Bücher im Fernsehen, Freitag 10.11.06
| Besprochene Titel: Ines Veith: Die Frau vom Checkpoint
Charlie
Themen: |
| Programmschema: |
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| 06:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 08:00 | arte: Kultur |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 09:05 | 3sat: Kulturzeit |
| 10:15 | 3sat: Beckmann |
| 11:15 | RBB: Stilbruch |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 13:00 | MDR: artour |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 20:00 | arte: Kultur |
| 22:00 | NDR/HR: NDR Talkshow |
| 22:35 | ZDF: aspekte |
| 23:30 | SWR: Nachtkultur |
| 00:00 | SWR: Literatur im Foyer |
| 04:20 | SWR: Leute night |
| 05:20 | 3sat: Kulturzeit |
06:20 3sat Kulturzeit
Wiederholung vom Vorabend
Jutta Gallus versuchte 1982, mit ihren beiden Töchtern über die DDR-Grenze in den Westen zu fliehen. Doch irgendwo in ihrem Verwandtenkreis muss es eine undichte Stelle gegeben haben. Sie wurde verraten, ins Gefängnis gesteckt. Ihre Kinder kamen zu ihrem linientreuen Vater. Jutta Gallus wurde von der BRD freigekauft - und versuchte seitdem mit immer neuen Aktionen, auf sich und ihre Situation aufmerksam zu machen. Immer wieder demonstrierte sie am Checkpoint Charlie, einmal nahm sie gar Helmut Kohl das Mikro weg und nutzte die Gunst der Stunde zur Öffentlichkeitsarbeit. Vier Jahre kämpfte sie unentwegt um ihre Kinder, bis es endlich zur Familienzusammenführung kam. Über das Schicksal dieser mutigen und hartnäckigen Frau hat Ines Veith ein Buch geschrieben: Die Frau vom Checkpoint Charly. (mehr...)
Weitere Themen der Sendung:
- Kunst unterm Hammer: Die Versteigerung von Kirchners "Straßenszene"
- Wer war Markus Wolf. Nachruf
- Die Macht der Vorurteile. Gespräch mit dem Sozialpsychologen Jens Förster
08:00 arte: Kultur
Wiederholung vom Vorabend.
Themen:
- Bogan Z's neues Album Xenophonie
- Die architektonische Botschaft der neuen Münchner Synagoge
- Teuerste Auktion aller Zeiten bei Christys
- Hohlbein-Ausstellung in der Tate-Gallery
09 :00 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
09:05 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 6:20 Uhr
10:15 3sat: Beckmann
Wiederholung vom 06.11.06
Ihr Schicksal berührte Millionen Menschen. Monatelang stand Senait
Mehari mit ihrer Biographie „Feuerherz“
ganz oben in den Bestsellerlisten. Im Alter von sechs Jahren war Senait Kindersoldatin
im blutigen Unabhängigkeitskrieg zwischen Eritrea und Äthiopien. Vier
Jahre lebte das Mädchen in einer Welt aus Krieg und Gewalt, bis sie endlich
befreit wurde. Als ihr mittlerweile in Hamburg lebender Vater sie mit 13 nach
Deutschland holt, kommt sie nicht mit ihm klar. Die Jugendliche läuft von
zuhause weg. Allein auf sich gestellt, erfüllt sie sich schließlich
ihren Traum - sie wird eine erfolgreiche Sängerin und Musikerin. Im letzten
Jahr ist sie zurückgekehrt an die Orte ihrer Kindheit. Bei „Beckmann“
schildert Senait Mehari erstmals ihre Reise in ihre alte Heimat und berichtet,
wie sie dort überraschend ihre Großmutter und ihren Bruder wiedergefunden
hat.
11:20 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
11:15 RBB: Stilbruch
Wiederholung vom Vortag
In ihrem Buch "Iwans
Krieg - Die Rote Armee 1939 bis 1945"
stellt die englische Historikerin Catherine Merridale die einfachen
russischen Soldaten in den Mittelpunkt ihrer Forschung: Millionen von ihnen
starben durch deutsche Bombenangriffe oder Panzer, sie erfroren hinter dem Stacheldraht
der Kriegsgefangenenlager oder wurden in Selbstmordkommandos in den sicheren
Tod getrieben. Bisher war wenig bekannt über das Leben des gewöhnlichen
russischen Soldaten, über die brutale Wirklichkeit seines alltäglichen
Lebens, seine Träume und sein Sterben. Catherine Merridale ist es gelungen,
mittels Briefen, Tagebüchern, Polizeiakten und zahlreichen Interviews aus
der anonymen Masse der Rotarmisten das unvorstellbar harte Leben der einzelnen
Soldaten sichtbar zu machen. So wird nachvollziehbar, wie diese eigene Mischung
aus Mut, Patriotismus, Furcht und Rachsucht zustande kam, mit der diese im Stich
gelassenen Männer Hitler besiegten.
Weitere Themen der Sendung
- Museumseröffnung - Die Rückkehr der Kennedys
- Porträt - Der Karrieresprung der Anna Loos
- Kulturpolitik: Frischer Wind durch neuen Senator?
13:00 MDR: artour
Themen:
- "Geschichte Mitteldeutschlands", Teil 3: Ehe zu dritt - Die Frauen des Grafen von Gleichen
- "Meine ersten 100 Westmark", Ausstellung in Sonneberg: Begrüßungsgeld und viele erfüllte Träume
- euro-scene Leipzig: 16. Festival zeitgenössischen europäischen Tanztheaters
- Verein Deutsche Sprache "Der Klügere spricht deutsch"
- Wettiner fordern enteignetes Porzellan zurück
19:20 3sat: Kulturzeit
Diesmal mit den aktuellen Krimitipps:Bruno Salvador führt in London ein ruhiges Leben als Dolmetscher. Bis
er einen Auftrag vom Britischen Geheimdienst erhält. Für zwei Tage
wird er an einen geheimen Ort gebracht. Er dolmetscht eine inoffizielle Konferenz,
an der auch afrikanische Politiker teilnehmen. Auf dem Spiel steht die Zukunft
des Kongo. Doch die krisengeschüttelte und an Rohstoffen reiche Region
ist Brunos Heimat. Bahnt sich in dem fernen Land eine Katastrophe an? Gemeinsam
mit seiner jungen Geliebten Hannah sucht Bruno Verbündete, die mit ihm
für eine demokratische Zukunft des Kongo streiten. Doch plötzlich
werden Hannah und er zu Gejagten, denn in Brunos Besitz befinden sich wertvolle
Dokumente. Der neue John le Carré, "Geheime
Melodie",
ist ein «Politthriller um Blutgeld und Machtrausch, aktuell und erschreckend
real», meint Kulturzeit.
Detective Sergeant Logan McRae hat nach neun Monaten im Krankenstand seinen
ersten Einsatz, und der könnte nicht schockierender sein: In einem Wassergraben
hat man die Leiche des vierjährigen David Reid gefunden. Der Junge wurde
erwürgt, seine Leiche grausam verstümmelt. Doch bei diesem Mord bleibt
es nicht. Ein Serienkiller, der es auf Kinder abgesehen hat, macht das schottische
Aberdeen unsicher. Und Logan weiß, das ihm nicht viel Zeit bleibt, bevor
in der Bevölkerung eine Hexenjagd ausbricht. Kulturzeit findet, Stuart
MacBrides "Die dunklen Wasser von Aberdeen" ist «ein Thriller,
so düster und kalt wie der schottische Winter.»
Weitere Themen:
- Schul-Terror
- Beuys meets Barney
- Ein Jahr Merkel
- Massengräber im Burgenland
20:00 arte: Kultur
Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur:
- Neo Rauch - Werkschau in Wolfsburg
- Theater-Festival euro-scene Leipzig
- Grillo-Theater Essen spielt Garcia Marquez: Die Bluthochzeit
- Die Schriftsstellerin und Surrealistin Unica Zürn
22:00 NDR/HR: NDR Talkshow
Die "Barschel-Affäre" erschütterte 1987 die Bundesrepublik.
Die größte Affäre der deutschen Nachkriegsgeschichte - so wurde
das dramatische Geschehen aus dem Wahlkampf von Schleswig-Holstein schon vor
dem gewaltsamen Tod des Ministerpräsidenten Uwe Barschel genannt. In seinem
Buch "Der
Doppelmord an Uwe Barschel",
das im Oktober im Herbig Verlag erschienen ist, rekonstruiert Wolfram
Baentsch den Tathergang im Zimmer 317 des Genfer Luxushotels Beau Rivage,
listet Beweise auf für seine Mordtheorie und spekuliert über mögliche
Hintergründe. Unterstützt in seinen Recherchen hat Wolfram Baentsch
die Witwe des ehemaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein. Freya
Barschel war von Anfang an entgegen der öffentlichen Meinung überzeugt
davon, dass ihr Mann einem Mord zum Opfer gefallen ist. Über ihre Sicht
des Falles erzählen Freya Barschel und der Autor Wolfram Baaentsch in der
NDR Talk Show.
Sie war die "Königin des Nachmittagtalks". Sieben Jahre lang
hat Bärbel Schäfer in über tausend Talkshows
Lebensschicksale im Schnellgang abgearbeitet. Jetzt hat sie sich mehr Zeit genommen
– für ein berührendes Buch, das sie zusammen mit ihrer Kollegin
und Freundin Monika Schuck geschrieben hat. Im September diesen Jahres ist das
Sachbuch "Ich
wollte mein Leben zurück. Menschen erzählen von ihren Erfahrungen
mit Krebs"
bei Rütten und Loening erschienen. In der NDR Talk Show erzählt Bärbel
Schäfer, was sie für sich von den Gesprächen mit den Krebskranken
gelernt hat, welche Schicksale sie besonders beeindruckt haben und wie ihre
letzte Begegnung mit dem Entertainer Rudi Carrell, der im Juli diesen Jahres
verstarb, verlaufen ist.
Weitere Gäste sind: Til Schweiger, Andy Borg, Markus Lanz, Markus Borner, Martin Stadtfeld und Cindy aus Marzahn.
22:15 arte: James Ellroy - American Dog
Brian de Palmas Film noir "Die schwarze Dahlie" nach dem gleichnamigen
Roman
von James Ellroy läuft derzeit in unseren Kinos und ist
in Frankreich in dieser Woche neu angelaufen. Aus diesem Anlass bringt arte
einen Themenabend über den Krimiautoren: Sein Leben und Schaffen ist von
einem schweren Kindheitstrauma geprägt, von dem ungeklärten Mord an
seiner Mutter. Ellroys späteren Nachforschungen überlappten sich mit
Recherchen zu einem anderen, zehn Jahre zurückliegenden Fall: der bestialischen
Ermordung der 22-jährigen Betty Short, wegen ihrer Vorliebe für schwarze
Kleidung posthum "die schwarze Dahlie" getauft. In einem faszinierenden
Streifzug durch Los Angeles zeigt die Dokumentation den Weg des Menschen und
Autors James Ellroy, seinen Abstieg in die Hölle und seine Erlösung
durch das Schreiben. (mehr...)
Im Anschluss an die Doku, um 23:15 Uhr zeigt arte den Spielfilm Der Cop von
1988, der ebenfalls nach einer Romanvorlage Ellroys entstand: Von 1984-86 arbeitete
Ellroy an seiner Lloyd Hopkins-Trilogie: Blut
auf dem Mond
/ In
der Tiefe der Nacht
/ Hügel
der Selbstmörder
.
Im Film wird Hopkins von James Wood dargestellt.
22:35 ZDF: aspekte
Geplante Themen:
- Traumberuf Pathologe: Die neue Lust an der Verwesung
- Die italienische Antikenpolizei macht Jagd auf Grabräuber
- Im Kino: Das Malergenie Francisco Goya
- Der Schlafquotient: Neues über den Schlaf
Die Sendung ist zeitgleich auch als Video-Livestream im Internet zu sehen.
23:30 SWR: Nachtkultur
Das Leben von Billie Holiday (1915-1959) war so intensiv wie die Musik, die
sie machte - leidenschaftlich, zügellos und ohne Konventionen. Am 8. November
erscheint Julia Blackburns Biografie "Billie
Holiday
" über die schwarze amerikanische Jazzlegende, die mit nur 44 Jahren
an den Folgen ihrer Drogensucht starb. Blackburn hat für die Biografie
lange verschollen geglaubtes Material ausgewertet: 150 Tonbandinterviews mit
Zeitzeugen, die der schwarzen Künstlerin sehr nahe standen und viele Anekdoten
aus dem Leben der "Lady Day" erzählen. Nachtkultur über
das tragische Leben einer großen Künstlerin.
Wie kaum ein anderer Künstler hat der Liedermacher und Schriftsteller
Wolf Biermann deutsch-deutsche Geschichte geschrieben. Am 15.
November wird er 70, nur einen Tag später jährt sich seine Ausbürgerung
aus der DDR zum 30. Mal. Bei Hoffmann und Campe ist jetzt Wolf Biermanns neuer
Gedichtband "Heimat.
Neue Gedichte"
erschienen, mit Versen über sein Leben, seine jüdischen Wurzeln, das
Älterwerden, die Liebe und natürlich über die Heimat. Nachtkultur
hat Wolf Biermann in seiner Heimatstadt Hamburg getroffen.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schufen waghalsige Pioniere die Grundlage für
einen der lukrativsten Geschäftszweige der heutigen Reiseindustrie. Wie
beim Autorennen oder Fliegen lockte das Skifahren mit einer Mischung aus Nervenkitzel,
Geschwindigkeit und Exklusivität, verbunden mit dem gesellschaftlichen
Zwang, sich stilvoll und modisch zu kleiden. Der Bildband "Die Kunst des Skifahrens" von Jenny de Gex entführt in die faszinierende
und glamouröse Anfangszeit des weißen Sports, als die ersten Skigebiete
erkundet, Fahrstile und Modetrends entwickelt wurden. Ein Buch mit ausgewählten
Plakaten der Beekly Collection, der größten privaten Sammlung der
Skikunst. Nachtkultur begibt sich auf eine nostalgische Winterreise.
Weitere Themen der Sendung:
- Wie nah ist uns die Türkei? Literaten über den geplanten EU-Beitritt
- Senkrechtstarter der Architektur. Ole Scheeren baut das größte Fernsehgebäude der Welt
00:00 SWR: Literatur im Foyer
Wolf Haas, der Erfinder des schon legendären Ex-Polizisten
Brenner, hat jetzt einen Roman über die Liebe geschrieben: "Das Wetter vor 15 Jahren": Niederschlagsmengen, Luftdruckschwankungen, Wolkenbewegungen
- Vittorio Kowalski weiß alles über das Wetter. Und dann wird er
auch noch Wettkönig bei "Wetten dass...?" Nur eine weiß,
woher die Leidenschaft fürs Wetter herkommt: die einstige Liebe Anni.
Der Historiker Michael Stürmer beschreibt eine "Welt
ohne Weltordnung. Wer wird die Erde erben?":
Massenvernichtungswaffen in vielen Händen, Terror, Staaten vor dem Verfall.
Kann es eine Stabilität geben?
Gabor Steingart vom Nachrichtenmagazin "Der SPIEGEL"
diagnostiziert die politischen Folgen der Globalisierung: Wer gewinnt? Wer verliert?
Ein "Weltkrieg um Wohlstand. Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden ".
Der Schriftsteller Christoph Peters packt ein ganz heißes
Eisen an: In seinem neuen Roman "Ein
Zimmer im Haus des Krieges"
schlüpft er in die Haut eines fundamentalistischen Attentäters. Ein
junger Deutscher, perspektivlos, zum Islam konvertiert und dann auf dem Weg
nach Luxor, um einen Anschlag zu verüben.
04:20 SWR: Leute night
Beim Biobauern Sepp Holzer wachsen in den österreichischen
Bergen in 1400 Meter Höhe Kirschen und Kiwis, Aprikosen und Zitronen. Und
zwar ohne Dünger und chemische oder technische Hilfsmittel. Sein Geheimnis:
er hört auf die Pflanzen und Tiere und lenkt die Natur. Inzwischen wird
Sepp Holzer wie ein Guru verehrt, seine Methoden der unkonventionellen Mischlandwirtschaft
weltweit umgesetzt. Sein neuster Coup: ein Buch über Heilverfahren mit
Pflanzen und Kräutern: "Wo
ein Wille da ein Weg. Naturheilwissen, Erfahrung & Kräuterpraxis des
Agrar-Rebellen"
hat er es genannt. Seine feste Überzeugung ist, dass man in jedem Umfeld
auf naturnahe Ernährung und altes Kräuterwissen zurückgreifen
kann. Er erzählt seine Erfahrungen mit der Kräutermedizin, mit der
Schulmedizin, die ihm nicht weitergeholfen hat, seine Rückkehr zur Natur
und zu den Kräutern und gibt Anleitungen zum Kräuteranbau in der Permakultur
(Kräuterberg, Kräuterschlangen, Kräuter-Krainerwand, etc.). Auf
der beiliegenden Audio CD erzählt Sepp Holzer über die Holzer`sche
Permakultur, Naturheilkunde, positive und negative Energie für Tier und
Mensch, seine Wünsche für die Zukunft sowie zwei Ankedoten aus der
bäuerlichen Welt.
05:20 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 19:20 Uhr


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