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Location:Hamburg, Germany

Dienstag, November 07, 2006

Bücher im Fernsehen, Dienstag 07.11.06


Besprochene Titel:

John le Carré: Geheime Melodie
Mario Vargas Llosa: Das böse Mädchen
Kiran Desai: Erbin des verlorenen Landes
Helen Morrison: Mein Leben unter Serienmördern
Xavier-Laurent Petit
: Steppenwind und Adlerflügel
Wissen mit Links: Tiere
Christoph Mett:
Der Puddinglöffel
Jonathan Littell
: Les Bienveillantes
Anne Frank:
Tagebuch
Senait Mehari: Feuerherz
Fabienne Kanor:
Humus
Pierre Guyotat:
Coma
Gerhard Schröder:
Entscheidungen. Mein Leben in der Politik
Ralf Höcker:
Neues Lexikon der Rechtsirrtümer
Michael Obert:
Regenzauber. Auf dem Niger ins Innere Afrikas
Wolfgang Reinhard:
Unsere Lügengesellschaft
Wilhelm Dietl:
Spy Ladies - Frauen im Geheimdienst
Andreas Zumach:
Die kommenden Kriege
Ayaan Hirsi Ali
: Ich klage an / Mein Leben, meine Freiheit


Themen:

Kinky Friedman als Gouverneur von Texas
Martin Parr und seine Fotografien

Programmschema:
05:30 ZDF: Morgenmagazin
06:20 3sat: Kulturzeit
08:00 arte: Kultur
08:35 SWR: Anne Frank - eine lebendige Geschichte
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
09:35 MDR: Beckmann
11:20 arte: Kultur
11:45 RBB: Beckmann
13:00 ZDF: Mittagsmagazin
15:45 HR: Beckmann
19:20 3sat: Kulturzeit
20:00 arte: Kultur
22:15 HR: Hauptsache Kultur
20:15 Phönix: Wickerts Bücher: Gerhard Schröder
22:45 ZDF: Johannes B. Kerner
01:40 3sat: Kulturzeit
02:25 HR: Hauptsache Kultur
02:45 3sat: Leute night: Michael Obert
02:45 3sat: Leute night: Wolfgang Reinhardt
02:45 3sat: Leute night: Andreas Zumach
02:45 3sat: Leute night: Wilhelm Dietl
05:05 3sat: Literatur im Foyer

 

05:30 ZDF: Morgenmagazin

[update:] Das Morgenmagazin läuft von 05.30 bis 09:00 Uhr, also 210 Minuten. Erfahrungsgemäß kommen die Buchtipps von Wolfgang Herles in der letzten halben Stunde, also zwischen 08:30 und 09:00 Uhr. Ich habe mir noch nicht den Luxus gegönnt, mir ein komplettes Morgenmagazin anzusehen. Kurz vor 09:00 Uhr hat Herles jedoch folgende Bücher vorgestellt (nachzulesen auf der Homepage zur Sendung):

  • John le Carré: Geheime Melodie
    Der Meister des politischen Thrillers schickt seinen Protagonisten in den Kongo. Bruno Salvador, genannt Salvo, ist eigentlich Dolmetscher, doch der britische Geheimdienst verspricht sich mehr von ihm, als er ihn auf eine Geheimkonferenz über die Zukunft des afrikanischen Landes schickt. Salvo lauscht und berichtet. Am Ende kann er nicht unbeteiligt wegschauen, denn er sieht die Katastrophe auf den Kongo zukommen, der doch das Land seines Vaters ist.
  • Mario Vargas Llosa: Das böse Mädchen
    Als 15-Jähriger beobachtet Ricardo im Sommer 1950 eine Gleichaltrigeä beim Mambo-Tanz in Lima. Dann ist sie plötzlich verschwunden, aber die Erinnerung an "das böse Mädchen" lässt Ricardo nie mehr los. Seine Liebe wird zur Obsession, und bis in die 80er Jahre kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder - in London, Tokio, Paris und Madrid. Mario Vargas Llosa, der große südamerikanische Autor, erzählt vom Rätsel einer Beziehung, von deren Unglück und Glück im Laufe von mehr als 30 Jahren.
  • Kiran Desai: Erbin des verlorenen Landes
    Mit ihrem zweiten Roman landete die junge, indische Autorin den großen Wurf. Als Hauptkulisse dient ein halb verfallenes Kolonialhaus in einer Kleinstadt an den Hängen des Himalaja im Indien der achtziger Jahre. Hier lebt ein pensionierter indischer Richter, der noch immer die englische Kultur hochhält, dessen Ehe scheiterte und der einzig seine Hündin Mutt abgöttisch liebt. Seine Enkelin Sai erfährt in dieser Traumwelt ihre erste Liebe zu ihrem Privatlehrer Gyan. Der mürrische Koch trauert ebenfalls den Engländern hinterher. Sein Sohn sollte es einmal besser haben, doch der fristet in Amerika das harte Leben eines Illegalen. Mit dem Beginn einer bürgerkriegsähnlichen Revolte zerbricht das selbsterschaffene Trugbild des Hauses. Die Autorin wurde dafür in diesem Jahr mit dem Man-Booker-Preis ausgezeichnet.

 

06:20 3sat Kulturzeit

Wiederholung vom Vortag
Resteverwertung bei Kulturzeit. Eigentlich schon am Freitag hätte es die Kinderbuchtipps geben sollen. Und der Filmbericht über das Buch der amerikanischen Profilerin Helen Morrison: "Mein Leben unter Serienmördern" war sogar bereits für den 25.10. geplant, dann aber verschoben worden. Wohl weil dem Sender klar wurde, dass Morrisons zentrale These vom Serienmörder-Gen in der Fachwelt mehr als umstritten ist. Obwohl sie ansonsten als Koryphäe auf ihrem Gebiet ist: Ihr Arbeitsplatz sind die Hochsicherheitstrakte amerikanischer Gefängnisse. Seit beinahe dreißig Jahren widmet sich die forensische Psychologin der Untersuchung von Serienmördern, und in Monate währenden Gesprächen mit Tätern versucht sie zu verstehen, was sie zu ihren monströsen Taten treibt. Wird man als Serienmörder geboren? Ist entfesselte Tötungslust auf einen neurologischen Defekt zurückzuführen? Oder spielt möglicherweise Missbrauch in der Kindheit eine Rolle? In ihrem faszinierenden Buch präsentiert Helen Morrison die spektakulärsten Fälle ihrer Karriere als Profilerin und schildert eindringlich, was es bedeutet, einem Beruf nachzugehen, den wir aus Büchern und Filmen kennen – dessen reale Seite uns aber bisher verborgen blieb. (mehr...)

Galshan lebt mit ihren Eltern in der Stadt. Der Vater ist LKW-Fahrer und oft wochenlang unterwegs. Ihre Mutter ist schwanger, und es geht ihr schlecht. Also muss Galshan zu ihrem Großvater, der als Nomade in der mongolischen Steppe lebt. Galshan sträubt sich, denn der Großvater ist ein rauer Mann. Aber sie ringt um seine Anerkennung, lernt so viel wie möglich über diese Welt, in der Adler zum Jagen abgerichtet werden und alles sich nach den Jahreszeiten richtet. Doch dann kommt der Winter mit mörderischer Kälte, mit verheerenden Stürmen und bald schon sind Galshan und ihr Großvater von der Außenwelt abgeschlossen und kämpfen ums Überleben, während Nacht für Nacht Tiere aus ihrer Herde verschwinden, weil die Wölfe schon unterwegs sind und jede Scheu vor den Menschen verloren haben. Xavier-Laurent Petit erzählt die Geschichte von "Steppenwind und Adlerflügel". Sie ist bei Dressler erschienen und geeignet für kleine Leser ab acht Jahren.

"Lesen oder anklicken“ - ist das die richtige Frage? Ein Tierlexikon für Schüler voller Verweise auf eine Internet-Seite mit weiterführenden Informationen, ist das der Schritt in die Wissensgesellschaft während des Biologie-Unterrichts? Den Skeptikern sei gesagt: "Wissen mit Links" ist vor allem ein Buch mit vielen Schlagwörtern und üppigen Illustrationen zu Fragen der Ökologie, zur Evolution und zur Anpassung an Lebensräume auf der Erde, im Wasser und in der Luft. Die Website ist dann die Ergänzung, weil Lesen und Surfen sich nicht ausschließen müssen. "Wissen mit Links: Tiere - das Schülerlexikon" für wissenshungrige Leseratten ab acht Jahren ist bei Dorling-Kindersley erschienen.

Opas bestes Stück ist ein unscheinbarer Löffel. Den lässt er nie aus den Augen, den will er ständig bei sich wissen - denn mit diesem Löffel isst er seinen Pudding. Vor mehr als 50 Jahren hat der Löffel ihm den Sieg im großen Pudding-Wettessen eingetragen. Seitdem sind Süßspeisen sein Hobby und der Löffel ist sein ständiges Accessoire. Warum sollte es an seinem Geburtstag also anders sein? Aber ach! Alle sind gekommen, und allen schmeckt es Opa nicht, denn der Löffel ist weg! Und schon ist Schluss mit "Happy Birthday". Er wühlt herum und wird geradezu hektisch. Ihm schwant das Allerschlimmste - und an das Naheliegende kann er gar nicht mehr denken. Eine große Erschütterung in einer kleinen Welt aus dem Atlantis-Verlag, ausgedacht und aufgeschrieben von Christoph Mett: "Der Puddinglöffel" ist lesenswert für Schleckmäuler jeden Alters.

 

 

08:00 arte: Kultur

Wiederholung vom Vortag.
Und weiter sahnt Jonathan Littell, Sohn des amerikanischen Thrillerexperten Robert Littell, Buchpreise ab. Erst letzte Woche bekam er für seinen Romanerstling "Les Bienveillantes" den begehrten Romanpreis der Académie française, heute nun legt er mit dem Prix Goncour, dem wichtigsten französischen Literaturpreis, noch einen nach. Das Buch verkauft sich seit Veröffentlichung ohnehin wie kaum ein anderes derzeit in Frankreich. Inzwischen hat der Berlin-Verlag die deutschen Rechte erworben und plant, das Buch im nächsten Frühjahr hier auf den Markt zu bringen. Ob es allerdings hier ein gleich starkes Echo auszulösen vermag, ist offen. Littell schreibt, durchgehend in der Ich-Form und in streng subjektiver Perspektive, die Geschichte eines Nazioffiziers, dem nie ernsthafte Zweifel an seinem Tun kommen. Ein höchst gewagtes Unterfangen, deren Absicht der Roman nicht ganz preisgibt. Auch Littell selbst ist relativ schweigsam. Aber wenn selbst Jorge Semprun im Filmbericht Position für Littell bezieht, muss an dem Buch etwas dran sein. (Bei arte gibt es einen etwas älteren Filmbericht über das Buch als Online-Video.)

Ein Interview führte der Sender auch mit dem Gewinner des diesjährigen Prix Renaudot, der an den im Kongo geborenen Autor Alain Mabanckou für seinen Roman "Mémoires de porc-epic" (Erinnerungen eines Stachelschweins) ging. Mabanckou besucht in diesem Buch einige der Geburtsstätten der afrikanischen Kultur und Literatur. Immer mit einem gewissen liebevollen Spott in der Stimme. So hat einer afrikanischen Legende zufolge jeder Mensch ein tierisches Äquivalent. Mabanckou liefert uns nun die Geschichte eines erstaunlichen Stachelschweins, das - beladen mit dem Schicksal seines menschlichen Pendants namens Kibandi - mit Hilfe seiner furchterregenden Stacheln eine Serie sehr sonderbarer Morde verübt. Sehr zum Unglück der Dorfbewohner, die Kibandi in die Quere kommen, denn das Stachelschwein ist gerne bereit, den blutrünstigen Wahnsinn seines "Meisters" zufrieden zu stellen.

Ein spannendes Thema ist die Situation der Literaten, derer sich Bernard Lahire in seinem aktuellen Buch "La condition littéraire" angenommen hat. Zwar stehen Autoren oft im Blickpunkt des öffentlichen Interesses, doch ist eigentlich wenig über ihre Situation bekannt, so seine Kernthese. Auf der einen Seite würde von ihnen erwartet, ganz für die Kunst zu leben, auf der anseren Seite gibt es eine Reihe ökonomischer Zwänge, die sie von ihrem eigentlichen Tun abhalte. Und damit sind nicht nur Lesereisen und Interviewtermine gemeint. Die wenigsten Autoren können wirklich von ihrem Tun leben. Die meisten sind darauf angewiesen, neben dem Schreiben einen Brotjob zu bedienen. Kafka und Gottfried Benn sind dafür die besten Beispiele. So versucht er sich an einer Soziologie der praktischen Arbeitsbedingungen der Literatur. Er untersucht ihre sozialen und ökonomischen Existenzbedingungen und kommt zu dem Schluss, weder das Werk noch das Auftreten der Autoren könne von den verschiedenen Aspekten der litterarische Bedingungen gelöst werden.

 

08:35 SWR: Anne Frank - eine lebendige Geschichte

Anne Frank starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus, wenige Tage vor der Befreiung des Lagers am 15. April 1945. Ihr Tagebuch wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ging als Mahnung um die Welt.
Das Haus, in dem das Mädchen zusammen mit anderen Untergetauchten am 4. August 1944 verhaftet wurde, ist heute das meist besuchte Museum von Amsterdam – das Anne-Frank-Haus.
Die Untergetauchten hatten mutige, nichtjüdische Helfer. Wer aber waren die Verräter? Konzentrierte sich zunächst der Verdacht auf den Lagerarbeiter van Maaren, so gibt es jetzt neue Spuren, die in eine ganz andere Richtung führen, zum Beispiel zu niederländischen professionellen Judenjägern.
Und es gibt weitere, bisher wenig bekannte Seiten der Anne-Frank-Geschichte, die der Film durch Begegnungen mit Zeitzeugen und Forschern beleuchtet. Zu Wort kommen unter anderem Miep Gies, eine der Helferinnen; der einzig noch lebende Verwandte, Buddy Elias; die Autorin Carol Ann Lee und Anne Franks Freundin, die Berlinerin Hannah Pick-Goslar.

 

09:00 arte: Kultur

Wiederholung vom Vortag

 

09:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung vom Vortag, Themen siehe 06:20

 

09:35 MDR: Beckmann

Wiederholung vom Vortag, Themen s. 11:45 Uhr RBB

 

11:20 arte: Kultur

Wiederholung vom Vortag

 

11:45 RBB: Beckmann

Wiederholung vom Vortag
Ihr Schicksal berührte Millionen Menschen. Monatelang stand Senait Mehari mit ihrer Biographie „Feuerherz“ ganz oben in den Bestsellerlisten. Im Alter von sechs Jahren war Senait Kindersoldatin im blutigen Unabhängigkeitskrieg zwischen Eritrea und Äthiopien. Vier Jahre lebte das Mädchen in einer Welt aus Krieg und Gewalt, bis sie endlich befreit wurde. Als ihr mittlerweile in Hamburg lebender Vater sie mit 13 nach Deutschland holt, kommt sie nicht mit ihm klar. Die Jugendliche läuft von zuhause weg. Allein auf sich gestellt, erfüllt sie sich schließlich ihren Traum - sie wird eine erfolgreiche Sängerin und Musikerin. Im letzten Jahr ist sie zurückgekehrt an die Orte ihrer Kindheit. Bei „Beckmann“ schildert Senait Mehari erstmals ihre Reise in ihre alte Heimat und berichtet, wie sie dort überraschend ihre Großmutter und ihren Bruder wiedergefunden hat.

 

13:00 ZDF: Mittagsmagazin

 

15:45 HR: Beckmann

Wiederholung vom Vortag. Siehe auch 11:45 Uhr RBB

 

19:20 3sat: Kulturzeit

Ronald Reagan war Schauspieler, und das schon vor seiner Präsidentschaft. Arnold Schwarzenegger spielt Gouverneur von Californien. Warum um alles in der Welt soll Kinky Friedman nicht Gouverneur von Texas werden? Die Chancen stehen nicht schlecht für den ewig provozierenden Sänger und Buchautoren. Textproben: "Sie machen heute keine Juden mehr wie Jesus einer war" oder "Pack die Plätzchen in den Ofen und den Hintern in dein Bett". Stets fährt er in seinen Äußerungen den schmalen Kurs zwischen Ironie und echt texanischem Konservativismus. So mögen ihn alle, Konservative wie Liberale. Ist also der ideale Kandidat für alle politikverdrossenen Texaner. Wer sich einen Einblick in sein Denken verschaffen will, kann auf der Homepage des Senders nachlesen oder gleich einen seiner Krimis zur Hand nehmen.

Es gibt hochbezahlte Fotografen, von denen trotzdem niemand fotografiert werden will. Zu denen gehört Martin Parr. Der wiederum bezichtigt den Großteil der heute aktiven Fotografen, lediglich in der Werbeindustrie zu sein, denn sie verkauften lediglich einen schönen Schein, eine glatte Oberfläche, aber nicht die Wirklichkeit. Für diese Wirklichkeit aber interessiert sich Parr besonders. Egal, ob er gelangweilte Paare porträtiert oder den Badeort Brighton mit all seinem Dreck, puterroten Sonnenbadern und Fettschwülsten. Nun hat er für sein Werk von der Deutschen Gesellschaft für Photographie den Dr.-Erich-Salomon-Preis erhalten. Sie begründet die Vergabe damit, dass er seit mehr als 20 Jahren der Farbfotografie "wie kaum ein anderer durch seine hintergründig humorvolle Darstellung der Menschen" neue Impulse gebe. Etliche seiner Bildbände sind auch in Deutschland erhältlich. (mehr...)

 

20:00 arte: Kultur

Die Saison der Literaturpreise in Frankreich neigt sich ihrem Ende zu. Heute ging der mit 30.000 Euro dotierte Prix Decembre an Pierre Guyotat für seinen Roman "Coma". Der Prix Decembre versteht sich als eine Art Anti-Prix-Goncourt und will Projekte in den Mittelpunkt rücken, die ohne großen Werbeaufwand und im Schatten der großen Verlage das Licht der Öffentlichkeit erblickten. Er gilt deswegen als wesentlich radikaler in seiner Auswahl als die anderen französischen Preise. So gehörte Michel Houellebecq mit seinen umstrittenen Roman "Elementarteilchen" zu den früheren Gewinnern. In Coma schildert Pierre Guyotat einen Künstler, der über seine Schaffenskrise nachdenkt.

Daneben berichtete arte ausführlich über Fabienne Kanors Roman "Humus", der bis jetzt leider - ähnlich wie Coma - nur auf französisch erhältlich ist. 14 junge, schwarze Frauen, die sich vorher nicht kannten, sollen angeblich an einem Märztag des Jahres 1774 beschlossen haben, vom Deck eines Schiffes aus Nantes zu springen, um so kollektiv Selbstmord zu begehen. Ausgehend von dieser unglaubwürdigen Anekdote rollt Kanor im Roman den Leidensweg der Frauen auf, berichtet aus der Sicht einiger dieser Frauen über Sklavenhandel und schreibt so einen zutiefst einfühlsamen Roman, der alles andere als historisch ist. In arte Kultur liest sie Passagen aus dem Roman.

 

20:15 Phönix: Ulrich Wickert im Gespräch mit Gerhard Schröder

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Ende Oktober seine Erinnerungen veröffentlicht. Unter dem Titel „Entscheidungen. Mein Leben in der Politik“ ist das Werk am 28. Oktober auf den Markt gekommen. Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert befragte den Altkanzler in einem Drei-Stunden-Gespräch zu seinem Buch. PHOENIX strahlt das Gespräch an drei aufeinander folgenden Abenden um 20.15 Uhr aus.
Heute stehen die erste Amtsperiode Gerhard Schröders als Bundeskanzler, die Zwangsarbeiterabgabe, der Rücktritt Oskar Lafontaines sowie die deutsche Identität im Mittelpunkt des Gesprächs.

 

22:15 HR: Hauptsache Kultur

Heute ohne Buchrezensionen.

 

22:45 ZDF: Johannes B. Kerner

Die Resonanz auf Ralf Höckers Lexikon der Rechtsirrtümer war überwältigend: Es gibt jedoch noch viel mehr weitverbreitete juristische Fehlannahmen, als der Fachmann sich träumen läßt. Sei es, dass manche sich von Schildern wie "Umtausch nur von original verpackter Ware" einschüchtern lassen oder dass man an den Straftatbestand des "Rufmords" glaubt. Kann man mit Badehandtüchern Liegestühle reservieren? Jurist Dr. Ralf Höcker geht in seinem Buch "Neues Lexikon der Rechtsirrtümer" angeblichen Gesetzen auf die Spur und liefert damit eine "juristische Hausapotheke".

 

01.40 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 19:20 Uhr

 

02:10 HR: Hauptsache Kultur

Wiederholung von 22:15 Uhr

 

02:40 ZDF: Johannes B. Kerner

Wiederholung von 22:45 Uhr


02.45 SWR: Leute night: Michael Obert, Weltenbummler

Folge 858
Er kommt aus Breisach am Rhein. Er arbeitet als freier Journalist u.a. für GEO und die ZEIT. Und er bereist die Welt. Michael Obert war zwei Jahre in Lateinamerika, er war in vielen islamischen Ländern. Und er ist sieben Monate dem Niger, dem drittgrößten Fluss Afrikas, gefolgt - von der Quelle im Urwald von Guinea bis zur Mündung im Golf von Benin: In Regenzauber. Auf dem Niger ins innere Afrikas berichtet er von dieser Reise.


03.10 SWR: Leute night: Prof. Dr. Wolfgang Reinhard, Lügen-Experte

Folge 794. Wiederholung vom 07.08.2006
"Wir leben in einer Lügengesellschaft, denn jeder von uns lügt jeden Tag", sagt Prof. Wolfgang Reinhard. Der Historiker aus Freiburg hat untersucht, warum wir nicht bei der Wahrheit bleiben. Warum Politiker lügen, die Medien, Ehepartner oder Kollegen, was eine Lüge überhaupt ist und ob es die Wahrheit gibt, all das erläutert Prof. Reinhard in dem Band "Unsere Lügengesellschaft". Und heute in "SWR Leute night".


04.24 SWR: Leute night: Andreas Zumach, Journalist

Folge 820. Wiederholung vom 11.09.2006
Wie sehr hat der 11. September 2001 die Welt verändert? Der TAZ-Korrespondent und UNO-Kenner Andreas Zumach hat sich intensiv mit den Folgen der Terroranschläge vor 5 Jahren beschäftigt. Und er hat ein Buch geschrieben über "Die kommenden Kriege". Es geht um den Atomstreit mit dem Iran, den Problemfall Nordkorea und den Kampf um Öl und Gas. Sind diese Kriege noch vermeidbar? Und wie könnten friedliche Wege aus den Dauerkrisen aussehen? Antworten gibt Andreas Zumach heute in "SWR Leute night".


04.53 SWR: Leute night: Wilhelm Dietl, BND-Experte & Journalist

Folge 824. Wiederholung vom 19.09.2006
Wilhelm Dietl ist eine der schillerndsten Figuren des deutschen Journalismus. Er beschäftigt sich mit dem Nahen und dem Mittleren Osten, mit Terrorismus und Islamismus und der Arbeit der Geheimdienste. Vor kurzem kam raus, dass Dietl selbst auf der Gehaltsliste des Bundesnachrichtendienstes BND stand. Im Auftrag des BND hat Dietl im Libanon, Syrien und Jordanien Agenten rekrutiert und geführt. Außerdem soll er Redaktions-Kollegen beim FOCUS bespitzelt haben, was er selbst bestreitet. Und er hat ein Buch auf den Markt gebracht: Spy Ladies - Frauen im Geheimdienst

 

05.05 3sat: Literatur im Foyer

mit Thea Dorn. Gast: Ayaan Hirsi Ali. Erstsendung 27.10.2006

Der Mord an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh zerstört alle Träume von multikultureller Toleranz. Eigentlich galt der Schuss Ayaan Hirsi Ali. Die liberale Abgeordnete, Kämpferin für Freiheit und die Rechte der muslimischen Frauen, hat das Drehbuch für van Goghs islamkritischen Film "Submission" geschrieben, den Auslöser des Attentats. Ihre Streitschrift "Ich klage an" wurde weltweit ein aufrüttelnder Bestseller. In ihrem neuen Buch "Mein Leben, meine Freiheit" erzählt sie zum ersten Mal ihre Lebensgeschichte.
Thea Dorn stellt Ayaan Hirsi Ali und ihre Autobiografie vor.

 

(Alle Angaben auf dieser Seite unter Verwendung der Original-Senderinformationen und der Verlagsangaben zu den einzelnen Titeln.)