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Name:Ennka
Location:Hamburg, Germany

Sonntag, November 05, 2006

Bücher im Fernsehen, Sonntag 05.11.06


Besprochene Titel:

Karl Dall: Auge zu und durch
Ulrike Sommer: Die Gattin
Michael Haller (Hg.): Das freie Wort und seine Feinde - Zur Pressefreiheit in den Zeiten der Globalisierung
Martin Huchhuth: Die Meinungsfreiheit im System des Grundgesetzes
Medienrecht und Meinungsfreiheit in Russland.
Bodo Plachta: Zensur
Anna Politkowskaja: In Putins Russland
Kristina Borjesson (Hg.): Zensor USA. - Wie die amerikanische Presse zum Schweigen gebracht wird
Thomas Zimmermann: Meinungs- und Pressefreiheit - Chancen und Gefährdung
Ayaan Hirsi Ali: Ich klage an / Mein Leben, meine Freiheit
Otto Kallscheuer: Die Wissenschaft vom lieben Gott
Lisa Randell: Das verborgene Universum
William Easterly: Wir retten die Welt zu Tode
Gerhard Schröder: Entscheidungen
Silvia Bovenschen: Älter werden
Al Gore: Eine unbequeme Wahrheit
Walter Wippersberg: Einiges über den lieben Gott. Wo er erfunden wurde und wohin das geführt hat
Peter Prange: Werte - von Plato bis Pop
Dieter Hildebrandt: Ich musste immer lachen
Rudranghsu Mukherjee: Indien einst und jetzt
Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Ernst-Wilhelm Händler: Die Frau des Schriftstellers
Karl Heinz Metz: Ursprünge der Zukunft
Tommy Jaud: Vollidiot
Ernst Augustins: Die Schule der Nackten
Harald Martenstein: Vom Leben gezeichnet
Robert Gernhardt: Hell und schnell
Hilmar Thate: Neulich, als ich noch Kind war
Wolf Biermann: Heimat
Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren
Dietmar Dath: Dirac
Stephen Clarke: Ein Engländer in Paris – mein Jahr mit den Franzosen
Robert Harris: Imperium

Themen:

Einsatz unter Lebensgefahr - Wenn Wahrheitssuche zur Mutprobe wird!
Klaus Mann
Festival: Literatur im Nebel - Salman Rushdie
Bestseller Belletristik im Oktober

Programmschema:
09:05 3sat: Lyrik für alle
09:15 BR: Capriccio
10:15 3sat: Treffpunkt im Unendlichen
11:00 WDR: west.art am Sonntag
11:45 BR: Lesezeichen
18:00 3sat: bookmark
18:05 arte: metropolis
18:30 3sat: Literatur im Nebel
23:00 Das Erste: ttt-titel, thesen, temperamente
23:30 Das Erste : Druckfrisch
00:00 WDR: Was liest Du?
01:35 NDR: Talkshow
01:25 SWR: Frank Elstner: Menschen der Woche

 

09:05 3sat: Lyrik für alle

54. Georg Weerth

Die Biografie Georg Weerths (1822-1856), den Friedrich Engels einmal "den ersten und bedeutendsten Dichter des deutschen Proletariats" genannt hat, begann als unpolitischer Poet, bevor er 1843 als Textilkaufmann in England mit den schlimmen Folgen der industriellen Revolution konfrontiert wurde. Im April 1848 geht er mit Engels und Marx nach Köln, um bei der Gründung der Neuen Rheinischen Zeitung mitzuhelfen. In dieser Zeit publiziert er auch seine Satire auf den Adel Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphanski; als Vorlage diente Weert der Fürst Felix Lichnowski. Als dieser im September 1848 ermordet wird, bringt das Weerth ein Verfahren wegen Verunglimpfung des Verstorbenen ein. Er wird für schuldig befunden und zu drei Monaten Haft und zum Verlust seiner Bürgerrechte auf fünf Jahre verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe und enttäuscht vom Scheitern der Revolution veröffentlicht Weerth nichts Literarisches mehr.

 

09.15 BR: Capriccio

Wiederholung vom Donnerstag. Laut Programmvorschau ohne Buchbesprechungen.

 

10.15 3sat: Treffpunkt im Unendlichen

Die Lebensreise des Klaus Mann. Film von Heinrich Breloer. Erstsendung 29.10.1983

Ein Sohn war Thomas Mann "poesievoller" als eine Tochter, denn er empfand ihn viel stärker als "eine Fortsetzung und Wiederbeginn meiner selbst unter neuen Bedingungen". Vom Tage seiner Geburt an, dem 18. November 1906, war sein Sohn Klaus deshalb ein Gegenstand allerhöchsten Interesses und unterstand genauester Beobachtung.
Auf den Spuren Klaus Manns, dem ältesten Sohn von Thomas Mann, reiste Heinrich Breloer vier Wochen lang durch Europa, um in Gesprächen mit Familienmitgliedern und anderen Weggefährten die bisher ungeschriebene Lebensgeschichte von Klaus Mann aufzuzeichnen. In dem dabei entstandenen Film, der nach einem Werk Klaus Manns den Titel "Treffpunkt im Unendlichen" trägt, kommen unter anderen Klaus Manns Geschwister Golo und Monika Mann sowie das einstige Hausmädchen der Familie zu Wort.

 

11:00 WDR: west.art am Sonntag:

Thema: Einsatz unter Lebensgefahr - Wenn Wahrheitssuche zur Mutprobe wird!

Wer die Wahrheit sagt, lebt unter Umständen gefährlich. Das haben erst kürzlich die Morde an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja und zwei Deutsche Welle-Mitarbeitern gezeigt. Immer wieder nehmen Menschen die Gefahr im Dienste einer guten Sache bewusst in Kauf. Doch wie geht man mit der Angst um? west.art am sonntag spricht über den Mut, sich nicht mit den Verhältnissen abzufinden.

Die Buchtipps zur Sendung:

 

11:45 BR: Lesezeichen

Dieter Hildebrandt, ein "Klassiker" des deutschen Kabaretts, wird im nächsten Jahr 80 Jahre alt. Er ist immer noch ununterbrochen auf Tour: Ein Bühnenleben an der Scherzgrenze. Jetzt erscheinen die Erinnerungen des gebürtigen Schlesiers: 50 Jahre Zeitgeschichte als Kabarettgeschichte. Jetzt erscheinen seine Erinnerungen mit dem Titel "Ich musste immer lachen" - ein wunderbar doppeldeutiger Titel, denn der Zwang, immer humorvoll sein zu müssen, ja nicht notwendig nur positive Seiten. Hildebrandt war von Anfang an zum Schießen, doch er zielte immer nach oben. (mehr...)

Die faszinierende Vielfalt Indiens in einem prächtigen Bildband von Rudrangshu Mukherjee und Vir Sanghvi mit quasi zwei Anfängen, denn man kann es vorn und hinten zu lesen beginnen: "Indien einst" und "Indien jetzt". Die reiche Vergangenheit des Subkontinents wird ebenso veranschaulicht wie die vielgestaltige farbige Gegenwart in all ihren Facetten, umrahmt von klugen Reportagen namhafter indischer Journalisten. (mehr...)

Der Regensburger Autor Ernst-Wilhelm Händler verknüpft in seinen Büchern auf einzigartige Weise aktuelle Themen der Wirtschaft und Gesellschaft mit philosophischen Fragestellungen. Sein neuer Roman "Die Frau des Schriftstellers" hat den Literaturbetrieb zum Thema. ein Roman, angesiedelt mitten im Literaturbetrieb, der ziemlich süffig beginnt, uns schnell in einen unentrinnbaren Strudel geistiger Abenteuer lockt und dabei alle Möglichkeiten des Schreibens sehr konsequent auslotet. (mehr...)

Geschichten der Technik erzählen üblicherweise, welche Erfindungen wann getan und wie genutzt wurden. Der Erlanger Historiker Karl Heinz Metz hat darüber hinaus gehend die lange menschliche Entwicklung systematisch gebündelt: sein aktuelles Buch Ursprünge der Zukunft. Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation ist eine anspruchsvolle - und faszinierende Lektüre. (mehr...)

Was deutsche Auswanderer in die Welt getragen haben, das sind neben ihrer Lebensart auch wichtige Worte, die fast überall verstanden werden. Ein Phänomen, das der Sprachwissenschaftler Germanismus nennt. (mehr...)

 

13:30 3sat: Literatur im Foyer

mit Thea Dorn. Gast: Ayaan Hirsi Ali. Erstsendung 27.10.2006

Der Mord an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh zerstört alle Träume von multikultureller Toleranz. Eigentlich galt der Schuss Ayaan Hirsi Ali. Die liberale Abgeordnete, Kämpferin für Freiheit und die Rechte der muslimischen Frauen, hat das Drehbuch für van Goghs islamkritischen Film "Submission" geschrieben, den Auslöser des Attentats. Ihre Streitschrift "Ich klage an" wurde weltweit ein aufrüttelnder Bestseller. In ihrem neuen Buch "Mein Leben, meine Freiheit" erzählt sie zum ersten Mal ihre Lebensgeschichte.
Thea Dorn stellt Ayaan Hirsi Ali und ihre Autobiografie vor.

 

18:00 3sat: bookmark

In seinem neuen Buch "Die Wissenschaft vom lieben Gott", erschienen im Eichborn-Verlag, spottet der Politikwissenschaftler und Philosoph Otto Kallscheuer über Päpste und Jesuiten und über die "Lifestyle-Spiritualität" der Kirchentage. In seiner "Theologie für Recht- und Andersgläubige, Agnostiker und Atheisten" - so der Untertitel - untersucht Kallscheuer kritisch, humorvoll und mit großer Fachkenntnis sowohl die Positionen der großen Kirchenlehrer von Augustinus bis Ratzinger, als auch die von fast vergessenen Außenseitern wie Nikolaus von Kues und Karl Barth. Er stellt die wichtigsten Glaubensfragen und vergleicht, wie die verschiedenen Hochreligionen darauf antworten.

Einmal kurz ins Bild gehalten und empfohlen hat Moderator Helmuth Markwort das neue Buch von Walter Wippersberg: Einiges über den lieben Gott. Wie er erfunden wurde - und wohin das geführt hat. Ausführlichere Lesetipps zum Thema der Sendung, Relgion, gibt es wie immer auf der Homepage zur Sendung. Dort können Sie auch an der Verlosung eines von drei Exemplaren des in der Sendung besprochenen Buches von Otto Kallscheuer teilnehmen (zur Verlosung).

Die Harvard-Physikerin Linda Randall sorgt mit ihrem Buch Verborgene Universen. Eine Reise in den extradimensionalen Raum für Furore. Die beobachtbare Welt, so ihre Hypothese, ist nur eine von vielen Inseln inmitten eines höherdimensionalen Raums. Nur ein paar Zentimeter weiter könnte es ein anderes Universum geben, das für uns unerreichbar bleibt, da wir in unseren drei Dimensionen gefangen sind. Sie führt Relativität, Quantenmechanik, Gravitation und eine weiterentwickelte Stringtheorie zusammen, zeichnet ein das Denken revolutionierendes Bild sich durchdringender, überlagernder und verwerfender »Multiversen« – und zeigt, wie man diese bizarr anmutenden Dinge experimentell beweisen könnte. (mehr...)

Obwohl der Westen Milliarden Dollar in die Entwicklungshilfe investiert, stehen die meisten der mit gut gemeinten Hilfsmaßnahmen bedachten Regionen keineswegs besser da als zuvor. Das Buch Wir retten die Welt zu Tode von William Easterly ist eine kritische Bestandsaufnahme der Arbeit von Weltbank, WTO und Co. und ein engagiertes Plädoyer für einen Kurswechsel im Kampf gegen die Armut. (mehr...)

Frei heraus ohne staatsmännische Diplomatie: In seiner politischen Autobiografie Entscheidungen. Mein Leben in der Politik – Schwerpunkt: die Regierungsjahre – offenbart Gerhard Schröder seine Sicht, seine Wahrheit, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. (mehr...)

Älter werden von Silvia Bovenschen gibt persönlich erzählend, räsonierend und kommentierend einen Rückblick auf das gelebte Leben und einen Ausblick auf möglicherweise Kommendes. Diese erzählten Erinnerungen und gedanklichen Spiele fügen sich zu einem poetischen Bericht über eines der zentralen Themen unserer Zeit. (mehr...)

Überall auf dem Globus – an schwindenden Gletschern, Ausdehnung der Wüsten und Zunahme der Wetteranomalien – bezeugt die Welt eine nicht zu leugnende Wahrheit: Die Zyklen der Natur befinden sich in einem Prozess tief greifender Veränderung.“ Unter dem Titel „An Inconvenient Truth“ lief in den USA ein sehr erfolgreicher Dokumentarfilm – mit Al Gore als Hauptdarsteller. Das dazugehörige Buch Eine unbequeme Wahrheit mit einer Fülle eindrucksvoller Fotos und Grafiken stürmte schon bald nach seinem Erscheinen die US-Bestsellerlisten. (mehr...)

 

18:05 arte: metropolis

Die Wertediskussion ist in vollem Gange. Die einen reden von der Notwendigkeit einer Leitkultur, andere von einer unredlichen Gesellschaft, einer wertelosen Zeit. Ein Thema, das auch immer mehr im Literaturbetrieb Beachtung findet. Gerade neu erschienen ist Peter Pranges Kompendium „Werte - von Plato bis Pop: alles, was uns verbindet“.
„Alle suchen nach Werten, dabei sind sie längst da..., in Europa zumindest seit Sokrates“, sagt Peter Prange, der in seinem Buch 20 Thesen- und Gegenthesen aufeinander treffen lässt, die charakteristisch für das europäische Denken sind. Er macht deutlich, dass es kaum einen Lebensbereich gibt, über den in den vergangenen zweieinhalbtausend Jahren nicht ausführlich nachgedacht wurde - über Toleranz und Prinzipientreue ebenso wie über Glück und Askese, Leben und Sinn.

 

18:30 3sat: Literatur im Nebel

Salman Rushdie an einem Ende der Welt. Dokumentation von Rubina Möhring. Wiederholung vom 26.10.2006

Wenn sich im Herbst der Nebel über das nördliche Waldviertel senkt, verleitet dies zur Introspektion. "Literatur im Nebel" heißt deshalb das neue Literaturfestival, das im Oktober 2006 erstmals in Heidenreichstein ausgetragen wird: ein Literaturfest für und rund um herausragende Schriftsteller. In diesem Jahr dreht sich alles um den britisch-indischen Schriftsteller Salman Rushdie.
"Literatur im Nebel - Salman Rushdie an einem Ende der Welt" porträtiert Salman Rushdie in Heidenreichstein.

 

23:00 Das Erste: ttt - titel, thesen, temperamente

Das könnte eine spannende Sendung werden, leider ist der Sender ein wenig zurückhaltend mit den Informationen. Als Themen geplant:

7 Jahre nach dem Columbine Attentat: Was die Tagebücher der Täter enthüllen

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod! Erfolgsautor Bastian Sick und seine Grammatik-Show

Woody Allen Exklusiv! Das Interview zu seinem neuen Film

 

23:30 Das Erste: Druckfrisch

Für die „Druckfrisch“-Sendung am Sonntag, 5. November 2006, um 23.30 Uhr im Ersten begibt sich Moderator Denis Scheck in ein israelisches Kibbuz, um über die Neuerscheinung von Wolf Biermann zu sprechen. In einem israelischen Kibbuz trifft Denis Scheck den Schriftsteller und Liedermacher Wolf Biermann, der hier seit seinem entschiedenen Eintreten für Israel nach dem ersten Golfkrieg häufig zu Gast ist. Jetzt, zu seinem 70. Geburtstag, erscheint sein neuer Gedichtband „Heimat“, in dem er über sein Leben, seine jüdischen Wurzeln, das Älterwerden, die Liebe zu Frauen und über Heimat philosophiert, eine Heimat, die Wolf Biermann an mehreren Orten gefunden hat.

Ein Sommergewitter, eine Teenagerliebe mit „Silbersternchen-Orgasmus“ und ein Vulkanausbruch: Denis Scheck spricht mit dem Krimiautor Wolf Haas, der eine skurrile Liebesgeschichte als Dialog zwischen Schriftsteller und Literaturkritiker inszeniert. „Das Wetter vor 15 Jahren“ erzählt von einer Jugendliebe, die durch dramatische Ereignisse unterbrochen wird und unter abenteuerlichen Umständen wieder aufflammt. Haas packt die Geschichte in ein fiktives Interview, wobei er den Liebesroman als Genre, den Literaturbetrieb sowie den Umgang von Medien und Künstlern miteinander elegant-kritisch hinterfragt. (Zu dem Buch gibt es eine Hörprobe und ausführliche Rezension, sowie Links zu weiteren Online-Rezensionen hier im Literaturblog.)

Wie üblich im Büchermagazin im Ersten kommentiert Denis Scheck die aktuelle Bestsellerliste, spricht diesmal in einer Kölner Buchhandlung persönliche Empfehlungen aus und sagt auch, welche Bücher reine Zeitverschwendung sind. In der Buchhandlung empfiehlt Denis Scheck: Dietmar Dath: "Dirac" und Stephen Clarke: "Ein Engländer in Paris - mein Jahr mit den Franzosen".

Selten gelingt die Quadratur des Kreises in der Literatur: nämlich ein spannender Unterhaltungsroman zu sein, der gleichzeitig bildet und amüsiert: Ein Mann will nach oben, so könnte man die Handlung zusammenfassen. Diese Geschichte ist schon oft erzählt worden und doch brandaktuell – und das, obwohl es vor 2000 Jahren spielt, in einer Zeit, als man Sklaven hielt, anderen Göttern opferte als wir heute und Gladiatoren in Amphietheatern verheizte. "Imperium" heißt dieser Roman, geschrieben hat ihn der Brite Robert Harris. Es geht um eine der erstaunlichsten politischen Karrieren aller Zeiten: nämlich um die Karriere des Marcus Tullius, genannt Cicero, der im 1. Jahrhundert vor Christus zu einem der einflussreichsten Männer der einzigen echten Weltmacht aufstieg: des antiken Roms. (mehr...)

Daneben kommentiert er gewohnt bissig die aktuelle Bestsellerliste Belletristik. Die Kommentare seines "unendlichen Kampfes gegen die verderbliche Schundliteratur" können Sie schon jetzt auf der Homepage zur Sendung nachlesen.

 

00:00 WDR: Was liest Du? Literarische Comedy mit Jürgen von der Lippe

Die neue Staffel "Was liest du" begint am 25. November. Bis dahin wiederholt der WDR die Highlights der vergangenen Jahre. In der zweiten Folge von "Was liest du? Das Beste!" stellen neben Gastgeber Jürgen von der Lippe die Kollegen Jochen Busse und Hape Kerkeling ihre "komischen" Lieblingsbücher vor.

Comedian und Entertainer Hape Kerkeling widmet sich "Vollidiot", dem Erstlingswerk des Kölner Comedy-Autors Tommy Jaud. Obwohl Hape Kerkeling keinen Hehl daraus macht, dass er die Hauptfigur nicht hundertprozentig sympathisch findet ("Er ist ein Arschloch"), hat es ihm dieses Buch doch sehr angetan. Kein Wunder, bergen die vergeblichen Kontaktaufnahmen des sexuell ausgehungerten Singles Simon doch jede Menge humoristisches Potenzial.

Comedian und Schauspieler Jochen Busse bereichert mit Ernst Augustins "Die Schule der Nackten" die illustre Leserunde um eine weitere ausgesprochen delikate Note. Der Roman sei definitiv "genitalbetont", befindet Jürgen von der Lippe mit Kennerblick, und tatsächlich: Was der betagte Held Alexander während eines Sommers im FKK-Bereich einer Münchner Badeanstalt so alles zu sehen bekommt, wird von dem 78jährigen Romancier überaus liebevoll und buchstäblich bis ins allerkleinste Detail beschrieben.

Jürgen von der Lippe bringt Harald Martenstein ins Spiel. Der ist Reporter beim Berliner Tagesspiegel und schreibt für "Die Zeit" hinreißend komische Kolumnen, die sich in "Vom Leben gezeichnet" in konzentrierter Form wieder finden.

Zudem sorgen wieder einige Gedichte aus Robert Gernhardts "Hell und schnell" für viel Vergnügen beim Publikum.

01.25 SWR: Frank Elstner: Menschen der Woche

Wiederholung vom Vortag
Seine Autobiographie heißt: "Auge zu und durch - aus dem Leben eines deutschen Komik-Anarchisten". Seit fast vierzig Jahren steht Karl Dall in der ersten Reihe der deutschen Komikerkollegen. In dieser Zeit erlebte er zwei Karrieren: Zwölf Jahre war er mit dem Anarcho- und Spaßquartett Insterburg & Co. unterwegs, dann, im öffentlichrechtlichen und privaten Fernsehen, zuständig für die »garantiert unangepassten« Sendungen (»Dall-As«, »Verstehen Sie Spaß«, »Karls Kneipe«).

Die Ehefrau von DGB-Chef Michael Sommer zeigt in ihren Polit-Thrillern, wie spannend Berliner Politik, wie menschlich die Akteure und wie verschlungen die Wege der Intrige sein können. Ulrike Sommer will das Genre Polit-Thriller auch in Deutschland salonfähig machen. Ihr aktueller Roman heißt "Die Gattin" (Knaur-Verlag).

 

01:35 NDR: Herman & Tietjen

Wiederholung vom Freitag
Eine tragende Rolle spielt Literatur in dieser Sendung nicht. Von den zahlreichen Gästen (Barbara Eligmann, Cornelia Poletto, Elisabeth Lanz, Hilmar Thate, Martin 'Maddin' Schneider, Volker Beck, Norman Stadler, Walter Wüllenweber, Ludger Pistor) ist lediglich Hilmar Thate anwesend, um seine Autobiografie "Neulich, als ich noch Kind war" vorzustellen. Immerhin verkörpert er fünf Jahrzehnte deutscher Theater- und Filmgeschichte – ein reiches Leben, voll an Anekdoten, Begegnungen, Erinnerungen. (mehr...)

 

(Alle Texte auf dieser Seite unter Verwendung der Original-Senderinformationen!)