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Neuerscheinungen und Rezensionen

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Name:Ennka
Location:Hamburg, Germany

Freitag, Oktober 20, 2006

Bücher im Fernsehen, Freitag 20.10.06


Besprochene Titel:

Silvia Bovenschen: Älter werden
Gavin Pretor-Pinney: Wolkengucken. Ein Handbuch
Hiltrud Stöcker-Zafari, Jörg Wegner: Binationaler Alltag in Deutschland
Christian Urech, Isabelle Schiess, Valentin Stucki: Binational? Genial!
Petra Sparrer (Hg.): Wo die Liebe hinfällt - Geschichten von Paaren aus zwei Kulturen.
Robert Menasse: Paradies der Ungeliebten
Anne Frank: Das Tagebuch der Anne Frank
Jonathan Littell: Les bienveillantes
Judith Butler: Undoing Gender
Shobhaa De: Glitzernacht
James D. Tabor: Die Jesus-Dynastie
Norbert Scheuer: Kall, Eifel
Christian David: Kinski. Die Biographie
Thomas Leif: Beraten und verkauft. McKinsey & Co. - der große Bluff der Unternehmensberater.

 

Themen:
Der Elfriede Jelinek-Tag auf der Viennale
Der Hauptmann von Köpenick

Programmschema:
06:20 3sat: Kulturzeit
08:00 arte: Kultur
08:37 SWR: Schiller - Der Rebell der Bühnet
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
10:00 WDR: Menschen hautnah
11:20 arte: Kultur
13:00 MDR: artour
19:20 3sat: Kulturzeit
20:00 arte: Kultur
22:00 NDR/HR: 3nach9
22:25 arte: Themenabend Hannah Arendt
22:30 WDR: west.art
23:30 SWR: Nachtkultur
23:50 arte: Judith Butler, Philosophin der Gender
00:00 SWR: Literatur im Foyer
02:25 SWR: Leute night
02:30 arte: Hannah Arendt in New York
03:30 3sat: Kulturzeit

 

06:20 3sat Kulturzeit

Donnerstag ist wie so oft Büchertag bei der Kulturzeit. Dementsprechend bunt ist die Palette der Beiträge heute in der Wiederholung vom Vortag.

Einmal mehr wird Silvia Bovenschens Buch Älter werden besprochen. Kulturzeit bringt zunächst ein Interview mit der Autorin selbst und befragt anschließend die promovierte Germanistin und Journalistin Gunhild Kübler über ihre Eindrücke vom Buch. Wie fast immer loben alle Beteiligten das Buch in höchsten Tönen. Engagiert, couragiert sei es, sehr persönlich, ohne je dabei in Wehleidigkeit abzurutschen. Bovenschen redet sehr bewusst davon, dass "zu ihrer Zeit" die Dinge anders waren und distanziert sich damit ein ganzes Stück von der Gegenwart. Sie blickt zurück auf die Nachkriegsjahre, in denen sie Kind war, auf die 50er Jahre mit dem ersten Aufbegehren gegen gängige Rollenklischees, auf die 68er und ihre Liebe zu Adorno - all das unter dem Aspekt des Älter werdens, geschrieben in einem leicht lesbaren Plauderton, ohne je dabei platt zu werden. Frau Kübler zumindest beglückwünscht all jene, die die Lektüre des Buches noch vor sich haben.

Ebenfalls bereits den Siegeszug durch die diversen Literatursendungen angetreten hat Gavin Pretor-Pinney mit seinem Band Wolkengucken. Ein Handbuch. Er hält das Bestaunen der verschiedenen Wolkenformationen am Himmel für die ideale Therapie gegen die Schnelllebigkeit dieser Zeit. Den in die Wolken zu sehen und sie zu interpretieren sei nicht nur eine Art sanfter Rohrschachtest, der eine Menge über die eigene Befindlichkeit verrät. Er hat zu diesem Zweck sogar einen eigenen Club der Wolkengucker gegründet. Auf deren Homepage stellen die inzwischen mehrere Tausend Mitglieder, allesamt leidenschaftliche Cloudspotter, ihre Fotos und Geschichten ein. Etwa die von dem Mann, der die Scheidung einreichte, als seine Frau seine Begeisterung für einen Gewitterhimmel bei nächtlicher Autofahrt nicht zu teilen vermochte....

Elfriede Jelinek feiert heute ihren 60. Geburtstag. Das originelste Geschenk stammt sicherlich von der Viennale. Auf dem Wiener Filmfest hat die Nobelpreisträgerin einen eigenen Tag bekommen - und durfte sich sechs Filme aussuchen, die sie gern sehen würde. Kulturzeit berichtet von der so entstandenen Mischung, die von Alfred Hitchcocks Vertigo bis David Lynchs Lost Highway reicht. Ausschnitte aus den Filmen wechseln sich mit älteren und einem aktuellen Interview. Alles ein wenig düster, wie man es von der Jelinek auch sonst kennt.

Am gestrigen Donnerstag wurde der österreichische Romancier, Essayist und Übersetzer Robert Menasse, zum Ritter des französischen Ordens der Arts et Lettres ernannt. Erst vor ein paar Tagen wurde sein erstes Theaterstück Paradies der Ungeliebten in Darmstadt uraufgeführt.

Sieben Männer, die bei einer Sonnenwendfeier im mecklenburgischen Pretzien neben einer amerikanischen Flagge auch ein Exemplar vom Tagebuch der Anne Frank verbrannt hatten, sind gestern wegen Volksverhetzung angeklagt worden. Laut Staatsanwaltschaft hätten die Männer «unter bewusster Auswahl symbolträchtiger Handlungen und unter eindeutiger Verwendung neonazistischen und nationalsozialistischen Sprachgebrauchs Anne Frank verhöhnt und mit ihr sämtliche Opfer ehemaliger Konzentrationslager des NS-Regimes.»

 

08:00 arte: Kultur

Wiederholung vom Vorabend.
Das aktuelle Buchphänomen in Frankreich lautet Les Bienveillantes - die deutsche Übersetzung "Die Wohlgesonnenen" ist leider bisher noch nicht auf dem Markt. In Frankreich wurden vom ca 900 Seiten starken Buch bereits wenige Wochen nach Erscheinen über 200.000 Exemplare verkauft. Einmal mehr geht es um die NS-Zeit, genauer um einen Henker, der sich seiner Schuld durchaus nicht bewusst ist. Wie alle der damaligen Nazigrößen sieht er sich lediglich als Ausführenden - und das ist durchaus nicht unproblematisch, da das Buch komplett in seiner subjektiven Perspektive geschrieben ist, ohne diese Perspektive je duch Nebenfiguren zu hinterfragen. Da hilft es auch nicht, dass Jonathan Littell noch relativ jung ist - und somit der Verdacht, es könne sich um eine verkappte Form von Apologie handeln, hinfällig wird. Aber Littell macht sich rar, gibt selten Interviews und ist fürs Fernsehen derzeit überhaupt nicht zu haben. In sofern lässt sich über seine Motivlage nur spekulieren.

 

08:37 SWR: Friedrich Schiller - Der Rebell der Bühne

Film im Rahmen des Schulfernsehens, gedacht ab Klasse 8 - also in kleineren Appetithäppchen angerichtet, locker aufbereitet und sicherlich sehr informativ. Bildungsbürgertauglich: Gezeigt werden die Vorbereitungen einer Schüleraufführung am Leipziger Theater. Die Schauspieler diskutieren darüber, welche Motive Schillers sich heute hervorzuheben lohnen und arbeiten so wie nebenbei heraus, warum Schiller uns auch heute noch eine Menge zu sagen hat. Bei dem Stück handelt es sich um eine Collage aus Gedichten und Szenen verschiedener Stücke Schillers.



09 :00 arte: Kultur

Wiederholung von 8:00 Uhr

 

09:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 6:20 Uhr

 

10:00 WDR: Menschen hautnah

Wiederholung vom 18.10.06 - Kai liebt Rosa
Es ist nicht gerade Romeo und Julia, aber spannungsgeladen ist die Beziehung zwischen dem deutschen Unternehmer Kai und seiner kubanischen Freundin Rosa trotz allem. Nicht nur der Standesunterschied und die Hautfarbe trennen die beiden. Auch Kais Freundeskreis ist skeptisch, was die Möglichkeiten dieser interkulturellen Beziehung angeht. Rosa befindet sich in Deutschland in der Fremde und muss sich gegen diverse Vorurteile behaupten.
Anhand des Beispiels dieser beiden Liebenden versucht die Sendung, die Chancen und Schwierigkeiten interkultureller Beziehungen aufzuzeigen. Die Buchtipps zur Sendung:



11:20 arte: Kultur

Wiederholung von 8:00 Uhr

 

11:15 RBB: Stilbruch

Geplant ist ein Beitrag zum Volksaufstand, der im Oktober 1956, vor 50 Jahren, Ungarn auf die Straße trieb. Der Versuch, sich von den russischen Unterdrückern zu befreien, schien zunächst von Erfolg gekrönt. Erste unabhängige Zeitungen erschienen, das ganze Land streikte, Studenten stürzten das Stalin-Denkmal am Budapester Heldenplatz. Dann jedoch schlug das Militär zurück, die Rote Armee marschierte in Ungarn ein.
Über diese Ereignisse hat der ungarische Schriftsteller György Dalos das Buch 1956. Der Aufstand in Ungarn geschrieben. Außerdem interviewt Stilbruch den Autor Imre Kertész zu den Ereignissen damals.

 

13:00 MDR: artour

100 Jahre Hauptmann von Köpenick: Ihn gab es wirklich - und für viele gilt er als Deutschlands berühmtester Hochstapler. Sein Name: Wilhelm Voigt, schon mit 14 Jahren polizeilich auffällig, immer wieder angeklagt wegen Diebstahls und Urkundenfälschung. Sein größter Coup gelang ihm 1906 - also vor genau hundert Jahren. Mit einer preußische Hauptmanns-Uniform, die er sich bei diversen Berliner Trödelhändlern zusammengekauft hatte, stellte er eine Polizeiwache unter sein Kommando, besetzte so das Rathaus Köpenick und verhaftete gar den Bürgermeister Langhaus. Dann türmte er mit der Stadtkasse. Carl Zuckmayer machte daraus eine Tragikomödie. Auch verfilmt wurde der Stoff immer wieder - unter anderem mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.

Zu den vielen Neuentdeckungen aus Indien, die die Buchmesse mit sich brachte, gehört auch die Autorin Shobhaa De. Für sie ist das Schreiben die letzte Möglichkeit unserer Zeit, den Traum vom Tellerwäscher zum Millionär wahr werden zu lassen. Zumindest für sie selbst scheint das zu gelten. Ihr aktueller Roman Glitzernacht, in dem sie hinter die Kulissen Bollywoods schaut, ist gerade auf deutsch erschienen. Und in Indien gehört sie ohnehin zu den Bestsellerautorinnen. artour zeigt ein Porträt der Autorin.

Einer der unbestrittenen Erfolge des hiesigen Buchherbstes ist der Titel Älter werden von Silvia Bovenschen. Ganz unsentimental beschreibt sie darin die Veränderungen, die mit dem Älter werden auch mit dem Körper vonstatten gehen. Keine Geheimtipps über längere Jugend, sondern ein erzählender, manchmal poetisch anmutender Rückblick auf ein Leben und die Gegenwart, gehört das Buch sicherlich zu den glücklicheren Titeln zum Thema - und wandert daher derzeit durch sämtliche Büchersendungen und Kanäle.



19:20 3sat: Kulturzeit

Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren - und ist über den Kulturzeit-Link abrufbar. Geplant sind für heute die Hörbuchtipps.


20:00 arte: Kultur

Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.

 

22:00 NDR/HR: 3nach9

Für all diejenigen, die Wissensvermittlung am liebsten in Form von Talkshows haben, auch heute wieder einige Buchautoren in der illustren Runde: Alfred Biolek, der seinen Abschied vom Fernsehen mit einer ausgiebigen Tour durch sämtliche Sendeformate feiert und dabei seine aktuelle Biografie Bio. Mein Leben vorstellt. Dann Heinz Strunk, der mit seinem Debütroman Fleisch ist mein Gemüse einen lokalen Überraschungshit gelandet hat. Und nicht zuletzt der ebenfalls viel beachtete Rainer Schmitz, seines Zeichens Kulturredakteur beim Fokus, der mit akribischer Genauigkeit unzählige Fakten rund um die Literatur zusammengestellt und unter dem Namen Was geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht wissen herausgegeben hat. (Und auch, wenn ich das sonst an dieser Stelle nicht erwähne: als musikalischer Gast ist Charlotte Gainsbourg, die Tochter des französischen Chansoniers Serge Gainsbourg, in der Sendung und stellt ihre wunderschöne neue CD 5:55 vor.)

 

23:15 arte: Judith Butler, Philosophin der Gender

Die amerikanische Philosophin und Feministin Judith Butler plädiert für eine nicht repressive Ethik gegenüber Minderheiten und stellt einen zu eng gefassten Feminismus-Begriff in Frage. Anlässlich der Übersetzung ihres neuesten Buches Undoing gender ins Französische zeigt ARTE ein Porträt der streitbaren Wissenschaftlerin.

 

23:30 SWR: Nachtkultur

In der Folge von Dan Browns Sakrileg ist eine ganze Reihe von Sachbüchern auf den Markt geschossen, die historisch-kritisch das Lebens Jesu hinterfragen. Manche davon sind eher spekulativ, manche durchaus mit einem ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Ansatz. Zu letzterer Kategorie gehört auch Die Jesus-Dynastie - Das verborgene Leben von Jesus und seiner Familie und der Ursprung des Christentums von James D. Tabor. Seit 40 Jahren forscht er mittlerweile den christlichen Quellen hinterher. Wirklich Neues ist dabei nicht herausgekommen. Die Römer hätten erkannt, dass Jesus in direkter Linie von David abstamme, und ihn deshalb gekreuzigt, bevor er seinen Machtanspruch, König der Juden zu sein, in die Tat umsetzen konnte. So eine seiner Thesen. Also nichts mit Religionsstifter und Friedensfürst. Davidssohn war Jesus. Und erst Paulus habe dann die Jesus-Figur so umgedeutet, dass er damit der westlichen Philosophie einen jüdisch-pazifistischen Gegenentwurf anbieten konnte. Auch, dass Jesu leiblicher Vater der römische Legionär Pantera sei, haben wir in grauer Vergangenheit irgendwo schon einmal gelesen. Tabor unterstreicht seine Theorien mit einem bunten Mix aus archäologischen Funden, historischen Quellen und der Bibel selbst. Nachtkultur hat den Autor über sein Buch und über seine Thesen interviewt.

Auch Nachtkultur nimmt sich noch einmal des 80. Geburtstags des bereits verstorbenen Klaus Kinski an und weist in diesem Zusammenhang auf die empathische Spurensuche von Christian David, Kinski. Die Biographie, hin. Diesmal geht es nicht um das ewige enfant terrible, sondern um den stillen, den introvertierten Künstler, der sich selbst in eine Maschine eingebracht hat, die ihn mehr oder weniger auffraß. Im Nachhinein bezeichnete Kinski das Geld, dass er mit den Edgar-Wallace-Filmen verdiente, als Judaslohn - verlor er sich in den Rollen, die er dort zu spielen hatten, doch weitgehend selbst. Aus dem wilden Rebell der jungen Jahre wurde so ein extrovertierter, immer am Rande des Verrücktseins pendelnder Charakter-Cast - und erst durch die Zusammenarbeit mit Werner Herzog fand er wieder ein wenig zu sich, zu seinen Wurzeln zurück. Eine interessante Interpretation.

00:00 SWR: Literatur im Foyer

Literatur im Foyer berichtet heute über die Verleihung des Georg K. Glaser-Preises 2006 an den Schriftsteller Norbert Scheuer. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht an Scheuer, der mit Kall, Eifel einen kleinen Mikrokosmos erschaffen hat, dessen Tristess zwar ganz Eifel ist, jedoch in seiner Ausweglosigkeit für viele deutsche Landschaften steht. Die Erzählung Unterm Rauschen, für die Scheuer den Preis erhielt, ist meines Wissens bisher unveröffentlicht. Gelobt wurde sie von der Jury für ihre erzählerische Kraft und leise Dramatik, heißt es in der Urteilsbegründung.
Ebenfalls heute ausgelobt wird der Glaser-Förderpreis. Dessen Gewinner ist noch nicht bekannt. In der engeren Auswahl stehen Madeleine Giese und Monika Geier und die 20jährige Gianna Zocco, die bisher noch ohne eigene Buchveröffentlichung ist.

 

02:25 SWR: Leute night

Wiederholung vom 11.08.2006 - Thomas Leif, SWR-Chefreporter (Folge 798)
In den Zeiten des ungebrochenen Unternehmenswachstums hat sich eine sonderbare Art von Parasiten entwickelt: Leute, die die einschlägige Management-Literatur verfolgten und mit ihrem Wissen und teuren Anzügen in die Unternehmen hinein gingen und für teures Geld ihr Wissen an die beeindruckte Unternehmensleitung weitergaben. Die Schlagwort-Modelle wechselten regelmäßig, und nicht selten waren (und sind) teure Umstrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis ihrer Tätigkeit. Thomas Leif hat sich ihr Wirken einmal genauer angesehen und ein Buch darüber geschrieben, das ein wenig reißerisch Beraten und verkauft. McKinsey & Co. - der große Bluff der Unternehmensberater heißt. In Leute night interviewt ihn Stefan Siller.

 

02:30 arte: Hannah Arendt in New York

Die Entdeckung der Freiheit. Amerika im Denken Hannah ArendtsDas noch nie zuvor im deutschen Fernsehen gesendete Interview mit der Philosophin Hannah Arendt führte der französische Journalist Roger Errera 1973 in New York. Errera sprach mit der mittlerweile amerikanischen Staatsbürgerin über ihr Paria-Dasein als Jüdin in Deutschland und den Brückenschlag zwischen Europa und den USA. Das ambivalente Amerika-Bild, das die Philosophin in dem Gespräch zeichnet, ihre Kommentare zu gesellschaftlichem und politischem Engagement und zur Demokratie sowie ihr kritischer Blick auf die zunehmend apolitische Konsumgesellschaft der westlichen Welt haben auch heute - mehr als 30 Jahre später - noch nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt. Im Gegenteil: angesichts der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung erscheinen Hannah Arendts Analysen und Prognosen fast prophetisch.

 

03:30 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 19:20 Uhr