Bücher im Fernsehen, Montag 30.10.06
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Besprochene Titel: Gerhard Schröder: Entscheidungen.
Mein Leben in der Politik
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| Programmschema: |
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| 08:00 | arte: Kultur |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 10:15 | 3sat: 3nach9 |
| 12:30 | HR: quergelesen |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 22:30 | NDR: Kulturjournal |
| 01:30 | 3sat: Kulturzeit |
| 02:35 | SWR: Leute night |
08:00 arte: Kultur
Wiederholung vom Samstag.
09:00 arte: Kultur
Wiederholung von 08:00 Uhr
10:15: 3sat: 3nach9
Wiederholung vom 20.10.06
Mit dabei auch heute wieder einige Buchautoren in der illustren Runde: Alfred
Biolek, der seinen Abschied vom Fernsehen mit einer ausgiebigen Tour
durch sämtliche Sendeformate feiert und dabei seine aktuelle Biografie
Bio.
Mein Leben
vorstellt. Dann Heinz Strunk, der mit seinem Debütroman
Fleisch
ist mein Gemüse
einen lokalen Überraschungshit gelandet hat. Und nicht zuletzt der ebenfalls
viel beachtete Rainer Schmitz, seines Zeichens Kulturredakteur
beim Fokus, der mit akribischer Genauigkeit unzählige Fakten rund um die
Literatur zusammengestellt und unter dem Namen Was
geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht
wissen
herausgegeben hat. (Und auch, wenn ich das sonst an dieser Stelle nicht erwähne:
als musikalischer Gast ist Charlotte Gainsbourg, die Tochter
des französischen Chansoniers Serge Gainsbourg, in der Sendung und stellt
ihre wunderschöne neue
CD 5:55
vor.)
11:20 arte: Kultur
Wiederholung von 08:00 Uhr
12:30 HR: quergelesen
Thema: Hans-Christian-Andersen - Wissen und mehr
Büchersendungen im Fernsehen gibt es viele - für Kinder nur eine:
"quergelesen". Dabei ist gerade für Kinder und ihre Eltern der
Büchermarkt riesig, und es ist nicht einfach, sich im Bücherdschungel
zurechtzufinden.
Dabei will "quergelesen" dem jungen Publikum hilfreich zur Seite stehen.
Die moderne Umsetzung und die Moderation von Josefine Preuß bilden eine
gute Grundlage, die Brücke zwischen den konkurrierenden und in diesem Fall
doch verbündeten Freizeitfaktoren Fernsehen und Buch zu schlagen.
19:20 3sat: Kulturzeit
Pech für diejenigen, die in der Schule Fremdsprachen so schnell wie möglich
abgewählt haben. Eines der Ergebnisse der intensiven deutsch-französischen
Zusammenarbeit ist, dass in den Kultursendungen von 3sat und arte immer häufiger
Bücher vorgestellt werden, die es auf deutsch noch gar nicht gibt. So auch
in diesem Fall: Der französische Kunstdieb Stéphane Breitwieser
hat für schätzungsweise 1,4 Milliarden Euro Gegenstände
aus Museen entwendet. Nicht, um sie zu verkaufen, sondern um sich mit ihnen
zu umgeben und zu träumen, wie er sagt. Als er eines Tages einen Tatort
erneut aufsuchte, um Spuren zu erwischen, wurde er wiedererkannt und festgenommen.
Mittlerweile ist seine Haftzeit vorüber, und er hat seine Geständnisse
eines Kunstdiebs Confessions d'un voleur d'art veröffentlicht. Leider bisher
nur auf französisch. Kunstdiebe, lernt Fremdsprachen. Bildung zahlt sich
aus.
20:00 arte: Kultur
Französich geht es weiter. Nicht nur mit dem bezaubernden Lächeln
der Moderatorin Elise
Chassaing, sondern mit gleich zwei französischen Literaturpreisen.
Der Prix Femina ging heute an die kanadische Schriftstellerin Nancy
Huston für ihren Roman "Lignes
de faille".
In dem Roman schildert Huston über den Zeitraum von 50 Jahren eine Familiengeschichte,
die von vier sechsjährigen Kindern aus vier Generationen erzählt wird.
Das Verfahren für die Nominierungen war nicht unumstritten. So haben gleich
zwei der Jurorinnen die Jury aus Protest verlassen.
Den anderen, davon unabhängigen Literaturpreis, den Prix Médicis,
erhielt Sorj Chalandon für "Une
promesse".
Dieser Preis wird seit 1958 an jene vergeben, deren "Ruhm noch nicht die
Größe ihres Talentes erreicht hat", ist also als eine Art Förderpreis
zu verstehen. arte Kultur brachte einen kurzen Filmbeitrag über dieses
Buch. Es spielt in Mayenne, irgendwo in Frankreich. In einem Haus am Rand des
Dorfes lebte einst ein altes Paar, das nie aufgehört hat, sich zu lieben.
Jetzt gehen sieben Personen darin ein und aus, öffnen die Fensterläden,
decken den Tisch, zünden die Lampen an. Sie haben sich als Kinder ein Versprechen
gegeben. Sie wollten den Tod überlisten. Aber irgendwann stellen sie ihre
Besuche ein. Weil die Zeit vergeht. Und aus Überdruss. Oben auf dem Speicher
warten zwei Nachtlichter darauf, dass die Seelen des Paares das Haus verlassen.
Es ist eine Geschichte der Brüderlichkeit.
22:30 NDR: Kulturjournal
19 Jahre nach dem Tod des früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten
Uwe Barschel in dem Genfer Hotel "Beau Rivage" gibt es noch immer
Zweifel an der offiziellen Version vom Selbstmord. Vor allem die Witwe Freya
Barschel geht von einem Mord aus. Untermauert werden ihre Anschuldigungen jetzt
durch ein Buch des ehemaligen Chefredakteurs der Wirtschaftswoche, Wolfram
Baentsch, "Der Doppelmord an Uwe Barschel" (Herbig Verlag).
Darin wird der Fall unter Verwendung bisher unbekannter Ermittlungsakten neu
aufgerollt. Baentsch rekonstruiert den Tathergang, listet Beweise auf für
seine Theorie und spekuliert über mögliche Hintergründe.
Vor dem Hintergrund der Fluchtkatastrophe in Ostpreußen erzählt
Walter Kempowski das Schicksal einer Gutsbesitzerfamilie. Während
die Rote Armee schon bedrohlich näher rückt, läuft der Alltag
weiter, als ob nichts wäre, bis es fast zu spät ist. Kempowski geht
es um die Frage: Wie verhalten sich Menschen in einer Situation, in der plötzlich
alles Vertraute und Sichere wegbricht - Hab und Gut, Freunde, Familie und letztlich
Kultur und Zivilisation? Kempowski, der akribische Chronist des Zweiten Weltkrieges,
erzählt lakonisch und enthält sich in "Alles umsonst" (Knaus)
aller Wertungen - und er rechnet kein Leid auf.
Paul Kerstens Büchertipps:
- Barbara Bronnen: Am Ende ein Anfang
- Die Bibel - Altes und Neues Testament - ungekürzt gelesen von Sven Görtz
- Saša Stanišic: Wie der Soldat das Grammofon repariert
22:45 Das Erste: Beckmann
Ein Jahr nach dem Abschied von der Macht sorgen die Memoiren des Altkanzlers
für Wirbel. In seinem Buch Entscheidungen.
Mein Leben in der Politik
erklärt Schröder seine politischen Entscheidungen und geht mit den
Gewerkschaften hart ins Gericht - und bekommt dafür von seinen Gegnern
kräftig Kontra. Nach den Schlagzeilen dieser Woche gibt er jetzt sein erstes
großes TV-Interview. Bei "Beckmann" nimmt Gerhard Schröder
Stellung zur aktuellen Kritik und schildert ganz persönlich die Höhen
und Tiefen seiner Kanzlerjahre. Im 75 Minuten langen Gespräch mit Reinhold
Beckmann spricht er über seine Fehler und Erfolge, über seine Weggefährten
und Nachfolger und verrät, wie sich seit seinem Abschied aus der Politik
sein Privatleben verändert hat.
01:00 NDR: Beckmann
Wiederholung von 22:45 Uhr
01:30 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 19:20 Uhr
02:35 SWR: Leute night
Dr. Cora Stephan hat als Politologin beim Rundfunk, an der
Universität und beim Spiegel gearbeitet. Bekannter wurde sie unter dem
Namen Anne Chaplet. Ihre Krimis wurden Bestseller und preisgekrönt. Zuletzt
erschien im März 2006 ihr Roman Sauberer
Abgang
im Verlag Antje Kunstmann. Darin geht es um verlorene Träume jener in den
60er Jahren geborenen Generation, um die Etablierung ins Berufsleben und die
Frage, was mit denen wird, die an den alten Idealen der Jugend festhalten. Und
natürlich geht es auch um Mord. Denn eines Tages entdeckt die Putzfrau
Dahlia beim Saubermachen der Managerbüros einen Toten. Die Clique, mit
der der Mann 25 Jahre zuvor durch die Welt verändern wollte, beunruhigt
dies. Denn sie ahnen, sie könnten ebenfalls auf der Abschussliste stehen.
Karen Stark ermittelt.
(Alle Texte auf dieser Seite unter Verwendung der Original-Senderinformationen!)


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