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Name: Ennka
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Donnerstag, Dezember 21, 2006

Bücher im Fernsehen, Donnerstag 21.12.06


Besprochene Titel:

Emily Dickinson: Gedichte
Atlaf Tyrewala: Kein Gott in Sicht
Andreas Englisch: Gottes Spuren - Die Wunder der katholischen Kirche
Morna Gregory / Sian James: Stille Örtchen - Ein Besuch auf den Toiletten der Welt
Carolin Emcke: Von den Kriegen. Briefe an Freunde

Thema:

Maurice Chappaz wird 90
Pablo Neruda
Der Jakobsweg

Programmschema:
06:20 3sat: Kulturzeit
08:00 arte: Kultur
08:45 Phönix: Der Jakobsweg
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
11:20 arte: Kultur
19:15 3sat: Kulturzeit
20:00 arte: Kultur
22:05 MDR: artour
22:30 BR: capriccio
23:15 RBB: Neruda
01:30 MDR: artour
02:15 3sat: Kulturzeit
03:50 SWR: Leute night

 

 

06:20 3sat: Kulturzeit

Wiederholung vom Vortag.

Als das "Gewissen der Schweiz", als Mahner gegen die Verwüstung der Landschaft durch den Tourismus, wurde er in den 1970er Jahren bekannt, berühmt und berüchtigt. Maurice Chappaz, Neffe eines der Mitbegründer des "neuen Wallis" und Spross einer noblen Familie aus dem französischsprachigen Martigny, wurde angesichts der rasanten Entwicklung seiner Heimat zum Pamphletisten, dessen Buch "Die Zuhälter des ewigen Schnees" 1969 wie eine Bombe einschlug. Am 21. Dezember 2006 wird der spöttisch-lyrische Dichter 90 Jahre alt. (mehr...)

Weitere Themen:

 

08:00 arte: Kultur

Wiederholung von gestern abend. Themen:

»Wenn ich versuche, mir vorzustellen, wie sie starb, an jenem Tag in der Heiligen Stadt, dann höre ich auf, an Allah zu glauben. Aber nur für kurze Zeit. Ich kann es mir nicht leisten, zu lange gottlos zu sein.« Das sagt ein Arzt aus Bombay; und ein Metzger bekennt, mitten auf einem überfüllten Marktplatz: »In einer Hölle wie dieser muß selbst Gott laut schreien, um sich bemerkbar zu machen. « Atlaf Tyrewala komponiert in seinem aktuellen Buch "Kein Gott in Sicht" mehr als vierzig paradigmatische Geschichten von Menschen in Bombay zu einer Polyphonie von Stimmen und Geräuschen, in der die Stadt die alle und alles prägende Rolle spielt. In ihr, mit und gegen sie müssen sie sich behaupten. Die Protagonisten, die aus ihrem Leben erzählen – aufwühlende, packende Szenen –, gehören unterschiedlichsten Klassen und Schichten an, haben vielfältige Berufe, tragen religiöse Rivalitäten aus, sind Opfer von Gewalt. Sie versuchen tagtäglich, ihrem Elend zu entkommen – wissend, daß es ihnen nicht gelingt, daß es in ihrer Welt für Gott keinen Platz gibt. Altaf Tyrewala, der noch nicht dreißigjährige Autor, wurde von der indischen Presse als große Entdeckung gefeiert. Seine sprachliche Präzision, seine Sprachkraft schaffen eine beklemmende atmosphärische Dichte, die den Pulsschlag der Riesenstadt fühlbar macht.

Weitere Themen

  • Lichtinstallationen
  • Neu in Frannkreich: Der Film "Piccolo Saxo & Co."
  • Weitere Filmneustarts der Woche
  • Ehrengrammy für Joan Baez

 

08:45 Phönix: Der Jakobsweg

Eigentlich passt der Phönix-Themenvormittag "Der Jakobsweg in Spanien" nicht wirklich in diese Bücher-Vorschau. Aber aufgrund des außergewöhnlichen Erfolg von Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg " ist der Jakobsweg derzeit bei vielen präsenter denn je. Dies dürfte auch der Grund sein, warum der Sender diese dreiteilige Dokumentation ins Programm genommen hat.
Wer beim Lesen auf den Geschmack gekommen ist und gern noch weiter literarisch auf dem Weg wandeln möchte, dem sei zum einen der amüsante Reisebericht von Tim Moore "Zwei Esel auf dem Jakobsweg" empfohlen. Für diejenigen, die aus Zeitgründen die Strecke per Rad abfahren wollen, gibt es das schöne Buch "Der Jakobsweg. Mit dem Fahrrad nach Santiago de Compostela" von Bettina Selby. Und nicht zu vergessen natürlich die beiden esoterischen Klassiker: Paulo Coelho: "Auf dem Jakobsweg. Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela" und Shirley MacLaines: "Der Jakobsweg. Eine spirituelle Reise. "

Die drei Teile der Filmdokumentation beginnen:

 

09:00 arte: Kultur

Wiederholung vom Vortag

 

09:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung vom Vortag

 

11:20 arte: Kultur

Wiederholung vom Vortag

 

 

19:20 3sat: Kulturzeit

Kulturzeit gehört zu den etwas aktuelleren Kultursendungen des dt. Fernsehens. Daher werden die Themen des Tages meistens erst im Lauf des Tages bekannt gegeben. Voraussichtlich heute:

Geplant unter anderem ein Bericht über die amerikanische Lyrikerin Emily Dickinson, die am 10. Dezember 1830 geboren wurde. Sie ist eine der berühmtesten angelsächsischen Dichterinnen. Emily Dickinsons unerschrockene Herzenserforschung, ihr zauberspruchhafter Ton und ihr sprachlicher Eigensinn sind einzigartig. Weltweit werden ihre Verse, obwohl schon 150 Jahre alt, zu Recht als moderne Lyrik gelesen. Gerade hat der Hanser-Verlag eine Auswahl ihrer Texte unter dem prosaischen Titel "Gedichte" neu veröffentlicht. Diese erste repräsentative deutsche Dickinson-Ausgabe bringt - zweisprachig - mehr als 600 Gedichte in neuer Übersetzung und eröffnet überraschende neue Sichtweisen auf die amerikanische Dichterin, die in Deutschland bisher als Geheimtipp galt.

Weitere Themen:



20:00 arte: Kultur

Spontan, jung, mit einem gewissen Hang zur Bühnenkunst. Das ist arte Kultur. Niemand weiß im Vorfeld, worum es in den 12 Minuten Sendezeit tatsächlich gehen wird. Dafür sind sie aktuell wie sonst kaum eine Kultursendung im deutschen Fernsehen.

 

22:05 MDR: artour

Madonnen, die blutige Tränen weinen, Menschen, die Jesu Leidensmale an Händen und Füßen tragen, Priester, die Sterbenskranke heilen und böse Geister austreiben - das alles klingt nach finsterem Mittelalter und ist doch Realität in der katholischen Kirche des 21. Jahrhunderts. Der Vatikan-Experte und Papst-Biograf Andreas Englisch, der seit den 80er Jahren in Rom lebt und engen Kontakt sowohl zu dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. hatte als auch zu Benedikt XVI. hat, folgt den Spuren des Unerklärlichen. Seit Jahren recherchiert er in Sachen Wunder. Bei aller aufgeklärten Skepsis kann er sich der Faszination von Menschen nicht entziehen, die vom direkten Eingreifen Gottes, aber auch des Satans auf Erden überzeugt sind. Je mehr Englisch sich auf das Wirken Gottes in der Welt einlässt, umso intensiver werden die Hinweise auf die dunkle Macht des Fürsten der Finsternis. Er wird Zeuge von Teufelsaustreibungen, sieht Besessene, lernt Exorzisten kennen, die von Benedikt XVI. öffentlich geehrt werden, und junge Priester, die mitten im Leben stehen und selbstverständlich mit all diesen rational nicht zu erklärenden Phänomenen umgehen. Können das alles nur wilde Phantasien sein? Oder leben wir auch im 21. Jahrhundert in einer Welt, in der ein mächtiger Gott und sein dunkler Widersacher in das Leben von Menschen eingreifen? Die Zeit der Wunder scheint keineswegs vorbei - so das Fazit des ungemein aufregenden, exakt recherchierten und nachdenklich stimmenden Buches "Gottes Spuren. Die Wunder der katholischen Kirche". Exklusive Informationen vom langjährigen Vatikan-Korrespondenten und Bestseller-Autor.

Der tägliche Gang zur Toilette ist zwangsläufig und natürlich. Die Geschichte der Toiletten ist fast so alt wie die der Menschheit. Gut ausgebaute Abortanlagen gab es bereits um 2800 v. Chr. in Mesopotamien. In den Jahrtausenden seiner Existenz hat das Klosett nicht nur verschiedene Formen und Materialen erlebt, sondern sich auch stark sozial verändert. Die alten Griechen und Römer benutzten oft die öffentliche Latrine auf dem Markplatz, um etwas zu besprechen, die heißesten Neuigkeiten auszutauschen und sogar um kleinere Vorträge zu halten. Auch Martin Luther wusste die Wichtigkeit des stillen Örtchens zu schätzen: Seit Jahren herrscht unter Wissenschaftlern die Meinung, dass der Reformator seine revolutionären 95 Thesen auf dem Klo geschrieben habe. Luther selbst erwähnte verschiedentlich, dass er an chronischer Verstopfung litt und viel Zeit auf der Toilette verbrachte.
In späteren Jahrhunderten entwickelte sich die Toilette zum Statussymbol der Reichen. Aus dem Abort wurde bald ein In-Ort.WC, Abort, Lokus, Klo, stilles Örtchen - so vielfältig und unterschiedlich wie die Bezeichnungen sind auch die sanitären Anlagen selbst. Das wird deutlich, wenn wir uns mit Morna Gregory und Sian James auf eine Reise zu den Bedürfnisanstalten in aller Herren Länder begeben. Dieses kleine Kaleidoskop der Toilette bietet überraschende Einblicke und wird damit zu einem Geschenkbuch der anderen Art: Stille Örtchen. Ein Besuch auf den Toiletten der Welt

Weitere Themen:

 

23:15 RBB: Neruda

Pablo Neruda (1904-1973) ist einer der bedeutendsten Dichter des 20. Jahrhunderts. Ein "Dichter der verletzten Menschenwürde" nannte ihn die Stockholmer Akademie, als er 1971 den Nobelpreis erhielt. Regisseur Ebbo Demant drehte seinen Film "Neruda" im Jahre 2004 anlässlich des 100. Geburtstages des Dichters. Der Film lässt in mehreren Kapiteln, die die wesentlichen Stationen aus Nerudas Leben umfassen, den Dichter zurückschauen, er zitiert biografische Texte aus seiner Autobiografie, aus Briefen und Aufzeichnungen, aus Interviews. Er begibt sich an die Orte, die Neruda geprägt haben, und er bezieht die wichtigsten noch lebenden Weggefährten und Freunde ein. Entstanden ist eine literarische Filmerzählung, die die Worte Nerudas zum Ausgangspunkt nimmt, um eine eigene Poesie zu entfalten. (mehr...)

 

23:15 Das Erste: Polylux

Sie fährt dort hin, wo Menschen das Weite suchen. Ihre Reportagen sind preisgekrönt, ihr Buch hochgelobt. Sie ist die Chronistin der sprachlosen Opfer. Carolin Emcke schreibt in ihren "Briefen an Freunde" von Orten, die aus dem Blickfeld der Medien geraten sind, obwohl Krieg und Leid dort andauern: vom endlosen Bürgerkrieg in Kolumbien, von der Sklavenarbeit in den Freihandelszonen Nicaraguas, vom Überlebenskampf der Straßenkinder in der Kanalisation von Bukarest, von den serbischen Massakern an Kosovo-Albanern und den Vergeltungsanschlägen an Serben, dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September und den Kriegen in Afghanistan und im Irak.

 

23:30 BR: Capriccio

Capriccio-EXTRA: der große Jahresrückblick.

Es war ein spannendes Jahr in der Kultur! Capriccio blickt zurück auf 2006 – mit einem einstündigen „Extra“, moderiert von Ursula Heller. Mit Woody Allen, Scarlett Johansson, Anna Netrebko, Angelo D’Arrigo, Jack Johnson, Sol Gabetta, Erwin Wurm, Helmut Fischer, Elena Miroglio, Mona Lisa, u.v.a.

 

01:30 MDR: artour

Wiederholung von 22:05 Uhr

 

 

02:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 19:20 Uhr

 

02:40 3sat: nachtstudio

 

 

03:50 SWR: Leute night

Auch heute Nacht über eine Stunde "Best of 2006". Diesmal mit Ausschnitten aus Interviews mit:

• Mojib Latif, Meteorologe und Klimaforscher
• Dagobert Lindlau, langjähriger ARD-Reporter
• Ulrich Clement, Sexualwissenschaftler
• Hartmut Engler, Sänger von "Pur"
• Erich Esch, Sozialarbeiter
• Prof. Urlich Walter, Wissenschafts-Astronaut und Physiker
• Peter Maffay, Rockmusiker
• Lilo Friedrich, war Bundestagsabgeordnete und geht jetzt putzen
• Karl Dall, Komiker
• James Last, Bandleader

 

(Alle Informationen auf dieser Seite unter Nutzung der verlinkten Senderinfos und der Verlagsinfos. )