Gott in Sicht wurde er im letzten Jahr in Indien als große literarische Entdeckung gefeiert. Jetzt ist sein Debütroman auch in Deutschland erschienen.

Aus dem gleichen Grund stellt Nachtlektüre den Bildband Indien - einst und jetzt von Vir Sanghvi und Rudrangshu Mukherjee vor.Dieser Bildband sticht besonders hervor, denn das Buch "Indien - einst & jetzt" lässt sich gleich von zwei Seiten lesen und bestaunen. Während der eine Teil einen Blick in die reiche Vergangenheit Indiens ermöglicht, zeigt der andere den pulsierenden Subkontinent im Hier und Jetzt. Darüber hinaus führen namhafte indische Journalisten in informativen Reportagen durch die Zeit.

 

00:58 SWR: Nachtlektüre

Ist ja Wochenende. Wer will, kann sich also bis 04:45, also fast vier Stunden lang, mit Gesprächen über Bücher berieseln lassen. «Mit Genanzino, Gernhardt, Kehlmann, Walser und Co», heißt es lapidar in der Ankündigung. Woraus ich messerscharf schließe, dass zumindest folgende Bücher besprochen werden:

...und wahrscheinlich noch eine ganze Menge mehr. Zeit genug ist ja vorhanden. Falls ich fündig werde, kann ich die Bücherliste komplettieren, sobald das Material da ist. Falls Sie nach der Sendung Lust haben, über den ein oder anderen Titel mehr zu erfahren. Zu Martin Walsers "Angstblüte" finden Sie übrigens schon jetzt hier im Literaturblog Lese- und Hörproben, sowie Links zu weiteren Rezensionen.

03:20 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 19:20 Uhr