Bücher im Fernsehen, Freitag 17.11.06
| Besprochene Titel: Michael Good: Die Suche. Karl
Plagge, der Wehrmachtsoffizier, der Juden rettete
Themen: |
| Programmschema: |
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| 06:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 08:00 | arte: Kultur |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 09:05 | 3sat: Kulturzeit |
| 11:15 | RBB: Stilbruch |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 13:00 | MDR: artour |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 20:00 | arte: Kultur |
| 22:00 | NDR/HR: 3nach9 |
| 22:01 | SWR: Nachtcafé |
| 22:35 | ZDF: aspekte |
| 23:30 | SWR: Nachtkultur |
| 00:00 | SWR: Literatur im Foyer |
| 04:35 | SWR: Leute night |
06:20 3sat Kulturzeit
Wiederholung vom Vorabend
Ähnlich wie Oskar Schindler rettete in Wilna Karl Plagge hunderten von
Juden das Leben, indem er sie als unabkömmlich für sein Arbeitslager
erklärte. Als die SS das Lager ein Jahr später komplett übernimmt,
warnt er die Juden, so dass sie sich rechtzeitig verstecken können. Unter
den Juden, die auf diese Art überleben, ist auch die heute 77jährige
Pearl Good. Ihr Sohn Michael Good hat sich daran gesetzt und
alles recherchiert, was es über den Major Plagge zu wissen gab. Sein Buch
"Die
Suche. Karl Plagge, der Wehrmachtsoffizier, der Juden rettete"
berichtet von seiner Spurensuche. (mehr...)
Für manchen ist es vielleicht nicht hilfreich, ständig mit den eigenen
Vorfahren verglichen zu werden. "Onkel Herbert war genauso" ist ein
Satz, dessen Bedeutungskontext nur in Maßen einleuchtet. Frans
de Waal geht nun einen entscheidenden Schritt weiter. Er versucht,
ganz im Sinne Darwins, unser Verhalten anhand von Beobachtungen an Primaten
zu erklären. "Der
Affe in uns. Warum wir sind, wie wir sind"
zeigt zumindest auf, das unsere Art, auf unser Umfeld zu reagieren, so modern
nun auch wieder nicht ist, wie wir uns das zuweilen einreden. Und sein Vergleich
zwischen Primaten, Managern und Politikern ist für mehr als ein Schmunzeln
gut. (mehr...)
Weitere Themen
- Die unterschätzte Gefahr. Sexualforscher Günther Amendt über die neuen Wege von Aids
- Andrea Stakas Emigrantinnendrama «Das Fräulein»
08:00 arte: Kultur
Wiederholung vom Vorabend. Keine Buchtipps. Dafür:
- Der belgische Sänger Arno
- Rücktritt Michael Schindhelms als Generaldirektor der Berliner Opern-Stiftung
- Tate Britain zeigt Hohlbein
- "Picasso und der Zirkus" im Picasso-Museum Barcelona
09 :00 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
09:05 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 6:20 Uhr
11:20 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
11:15 RBB: Stilbruch
Wiederholung vom Vortag
Das Leben der Katharina Pringsheim ist Thema eines Romans, den der Tübinger
Professor Walter Jens zusammen mit seiner Frau Inge
geschrieben hat. Mit diesem Buch "Frau
Thomas Mann"
haben es die beiden sogar auf die Bestsellerliste geschafft. Jetzt haben sie
einen zweiten Band, "Katias
Mutter. Das außerordentliche Leben der Hedwig Pringsheim
"
nachgelegt.
Weitere Themen:
- Der "neue Bond": Berliner Schauspieler als gefährlicher Feind von 007
- Internationaler Beifall: "Young @ Heart" rocken die Bühnen heiß
- FilmFestival Cottbus - Schwerpunkt: Filme aus Rumänien
- Im Hinterzimmer der Macht - Zehn Jahre "Café Einstein" Unter den Linden
- Vorsicht Kultur!
13:00 MDR: artour
Leben mit Hartz 4 heißt gut rechnen können. Und da immer mehr Menschen
in die Arbeitslosigkeit abdriften, teilen sich auch immer weniger Menschen den
Reichtum. Dem Rest bleibt ein Leben am Existenzminimum. Ähnlich wie west.art
eine halbe Stunde später beschäftigt sich auch artour mit dem neuen
Buch von Nadja Klinger und Jens König
"Einfach
abgehängt".
Darin werden Menschen porträtiert, die aus irgendwelchen Gründen aus
dem normalen Erwerbsleben herausgepurzelt sind. Und die nun ganz unten leben.
Zu zeigen, dass dies nicht nur ein Problem der Betroffenen ist, sondern jeden
berührt, ist eine der Stärken dieses Buches.
Stefan Zweig wurde vor 125 Jahren, am 28. November 1881, in
Wien geboren. Grund genug, in artour auf sein Leben zurückzublicken: auf
seine Bücher "Vergessene Träume" und "Sternstunden
der Menschheit",
und auf seinen Selbstmord 1942 in Brasilien, aus Trauer über das, was sich
im Europa jener Jahre abspielte. Als Jude hat er sich nie gesehen. Seine Eltern
waren nicht religiös, er selbst empfand sich bestenfalls als "Juden
aus Zufall".
Weitere Themen:
- Die Bosnische Pyramide: Weltwunder oder Laune der Natur?
- Geschichte Mitteldeutschlands: Reinhard Heydrich - Der Henker aus Halle
- Milos Formans Meisterwerk: "Goyas Geister"
19:20 3sat: Kulturzeit
Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren. Schauen Sie doch einfach mal auf der Homepage zur Sendung nach. Geplant sind zunächst folgende Themen:
- Leichen für eine tote Stadt. Plastinator Gunther von Hagen in Guben
- Hans Haacke
- Hörbuch-Tipps
20:00 arte: Kultur
Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.
22:00 NDR/HR: 3nach9
Gäste: Gerhard Schröder, Ex-Bundeskanzler, Jan Josef Liefers, Schauspieler, Karl-Otto Dummer, Überlebender der 'Pamir'-Katastrophe, Sabine Kuegler, Autorin / Dschungelkind, Werner Schneyder, Kabarettist, Wolf von Lojewski, Journalist und Yvonne Catterfeld, Schauspielerin und Sängerin.
Folgende aktuelle Bücher der Gäste sind derzeit lieferbar:
- Gerhard Schröder: Entscheidungen.
Mein Leben in der Politik
- Karl-Otto Dummer: Viermastbark
Pamir
- Sabine Kuegler: Dschungelkind
/ Ruf des Dschungels
- Werner Schneyer: Ich,
Werner Schneyder. Meine 12 Leben
- Wolf von Lojewski: Der schöne Schein der Wahrheit. Politiker, Journalisten und der Umgang mit den Medien
22:01 SWR: Nachtcafé
Thema: "Von Draufgängern und Angshasen"
Gäste im Studio: Ralf Moeller, Jutta Kleinschmidt, Stephan Grünewald, Reinhard Schweitzer, Peter Wigbers, Ruht Baunach, Dennis Besseler
Zwei der Gäste sind wegen ihrer Bücher, bzw. der darin geschilderten
Erfahrungen dabei. Stephan Grünewald beschreibt in seinem
Buch "Deutschland
auf der Couch. Eine Gesellschaft zwischen Stillstand und Leidenschaft",
was heraus kommt, wenn man Tausende von Deutschen auf die Couch legt und sie
nach Ihren Wünschen, Hoffnungen und Ängsten befragt. Seiner Meinung
nach gehen den Deutschen die Visionen verloren. Zwar sind sie - solange noch
im Arbeitsalltag - hektisch produktiv. Dafür fehlt ihnen aber ein großes
Ziel, auf das sie allen Widerständen zum Trotz zugehen. Ständige Überforderung,
gepaart mit einer latenten Sinnlosigkeit führten zu einem Zustand, den
er als "rasenden Stillstand" beschreibt.
Nicht weniger treffend geht es bei Peter Wigbers zu, der sehr persönlich
über seinen Niedergang und die damit ausgelöste Angstattacken redet.
Und darüber, wie er sich aus dem Schlamassel wieder befreite. Für
viele gilt sein Buch "Apunkt.
Angst",
das er unter dem Namen Peter Oehlerking veröffentlichte,
als eines der besten, weil am tiefsten gehenden zu diesem Thema. Selten wurde
das Krankheitsbild der Angstattacken so plastisch und miterlebbar geschildert.
22:35 ZDF: aspekte
Geplante Themen:
- Was Ghetto-Kids James Bond beibrachten: Der Trendsport "Parkour"
- Politkunst-Veteran: Hans Haacke provoziert noch immer
- SOKO Literatur: Polizisten schreiben
- Nobelpreisträger Joseph Stiglitz kritisiert den globalen Kapitalismus
Die Sendung ist zeitgleich auch als Video-Livestream im Internet zu sehen.
23:30 SWR: Nachtkultur
Der österreichische Fotorgraf Erich Lessing war 1956
viel im Ostblock unterwegs. Immer getrieben von der Erwartung, dass im Osten
etwas wichtiges passieren würde, überredete er das Magazin "Life"
dazu, ihn als Fotoreporter für die DDR, Polen, die Tschechoslowakei und
Ungarn zu engagieren. Die Ereignisse gaben ihm Recht. Jetzt erscheint ein reich
kommentierter Bildband, der seine Fotos vor, während und nach dem Ungarnaufstand
vereint. "Budapest
1956. Die ungarische Revolution"
heißt er. (mehr...)
Im Januar 2007 nähert sich der 50. Todestag von Humphrey Bogart. Anlass
genug für eine neue Biografie - die erste autorisierte überhaupt.
Viele neue Fotos, einige private Dokumente und Details, die bisher vergraben
waren, nun aber dank der Hilfe von Bogeys letzter Ehefrau Lauren Bacall und
ihrem gemeinsamen Sohn Steve ans Licht kommen. Ein Muss für jeden Fan,
und sicherlich ein lesenswertes Buch für jeden Filmfan. Denn "Africa
Queen", "Casablanca" und "Der Schatz der Sierra Madre"
und viele andere nennenswerte Streifen gehören dank Bogard zu den Klassikern
des Filmgenres. "Bogart.
Die erste autorisierte Biografie"
vom Filmkritiker, Dokumentarfilmer und Kinohistoriker Richard Schickel.
(mehr...)
Weitere Themen:
- Zwischen Moral und Geschäft. Tauziehen um deutsche Raubkunst
- Das Geheimnis der Bilder. Bibelübermalungen von Arnulf Rainer
- Kino im Kopf!. Die ARD Hörspieltage im ZKM in Karlsruhe
00:00 SWR: Literatur im Foyer
Zorn und Zeit. Politisch-psychologischer Versuch, so nennt Peter Sloterdijk
seine Umdeutung der Weltgeschichte. Er hat sie neu geschrieben, aus der Perspektive
des Zorns. Unsere Geschichte erscheint hier als ein Prozess der Zähmung
elementarer menschlicher Regungen: Am Anfang steht die Wut des Achilles. Am
Ende versammeln sich die Zukurzgekommenen unserer Gesellschaften bei den "Zornsparkassen",
bei denen die Wut der Ohnmächtigen angelegt wird. Ein großer Wurf.
Eine kühner Gedankenflug. Überhaupt: Eine strittige Geschichte.
04:35 SWR: Leute night
Uwe-Karsten Heye war Regierungssprecher unter Gerhard Schröder
und während der rot-grünen Koalition einer seiner engsten und wichtigsten
Berater. Unter Journalisten gilt Heye deshalb auch als eine Art "Ghostwriter"
der Schröder'schen Autobiografie "Entscheidungen". Heute engagiert
sich Heye besonders im Verein "Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland!"
Heye warnt vor Neonazis und hat mit seiner Aussage, Schwarzafrikaner sollten
bestimmte Gegenden in Ostdeutschland unter allen Umständen meiden, eine
erregte Debatte ausgelöst.
Im Februar nun veröffentlichte er seine Familiengeschichte unter dem Titel
"Vom Glück nur ein Schatten": Die Eltern von Uwe-Karsten Heye, durch Krieg und Flucht auseinander
gerissen, leben zwanzig Jahre in dem Glauben, dass ihre Angehörigen umgekommen
seien. Als sie sich schließlich unverhofft wieder begegnen, müssen
sie feststellen, dass die schwere Zeit sie beide so verändert hat, dass
sie keinen Zugang mehr zueinander finden. Dieses Schicksal steht stellvertretend
für das vieler Ostflüchtlinge am Ende des Zweiten Weltkriegs.
(Alle Texte auf dieser Seite unter Nutzung der Sender- und Verlagsangaben - und daher ohne Gewähr)


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