Bücher im Fernsehen, Sonntag 05.11.06
| Programmschema: |
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| 09:05 | 3sat: Lyrik für alle |
| 09:15 | BR: Capriccio |
| 10:15 | 3sat: Treffpunkt im Unendlichen |
| 11:00 | WDR: west.art am Sonntag |
| 11:45 | BR: Lesezeichen |
| 18:00 | 3sat: bookmark |
| 18:05 | arte: metropolis |
| 18:30 | 3sat: Literatur im Nebel |
| 23:00 | Das Erste: ttt-titel, thesen, temperamente |
| 23:30 | Das Erste : Druckfrisch |
| 00:00 | WDR: Was liest Du? |
| 01:35 | NDR: Talkshow |
| 01:25 | SWR: Frank Elstner: Menschen der Woche |
09:05 3sat: Lyrik für alle
54. Georg Weerth
Die Biografie Georg Weerths (1822-1856), den Friedrich Engels einmal "den ersten und bedeutendsten Dichter des deutschen Proletariats" genannt hat, begann als unpolitischer Poet, bevor er 1843 als Textilkaufmann in England mit den schlimmen Folgen der industriellen Revolution konfrontiert wurde. Im April 1848 geht er mit Engels und Marx nach Köln, um bei der Gründung der Neuen Rheinischen Zeitung mitzuhelfen. In dieser Zeit publiziert er auch seine Satire auf den Adel Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphanski; als Vorlage diente Weert der Fürst Felix Lichnowski. Als dieser im September 1848 ermordet wird, bringt das Weerth ein Verfahren wegen Verunglimpfung des Verstorbenen ein. Er wird für schuldig befunden und zu drei Monaten Haft und zum Verlust seiner Bürgerrechte auf fünf Jahre verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe und enttäuscht vom Scheitern der Revolution veröffentlicht Weerth nichts Literarisches mehr.
09.15 BR: Capriccio
Wiederholung vom Donnerstag. Laut Programmvorschau ohne Buchbesprechungen.
10.15 3sat: Treffpunkt im Unendlichen
Die Lebensreise des Klaus Mann. Film von Heinrich Breloer. Erstsendung 29.10.1983
Ein Sohn war Thomas Mann "poesievoller" als eine Tochter, denn er
empfand ihn viel stärker als "eine Fortsetzung und Wiederbeginn meiner
selbst unter neuen Bedingungen". Vom Tage seiner Geburt an, dem 18. November
1906, war sein Sohn Klaus deshalb ein Gegenstand allerhöchsten Interesses
und unterstand genauester Beobachtung.
Auf den Spuren Klaus Manns, dem ältesten Sohn von Thomas Mann, reiste Heinrich
Breloer vier Wochen lang durch Europa, um in Gesprächen mit Familienmitgliedern
und anderen Weggefährten die bisher ungeschriebene Lebensgeschichte von
Klaus Mann aufzuzeichnen. In dem dabei entstandenen Film, der nach einem Werk
Klaus Manns den Titel "Treffpunkt im Unendlichen" trägt, kommen
unter anderen Klaus Manns Geschwister Golo und Monika Mann sowie das einstige
Hausmädchen der Familie zu Wort.
11:00 WDR: west.art am Sonntag:
Thema: Einsatz unter Lebensgefahr - Wenn Wahrheitssuche zur Mutprobe wird!
Wer die Wahrheit sagt, lebt unter Umständen gefährlich. Das haben erst kürzlich die Morde an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja und zwei Deutsche Welle-Mitarbeitern gezeigt. Immer wieder nehmen Menschen die Gefahr im Dienste einer guten Sache bewusst in Kauf. Doch wie geht man mit der Angst um? west.art am sonntag spricht über den Mut, sich nicht mit den Verhältnissen abzufinden.
Die Buchtipps zur Sendung:
- Das
freie Wort und seine Feinde - Zur Pressefreiheit in den Zeiten der Globalisierung
Hrsg. von Michael Haller - Martin Huchhuth: Die
Meinungsfreiheit im System des Grundgesetzes
- Medienrecht
und Meinungsfreiheit in Russland
Duncker & Humblot 2005 - Bodo Plachta: Zensur
- Anna Politkowskaja: Putins
Russland
- Zensor
USA - Wie die amerikanische Presse zum Schweigen gebracht wird
Hrsg. von Kristina Borjesson - Thomas Zimmermann: Meinungs-
und Pressefreiheit - Chancen und Gefährdung
11:45 BR: Lesezeichen
Dieter Hildebrandt, ein "Klassiker" des deutschen
Kabaretts, wird im nächsten Jahr 80 Jahre alt. Er ist immer noch ununterbrochen
auf Tour: Ein Bühnenleben an der Scherzgrenze. Jetzt erscheinen die Erinnerungen
des gebürtigen Schlesiers: 50 Jahre Zeitgeschichte als Kabarettgeschichte.
Jetzt erscheinen seine Erinnerungen mit dem Titel "Ich
musste immer lachen"
- ein wunderbar doppeldeutiger Titel, denn der Zwang, immer humorvoll sein zu müssen, ja nicht
notwendig nur positive Seiten. Hildebrandt war von Anfang an zum Schießen,
doch er zielte immer nach oben. (mehr...)
Die faszinierende Vielfalt Indiens in einem prächtigen Bildband von Rudrangshu
Mukherjee und Vir Sanghvi mit quasi zwei Anfängen,
denn man kann es vorn und hinten zu lesen beginnen: "Indien
einst" und "Indien jetzt".
Die reiche Vergangenheit des Subkontinents wird ebenso veranschaulicht wie die
vielgestaltige farbige Gegenwart in all ihren Facetten, umrahmt von klugen Reportagen
namhafter indischer Journalisten. (mehr...)
Der Regensburger Autor Ernst-Wilhelm Händler verknüpft
in seinen Büchern auf einzigartige Weise aktuelle Themen der Wirtschaft
und Gesellschaft mit philosophischen Fragestellungen. Sein neuer Roman "Die Frau des Schriftstellers" hat den Literaturbetrieb zum Thema. ein Roman,
angesiedelt mitten im Literaturbetrieb, der ziemlich süffig beginnt, uns
schnell in einen unentrinnbaren Strudel geistiger Abenteuer lockt und dabei
alle Möglichkeiten des Schreibens sehr konsequent auslotet. (mehr...)
Geschichten der Technik erzählen üblicherweise, welche Erfindungen
wann getan und wie genutzt wurden. Der Erlanger Historiker Karl Heinz
Metz hat darüber hinaus gehend die lange menschliche Entwicklung
systematisch gebündelt: sein aktuelles Buch Ursprünge der Zukunft. Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation
ist eine anspruchsvolle - und faszinierende Lektüre. (mehr...)
Was deutsche Auswanderer in die Welt getragen haben, das sind neben ihrer Lebensart auch wichtige Worte, die fast überall verstanden werden. Ein Phänomen, das der Sprachwissenschaftler Germanismus nennt. (mehr...)
13:30 3sat: Literatur im Foyer
mit Thea Dorn. Gast: Ayaan Hirsi Ali. Erstsendung 27.10.2006
Der Mord an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh zerstört
alle Träume von multikultureller Toleranz. Eigentlich galt der Schuss Ayaan
Hirsi Ali. Die liberale Abgeordnete, Kämpferin für Freiheit
und die Rechte der muslimischen Frauen, hat das Drehbuch für van Goghs
islamkritischen Film "Submission" geschrieben, den Auslöser des
Attentats. Ihre Streitschrift "Ich
klage an"
wurde weltweit ein aufrüttelnder Bestseller. In ihrem neuen Buch "Mein
Leben, meine Freiheit
"
erzählt sie zum ersten Mal ihre Lebensgeschichte.
Thea Dorn stellt Ayaan Hirsi Ali und ihre Autobiografie vor.
18:00 3sat: bookmark
In seinem neuen Buch "Die
Wissenschaft vom lieben Gott",
erschienen im Eichborn-Verlag, spottet der Politikwissenschaftler und Philosoph
Otto Kallscheuer über Päpste und Jesuiten und über
die "Lifestyle-Spiritualität" der Kirchentage. In seiner "Theologie
für Recht- und Andersgläubige, Agnostiker und Atheisten" - so
der Untertitel - untersucht Kallscheuer kritisch, humorvoll und mit großer
Fachkenntnis sowohl die Positionen der großen Kirchenlehrer von Augustinus
bis Ratzinger, als auch die von fast vergessenen Außenseitern wie Nikolaus
von Kues und Karl Barth. Er stellt die wichtigsten Glaubensfragen und vergleicht,
wie die verschiedenen Hochreligionen darauf antworten.
Einmal kurz ins Bild gehalten und empfohlen hat Moderator Helmuth Markwort
das neue Buch von Walter Wippersberg: Einiges
über den lieben Gott. Wie er erfunden wurde - und wohin das geführt
hat.
Ausführlichere Lesetipps zum Thema der Sendung, Relgion, gibt es wie immer
auf der Homepage
zur Sendung. Dort können Sie auch an der Verlosung eines von drei Exemplaren
des in der Sendung besprochenen Buches von Otto Kallscheuer teilnehmen (zur
Verlosung).
Die Harvard-Physikerin Linda Randall sorgt mit ihrem Buch
Verborgene
Universen. Eine Reise in den extradimensionalen Raum
für Furore. Die beobachtbare Welt, so ihre Hypothese, ist nur eine von
vielen Inseln inmitten eines höherdimensionalen Raums. Nur ein paar Zentimeter
weiter könnte es ein anderes Universum geben, das für uns unerreichbar
bleibt, da wir in unseren drei Dimensionen gefangen sind. Sie führt Relativität,
Quantenmechanik, Gravitation und eine weiterentwickelte Stringtheorie zusammen,
zeichnet ein das Denken revolutionierendes Bild sich durchdringender, überlagernder
und verwerfender »Multiversen« – und zeigt, wie man diese
bizarr anmutenden Dinge experimentell beweisen könnte. (mehr...)
Obwohl der Westen Milliarden Dollar in die Entwicklungshilfe investiert, stehen
die meisten der mit gut gemeinten Hilfsmaßnahmen bedachten Regionen keineswegs
besser da als zuvor. Das Buch Wir
retten die Welt zu Tode
von William Easterly ist eine kritische Bestandsaufnahme der
Arbeit von Weltbank, WTO und Co. und ein engagiertes Plädoyer für
einen Kurswechsel im Kampf gegen die Armut. (mehr...)
Frei heraus ohne staatsmännische Diplomatie: In seiner politischen Autobiografie
Entscheidungen.
Mein Leben in der Politik
– Schwerpunkt: die Regierungsjahre – offenbart Gerhard Schröder
seine Sicht, seine Wahrheit, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. (mehr...)
Älter
werden
von Silvia Bovenschen gibt persönlich erzählend,
räsonierend und kommentierend einen Rückblick auf das gelebte Leben
und einen Ausblick auf möglicherweise Kommendes. Diese erzählten Erinnerungen
und gedanklichen Spiele fügen sich zu einem poetischen Bericht über
eines der zentralen Themen unserer Zeit. (mehr...)
Überall auf dem Globus – an schwindenden Gletschern, Ausdehnung
der Wüsten und Zunahme der Wetteranomalien – bezeugt die Welt eine
nicht zu leugnende Wahrheit: Die Zyklen der Natur befinden sich in einem Prozess
tief greifender Veränderung.“ Unter dem Titel „An Inconvenient
Truth“ lief in den USA ein sehr erfolgreicher Dokumentarfilm – mit
Al Gore als Hauptdarsteller. Das dazugehörige Buch Eine
unbequeme Wahrheit
mit einer Fülle eindrucksvoller Fotos und Grafiken stürmte schon bald
nach seinem Erscheinen die US-Bestsellerlisten. (mehr...)
18:05 arte: metropolis
Die Wertediskussion ist in vollem Gange. Die einen reden von der Notwendigkeit
einer Leitkultur, andere von einer unredlichen Gesellschaft, einer wertelosen
Zeit. Ein Thema, das auch immer mehr im Literaturbetrieb Beachtung findet. Gerade
neu erschienen ist Peter Pranges Kompendium „Werte
- von Plato bis Pop: alles, was uns verbindet“.
„Alle suchen nach Werten, dabei sind sie längst da..., in Europa
zumindest seit Sokrates“, sagt Peter Prange, der in seinem Buch 20 Thesen-
und Gegenthesen aufeinander treffen lässt, die charakteristisch für
das europäische Denken sind. Er macht deutlich, dass es kaum einen Lebensbereich
gibt, über den in den vergangenen zweieinhalbtausend Jahren nicht ausführlich
nachgedacht wurde - über Toleranz und Prinzipientreue ebenso wie über
Glück und Askese, Leben und Sinn.
18:30 3sat: Literatur im Nebel
Salman Rushdie an einem Ende der Welt. Dokumentation von Rubina Möhring. Wiederholung vom 26.10.2006
Wenn sich im Herbst der Nebel über das nördliche Waldviertel senkt,
verleitet dies zur Introspektion. "Literatur im Nebel" heißt
deshalb das neue Literaturfestival, das im Oktober 2006 erstmals in Heidenreichstein
ausgetragen wird: ein Literaturfest für und rund um herausragende Schriftsteller.
In diesem Jahr dreht sich alles um den britisch-indischen Schriftsteller Salman
Rushdie.
"Literatur im Nebel - Salman Rushdie an einem Ende der
Welt" porträtiert Salman Rushdie in Heidenreichstein.
23:00 Das Erste: ttt - titel, thesen, temperamente
Das könnte eine spannende Sendung werden, leider ist der Sender ein wenig zurückhaltend mit den Informationen. Als Themen geplant:
7 Jahre nach dem Columbine Attentat: Was die Tagebücher der Täter enthüllen
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod! Erfolgsautor Bastian Sick und
seine Grammatik-Show
Woody Allen Exklusiv! Das Interview zu seinem neuen Film
23:30 Das Erste: Druckfrisch
Für die „Druckfrisch“-Sendung am Sonntag, 5. November 2006,
um 23.30 Uhr im Ersten begibt sich Moderator Denis Scheck in ein israelisches
Kibbuz, um über die Neuerscheinung von Wolf Biermann zu
sprechen. In einem israelischen Kibbuz trifft Denis Scheck den Schriftsteller
und Liedermacher Wolf Biermann, der hier seit seinem entschiedenen Eintreten
für Israel nach dem ersten Golfkrieg häufig zu Gast ist. Jetzt, zu
seinem 70. Geburtstag, erscheint sein neuer Gedichtband „Heimat“,
in dem er über sein Leben, seine jüdischen Wurzeln, das Älterwerden,
die Liebe zu Frauen und über Heimat philosophiert, eine Heimat, die Wolf
Biermann an mehreren Orten gefunden hat.
Ein Sommergewitter, eine Teenagerliebe mit „Silbersternchen-Orgasmus“
und ein Vulkanausbruch: Denis Scheck spricht mit dem Krimiautor Wolf
Haas, der eine skurrile Liebesgeschichte als Dialog zwischen Schriftsteller
und Literaturkritiker inszeniert. „Das
Wetter vor 15 Jahren“
erzählt von einer Jugendliebe, die durch dramatische Ereignisse unterbrochen
wird und unter abenteuerlichen Umständen wieder aufflammt. Haas packt die
Geschichte in ein fiktives Interview, wobei er den Liebesroman als Genre, den
Literaturbetrieb sowie den Umgang von Medien und Künstlern miteinander
elegant-kritisch hinterfragt. (Zu dem Buch gibt es eine Hörprobe und ausführliche
Rezension, sowie Links zu weiteren Online-Rezensionen hier
im Literaturblog.)
Wie üblich im Büchermagazin im Ersten kommentiert Denis Scheck die
aktuelle Bestsellerliste, spricht diesmal in einer Kölner Buchhandlung
persönliche Empfehlungen aus und sagt auch, welche Bücher reine Zeitverschwendung
sind. In der Buchhandlung empfiehlt Denis Scheck: Dietmar Dath:
"Dirac"
und Stephen Clarke: "Ein
Engländer in Paris - mein Jahr mit den Franzosen
".
Selten gelingt die Quadratur des Kreises in der Literatur: nämlich ein
spannender Unterhaltungsroman zu sein, der gleichzeitig bildet und amüsiert:
Ein Mann will nach oben, so könnte man die Handlung zusammenfassen. Diese
Geschichte ist schon oft erzählt worden und doch brandaktuell – und
das, obwohl es vor 2000 Jahren spielt, in einer Zeit, als man Sklaven hielt,
anderen Göttern opferte als wir heute und Gladiatoren in Amphietheatern
verheizte. "Imperium" heißt dieser Roman, geschrieben hat ihn
der Brite Robert Harris. Es geht um eine der erstaunlichsten
politischen Karrieren aller Zeiten: nämlich um die Karriere des Marcus
Tullius, genannt Cicero, der im 1. Jahrhundert vor Christus zu einem der einflussreichsten
Männer der einzigen echten Weltmacht aufstieg: des antiken Roms. (mehr...)
Daneben kommentiert er gewohnt bissig die aktuelle Bestsellerliste Belletristik. Die Kommentare seines "unendlichen Kampfes gegen die verderbliche Schundliteratur" können Sie schon jetzt auf der Homepage zur Sendung nachlesen.
00:00 WDR: Was liest Du? Literarische Comedy mit Jürgen von der Lippe
Die neue Staffel "Was liest du" begint am 25. November. Bis dahin wiederholt der WDR die Highlights der vergangenen Jahre. In der zweiten Folge von "Was liest du? Das Beste!" stellen neben Gastgeber Jürgen von der Lippe die Kollegen Jochen Busse und Hape Kerkeling ihre "komischen" Lieblingsbücher vor.
Comedian und Entertainer Hape Kerkeling widmet sich "Vollidiot",
dem Erstlingswerk des Kölner Comedy-Autors Tommy Jaud.
Obwohl Hape Kerkeling keinen Hehl daraus macht, dass er die Hauptfigur nicht
hundertprozentig sympathisch findet ("Er ist ein Arschloch"), hat
es ihm dieses Buch doch sehr angetan. Kein Wunder, bergen die vergeblichen Kontaktaufnahmen
des sexuell ausgehungerten Singles Simon doch jede Menge humoristisches Potenzial.
Comedian und Schauspieler Jochen Busse bereichert mit Ernst Augustins
"Die Schule der Nackten" die illustre Leserunde um eine weitere ausgesprochen
delikate Note. Der Roman sei definitiv "genitalbetont", befindet Jürgen
von der Lippe mit Kennerblick, und tatsächlich: Was der betagte Held Alexander
während eines Sommers im FKK-Bereich einer Münchner Badeanstalt so
alles zu sehen bekommt, wird von dem 78jährigen Romancier überaus
liebevoll und buchstäblich bis ins allerkleinste Detail beschrieben.
Jürgen von der Lippe bringt Harald Martenstein ins Spiel.
Der ist Reporter beim Berliner Tagesspiegel und schreibt für "Die
Zeit" hinreißend komische Kolumnen, die sich in "Vom
Leben gezeichnet"
in konzentrierter Form wieder finden.
Zudem sorgen wieder einige Gedichte aus Robert Gernhardts
"Hell und schnell" für viel Vergnügen beim Publikum.
01.25 SWR: Frank Elstner: Menschen der Woche
Wiederholung vom Vortag
Seine Autobiographie heißt: "Auge
zu und durch - aus dem Leben eines deutschen Komik-Anarchisten".
Seit fast vierzig Jahren steht Karl Dall in der ersten Reihe
der deutschen Komikerkollegen. In dieser Zeit erlebte er zwei Karrieren: Zwölf
Jahre war er mit dem Anarcho- und Spaßquartett Insterburg & Co. unterwegs,
dann, im öffentlichrechtlichen und privaten Fernsehen, zuständig für
die »garantiert unangepassten« Sendungen (»Dall-As«,
»Verstehen Sie Spaß«, »Karls Kneipe«).
Die Ehefrau von DGB-Chef Michael Sommer zeigt in ihren Polit-Thrillern, wie
spannend Berliner Politik, wie menschlich die Akteure und wie verschlungen die
Wege der Intrige sein können. Ulrike Sommer will das Genre
Polit-Thriller auch in Deutschland salonfähig machen. Ihr aktueller Roman
heißt "Die
Gattin"
(Knaur-Verlag).
01:35 NDR: Herman & Tietjen
Wiederholung vom Freitag
Eine tragende Rolle spielt Literatur in dieser Sendung nicht. Von den zahlreichen
Gästen (Barbara Eligmann, Cornelia Poletto, Elisabeth Lanz, Hilmar
Thate, Martin 'Maddin' Schneider, Volker Beck, Norman Stadler, Walter
Wüllenweber, Ludger Pistor) ist lediglich Hilmar Thate anwesend, um seine
Autobiografie "Neulich,
als ich noch Kind war"
vorzustellen. Immerhin verkörpert er fünf Jahrzehnte deutscher Theater-
und Filmgeschichte – ein reiches Leben, voll an Anekdoten, Begegnungen,
Erinnerungen. (mehr...)
(Alle Texte auf dieser Seite unter Verwendung der Original-Senderinformationen!)


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