Bücher im Fernsehen, Freitag 27.10.06
| Besprochene Titel: John Le Carré: Geheime Melodie
Themen: |
| Programmschema: |
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| 05:30 | ZDF: Morgenmagazin |
| 06:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 08:00 | arte: Kultur |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 09:05 | 3sat: Kulturzeit |
| 09:05 | ZDF: Volle Kanne |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 20:00 | arte: Kultur |
| 22:00 | NDR/HR: NDR Talkshow |
| 22:35 | ZDF: aspekte |
| 23:30 | SWR: Nachtkultur |
| 00:00 | SWR: Literatur im Foyer |
| 02:05 | SWR: Leute night |
| 02:20 | 3sat: Kulturzeit |
05:30 ZDF: Morgenmagazin
Unter anderem mit den Buchtipps von Wolfgang Herles. In den Buchhandlungen liegt das Herbstangebot der Verlage bereit, und Wolfgang Herles hat sich quer durch die Frankfurter Buchmesse gelesen:
John Le Carré, Geheime Melodie, List, 416 Seiten
Der Meister des politischen Thrillers schickt seinen Protagonisten in den Kongo.
Bruno Sal-vador, genannt Salvo, ist eigentlich Dolmetscher, doch der britische
Geheimdienst verspricht sich mehr von ihm, als er ihn auf eine Geheimkonferenz
über die Zukunft des afrikanischen Landes schickt. Salvo lauscht und berichtet.
Am Ende kann er nicht unbeteiligt wegschauen, denn er sieht die Katastrophe
auf den Kongo zukommen, der doch das Land seines Vaters ist.
Mario Vargas Llosa, Das
böse Mädchen,
Suhrkamp, 395 Seiten
Als 15-Jähriger beobachtet Ricardo im Sommer 1950 eine Gleichaltrige beim
Mambo-Tanz in Lima. Dann ist sie plötzlich verschwunden, aber die Erinnerung
an "das böse Mädchen" lässt Ricardo nie mehr los. Seine
Liebe wird zur Obsession, und bis in die 80er Jahre kreuzen sich die Wege der
beiden immer wieder - in London, Tokio, Paris und Madrid. Mario Vargas Llosa,
der große südamerikanische Autor, erzählt vom Rätsel einer
Beziehung, von deren Unglück und Glück im Laufe von mehr als 30 Jahren.
Tim Parks, Stille, Kunstmann, 360 Seiten
Harold Cleaver ist ein überaus erfolgreicher Fernsehjournalist, eine Berühmtheit
in London. Sein Leben gerät aus den Fugen, als der Sohn unter dem Titel
"Im Schatten des Allmächtigen" seinen ersten Roman veröffentlicht.
Cleaver flieht aus London, vor seiner Lebensgefährtin, vor seinen Kindern.
Er steigt aus und wählt die Stille in einem entlegenen Dorf in Südtirol
und denkt über das Leben nach. Und damit hat er etwas gemein mit seinem
literarischen Vater. Tim Parks hat das heimatliche London schon vor Jahren verlassen
und lebt mit seiner Familie in Verona.
Kiran Desai, Erbin des verlorenen Landes, Roman,
Berlin Verlag, 432 Seiten
Mit ihrem zweiten Roman landete die junge, indische Autorin den großen
Wurf. Als Hauptkulisse dient ein halb verfallenes Kolonialhaus in einer Kleinstadt
an den Hängen des Himalaja im Indien der achtziger Jahre. Hier lebt ein
pensionierter indischer Richter, der noch immer die englische Kultur hochhält,
dessen Ehe scheiterte und der einzig seine Hündin Mutt abgöttisch
liebt. Seine Enkelin Sai erfährt in dieser Traumwelt ihre erste Liebe zu
ihrem Privatlehrer Gyan. Der mürrische Koch trauert ebenfalls den Engländern
hinterher. Sein Sohn sollte es einmal besser haben, doch der fristet in Amerika
das harte Leben eines Illegalen. Mit dem Beginn einer bürgerkriegsähnlichen
Revolte zerbricht das selbsterschaffene Trugbild des Hauses. Die Autorin wurde
dafür in diesem Jahr mit dem Man-Booker-Preis ausgezeichnet.
John Grisham, Der Gefangene, Heyne, 464 Seiten
Nach 20 fiktiven Bestsellern legt der studierte Jurist ein Sachbuch vor, das
sich erst recht liest wie ein Thriller. Es ist die wahre Geschichte des ehemaligen
Baseballprofis Ron Willliamson. Für einen Mord, den er nicht begangen hat,
wird er zum Tode verurteilt und sitzt elf Jahre unter grausamen und entwürdigenden
Bedingungen in der Todeszelle. Kurz vor der Hinrichtung beweist eine DNA-Analyse
seine Unschuld. Doch Williamson erholt sich nicht mehr von der Haft und stirbt
fünf Jahre später. Grisham – selbst leidenschaftlicher Baseballspieler
– will Zeugnis ablegen von der Ungerechtigkeit eines modernen Rechtssystems.
Hallgrímur Helgason, Rokland, Roman, Klett-Cotta-Verlag,
479 Seiten
Nach seinem Erfolgsroman "101 Reykjavík" führt der isländische
Kultautor seine Gesellschaftssatire unbeirrt fort. Sein neues Buch erzählt
von Böddi, der nach Jahren in Berlin in sein isländisches Kaff zurückkehrt.
Er lebt bei seiner fernsehverblödeten Mutter, arbeitet als Lehrer und unterhält
seine Schüler mit giftigen Karikaturen ortsbekannter Größen.
Doch schon bald geht der Job flöten, ist die Tochter des Rektors geschwängert
und das Elternhaus nach dem Tod der Mutter verloren. Böddi dreht durch.
Zu Pferde bricht er nach Reykjavík auf, um dort zum allgemeinen Umsturz
der geistlosen Lebensverhältnisse aufzurufen. Ein Amokritt, der bereits
vom eigenen Bruder gnadenlos in den Medien vermarktet wird.
06:20 3sat Kulturzeit
Wiederholung vom Vorabend
Leider ist der Roman Gomorra des Italieners Roberto Saviano
noch nicht auf deutsch erhältlich. Wirbel genug gibt es um den Titel. Denn
Saviano war mutig - oder tolldreist, so genau lässt sich das nicht erkennen
- genug, einen Schlüsselroman über die Machenschaften der Camorra
in Neapel zu schreiben. Das Buch wurde ein Bestseller in Italien. Aber da sich
Saviano auch in Interviews nicht scheute, Namen von regionalen Familien-Größen
zu nennen, häuften sich in seinem Briefkasten die Morddrohungen. Jetzt
ist er untergetaucht und braucht Polizeischutz. Sein Mut jedoch hat Wellen geschlagen.
Zum ersten Mal seit langem erhebt sich in Italien eine breite Mehrheit gegen
die Camorra. So haben bereits über 5000 Personen eine Online-Petition
an den italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano unterzeichnet.
(mehr
zu dem Buch auf der Homepage des Senders)
Wie schreibt man ein Buch über das Schicksal jener Afrikaner, die eine
teilweise jahrelange Odyssee auf sich nehmen, um ins gelobte Europa zu kommen,
jenem Kontinente, in dem die Arbeitsplätze blühen und man mit ein
wenig Ehrgeiz schnell reich werden kann - zumindest, wenn man den Heldensagen
der Zurückkommenden glauben schenken darf. Das Problem: Sobald sich ein
Reporter an die Fersen der Flüchtlinge heftet, verändert sich notwendig
ihr Schicksal. Denn niemand geht mit einem weißen, noch dazu mit einer
Kamera bepackten Journalisten so um, wie mit einem Afrikaner, der sein Land
und seine Familie verlassen hat. Klaus Brinkbäumer hat
darum für sein Buch Der
Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee
den umgekehrten Weg gewählt. Er hat den Exilanten John Ampan aus Ghana
über seine Reise befragt und ist die Stationen seiner Odyssee zusammen
mit ihm nachgereist. Und hat dort andere Flüchtlinge getroffen, die ganz
ähnliche Geschichten zu berichten hatten. (mehr
zu dem Buch auf der Homepage des Senders)
Bis in die 1990er Jahre hinein war Pulitzer-Preisträger Studs Terkel
Gastgeber einer täglichen Radio-Show in Chicago und präsentierte seinen
Zuhörern Musik und Gespräche mit Stars aus Klassik, Oper, Jazz, Blues,
Folk und Rock. Zwei Dutzend seiner unnachahmlichen Interviews, die er mit einigen
der größten Musikern des 20. Jahrhunderts führte, sind jetzt
in dem Buch "Studs
Terkel meets music. Studs Terkel im Gespräch mit großen Musikern des zwanzigsten
Jahrhunderts"
erschienen. Die vielleicht größte Enthüllung aber liefert Studs
Terkel selbst, dessen brillante Fragetechnik ein profundes Wissen und große
Musikleidenschaft widerspiegeln. (mehr
zu dem Buch auf der Homepage des Senders)
08:00 arte: Kultur
Wiederholung vom Vorabend.
Jonathan Littell bekam gestern für seinen Roman Les Bienveillantes den
Preis der Académie française, die höchste literarische Frankreichs.
Er beschreibt in dem Buch die Nazi-Verbrechen aus der Sicht eines SS-Offiziers,
eines Henkers. Leider brachte arte Kultur nicht viel mehr als diese Kurzmeldung.
Da das Buch aber in den letzten Tagen von diversen Kultursendungen besprochen
wurde, verweise ich an dieser Stelle auf diese.
Mehr zum Buch: Basler
Zeitung, Neue
Zürcher Zeitung, Frankfurter
Allgemeine Zeitung, taz
09 :00 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
09:05 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 6:20 Uhr
Zu Gast im Studio: Autor Axel Hacke. Der gebürtige Braunschweiger
besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Seit 1981 schreibt
er für die Süddeutsche Zeitung, anfangs als Sportredakteur, später
auch als "Streiflicht"-Autor. Im SZ-Magazin veröffentlicht er
seit seiner Gründung 1990 unter anderem den berühmten "Der
kleine Erziehungsberater",
der später auch zum Bestseller wurde und gerade im Verlag Antje Kunstmann
neu aufgelegt wurde. Und seit 1997 fehlt in keiner Ausgabe seine Kolumne "Das
beste aus meinem Leben". Außerdem kann man in jeder Sonntagsausgabe
des Berliner Tagesspiegel seine Kolumne "Und was mache ich jetzt?"
lesen. Für Oktober vorangekündigt ist ein Band Das
Beste
von Axel Hacke.
Sie können übrigens während der Sendung unter 0211 / 64 99 56
4 (nur bis 10.15 Uhr) Fragen an den Axel Hacke stellen. Interaktives Fernsehen
hat man ja auch nicht jeden Tag.
10:00 WDR: Menschen hautnah
Wiederholung vom 18.10.06
11:20 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
11:15 RBB: Stilbruch
Wiederholung vom Vortag
Wie die "Unterschicht" arm wurde
Die Berliner Autoren Jens König und Nadja Klinger
sind zwei Jahre nach der Einführung von Hartz IV durchs Land gefahren und
haben einen Bericht über die neue Armut in Deutschland geschrieben. Sie
fordern eine bessere Bildungspolitik und den Abschied von der "Lebenslüge",
dass jeder von Arbeit leben kann. Einfach
abgehängt. Ein wahrer Bericht über die neue Armut in Deutschland
heißt das eben erschienene Buch der beiden.
Wie der Schriftsteller Arno Lustiger das KZ überlebte
Arno Lustiger ist der Cousin des Erzbischofs von Paris, Kardinal
Jean-Marie Lustiger, und auch Mitbegründer der Jüdischen Gemeinde
in Frankfurt a. M. Lustiger wurde während der Naziherrschaft in mehrere
Konzentrationslager verschleppt. Auf den Jüdischen Kulturtagen in Berlin
erzählt er vom Schicksal Shoa-Überlebender (mit Musik der "Happy
Boys")!
15:30 3sat: Zapp - Das Medienmagazin
Bei Zapp geht es heute unter anderem um Gerhard Schröders neues Buch. Der Sender verspricht, einen Blick hinter die mediale Vermarktung dieses fragwürdigen Bestsellers zu werfen: «Deutschland, ein Schröder-Märchen? Der Eindruck entsteht, wenn man dieser Tage eine Zeitung aufschlägt oder sich durch die Fernsehkanäle zappt. Gerhard Schröder regiert wieder die Schlagzeilen - dieses Mal, weil er ein Buch geschrieben hat. Zum Regieren bräuchte man nur "Bild, BamS und die Glotze" war einst seine Parole. Für die Vermarktung seines Buches aber muß er sich nicht nur auf diese Medien beschränken. "Spiegel" und "Bild"-Zeitung haben sich einen Kampf um den Erstabdruck geliefert. Alle anderen Medien zogen nach, konnten ebenfalls nicht widerstehen, sich in die "Verwertungskette" einzureihen. Gewonnen haben dabei vor allem Gerhard Schröder und seine PR-Agentur, die bereits mit der Vermarktung von Eva Herman einen Coup landetet.» (Senderangaben)
19:20 3sat: Kulturzeit
Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren.
20:00 arte: Kultur
Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.
22:00 NDR/HR: NDR Talkshow
Ihre ersten Lebensjahre verbringt Seyran Ates in der Geborgenheit
einer türkischen Großfamilie in Istanbul. Eines Tages verschwindet
ihre Mutter, einige Monate später auch der Vater. Die Eltern sind als "Gastarbeiter"
nach Deutschland gegangen, doch das erfährt Seyran erst viel später,
als sie endlich nachkommen darf. Das Leben im fremden Land ist nicht einfach.
Mit der Zeit glaubt sie "zwei Gesichter" zu haben, ein türkisches
und ein deutsches. Mit 17 hält sie die Spannungen nicht mehr aus und läuft
von zu Hause weg. Für die Familie ein Skandal, für Seyran ein erster
Schritt in die Freiheit, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Ihr Freiheitsdrang
kostet sie fast das Leben ... Die Geschichte einer couragierten jungen Frau,
die sich ihren Platz in einer noch längst nicht multikulturellen Gesellschaft
erobert. Im Dezember erscheint ihr Bericht Große
Reise ins Feuer. Die Geschichte einer deutschen Türkin
als Taschenbuch.
22:35 ZDF: aspekte
Neben einigen anderen Themen wird es um die neue Biographie des Ex-Kanzlers
Gerhard Schröder gehen: Entscheidungen.
Mein Leben in der Politik
Und auch die Redakteure von aspekte scheinen nicht wirklich glücklich über
dieses mit heißer Nadel gestrickte Buch. Titel des Beitrags: Schröder
- Und seine schwachen Memoiren
23:30 SWR: Nachtkultur
Dank Serien wie "Diese Drombuschs", Krimis und zahlreichen Fernsehspielen
zählt Michael Degen zu den bekanntesten Gesichtern des
deutschen Fernsehen. Der Schauspieler hat sich aber auch als Schriftsteller
einen Namen gemacht, u.a. als er 1999 unter dem Titel "Nicht
alle waren Mörder"
seine Kindheitserinnerungen veröffentlichte: 1932 als Sohn jüdischer
Eltern geboren, war Michael zehn Jahre alt, als er zusammen mit seiner Mutter
in Berlin untertauchen musste. Jetzt hat Jo Baier ("Wambo", "Stauffenberg",
"Der Laden") den Stoff verfilmt. In den Hauptrollen von Mutter Anna
Degen und Sohn Michael sind Nadja Uhl und Aaron Altaras zu sehen. Am 1. November
wird der Spielfilm um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Nachtkultur
berichtet über Buch und Film.
Sie war die letzte Königin Frankreichs und lebte an der Seite von Ludwig
XVI. in Pomp und Dekadenz - bis sie hingerichtet wurde: Marie Antoinette. Die
Regisseurin und Oscar-Preisträgerin Sofia Coppola ("Lost in Translation")
hat nun - nach der Biografie
von Antonia Fraser
- einen Film über das Leben der berühmten Österreicherin gedreht.
Ein poppiges Historiendrama mit einem modernen Soundtrack, das die jungen Jahre
der legendären Königin in den Mittelpunkt stellt. Für Sopfia
Coppola ist Marie Antoinette eine Art "Desperate Housewife" des 18.
Jahrhunderts. "Hier geht es um eine einsame Ehefrau, die von ihrem Ehemann
völlig vernachlässigt wird", sagt die 35-jährige Regisseurin.
Entsprechend inszenierte sie ihren Film und präsentiert mit "Marie
Antoinette" die völlig staubfreie Interpretation einer bedeutenden
Figur der Zeitgeschichte.
00:00 SWR: Literatur im Foyer
Ende 2004 erschüttert ein Mord die Niederlande und zerstört alle
Träume von multikultureller Toleranz: Der Filmemacher Theo van Gogh wird
auf offener Straße von einem islamistischen Fanatiker erstochen. Das Messer
durchbohrt einen Brief, in dem Ayaan Hirsi Ali mit dem Tode
gedroht wird. Ihre Streitschrift "Ich klage an" wurde 2005 weltweit
ein aufrüttelnder Bestseller. Ein Plädoyer für die "Befreiung
der muslimischen Frauen". Jetzt hat sie selbst Ärger mit den niederländischen
Behörden: Als die in Somalia geboren Hirsi Ali in den Niederlanden Asyl
beantragte, machte sie falsche Angaben. Ehrlich wäre sie nie in die Niederlande
gekommen. Darum plädiert sie heute für eine illusionslose und realistische
Einwanderungspolitik, die die Armut weltweit als Asylgrund anerkennt. In ihrem
neuen Buch "Mein Leben, meine Freiheit
" erzählt sie zum ersten
Mal ihre Lebensgeschichte.
02:05 SWR: Leute night
"Mein Name ist Hatice. Ich bin Türkin, aber auch Deutsche, Ausländerin,
Muslime, Deutsch-Türkin, Journalistin oder ein Miststück, je nachdem,
wer mich gerade betrachtet. Und ich empfinde es als Reichtum, dies Widersprüche
in mir zu vereinen... Ich bin zu deutsch, um eine Türkin zu sein, und zu
türkisch, mich eine Deutsche zu nennen." Diese Sätze stammen
aus Hatice Akyüns Buch:"Einmal
Hans mit scharfer Soße".
Zum Autakt der SWR-Schwerpunkts "Islam" unterhält sich Katja
Heijnen in "Leute" mit ihr über deutsch-türkische Eigenarten,
Kopftuchtragen, Zwangsheirat, Religion und darüber, weshalb für Türken
alle Deutschen "Hans" und "Helga" heißen.
02:20 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 19:20 Uhr


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Mittlerweile ist Roberto Savianos Buch "Gomorra" auch auf deutsch erschienen. Die Daten: Roberto Saviano:
Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra"
Hanser Belletristik 2007
ISBN-13: 978-3446209497
21,50 ?
Ein Gespräch mit dem Autor ist im Internet bei 3sat zu finden:
Kulturzeit Gespräch: Das Reich der Camorra: Roberto Saviano im Gespräch (Video-Stream)
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