Bücher im Fernsehen, Dienstag 07.11.06
| Besprochene Titel: John le Carré: Geheime Melodie
Kinky Friedman als Gouverneur von Texas |
| Programmschema: |
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| 05:30 | ZDF: Morgenmagazin |
| 06:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 08:00 | arte: Kultur |
| 08:35 | SWR: Anne Frank - eine lebendige Geschichte |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 09:05 | 3sat: Kulturzeit |
| 09:35 | MDR: Beckmann |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 11:45 | RBB: Beckmann |
| 13:00 | ZDF: Mittagsmagazin |
| 15:45 | HR: Beckmann |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 20:00 | arte: Kultur |
| 22:15 | HR: Hauptsache Kultur |
| 20:15 | Phönix: Wickerts Bücher: Gerhard Schröder |
| 22:45 | ZDF: Johannes B. Kerner |
| 01:40 | 3sat: Kulturzeit |
| 02:25 | HR: Hauptsache Kultur |
| 02:45 | 3sat: Leute night: Michael Obert |
| 02:45 | 3sat: Leute night: Wolfgang Reinhardt |
| 02:45 | 3sat: Leute night: Andreas Zumach |
| 02:45 | 3sat: Leute night: Wilhelm Dietl |
| 05:05 | 3sat: Literatur im Foyer |
05:30 ZDF: Morgenmagazin
[update:] Das Morgenmagazin läuft von 05.30 bis 09:00 Uhr, also 210 Minuten. Erfahrungsgemäß kommen die Buchtipps von Wolfgang Herles in der letzten halben Stunde, also zwischen 08:30 und 09:00 Uhr. Ich habe mir noch nicht den Luxus gegönnt, mir ein komplettes Morgenmagazin anzusehen. Kurz vor 09:00 Uhr hat Herles jedoch folgende Bücher vorgestellt (nachzulesen auf der Homepage zur Sendung):
- John le Carré: Geheime
Melodie
Der Meister des politischen Thrillers schickt seinen Protagonisten in den Kongo. Bruno Salvador, genannt Salvo, ist eigentlich Dolmetscher, doch der britische Geheimdienst verspricht sich mehr von ihm, als er ihn auf eine Geheimkonferenz über die Zukunft des afrikanischen Landes schickt. Salvo lauscht und berichtet. Am Ende kann er nicht unbeteiligt wegschauen, denn er sieht die Katastrophe auf den Kongo zukommen, der doch das Land seines Vaters ist. - Mario Vargas Llosa: Das
böse Mädchen
Als 15-Jähriger beobachtet Ricardo im Sommer 1950 eine Gleichaltrigeä beim Mambo-Tanz in Lima. Dann ist sie plötzlich verschwunden, aber die Erinnerung an "das böse Mädchen" lässt Ricardo nie mehr los. Seine Liebe wird zur Obsession, und bis in die 80er Jahre kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder - in London, Tokio, Paris und Madrid. Mario Vargas Llosa, der große südamerikanische Autor, erzählt vom Rätsel einer Beziehung, von deren Unglück und Glück im Laufe von mehr als 30 Jahren. - Kiran Desai: Erbin
des verlorenen Landes
Mit ihrem zweiten Roman landete die junge, indische Autorin den großen Wurf. Als Hauptkulisse dient ein halb verfallenes Kolonialhaus in einer Kleinstadt an den Hängen des Himalaja im Indien der achtziger Jahre. Hier lebt ein pensionierter indischer Richter, der noch immer die englische Kultur hochhält, dessen Ehe scheiterte und der einzig seine Hündin Mutt abgöttisch liebt. Seine Enkelin Sai erfährt in dieser Traumwelt ihre erste Liebe zu ihrem Privatlehrer Gyan. Der mürrische Koch trauert ebenfalls den Engländern hinterher. Sein Sohn sollte es einmal besser haben, doch der fristet in Amerika das harte Leben eines Illegalen. Mit dem Beginn einer bürgerkriegsähnlichen Revolte zerbricht das selbsterschaffene Trugbild des Hauses. Die Autorin wurde dafür in diesem Jahr mit dem Man-Booker-Preis ausgezeichnet.
06:20 3sat Kulturzeit
Wiederholung vom Vortag
Resteverwertung bei Kulturzeit. Eigentlich schon am Freitag hätte es die
Kinderbuchtipps geben sollen. Und der Filmbericht über das Buch der amerikanischen
Profilerin Helen Morrison: "Mein
Leben unter Serienmördern"
war sogar bereits für den 25.10. geplant, dann aber verschoben worden.
Wohl weil dem Sender klar wurde, dass Morrisons zentrale These vom Serienmörder-Gen
in der Fachwelt mehr als umstritten ist. Obwohl sie ansonsten als Koryphäe
auf ihrem Gebiet ist: Ihr Arbeitsplatz sind die Hochsicherheitstrakte amerikanischer
Gefängnisse. Seit beinahe dreißig Jahren widmet sich die forensische
Psychologin der Untersuchung von Serienmördern, und in Monate währenden
Gesprächen mit Tätern versucht sie zu verstehen, was sie zu ihren
monströsen Taten treibt. Wird man als Serienmörder geboren? Ist entfesselte
Tötungslust auf einen neurologischen Defekt zurückzuführen? Oder
spielt möglicherweise Missbrauch in der Kindheit eine Rolle? In ihrem faszinierenden
Buch präsentiert Helen Morrison die spektakulärsten
Fälle ihrer Karriere als Profilerin und schildert eindringlich, was es
bedeutet, einem Beruf nachzugehen, den wir aus Büchern und Filmen kennen
– dessen reale Seite uns aber bisher verborgen blieb. (mehr...)
Galshan lebt mit ihren Eltern in der Stadt. Der Vater ist LKW-Fahrer und oft
wochenlang unterwegs. Ihre Mutter ist schwanger, und es geht ihr schlecht. Also
muss Galshan zu ihrem Großvater, der als Nomade in der mongolischen Steppe
lebt. Galshan sträubt sich, denn der Großvater ist ein rauer Mann.
Aber sie ringt um seine Anerkennung, lernt so viel wie möglich über
diese Welt, in der Adler zum Jagen abgerichtet werden und alles sich nach den
Jahreszeiten richtet. Doch dann kommt der Winter mit mörderischer Kälte,
mit verheerenden Stürmen und bald schon sind Galshan und ihr Großvater
von der Außenwelt abgeschlossen und kämpfen ums Überleben, während
Nacht für Nacht Tiere aus ihrer Herde verschwinden, weil die Wölfe
schon unterwegs sind und jede Scheu vor den Menschen verloren haben. Xavier-Laurent
Petit erzählt die Geschichte von "Steppenwind und Adlerflügel".
Sie ist bei Dressler erschienen und geeignet für kleine Leser ab acht Jahren.
"Lesen oder anklicken“ - ist das die richtige Frage? Ein Tierlexikon
für Schüler voller Verweise auf eine Internet-Seite mit weiterführenden
Informationen, ist das der Schritt in die Wissensgesellschaft während des
Biologie-Unterrichts? Den Skeptikern sei gesagt: "Wissen mit Links"
ist vor allem ein Buch mit vielen Schlagwörtern und üppigen Illustrationen
zu Fragen der Ökologie, zur Evolution und zur Anpassung an Lebensräume
auf der Erde, im Wasser und in der Luft. Die Website ist dann die Ergänzung,
weil Lesen und Surfen sich nicht ausschließen müssen. "Wissen
mit Links: Tiere - das Schülerlexikon"
für wissenshungrige Leseratten ab acht Jahren ist bei Dorling-Kindersley
erschienen.
Opas bestes Stück ist ein unscheinbarer Löffel. Den lässt er
nie aus den Augen, den will er ständig bei sich wissen - denn mit diesem
Löffel isst er seinen Pudding. Vor mehr als 50 Jahren hat der Löffel
ihm den Sieg im großen Pudding-Wettessen eingetragen. Seitdem sind Süßspeisen
sein Hobby und der Löffel ist sein ständiges Accessoire. Warum sollte
es an seinem Geburtstag also anders sein? Aber ach! Alle sind gekommen, und
allen schmeckt es Opa nicht, denn der Löffel ist weg! Und schon ist Schluss
mit "Happy Birthday". Er wühlt herum und wird geradezu hektisch.
Ihm schwant das Allerschlimmste - und an das Naheliegende kann er gar nicht
mehr denken. Eine große Erschütterung in einer kleinen Welt aus dem
Atlantis-Verlag, ausgedacht und aufgeschrieben von Christoph Mett:
"Der
Puddinglöffel"
ist lesenswert für Schleckmäuler jeden Alters.
08:00 arte: Kultur
Wiederholung vom Vortag.
Und weiter sahnt Jonathan Littell, Sohn des amerikanischen
Thrillerexperten Robert Littell, Buchpreise ab. Erst letzte Woche bekam er für
seinen Romanerstling "Les Bienveillantes" den begehrten Romanpreis
der Académie française, heute nun legt er mit dem Prix Goncour,
dem wichtigsten französischen Literaturpreis, noch einen nach. Das Buch
verkauft sich seit Veröffentlichung ohnehin wie kaum ein anderes derzeit
in Frankreich. Inzwischen hat der Berlin-Verlag die deutschen Rechte erworben
und plant, das Buch im nächsten Frühjahr hier auf den Markt zu bringen.
Ob es allerdings hier ein gleich starkes Echo auszulösen vermag, ist offen.
Littell schreibt, durchgehend in der Ich-Form und in streng subjektiver Perspektive,
die Geschichte eines Nazioffiziers, dem nie ernsthafte Zweifel an seinem Tun
kommen. Ein höchst gewagtes Unterfangen, deren Absicht der Roman nicht
ganz preisgibt. Auch Littell selbst ist relativ schweigsam. Aber wenn selbst
Jorge Semprun im Filmbericht Position für Littell bezieht, muss an dem
Buch etwas dran sein. (Bei arte gibt es einen etwas älteren Filmbericht
über das Buch als Online-Video.)
Ein Interview führte der Sender auch mit dem Gewinner des diesjährigen
Prix Renaudot, der an den im Kongo geborenen Autor Alain Mabanckou für
seinen Roman "Mémoires
de porc-epic"
(Erinnerungen eines Stachelschweins) ging. Mabanckou besucht in diesem Buch
einige der Geburtsstätten der afrikanischen Kultur und Literatur. Immer
mit einem gewissen liebevollen Spott in der Stimme. So hat einer afrikanischen
Legende zufolge jeder Mensch ein tierisches Äquivalent. Mabanckou liefert
uns nun die Geschichte eines erstaunlichen Stachelschweins, das - beladen mit
dem Schicksal seines menschlichen Pendants namens Kibandi - mit Hilfe seiner
furchterregenden Stacheln eine Serie sehr sonderbarer Morde verübt. Sehr
zum Unglück der Dorfbewohner, die Kibandi in die Quere kommen, denn das
Stachelschwein ist gerne bereit, den blutrünstigen Wahnsinn seines "Meisters"
zufrieden zu stellen.
Ein spannendes Thema ist die Situation der Literaten, derer sich Bernard Lahire
in seinem aktuellen Buch "La
condition littéraire"
angenommen hat. Zwar stehen Autoren oft im Blickpunkt des öffentlichen
Interesses, doch ist eigentlich wenig über ihre Situation bekannt, so seine
Kernthese. Auf der einen Seite würde von ihnen erwartet, ganz für
die Kunst zu leben, auf der anseren Seite gibt es eine Reihe ökonomischer
Zwänge, die sie von ihrem eigentlichen Tun abhalte. Und damit sind nicht
nur Lesereisen und Interviewtermine gemeint. Die wenigsten Autoren können
wirklich von ihrem Tun leben. Die meisten sind darauf angewiesen, neben dem
Schreiben einen Brotjob zu bedienen. Kafka und Gottfried Benn sind dafür
die besten Beispiele. So versucht er sich an einer Soziologie der praktischen
Arbeitsbedingungen der Literatur. Er untersucht ihre sozialen und ökonomischen
Existenzbedingungen und kommt zu dem Schluss, weder das Werk noch das Auftreten
der Autoren könne von den verschiedenen Aspekten der litterarische Bedingungen
gelöst werden.
08:35 SWR: Anne Frank - eine lebendige Geschichte
Anne Frank starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus,
wenige Tage vor der Befreiung des Lagers am 15. April 1945. Ihr Tagebuch
wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ging als Mahnung um die Welt.
Das Haus, in dem das Mädchen zusammen mit anderen Untergetauchten am 4.
August 1944 verhaftet wurde, ist heute das meist besuchte Museum von Amsterdam
– das Anne-Frank-Haus.
Die Untergetauchten hatten mutige, nichtjüdische Helfer. Wer aber waren
die Verräter? Konzentrierte sich zunächst der Verdacht auf den Lagerarbeiter
van Maaren, so gibt es jetzt neue Spuren, die in eine ganz andere Richtung führen,
zum Beispiel zu niederländischen professionellen Judenjägern.
Und es gibt weitere, bisher wenig bekannte Seiten der Anne-Frank-Geschichte,
die der Film durch Begegnungen mit Zeitzeugen und Forschern beleuchtet. Zu Wort
kommen unter anderem Miep Gies, eine der Helferinnen; der einzig noch lebende
Verwandte, Buddy Elias; die Autorin Carol Ann Lee und Anne Franks Freundin,
die Berlinerin Hannah Pick-Goslar.
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
Wiederholung vom Vortag, Themen siehe 06:20
09:35 MDR: Beckmann
Wiederholung vom Vortag, Themen s. 11:45 Uhr RBB
11:20 arte: Kultur
11:45 RBB: Beckmann
Wiederholung vom Vortag
Ihr Schicksal berührte Millionen Menschen. Monatelang stand Senait
Mehari mit ihrer Biographie „Feuerherz“
ganz oben in den Bestsellerlisten. Im Alter von sechs Jahren war Senait Kindersoldatin
im blutigen Unabhängigkeitskrieg zwischen Eritrea und Äthiopien. Vier
Jahre lebte das Mädchen in einer Welt aus Krieg und Gewalt, bis sie endlich
befreit wurde. Als ihr mittlerweile in Hamburg lebender Vater sie mit 13 nach
Deutschland holt, kommt sie nicht mit ihm klar. Die Jugendliche läuft von
zuhause weg. Allein auf sich gestellt, erfüllt sie sich schließlich
ihren Traum - sie wird eine erfolgreiche Sängerin und Musikerin. Im letzten
Jahr ist sie zurückgekehrt an die Orte ihrer Kindheit. Bei „Beckmann“
schildert Senait Mehari erstmals ihre Reise in ihre alte Heimat und berichtet,
wie sie dort überraschend ihre Großmutter und ihren Bruder wiedergefunden
hat.
13:00 ZDF: Mittagsmagazin
15:45 HR: Beckmann
Wiederholung vom Vortag. Siehe auch 11:45 Uhr RBB
19:20 3sat: Kulturzeit
Ronald Reagan war Schauspieler, und das schon vor seiner Präsidentschaft.
Arnold Schwarzenegger spielt Gouverneur von Californien. Warum um alles in der
Welt soll Kinky Friedman nicht Gouverneur von Texas werden?
Die Chancen stehen nicht schlecht für den ewig provozierenden Sänger
und Buchautoren. Textproben: "Sie machen heute keine Juden mehr wie Jesus
einer war" oder "Pack die Plätzchen in den Ofen und den Hintern
in dein Bett". Stets fährt er in seinen Äußerungen den
schmalen Kurs zwischen Ironie und echt texanischem Konservativismus. So mögen
ihn alle, Konservative wie Liberale. Ist also der ideale Kandidat für alle
politikverdrossenen Texaner. Wer sich einen Einblick in sein Denken verschaffen
will, kann auf der Homepage
des Senders nachlesen oder gleich einen seiner Krimis
zur Hand nehmen.
Es gibt hochbezahlte Fotografen, von denen trotzdem niemand fotografiert werden
will. Zu denen gehört Martin Parr. Der wiederum bezichtigt
den Großteil der heute aktiven Fotografen, lediglich in der Werbeindustrie
zu sein, denn sie verkauften lediglich einen schönen Schein, eine glatte
Oberfläche, aber nicht die Wirklichkeit. Für diese Wirklichkeit aber
interessiert sich Parr besonders. Egal, ob er gelangweilte Paare porträtiert
oder den Badeort Brighton mit all seinem Dreck, puterroten Sonnenbadern und
Fettschwülsten. Nun hat er für sein Werk von der Deutschen Gesellschaft
für Photographie den Dr.-Erich-Salomon-Preis erhalten. Sie begründet
die Vergabe damit, dass er seit mehr als 20 Jahren der Farbfotografie "wie
kaum ein anderer durch seine hintergründig humorvolle Darstellung der Menschen"
neue Impulse gebe. Etliche seiner Bildbände
sind auch in Deutschland erhältlich. (mehr...)
20:00 arte: Kultur
Die Saison der Literaturpreise in Frankreich neigt sich ihrem Ende zu. Heute
ging der mit 30.000 Euro dotierte Prix Decembre an Pierre Guyotat
für seinen Roman "Coma".
Der Prix Decembre versteht sich als eine Art Anti-Prix-Goncourt und will Projekte
in den Mittelpunkt rücken, die ohne großen Werbeaufwand und im Schatten
der großen Verlage das Licht der Öffentlichkeit erblickten. Er gilt
deswegen als wesentlich radikaler in seiner Auswahl als die anderen französischen
Preise. So gehörte Michel Houellebecq mit seinen umstrittenen Roman "Elementarteilchen
"
zu den früheren Gewinnern. In Coma schildert Pierre Guyotat einen Künstler,
der über seine Schaffenskrise nachdenkt.
Daneben berichtete arte ausführlich über Fabienne Kanors
Roman "Humus",
der bis jetzt leider - ähnlich wie Coma - nur auf französisch erhältlich
ist. 14 junge, schwarze Frauen, die sich vorher nicht kannten, sollen angeblich
an einem Märztag des Jahres 1774 beschlossen haben, vom Deck eines Schiffes
aus Nantes zu springen, um so kollektiv Selbstmord zu begehen. Ausgehend von
dieser unglaubwürdigen Anekdote rollt Kanor im Roman den Leidensweg der
Frauen auf, berichtet aus der Sicht einiger dieser Frauen über Sklavenhandel
und schreibt so einen zutiefst einfühlsamen Roman, der alles andere als
historisch ist. In arte Kultur liest sie Passagen aus dem Roman.
20:15 Phönix: Ulrich Wickert im Gespräch mit Gerhard Schröder
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Ende
Oktober seine Erinnerungen veröffentlicht. Unter dem Titel „Entscheidungen. Mein Leben in der Politik“ ist das Werk am 28. Oktober auf den Markt gekommen.
Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert befragte den Altkanzler
in einem Drei-Stunden-Gespräch zu seinem Buch. PHOENIX strahlt das Gespräch
an drei aufeinander folgenden Abenden um 20.15 Uhr aus.
Heute stehen die erste Amtsperiode Gerhard Schröders als Bundeskanzler,
die Zwangsarbeiterabgabe, der Rücktritt Oskar Lafontaines sowie die deutsche
Identität im Mittelpunkt des Gesprächs.
22:15 HR: Hauptsache Kultur
Heute ohne Buchrezensionen.
22:45 ZDF: Johannes B. Kerner
Die Resonanz auf Ralf Höckers Lexikon
der Rechtsirrtümer
war überwältigend: Es gibt jedoch noch viel mehr weitverbreitete juristische
Fehlannahmen, als der Fachmann sich träumen läßt. Sei es, dass
manche sich von Schildern wie "Umtausch nur von original verpackter Ware"
einschüchtern lassen oder dass man an den Straftatbestand des "Rufmords"
glaubt. Kann man mit Badehandtüchern Liegestühle reservieren? Jurist
Dr. Ralf Höcker geht in seinem Buch "Neues
Lexikon der Rechtsirrtümer
"
angeblichen Gesetzen auf die Spur und liefert damit eine "juristische Hausapotheke".
01.40 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 19:20 Uhr
02:10 HR: Hauptsache Kultur
Wiederholung von 22:15 Uhr
02:40 ZDF: Johannes B. Kerner
Wiederholung von 22:45 Uhr
02.45 SWR: Leute
night: Michael Obert, Weltenbummler
Folge 858
Er kommt aus Breisach am Rhein. Er arbeitet als freier Journalist u.a. für GEO
und die ZEIT. Und er bereist die Welt. Michael Obert war zwei
Jahre in Lateinamerika, er war in vielen islamischen Ländern. Und er ist sieben
Monate dem Niger, dem drittgrößten Fluss Afrikas, gefolgt - von der Quelle im
Urwald von Guinea bis zur Mündung im Golf von Benin: In Regenzauber.
Auf dem Niger ins innere Afrikas
berichtet er von dieser Reise.
03.10 SWR: Leute
night: Prof. Dr. Wolfgang Reinhard, Lügen-Experte
Folge 794. Wiederholung vom 07.08.2006
"Wir leben in einer Lügengesellschaft, denn jeder von uns lügt
jeden Tag", sagt Prof. Wolfgang Reinhard. Der Historiker aus Freiburg hat
untersucht, warum wir nicht bei der Wahrheit bleiben. Warum Politiker lügen,
die Medien, Ehepartner oder Kollegen, was eine Lüge überhaupt ist
und ob es die Wahrheit gibt, all das erläutert Prof. Reinhard in dem Band
"Unsere Lügengesellschaft". Und heute in "SWR Leute night".
04.24 SWR: Leute
night: Andreas Zumach, Journalist
Folge 820. Wiederholung vom 11.09.2006
Wie sehr hat der 11. September 2001 die Welt verändert? Der TAZ-Korrespondent
und UNO-Kenner Andreas Zumach hat sich intensiv mit den Folgen der Terroranschläge
vor 5 Jahren beschäftigt. Und er hat ein Buch geschrieben über "Die kommenden Kriege". Es geht um den Atomstreit mit dem Iran, den Problemfall
Nordkorea und den Kampf um Öl und Gas. Sind diese Kriege noch vermeidbar?
Und wie könnten friedliche Wege aus den Dauerkrisen aussehen? Antworten
gibt Andreas Zumach heute in "SWR Leute night".
04.53 SWR: Leute
night: Wilhelm Dietl, BND-Experte & Journalist
Folge 824. Wiederholung vom 19.09.2006
Wilhelm Dietl ist eine der schillerndsten Figuren des deutschen
Journalismus. Er beschäftigt sich mit dem Nahen und dem Mittleren Osten,
mit Terrorismus und Islamismus und der Arbeit der Geheimdienste. Vor kurzem
kam raus, dass Dietl selbst auf der Gehaltsliste des Bundesnachrichtendienstes
BND stand. Im Auftrag des BND hat Dietl im Libanon, Syrien und Jordanien Agenten
rekrutiert und geführt. Außerdem soll er Redaktions-Kollegen beim
FOCUS bespitzelt haben, was er selbst bestreitet. Und er hat ein Buch auf den
Markt gebracht: Spy
Ladies - Frauen im Geheimdienst
05.05 3sat: Literatur im Foyer
mit Thea Dorn. Gast: Ayaan Hirsi Ali. Erstsendung 27.10.2006
Der Mord an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh zerstört
alle Träume von multikultureller Toleranz. Eigentlich galt der Schuss Ayaan
Hirsi Ali. Die liberale Abgeordnete, Kämpferin für Freiheit
und die Rechte der muslimischen Frauen, hat das Drehbuch für van Goghs
islamkritischen Film "Submission" geschrieben, den Auslöser des
Attentats. Ihre Streitschrift "Ich
klage an"
wurde weltweit ein aufrüttelnder Bestseller. In ihrem neuen Buch "Mein
Leben, meine Freiheit
"
erzählt sie zum ersten Mal ihre Lebensgeschichte.
Thea Dorn stellt Ayaan Hirsi Ali und ihre Autobiografie vor.
(Alle Angaben auf dieser Seite unter Verwendung der Original-Senderinformationen und der Verlagsangaben zu den einzelnen Titeln.)


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