Bücher im Fernsehen, Freitag 13.10.06
| Besprochene Titel: Wolfgang Behringer: Kulturelle
Konsequenzen der "Kleinen Eiszeit"
Themen: |
| Programmschema: |
|
| 06:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 07:53 | SWR: Schiller - Dichter der Freiheit |
| 08:00 | arte: Kultur |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 09:05 | 3sat: Kulturzeit |
| 10:00 | WDR: Menschen hautnah |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 16:35 | arte: Biografie |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 20:00 | arte: Kultur |
| 22:00 | NDR/HR: NDR Talkshow |
| 22:25 | arte: Themenabend Hannah Arendt |
| 22:30 | WDR: west.art |
| 22:35 | ZDF: Ich, Reich-Ranicki |
| 23:30 | SWR: Nachtkultur |
| 00:00 | SWR: Literatur im Foyer |
| 02:30 | 3sat: Kulturzeit |
| 03:00 | ZDF: Johannes B. Kerner |
06:20 3sat Kulturzeit
Wiederholung vom Vortag
Los geht es natürlich mit Orhan Pamur und dem Literatur-Nobelpreis.
Da 3sat kein aktuelles Interview mit dem frischgekrönten Preisträger
bekommen konnte, hat es Archivbilder von Interviews mit taufrischen Stellungnahmen
Dritter gemischt. Zu Wort kommen der ARD-Bücherexperte Denis Scheck ebenso
wie die türkische Soziologin Necla Kelek. Loblieder, wie sollte es auch
anders sein - wird doch Pamur vom Westen wesentlich eher akzeptiert als von
seinen Landsleuten. So nannte Moderatorin Tina Mendelsohn die Preisvergabe auch
einen "Schlag ins Gesicht türkischer Nationalisten".
Völlig unbeeindruckt zeigte sich lediglich unser Literatur-Papst Marcel Reich-Ranicki. Er gesteht offen, sich nie für türkische Literatur interessiert zu haben. Das ZDF bringt heute abend ein längeres Porträt des Kritikers - und zum Anfüttern bereits ein paar spannende Clips aus dem Film. Etwa ein Interview mit dem jungen Biolek. Außerdem erzählt Reich-Ranicki, wie er junge Schüler an Literatur heranführte.
Ein längeres Interview führte Mendelsohn mit Wolfgang Behringer
anlässlich des neuen Gore-Streifens über die Klimaveränderung.
Behringer hat sich mit dem Buch Kulturelle
Konsequenzen der 'Kleinen Eiszeit'
einen Namen gemacht. Darin behandelt er ausführlich die letzte Kälteperiode
Ende des 16. Jahrhunderts und die Frage, wie diese Klimaveränderung sich
auf die Bevölkerung und deren Verhältnis zu moralischen Werten auswirkte.
Die Parallelen, die er zur jetzigen Klimaerwärmung zieht, wirken nicht
immer 100% überzeugend, sind aber zumindest spannend zu hören.
Last not least in dieser Kulturzeit-Ausgabe ein Bericht über Die
Lady mit der Nilpferdpeitsche,
Mary Evans, genannt "Fearless Nadia". Die ist sicherlich der skurrilste
Filmstar, den Indien je gesehen hat. In den 30er und 40er Jahren eroberte die
blauäugige Blondine die Leinwände des Subkontinents. Ebenso beleibt
wie mutig bekämpfte sie mit Peitschen und Pistolen das Unrecht in der Welt,
schwang sich zur Rächerin der Armen auf und verprügelte deren Peiniger
reihenweise. Noch heute kennt in Indien "Fearless Nadia" jedes Kind
und das edle und rebellische "Robin Hood"-Image der Selfmade-Frau
Evans ist schon beinahe sprichwörtlich. Dorothee Wenner hat ein Buch über
sie geschrieben: Die
Lady mit der Nilpferdpeitsche. Das Leben der indischen Kinolegende Fearless
Nadja
07:53 SWR: Friedrich Schiller - Dichter der Freiheit
Film im Rahmen des Schulfernsehens, gedacht ab Klasse 8 - also in kleineren Appetithäppchen angerichtet, locker aufbereitet und sicherlich sehr informativ. Bildungsbürgertauglich.
08:00 arte: Kultur
Wiederholung vom Vorabend.
Auch bei arte Kultur natürlich ein Porträt des türkischen Literaten
Orhan Pamuk. Auch hier wurde mangels aktueller Interviewmasse
viel Archivmaterial zusammengeschnitten. Aktuell lediglich der Satz Pamuks anlässlich
der Frage nach der politischen Dimension dieses Preises: "Nein, heute keine
Politik. Heute ist ein Tag zum Feiern" Daneben hat der Sender Reaktionen
türkischer Bürger auf der Straße eingefangen. Diese spiegeln die kontroverse
Rezeption Pamurs in der Türkei: während die einen ihm verhalten Recht geben,
halten ihn andere lediglich für einen sich dem Westen anbiedernden Autoren.
09 :00 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
09:05 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 6:20 Uhr
10:00 WDR: Menschen hautnah
Wiederholung vom 11.10.06
Mit 15 war sie ein lebendiges, intelligentes und aufmüpfiges junges Mädchen.
Immer wieder hat sich Waltraud Storck gegen die streng autoritäre Erziehung
zu Hause aufgelehnt. Mit den Pubertätsproblemen der Tochter fühlen
sich ihre Eltern überfordert. "Sie haben mir eingeredet, dass ich
schuld sei an allem. Und ich habe dann sogar geglaubt, ich sei wirklich ein
böses Mädchen." Hilfe suchend wenden sich die Eltern an Fachleute.
Aufgrund einer falschen Diagnose verbringt Waltraud Storck viele Jahre in geschlossenen
Abteilungen verschiedener psychiatrischer Kliniken. Hochdosierte Psychopharmaka
zerstören ihre bereits durch Kinderlähmung vorgeschädigte Gesundheit.
Die intelligente und wache junge Frau wird zum Schatten ihrer selbst. Unter
dem Pseudonym Vera
Stein
veröffentlicht sie mehrere Bücher, in denen sie versucht, ihre schrecklichen
Erlebnisse zu verarbeiten. Menschen hautnah porträtiert eine Frau,
die noch immer nach der Antwort auf die Frage sucht: Wie konnte es passieren,
dass ich zum "bösen Mädchen" wurde - weggesperrt in die
Psychiatrie? Was sie erlitten hat, lässt sie bis heute nicht mehr los.
Blickt sie mit unversöhnlichem Hass auf ihre Herkunftsfamilie - oder kann
sie verzeihen und frei werden für ein neues Leben?
(Mehr über Waltraud Storck, auch viele Internetlinks finden Sie auf der Homepage zur Sendung.)
In folgenden Büchern berichtet sie alias Vera Stein über ihre Erfahrungen:
- Menschenfalle Psychiatrie: Mit 14 Jahren weggesperrt
- Abwesenheitswelten. Meine Wege durch die Psychiatrie
- Diagnose:
"unzurechnungsfähig"
Sie entkam dem Räderwerk der Psychiatrie und kämpfte um ihr Recht bis zum Europäischen Gerichtshof - mit Erfolg! - Trotzdem. Behindert ist man nicht - behindert wird man
Aufrüttelnder Erfahrungsbericht einer beharrlichen Kämpferin.
11:20 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
16:35 arte: Biografie
Benedikt Taschen gilt als einer der einflussreichsten Kunstbuchverleger
weltweit. Durch seinen monumentalen GOAT. A Tribute to Muhammad Ali-Bildband
wurde er im vergangenen Jahr auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Inzwischen ist der von ihm gegründete Taschen-Verlag ein international
agierender Konzern mit Niederlassungen in Paris und Los Angeles. Als Jugendlicher
hatte sich Benedikt Taschen immer darüber geärgert, dass Kunstbildbände
schön, aber meist zu teuer waren. Erhöhte man die Auflage, so seine
Idee, müsse es doch möglich sein, auch diese Ware wesentlich billiger
anzubieten.
Für seine visionäre Idee lieh sich der angehende Jung-Verleger von
Verwandten Geld, um 40.000 Ramschexemplare eines Bandes über René
Magritte zu erwerben. Der Weiterverkauf in Deutschland wurde ein großer
Erfolg. Sehr bald verlegte sich Taschen darauf, selbst Bücher herauszugeben.
Von da an ging es nur noch bergauf. (mehr
über den Verleger bei arte...)
19:20 3sat: Kulturzeit
Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren - und ist über den Kulturzeit-Link abrufbar.
Klar ist aber bereits, dass es in der Sendung Krimitipps geben wird. Da wird
zum einen der neue Roman von Håkan Nesser empfohlen:
Die
Fliege und die Ewigkeit:
15 Jahre Gefängnis hat er hinter sich, wegen Mordes an seinem damaligen
Philosophie-Professor. Doch der Philosoph Maertens bleibt ein Gefangener seiner
Vergangenheit. Unter einem anderen Namen versucht er ein bürgerliches Leben
zu führen. Aus der Zeitung erfährt er vom Tod seines besten Freundes
und Mitwissers Tomas. Dessen Beerdigung soll für Maertens ein Schlussstrich
unter die Vergangenheit sein. Doch Tomas hat ein Testament hinterlassen: Maertens
soll mit Tomas’ Witwe Marlene eine Woche in der Villa am Meer verbringen.
Das Perfide: Marlene ist die Tochter des ermordeten Professors. Maertens war
schon damals in sie verliebt. In der Einsamkeit der Landschaft arbeitet das
Paar die Zeit vor dem Mord auf. Je mehr er von Marlene erfährt, desto größer
wird sein Verdacht, nur eine Figur in einem grausamen Spiel zu sein. In einem
letzten Akt der Verzweiflung versuchen Maertens und Marlene sich aus der Umklammerung
zu befreien und die Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. In "Die
Fliege und die Ewigkeit" stellt der Schwede Håkan Nesser sehr eindringlich
die Fragen nach Schuld und Sühne, nach Freundschaft und Liebe bis hin zu
Selbstzerstörung.
Ebenso empfohlen wird der wegen seiner vielen expliziten Gewaltszenen nicht
unumstrittene Roman von Pete Dexter: Train
Der spielt im Los Angeles der 50er Jahre: Der schwarze Caddy Train trägt
für wenige Dollars die Bags der Weißen. Hier begegnet er Packard,
einem verschlagenen und selbstverliebten Cop. Dieser erkennt Trains Talent fürs
Golfen. Er nimmt ihn unter seine Fittiche, um Geld mit ihm zu machen. Sie ziehen
von Golfplatz zu Golfplatz und suchen die Herausforderung. Immer öfter
stoßen sie auf Rassenhass - mit Schwarzen spielt man kein Golf. Und schon
gar nicht verliert man gegen sie. In seiner Beziehung zu Train geht Packard
noch einen Schritt weiter. Er nimmt ihn mit in die Villa seiner reichen Frau,
lässt ihn dort für gelegentliche Arbeiten wohnen. Seine Frau ist entsetzt,
die Nachbarschaft alarmiert: ein Neger in ihrer Mitte. Der Hass wächst
und die Angst vor dem Fremden eskaliert. Als Packard nicht zu Hause ist, sehen
sie ihre Chance: Train muss um sein Leben fürchten. Mit "Train"
stellt uns der renommierte Drehbuchautor Pete Dexter den Traum eines schwarzen
Golfers vor - aber dieser Traum endet hart, düster und verstörend.
20:00 arte: Kultur
Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.
22:00 NDR/HR: NDR Talkshow
Für all diejenigen, die Wissensvermittlung am liebsten in Form von Talkshows haben, gibt es heute gleich mehrere Buchveröffentlicher im Sitzkreis: Marijke Amado, Thea Dorn und Tom Buhrow.
Marijke Amado hat gerade mit Mr.
Bink. Vom Traummann zum Albtraum
ihre letzte Beziehung aufgearbeitet: Charmant, gebildet, mit perfekten Umgangsformen
war ihr Traummann, doch letztlich, so sieht sie das heute, nur auf eins aus:
Frauen mit Geld und Gut um genau dieses zu bringen. In ihrem Buch erzählt
sie erstmals die wahre Geschichte ihrer finanziellen und seelischen Niederlage.
Das Buch ist keine Abrechnung. Es ist vielmehr ein locker geschriebener Ratgeber,
der Frauen helfen soll, die BINK-Falle rechtzeitig zu erkennen, und Betroffenen
Mut zum Neuanfang macht.
Thea Dorn, die heute Nacht noch als Moderatorin bei Literatur
im Foyer zu sehen sein wird, hat ebenfalls ein Buch veröffentlicht:
Die
neue F-Klasse. Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird.Gut
ausgebildet und zur Selbstständigkeit erzogen, halten Frauen zwar heute
den Geschlechterkampf für beendet, doch wer klar sieht, stellt fest: Der
Erfolg der Emanzipation ist ein Märchen, solange Frauen siebzig Prozent
der Niedrigverdiener ausmachen und der Großteil der Akakemikerinnen als
Versorgerin von Mann und Kind im schwarzen Loch des Eigenheims verschwindet.Thea
Dorn und meinungsmachende Frauen von Charlotte Roche bis Silvana Koch-Mehrin
diskutieren über Männer und Frauen, Kinder und Karriere, Politik und
Gesellschaft.
Tom Buhrow, der neue Anchorman der Tagesthemen, hat zusammen mit seiner Frau
ein Buch über Amerika auf den Markt geworfen: Mein
Amerika - Dein Amerika
heißt es, und ist ein sehr persönliches Resümee über die
10 Jahre, die Buhrow als Korrespondent für die ARD in Amerika gelebt hat.
Die beiden kennen nicht nur das offizielle, sondern auch das private Amerika
mit all seinen Besonderheiten, seinen liebenswerten und skurrilen Seiten, seinen
oft heftigen inneren Widersprüchen. Wieso man über die Frage «How
are you?» nicht lange nachdenken sollte, weshalb viele Gläubige weite
Wege zu ihrer Kirche in Kauf nehmen, warum das Auto für Heranwachsende
der wichtigste Ort auf Erden ist und ein Friedhofsbesuch nicht lange dauern
muss: Anhand eigener Erlebnisse und Erfahrungen, angereichert mit Hintergrundwissen,
Fakten und Zahlen, machen uns die Autoren mit dem heutigen Alltag Amerikas vertraut,
mit Sitten und Unsitten, Freiheiten und ungeschriebenen Gesetzen, Politik und
Privatleben. Ein kenntnisreiches, originelles und unterhaltsames Porträt
des heutigen Amerikas – eines Landes, dessen Entdeckung immer wieder aufs
Neue lohnt.
22:25 arte: Hannah Arendt - "Ich will verstehen"
Ein ARTE-Themenabend über die streitbare Philosophin, die 2006 100 Jahre alt geworden wäre. Diesen runden Geburtstag nimmt ARTE zum Anlass, der eigenwilligen Philosophin und unbequemen politischen Theoretikerin einen Themenabend zu widmen. Sicherlich war es ihr kritisch geschärfter Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des 20. Jahrhunderts, der dazu beigetragen hat, dass man sie heute zu den bedeutendsten Denkerinnen ihrer Zeit zählen kann. Der Themenabend geht außerdem der Frage nach, was Hannah Arendt als eine der markantesten Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts und vor allem als Person auszeichnet.
22:35 ZDF: Ich, Reich-Ranicki
In dem umfassenden Dokumentarfilm entwerfen Gert Scobel und Lutz Hachmeister das Poträt eines Mannes, dessen Leben seit seinen Jugendtagen zwischen Einsamkeit und Sehnsucht nach öffentlicher Anerkennung verlief. Es ist die Charakterstudie eines enorm fleißigen, begabten und durchsetzungsfähigen Aufsteigers und zugleich ein Panorama deutscher Kultur und Fernsehgeschichte. Die Dokumentation verzichtet auf jedweden Kommentar und konzentriert sich auf die Hauptfigur sowie rare Fundstücke aus Archiven und Interview-Beiträgen.
23:30 SWR: Nachtkultur
Die Wertediskussion ist in vollem Gange. Die einen reden von der Notwendigkeit
einer Leitkultur, andere von einer unredlichen Gesellschaft, einer wertelosen
Zeit. Ein Thema, das auch immer mehr im Literaturbetrieb Beachtung findet. Gerade
neu erschienen ist Peter Pranges Kompendium Werte
- von Plato bis Pop: alles, was uns verbindet.
Er macht deutlich, dass es kaum einen Lebensbereich gibt, über den in den
vergangenen zweieinhalbtausend Jahren nicht ausführlich nachgedacht wurde
- über Toleranz und Prinzipientreue ebenso wie über Glück und
Askese, Leben und Sinn. "Man muss sich nur wieder darauf besinnen",
meint der 51-jährige Literaturwissenschaftler und Philosoph. (mehr
zum Buch beim Sender...)
00:00 SWR: Literatur im Foyer
Der SWR ist in manchen Dingen ein wenig Retro. Aber vielleicht hat das ja auch
System. Nachdem gestern in Schweden der Literatur-Nobelpreis ausgelobt wurde,
läuft heute Nacht ein Gespräch mit dem Literaturnobelpreisträger
Imre Kertész, inklusive zweier Lesungen mit Peter Fitz und André
Jung aus dem neuen Roman von Kertész, Dossier
K. Eine Ermittlung
- Und falls Sie jetzt überlegen: Ja, der aktuelle Preisträger heißt
Orhan Pamuk. Kertész bekam den Preis 2002.
Nichts desto trotz ist "Dossier K." ein spannendes Buch: Es basiert
auf einem Gespräch, das er mit seinem ungarischen Lektor über sein
Leben und das Verhältnis von Dichtung und Wahrheit in seinem Werk geführt
hat. Eine "regelrechte Autobiographie" ist dabei entstanden, ein platonischer
Dialog, den der Autor im Grunde mit sich selbst führt.
Thea Dorn spricht mit Imre Kertész über sein Leben, über die
literarische Bilanz des heute 76jährigen und über den neuen Roman,
der erneut um die Frage kreist, ob nicht die Fiktion mehr von der Wahrheit eines
Lebens weiß als der Tatsachenbericht. (mehr
zum Buch beim Sender)
02:30 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 19:20 Uhr
03:00 ZDF: Johannes B. Kerner
Wiederholung vom 12.10.06
"Wer frisch verliebt ist, ist irgendwie nicht bei Sinnen": Moderatorin
Kim Fisher ist mit ihrem Buch 90
Tage auf Bewährung
unter die Autorinnen gegangen. Die ersten drei Monate einer Beziehung sind wohl
die aufregendste Zeit einer Liebe. Alles ist neu – alles steht auf dem
Spiel. Es gibt viele Hürden zu meistern – vor allem für die
Frau. Wie wird ER reagieren, wenn er nach der ersten Nacht die ungeschminkte
Schönheit seiner Liebsten erblickt? Wie schafft man es in einer hellhörigen
Wohnung die WC-Benutzung so leise wie möglich zu gestalten? Wie kommt es,
dass man plötzlich alberne, niedliche Endungen an Wörter hängt?
Wie reagiere ich, wenn der Liebste auf einmal geräuschvoll isst oder Motiv-Socken
trägt? Mit einzigartigem Humor und großer Authentizität schildert
Kim Fisher die kleineren und größeren Katastrophen, die sich in den
ersten 90 Tagen einer Beziehung ereignen können. Wie mit einer guten Freundin
plaudert sie über selbst Erlebtes und selbst Gehörtes mit der Leserin.


0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home