Shakespeare and more:
Neuerscheinungen und Rezensionen

My Photo
Name:Ennka
Location:Hamburg, Germany

Freitag, Dezember 01, 2006

Bücher im Fernsehen, Freitag 01.12.06


Besprochene Titel:

Parsua Bashi: Nylon Road
Orhan Pamuk:
Istanbul
Uwe Hartig:
Nur der Mann im Mond schaut zu
Volker Uhl:
Jeden Tag den Tod vor Augen
Christiane Wirtz et al.:
Alles drin. 21 Handtaschen berichten aus ihrem Leben
Udo Grashoff:
In einem Anfall von Depression. Selbsttötungen in der DDR
Sabine Kuegler:
Dschungelkind / Ruf des Dschungels
Lothar Seiwer
t: Noch mehr Zeit für das Wesentliche. Zeitmanagement neu entdecken
Dian Hanson:
The History of Girly Magazines
Ugo Riccarreli:
Der vollkommene Schmerz
Klaus Brinkbäumer
: Der Traum vom Leben - Eine afrikanische Odyssee


Programmschema:
06:20 3sat: Kulturzeit
06:30 BR: Wege zur Literatur - Lesen
08:00 arte: Kultur
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
11:15 RBB: Stilbruch
11:20 arte: Kultur
13:00 MDR: artour
19:20 3sat: Kulturzeit
20:00 arte: Kultur
22:00 NDR/HR: Herman & Tietjen
22:00 MDR: Riverboat
22:35 ZDF: aspekte
23:30 SWR: Nachtkultur
03:42 SWR: Leute night
03:55 3sat: Kulturzeit
05:20 ZDF: aspekte

 

 

06:20 3sat Kulturzeit

Wiederholung vom Vorabend

Mit 37 Jahren versuchte die Iranerin Parsua Bashi in der Schweiz ein neues Leben. "Nylon Road", so der Titel ihrer jetzt erschienenen autobiographischen Comic-Novelle, beschreibt ihre Flucht vom Mullah-Regime im Iran in die heile Welt der Schweiz. Es ist eine witzig-ironische Reise vom tristen Leben im diktatorischen, reizarmen Gottesstaat in die mondäne und freizügige Welt der Schweiz. Gleichzeitig ist es ein knallhart-ironisches Gesellschaftsporträt, eine Abrechnung mit der nachrevolutionären Islamischen Republik. (mehr...)

Der diesjährige Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk ist behütet in einer Großfamilie in Istanbul aufgewachsen. Die Bibliothek des Vaters versorgte ihn mit Dostojewski, Tolstoi, Kafka und immer wieder Thomas Mann, den er besonders verehrt. Der Roman als Gattung ist für Pamuk die größte Erfindung der westlichen Kultur. Er nutzt ihn, um die Identitätskonflikte der gespaltenen türkischen Gesellschaft zu reflektieren. Ort des Geschehens ist immer wieder Istanbul. So auch in seinem neuen Roman „Istanbul“, in dem der Autor zurückblickt auf seine Jugend in dieser Stadt am Bosporus. Es ist die Autobiographie eines jungen Mannes, der sich vom Maler zum Architekten, vom Architekten zum Journalisten und vom Journalisten zum Schriftsteller wandelt. (mehr...)

Weitere Themen:

 

06:30 BR: Wege zur Literatur: Lesen

In assoziativer Weise werden verschiedene Themen im Kontext von Literatur in 4 Filmen vorgestellt, die in der gewählten Form den Lese- und Sehgewohnheiten der Jugendlichen entgegenzukommen versucht. In der Folge „Lesen” geht es um unterschiedliche Lesertypen. Lesen wird dabei als Möglichkeit der Selbsterfahrung gezeigt. Der Film will zum Lesen anregen und blättert dafür ein buntes Spektrum von Lese-Orten, Lese-Anlässen und Leser-Typen auf. Die Reihenfolge der vorgestellten Situationen ist dabei nicht wichtig - jeder Zuschauer wird seine eigenen Prioritäten setzen. (mehr...)

 

 

08:00 arte: Kultur

Wiederholung vom Vorabend.

Themen:

  • Hermann-Nitsch-Retrospektive im Gropius-Bau, Berlin
  • Der belgische Comiczeichner NIX und seine Werke ("Kinky & Cosy" etc.)
  • Hector Obalk über Picassos "Stier" - Lithografie-Serie
  • Die Tänzerin Louise Lecavalier auf Tournee



09 :00 arte: Kultur

Wiederholung von 8:00 Uhr

 

09:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 6:20 Uhr

 

11:15 RBB: Stilbruch

Wiederholung vom Vortag.

Wie erleben Polizisten ihren Alltag? Wie gehen Sie damit um, wenn sie an den Schauplatz eines Mordes kommen? Auf der Internetplattform "Polizei-Poeten" schreiben Polizisten Geschichten und Gedichte über das, was sie erleben. Einer der Autoren, denen die Site "Polizei-Poeten" als Sprungbrett ins Autorentum diente, ist Uwe Hartig, Kriminalbeamter in Berlin. Mittlerweile hat er bereits seinen zweiten Roman veröffentlicht: "Nur der Mann im Mond schaut zu". "Stilbruch" begleitet ihn bei seiner Arbeit und spricht mit ihm über sein zweites Leben als Schriftsteller. Aber auch andere Literaten des Polizei-Portals haben sich entschlossen, nach den guten Reaktionen auf die Website ihre Erfahrungen nun als Buch zu präsentieren. Nachzulesen in "Jeden Tag den Tod vor Augen", erschienen bei Piper als Taschenbuch.

Eine Frau und ein Mann treffen sich. Sie kennen sich kaum, gehen in ein fremdes Hotel und sitzen sich schließlich auf dem Bett gegenüber. "Erzähl mir was von dir", sagt er. Sie schüttet ihre Handtasche aus und erzählt anhand des Inhalts ihr Leben. - Diese wunderbare Filmszene gab den Ausschlag für "Alles drin 21 Handtaschen berichten aus ihrem Leben ". Denn was gibt es Intimeres als den Inhalt der eigenen Handtasche? Zum Geburtstag ihrer Freundin haben 21 Menschen ihre Handtaschen umgestülpt und preisgegeben, welche Dinge sie alltäglich mit sich herumtragen. Dinge, die, jedes für sich genommen, unentbehrlich sind, kleine Schätze, die mal lustige, mal traurige, mal verrückte, mal nachdenkliche Geschichten erzählen. Liebevoll gestaltet, mit vielen Farbfotos und 21 Überraschungen, ist dieses Buch eine Hommage an die Handtasche an sich, aber auch an die Freundschaft.

Weitere Themen:

  • Provokant - Das "Orgien-Mysterien-Theater" des Hermann Nitsch
  • Bezaubernd - die Schauspielerin Nina Hoss
  • Kämpferisch - Architekten fordern einen Wettbewerb für den Potsdamer Landtagsneubau

 

11:20 arte: Kultur

Wiederholung von 8:00 Uhr

 

13:00 MDR: artour

Wie glücklich waren die Menschen im Arbeiter- und Bauernparadies wirklich? Die DDR gehörte zu den Staaten, in denen überdurchschnittlich viele Menschen durch eigene Hand starben. Im weltweiten Vergleich der Selbsttötungsraten nahm der »erste sozialistische Staat auf deutschem Boden« einen Spitzenplatz ein.
Der Leipziger Historiker und Biochemiker Udo Grashoff hat mehrere tausend Suizidfälle ausgewertet und fertigte mit „In einem Anfall von Depression ... Selbsttötungen in der DDR“ erstmalig eine Analyse des Selbstmordgeschehens für die gesamte Zeit der DDR an. Dabei zeigt er unterschiedliche Arten im Umgang mit Selbsttötungen auf und geht auf entsprechende Entwicklungen im medizinischen Bereich ein. Zugleich behandelt er den durch Partei und Staat vorgegebenen ideologischen Diskurs dazu und die damit verbundenen kulturellen Praktiken. Der Zusammenhang zwischen Repression und Suiziden wird anhand von bisher unveröffentlichtem statistischem Material wissenschaftlich erörtert.

Leider ist der Roman Gomorra des Italieners Roberto Saviano noch nicht auf deutsch erhältlich. Wirbel genug gibt es um den Titel. Denn Saviano war mutig - oder tolldreist, so genau lässt sich das nicht erkennen - genug, einen Schlüsselroman über die Machenschaften der Camorra in Neapel zu schreiben. Das Buch wurde ein Bestseller in Italien. Aber da sich Saviano auch in Interviews nicht scheute, Namen von regionalen Familien-Größen zu nennen, häuften sich in seinem Briefkasten die Morddrohungen. Jetzt ist er untergetaucht und braucht Polizeischutz.

Weitere Themen:

  • Im Porträt: "Spaziergangsforscher" Bertram Weisshaar
  • Geplanter Neubau: Brückenstreit im Zschopautal
  • Ausstellung Sibylle Bergemann - Photographien in der Berliner Akademie der Künste

 

19:20 3sat: Kulturzeit

Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren. Schauen Sie doch einfach mal auf der Homepage zur Sendung nach. Geplant sind zunächst folgende Themen:

20:00 arte: Kultur

Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.

 

22:00 NDR/HR: Herman & Tietjen

Heute einmal weitgehend ohne aktuelle Buchvorstellungen. Zwar haben einige der Gäste wie Mojib Latif ("Klima") durchaus schon Buchveröffentlichungen hinter sich, zumindest ist aber keiner von ihnen derzeit auf Promotion-Tour.

Gäste: Christian Wolff, Prof. Dr. Jutta Limbach, Ralf Schmitz, Eva Briegel, Prof. Dr. Mojib Latif, Elena Uhlig & Oliver Mommsen, Heino, Sänger, Prof. Dr. Wolfgang Wiegard

 

22:00 MDR: Riverboat

Wer auch bei Talkshows gern Autoren lauscht, sollte daher heute lieber vom NDR auf den MDR wechseln. Beim Riverboat-Talk taucht zumindest das "Dschungelkind" Sabine Kuegler auf, die gerade für ihr neues autobiografisches Buch „Ruf des Dschungels sehr zielstrebig Channelhopping betreibt und von daher den meisten Fernsehzuschauern bereits bekannt sein dürfte. Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen. Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte.

Der Zeit-Managementexperte Prof. Dr. Lothar Seiwert gehört zu denjenigen Autoren, die mittlerweile ganz gut von ihren Veröffentlichungen leben können. Im Mai erschien bei Piper sein Buch "Balance Your Life. Die Kunst, sich selbst zu führen ". Im Juni folgte Zeit gewinnen Tag für Tag 2007 - ein Abreißkalender mit Zeitspartipps. Und aktuell ist bei Ariston sein Buch "Noch mehr Zeit für das Wesentliche. Zeitmanagement neu entdecken" erschienen.

Weitere Gäste: Michael Ernst, Tierpfleger; Christian Steyer, Schauspieler und Musiker; Waltraut Haas und Erwin Strahl, Schauspieler; Ulrich Pleitgen, Schauspieler; Katharina Thalbach, Schauspielerin und Regisseurin.

 

22:35 ZDF: aspekte

Es begann alles um 1900 - und natürlich in Frankreich: Ob man diese Zeitschriften nun als unterhaltsame Lektüre für den Herrn, "Nudie Books" oder "Girly Magazines" bezeichnet: Dieses Genre hat eine reiche internationale Geschichte. Dian Hanson, seit 25 Jahren Redakteurin solcher Medien, zeichnet in dem Buch „The History of Girly Magazines“ seine Entwicklung vom 19. Jahrhundert in Frankreich über die Ära des Jazz, zwei Weltkriege, die brustfixierten 1950er Jahre bis zum Ende der Swinging Sixties nach. Sie zeigt Magazine aus Argentinien, England, Frankreich, Deutschland, Mexiko und den Vereinigten Staaten. Jede einzelne Ausgabe ist ein Kunstwerk ihrer Zeit. (mehr...)

Spektakuläre Literatur und dazu eine spektakuläre Lebensgeschichte - gleich zwei gute Gründe, Ugo Riccarreli vorzustellen. Er hat den besten italienischen Roman seit Jahren geschrieben. Sein preisgekröntes Buch "Der vollkommene Schmerz" ist in Italien ein Bestseller. Bei uns hat es das Buch immerhin schon auf Platz 19 der Bestsellerlisten geschafft. Im Zentrum des "vollkommenen Schmerzes" steht das Schicksal zweier Familien. Auf der einen Seite: Ein glühender Anarchist, der für eine gerechtere Welt kämpft, auf der anderen ein Opportunist, der sich allen Systemen anpasst, solange der Profit stimmt. Rebellion und Unterwerfung, Glück und Scheitern, der Beginn der modernen Zeit und die Kraft der Frauen - all das verwebt Riccarreli zu einem opulenten Epos. (mehr...)

Weitere Themen:

Die Sendung ist zeitgleich auch als Video-Livestream im Internet zu sehen.

 

23:30 SWR: Nachtkultur

Immer mehr Menschen versuchen illegal in die EU-Staaten einzuwandern. Vor allem Spanien und Italien sind Ziele der sogenannten afrikanischen Bootsflüchtlinge, die sich zum Teil unter widrigsten Umständen auf den Weg machen, um bei uns ein besseres Leben zu finden. Klaus Brinkbäumer lässt die Betroffenen in seinem Buch "Der Traum vom Leben - Eine afrikanische Odyssee" zu Wort kommen. Der Spiegel-Reporter hat sich auf die Flüchtlingsroute quer durch sieben afrikanische Staaten begeben. Nachtkultur über die bisher kaum bekannten Hintergründe der Armutsflüchtlinge aus Afrika. (mehr...)

Weitere Themen:

 

03:42 SWR: Leute night

 

03:55 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 19:20 Uhr

(Alle Informationen auf dieser Seite unter Verwendung von Senderangaben und Verlagsinfos.)