Bücher im Fernsehen, Mittwoch 11.10.06
| Programmschema: |
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| 06:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 07:30 | MDR: quergelesent |
| 08:00 | arte: Kultur |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 09:05 | 3sat: Kulturzeit |
| 09:05 | ZDF: Volle Kanne |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 13:00 | ZDF Mittagsmagazin |
| 14:00 | 3sat: Günter Grass - Beim Häuten der Zwiebel |
| 15:00 | 3sat: Wickerts Bücher - Das Grass-Interview |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 20:00 | arte: Kultur |
| 22:30 | WDR: Menschen hautnah |
| 01:15 | NDR: Kulturjournal |
| 01:50 | 3sat: Kulturzeit |
| 02:25 | SWR: Leute night |
| 04:35 | 3sat: Literatur im Foyer extra |
| 05:50 | 3sat: Druckfrisch |
06:20 3sat Kulturzeit
Wiederholung vom Vortag
07:30 MDR: quergelesen
Büchersendungen in Fernsehen und Hörfunk für Erwachsene gibt es viele! Für Kinder nur eine: "quergelesen". Dabei ist gerade für Kinder und ihre Eltern der Büchermarkt riesig und es ist nicht einfach, sich im Bücherdschungel zurechtzufinden. Dabei will "quergelesen" dem jungen Publikum hilfreich zur Seite stehen. Die moderne Umsetzung und die Moderation von Josefine Preuß bilden eine gute Grundlage, die Brücke zwischen den konkurrierenden und in diesem Fall doch verbündeten Freizeitfaktoren Fernsehen und Buch zu schlagen.
Diesmal gehts in den Bücherdschungel: Josi war auf der Buchmesse und hat
Prämierte und Nominierte gesucht.
Die letzte Sendung gibt es auch online
- für all die, die überlegen, ob es sich lohnt, so früh schon
vor dem Fernseher zu sitzen :-)
08:00 arte: Kultur
Wiederholung von gestern abend
Einmal kurz ins Bild halten durfte Nelson Mandela die neue
großformatige Biografie Mandela.
The Authorised Portrait
von Mike Nicol, die allerdings im Oktober 2006 zunächst nur auf englisch
im Verlag Bloomsbury Publishing PLC erscheint, aber über amazon.de natürlich
beziehbar ist. Der Band enthält zum ersten Mal Original-Material von Nelson
Mandela, unter anderem auch Briefe, die er in Gefangenschaft geschrieben hat,
- sowie mehr als 250 Fotografien und andere Bilder.
Daneben wie Annette Gundlach auf das Beckett-Festival hin, das in diesem Herbst
aus Anlass des 100. Geburtstags des Dramatikers in Frankreich gefeiert wird.
Immerhin hat Samuel
Beckett
einige Jahre in Paris gelebt und dort einige seiner berühmten Theaterstücke
geschrieben.
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
Wiederholung vom Vortag, Themen siehe 06:20
Zu Gast in der Sendung Charles Brauer, der vor allem als Kommissar
Brockmann an der Seite seines Kollegen Manfred Krug in diversen Tatort-Folgen
bekannt wurde. Mittlerweile verbringt er viel Zeit im Tonstudio. So wurden aktuell
einige von ihm vorgelesene Hörbücher wie Die
Schatzinsel
sowie Gottfried
Benn - Eine Hommage
veröffentlicht. Aber auch Krimiklassiker wie Nevada-Gas
von Raymond Chandler, die Donna
Leon-Romane
um Brunetti oder John
Grisham
hat er in diesem Herbst eingelesen. Fragen an den Studiogast können während
der Sendung unter 0211 / 64 99 56 4 (nur bis 10.15 Uhr ) gestellt werden.
11:20 arte: Kultur
13:00 ZDF: Mittagsmagazin
Zu Gast in der Sendung heute ist Karl Dall mit seiner Autobiographie
Auge
zu und durch.
«Seit vierzig Jahren ist er ein Meister in Sachen Humor und Bosheit. Mit
Insterburg & Co. füllte er die größten Hallen. Im Fernsehen verkörpert er seit
den achtziger Jahren die Hauptabteilung »Unausgewogenheit«. Seine Talkshows
sind unerreicht. Karl Dall erzählt aus dem Leben eines deutschen Komik-Anarchisten.»
(Verlagsinfo)
14:00 3sat: Günter Grass liest: Beim Häuten der Zwiebel
Günter Grass liest über seine Jugendzeit - Erstsendung 8.10.2006
Seine Romane sind auf der ganzen Welt berühmt, und viele Schauplätze
decken sich mit realen Orten, an denen Günter Grass seine Jugend verbrachte.
In seiner jüngst erschienenen Autobiografie Beim Häuten der Zwiebel
erinnert sich der Schriftsteller an seine jungen Jahre - vom Kriegsbeginn in
Danzig 1939 bis zur Veröffentlichung der Blechtrommel
. Und
er macht darin das späte und Aufsehen erregende Eingeständnis, das
er mit 17 Jahren in die SS-Panzerdivision "Frundsberg" eingezogen
worden war.
Für die Fernsehzuschauer liest der Literaturnobelpreisträger ein Kapitel
aus seinem neuen Buch.
15:00 3sat: Wickerts Bücher: Das Grass-Interview
In seiner Autobiografie Beim Häuten der Zwiebel hat Günter
Grass enthüllt, dass er Angehöriger der Waffen-SS war. Ein Detail,
das er bis dahin der Öffentlichkeit verschwiegen hatte. Ausgerechnet er,
der in der Bundesrepublik immer und überall gegen das Verschweigen und
Vertuschen einer unbequemen, schuldbeladenen Vergangenheit vorgegangen ist.
Ulrich Wickert hat in seiner neuen Büchersendung das erste Fernsehinterview
mit Günter Grass zur aktuellen Debatte geführt.
19:20 3sat: Kulturzeit
Gestern
bin ich erst ein paar Minuten später zur Kulturzeit gestoßen, habe
dort aber den angekündigten Beitrag über Sabine von Bodes
neues Buch Die
deutsche Krankheit - German Angst
vermisst. Ich rechne damit, dass dieser Beitrag heute abend läuft - denn
solche Verschiebungen sind bei Kulturzeit durchaus nichts Besonderes. Kein Volk
der westlichen Welt hat den kollektiven Pessimismus so kultiviert wie die Deutschen,
behauptet von Bode, und beschreibt, warum es mit Deutschland immer noch nicht
wirklich bergauf geht. Und wie es kommt, dass sich die deutsche Volksseele am
liebsten den Kopf zergrübelt, anstatt optimistisch gestimmt nach vorne
zu schauen. (mehr
zum Buch beim Sender...)
20:00 arte: Kultur
Täglich von montags bis samstags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.
22:30 WDR: Menschen hautnah - Das böse Mädchen
Mit 15 war sie ein lebendiges, intelligentes und aufmüpfiges junges Mädchen.
Immer wieder hat sich Waltraud Storck gegen die streng autoritäre Erziehung
zu Hause aufgelehnt. Mit den Pubertätsproblemen der Tochter fühlen
sich ihre Eltern überfordert. "Sie haben mir eingeredet, dass ich
schuld sei an allem. Und ich habe dann sogar geglaubt, ich sei wirklich ein
böses Mädchen." Hilfe suchend wenden sich die Eltern an Fachleute.
Aufgrund einer falschen Diagnose verbringt Waltraud Storck viele Jahre in geschlossenen
Abteilungen verschiedener psychiatrischer Kliniken. Hochdosierte Psychopharmaka
zerstören ihre bereits durch Kinderlähmung vorgeschädigte Gesundheit.
Die intelligente und wache junge Frau wird zum Schatten ihrer selbst. Unter
dem Pseudonym Vera
Stein
veröffentlicht sie mehrere Bücher, in denen sie versucht, ihre schrecklichen
Erlebnisse zu verarbeiten. Menschen hautnah porträtiert eine Frau,
die noch immer nach der Antwort auf die Frage sucht: Wie konnte es passieren,
dass ich zum "bösen Mädchen" wurde - weggesperrt in die
Psychiatrie? Was sie erlitten hat, lässt sie bis heute nicht mehr los.
Blickt sie mit unversöhnlichem Hass auf ihre Herkunftsfamilie - oder kann
sie verzeihen und frei werden für ein neues Leben?
(Mehr über Waltraud Storck, auch viele Internetlinks finden Sie auf der Homepage zur Sendung.)
In folgenden Büchern berichtet sie alias Vera Stein über ihre Erfahrungen:
- Menschenfalle Psychiatrie: Mit 14 Jahren weggesperrt
- Abwesenheitswelten. Meine Wege durch die Psychiatrie
- Diagnose:
"unzurechnungsfähig"
Sie entkam dem Räderwerk der Psychiatrie und kämpfte um ihr Recht bis zum Europäischen Gerichtshof - mit Erfolg! - Trotzdem. Behindert ist man nicht - behindert wird man
Aufrüttelnder Erfahrungsbericht einer beharrlichen Kämpferin.
01:15 NDR Kulturjournal
Einmal mehr hat Alfred Biolek einen Platz gefunden, an dem
er seine neue Autobiografie Bio.
Mein Leben
vorstellen kann. Darin berichtet er über sein Treffen mit dem Dalai Lama
und Monica Lewinsky, über das Erhabene und das Triviale, die Prominenten
und die Namenlosen.
Tief im Wald, irgendwo zwischen Rostock und Stralsund, liegt einer der geheimnisvollsten
Bunker des Kalten Krieges: eine unterirdische Funkstation, die auch nach einem
Atombombenangriff noch den Nachrichtenverkehr der Ostblockstaaten aufrecht erhalten
sollte. Götz Thomas Wenzel kaufte den stillgelegten Bunker
2004 und baute ihn zum militärhistorischen Museum um. Jetzt ist das Bunkermuseum
eröffnet und bietet Geschichte zum Anfassen. Wenzels Buch über das
Geheimobjekt Atombunker zeigt den Wahnsinn aus der Zeit des atomaren
Wettrüstens.
Paul Kerstens Büchertipps:
- Jonathan Swift: Gullivers
Reisen
(Manesse)
- Laurence Sterne: Leben
und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman
(Eichborn)
- Charles Darwin: Die
Fahrt der Beagle
(marebuchverlag)
01:50 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 19:20 Uhr
02:25 SWR: Leute night
Wiederholung
vom 4.5.2006: Gast: Margit Schönberger, Schriftstellerin
Sie ist Journalistin und Bestseller-Autorin. Sie leitete lange die Pressestelle
eines großen Verlages und kennt sich bestens aus in der Welt der Bücher
und Dichter. Sie stürmte selbst die Bücher-Bestsellerlisten mit Wir
sind rund, na und!,
mit Mein
Chef ist ein Arschloch, Ihrer auch? Ein Überlebenstraining.
und mit dem Kleinen
Buch der Laster
.
Frisch auf den Markt gekommen war zum Zeitpunkt des Interviews ihr Buch Don't
worry, be fifty
04:35 3sat: Literatur im Foyer Extra
Wiederholung vom 8.10.2006 - Folgende Titel werden in dieser Sendung vorgestellt und besprochen:
- Bodo Kirchhoff mit seinem neuen spektakulärem Roman
Die
kleine Garbo
- den berühmten schweizer Erzähler Thomas Hürlimann
mit der Fortsetzung seiner großen Familiengeschichte: Vierzig
Rosen
(mehr zum Roman auch hier im Literaturblog)
- Die weltberühmte amerikanische Schriftstellerin Donna Leon
mit dem vierzehnten Fall ihres Commissarios Brunetti Blutige
Steine
- Der Star-Reporter Dagobert Lindlau mit seinem brillanten
Buch Reporter.
Eine Art Beruf
- Wolf Lepenies: Sainte-Beuve.
Auf der Schwelle zur Moderne
- Tony Judt: Geschichte
Europas von 1945 bis zur Gegenwart
- Reinhard Kosellek: Reden
zum 50. Jahrestag seiner Promotion in Heidelberg
.
Außerdem streiten Literaturchefs großer Zeitungen über Trends, Tendenzen und die wichtigsten Bücher. U.a. Ina Hartwig (FR), Elmar Krekeler (Die Welt) und Ijoma Mangold (SZ)
Wiederholung vom 8.10.2006
Der indische Autor Kiran Nagarkar zeigt in Gottes
kleiner Krieger,
wie schmal die Grenze zwischen echter Hingabe und Fanatismus ist: Zia, Sprössling
einer liberalen muslimischen Familie aus Bombay, glaubt, der Auserwählte
zu sein, um die Welt zu retten.
«Von den Seitenstraßen in Bombay zu den heiligen Hallen von Cambridge,
von den Bergen Afghanistans zu einem Trappistenkloster in Kalifornien führt
die Geschichte von Zia Khan, einem jungen Mathematikgenie aus einer liberalen
muslimischen Familie. Egal, welchem Glauben er anhängt und welcher Religion
er verfällt, Zia glaubt, der Auserwählte zu sein: Gottes kleiner Krieger.
Eng verknüpft mit Zias Schicksal ist das seines Bruders Amanat, der einen
anderen Weg wählt - brüchig, voller Zweifel, aber offen für die
Welt. Ihre Überzeugungen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber
beide sind konfrontiert mit den großen Themen von Hingabe und Verrat,
Gott und Moral, Religion und sinnlichem Leben. Daraus entsteht ein meisterhaft
erzählter, mitreißender Roman, der philosophische und zugleich politische
Einblicke in die Fragen unserer Zeit eröffnet. "Gottes kleiner Krieger"
zeigt schonungslos, wie schmal die Grenze zwischen echter Hingabe und Fanatismus
ist.» (Verlagstext)
Silvia Bovenschen: Älter
werden
(S.Fischer)
Die überalterte Gesellschaft gehört inzwischen zu den Schreckgespenstern
deutscher Soziologen. Ganz ohne Angst- und Alarmstimmung beschreibt dagegen
die Publizistin Silvia Bovenschen ihre Erfahrungen mit dem Alter - Notizen,
Aphorismen, Beobachtungen zu einem Phänomen, mit dem der Mensch sich plagt,
seit es Menschen gibt.
»Was tue ich hier? Geht es um die Rettung meines altgewordenen Ichs ?
Was habe ich mit diesem Lügengespinst meiner erinnerten Ich-Legende zu
tun? Bin ich das und nur das? Aus irgendeinem Grund benötigt mein Geist
diese Kontinuitätsveranstaltung. Ich bin eine fragwürdige Erinnerungsgeschichte.
Ich bin ein bündelndes rückkoppelndes Als-ob, das sich eine fragwürdige
Erinnerungsgeschichte schafft, um dann aus ihr zu bestehen...«
»Älter werden« gibt persönlich erzählend, räsonierend
und kommentierend einen Rückblick auf das gelebte Leben und einen Ausblick
auf möglicherweise Kommendes. Diese erzählten Erinnerungen und gedanklichen
Spiele fügen sich zu einem poetischen Bericht über eines der zentralen
Themen unserer Zeit. (Verlagstext)
Eine Leseprobe finden Sie beim Perlentaucher.
Thomas Hettche: Woraus
wir gemacht sind
(Kiepenheuer und Witsch)
Ein verrückter Roman zwischen alter und neuer Welt: ein deutscher Schriftsteller
sucht seine in den USA entführte Frau und begibt sich auf eine Reise ins
Innere Amerikas - zwischen dem großen Mythos von „God's Own Country“,
Terrorangst und Kriegstreiberei. Thomas Hettche ist einer der Anwärter
auf den Deutschen Buchpreis, der am 2. Oktober 2006 verliehen wird.
«Niklas Kalf muss mit dem Unfassbaren fertig werden: Unbekannte haben
seine schwangere Frau entführt und verlangen von ihm etwas, das er gar
nicht besitzt.
Niklas Kalf arbeitet an einer Biographie über den jüdischen Emigranten
Eugen Meerkaz und reist mit seiner Frau Liz zum ersten Mal nach New York. Doch
schon am dritten Tag in der Stadt, die gerade den ersten Jahrestag der Anschläge
auf das World Trade Center begeht, verschwindet Liz spurlos. Ein erpresserischer
Anruf lässt den furchtbaren Verdacht zur Gewissheit werden: Sie ist entführt
worden, und Kalf wird gezwungen, Material zu beschaffen, das mit einem dunklen
Geheimnis im Leben von Eugen Meerkaz zu tun hat.
Aus Kalfs verzweifelter Suche wird ein Trip ins Innere der USA am Vorabend des
Irak-Krieges und das Porträt eines Deutschen in der Fremde. Die texanische
Wüstenstadt Marfa und der Central Park, die Bar auf dem Dach des Standard
Hotel in L.A., ein verlassenes Kino, eine Villa am Pazifik und eine Lehmhütte
in der Prärie – Thomas Hettche entwirft das Panorama eines ebenso
vertrauten wie fremden Landes, in dem sein Held mit dem Tod und der Einsamkeit
konfrontiert wird. Niklas Kalf wird von einem Sog erfasst, der ihn Frau und
Kind beinah verraten lässt. Doch dann wird er aufgespürt und muss
sich entschließen zu handeln.
Dem Autor des Bestsellers »Der Fall Arbogast« gelingt mit »Woraus
wir gemacht sind« ein großes Kunststück: Ein deutscher Entwicklungsroman,
der in den USA spielt, in wunderbaren Beschreibungen die Faszination des Landes
einfängt und dabei nach dem Grund unseres Daseins und der Verantwortung
der Liebe fragt – und den Leser vom ersten Augenblick an mit der Spannung
eines atemberaubenden Thrillers fesselt.» (Verlagstext)
Leseprobe
Hörprobe
Rezensionen
Felicitas Hoppe: Johanna
(S.Fischer)
Eine der bekanntesten und rätselhaftesten Frauengestalten ist die Heldin
von Felicitas Hoppes neuem Roman: Johanna von Orléans. Jungfrau und Kriegerin,
Heilige und Fanatikerin. Das Buch ist aber kein Historienschinken, sondern eine
sehr heutige Erzählung über Geschlechterrollen und Gewalt, über
Glaube und Obsession, übers Träumen und Scheitern:
«Im Jahr 1412 wird im lothringischen Domrémy ein Bauernmädchen
geboren. Keine zwanzig Jahre später wird sie als Ketzerin verbrannt. Aber
Felicitas Hoppes »Johanna« ist kein Buch über Johanna von Orleans.
Dieses Buch ist Johanna selbst, die Geschichte unseres Aufbegehrens und der
eigenen unersättlichen Sehnsucht.
Wie geht man mit einer Figur um, die jeder zu kennen glaubt, und über die
auch in der Kunst längst alles gesagt scheint? In einer Zeit, in der zwar
viel erzählt aber nichts gehört wird, bleibt Johanna eine Provokation.
Dies ist ein Buch, das davon handelt, wie man Geschichte macht, wenn man erzählt.
Auf den Gang der Geschichte antwortet diese »Johanna« mit der Passion
der Literatur, auf die Passion der Johanna mit einem Gespräch über
unsere eigene Angst. Felicitas Hoppe verzichtet auf die Rekonstruktion der Biographie.
Stattdessen erzählt sie mit historischer Genauigkeit und poetischer Intensität
einen Traum von der Wirklichkeit - denn was sind Bücher gegen die Welt?»
(Verlagsangaben)
Leseprobe
Hörprobe
Rezensionen
Daneben kommentiert Scheck die Spiegel-Sachbuch-Bestseller. Wer seine Kommentare schon vorlesen will, kann dies auf der Homepage tun.
(Alle Texte auf dieser Seite unter Verwendung der Original-Senderinformationen!)


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