Bücher im Fernsehen, Freitag 01.12.06
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Besprochene Titel: Parsua Bashi: Nylon Road
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| Programmschema: |
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| 06:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 06:30 | BR: Wege zur Literatur - Lesen |
| 08:00 | arte: Kultur |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 09:05 | 3sat: Kulturzeit |
| 11:15 | RBB: Stilbruch |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 13:00 | MDR: artour |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 20:00 | arte: Kultur |
| 22:00 | NDR/HR: Herman & Tietjen |
| 22:00 | MDR: Riverboat |
| 22:35 | ZDF: aspekte |
| 23:30 | SWR: Nachtkultur |
| 03:42 | SWR: Leute night |
| 03:55 | 3sat: Kulturzeit |
| 05:20 | ZDF: aspekte |
06:20 3sat Kulturzeit
Wiederholung vom Vorabend
Mit 37 Jahren versuchte die Iranerin Parsua Bashi in der Schweiz
ein neues Leben. "Nylon
Road",
so der Titel ihrer jetzt erschienenen autobiographischen Comic-Novelle, beschreibt
ihre Flucht vom Mullah-Regime im Iran in die heile Welt der Schweiz. Es ist
eine witzig-ironische Reise vom tristen Leben im diktatorischen, reizarmen Gottesstaat
in die mondäne und freizügige Welt der Schweiz. Gleichzeitig ist es
ein knallhart-ironisches Gesellschaftsporträt, eine Abrechnung mit der
nachrevolutionären Islamischen Republik. (mehr...)
Der diesjährige Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk
ist behütet in einer Großfamilie in Istanbul aufgewachsen. Die Bibliothek
des Vaters versorgte ihn mit Dostojewski, Tolstoi, Kafka und immer wieder Thomas
Mann, den er besonders verehrt. Der Roman als Gattung ist für Pamuk die
größte Erfindung der westlichen Kultur. Er nutzt ihn, um die Identitätskonflikte
der gespaltenen türkischen Gesellschaft zu reflektieren. Ort des Geschehens
ist immer wieder Istanbul. So auch in seinem neuen Roman „Istanbul“, in dem der Autor
zurückblickt auf seine Jugend in dieser Stadt am Bosporus. Es ist die Autobiographie
eines jungen Mannes, der sich vom Maler zum Architekten, vom Architekten zum
Journalisten und vom Journalisten zum Schriftsteller wandelt. (mehr...)
Weitere Themen:
- Ausgetickt und durchgeknallt. Gibt es eine psychologische Erklärung für das Phänomen "Amoklauf"?
- Eine Manege voller Magie. "Bye Bye Blackbird" taucht ein in die fantastische Welt des Zirkus
06:30 BR: Wege zur Literatur: Lesen
In assoziativer Weise werden verschiedene Themen im Kontext von Literatur in 4 Filmen vorgestellt, die in der gewählten Form den Lese- und Sehgewohnheiten der Jugendlichen entgegenzukommen versucht. In der Folge „Lesen” geht es um unterschiedliche Lesertypen. Lesen wird dabei als Möglichkeit der Selbsterfahrung gezeigt. Der Film will zum Lesen anregen und blättert dafür ein buntes Spektrum von Lese-Orten, Lese-Anlässen und Leser-Typen auf. Die Reihenfolge der vorgestellten Situationen ist dabei nicht wichtig - jeder Zuschauer wird seine eigenen Prioritäten setzen. (mehr...)
08:00 arte: Kultur
Wiederholung vom Vorabend.
Themen:
- Hermann-Nitsch-Retrospektive im Gropius-Bau, Berlin
- Der belgische Comiczeichner NIX und seine Werke ("Kinky & Cosy" etc.)
- Hector Obalk über Picassos "Stier" - Lithografie-Serie
- Die Tänzerin Louise Lecavalier auf Tournee
09 :00 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
09:05 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 6:20 Uhr
11:15 RBB: Stilbruch
Wiederholung vom Vortag.
Wie erleben Polizisten ihren Alltag? Wie gehen Sie damit um, wenn sie an den
Schauplatz eines Mordes kommen? Auf der Internetplattform "Polizei-Poeten"
schreiben Polizisten Geschichten und Gedichte über das, was sie erleben.
Einer der Autoren, denen die Site "Polizei-Poeten" als Sprungbrett
ins Autorentum diente, ist Uwe Hartig, Kriminalbeamter in Berlin. Mittlerweile
hat er bereits seinen zweiten Roman veröffentlicht: "Nur
der Mann im Mond schaut zu".
"Stilbruch" begleitet ihn bei seiner Arbeit und spricht mit ihm über
sein zweites Leben als Schriftsteller. Aber auch andere Literaten des Polizei-Portals
haben sich entschlossen, nach den guten Reaktionen auf die Website ihre Erfahrungen
nun als Buch zu präsentieren. Nachzulesen in "Jeden
Tag den Tod vor Augen
",
erschienen bei Piper als Taschenbuch.
Eine Frau und ein Mann treffen sich. Sie kennen sich kaum, gehen in ein fremdes
Hotel und sitzen sich schließlich auf dem Bett gegenüber. "Erzähl
mir was von dir", sagt er. Sie schüttet ihre Handtasche aus und erzählt
anhand des Inhalts ihr Leben. - Diese wunderbare Filmszene gab den Ausschlag
für "Alles
drin 21 Handtaschen berichten aus ihrem Leben ".
Denn was gibt es Intimeres als den Inhalt der eigenen Handtasche? Zum Geburtstag
ihrer Freundin haben 21 Menschen ihre Handtaschen umgestülpt und preisgegeben,
welche Dinge sie alltäglich mit sich herumtragen. Dinge, die, jedes für
sich genommen, unentbehrlich sind, kleine Schätze, die mal lustige, mal
traurige, mal verrückte, mal nachdenkliche Geschichten erzählen. Liebevoll
gestaltet, mit vielen Farbfotos und 21 Überraschungen, ist dieses Buch
eine Hommage an die Handtasche an sich, aber auch an die Freundschaft.
Weitere Themen:
- Provokant - Das "Orgien-Mysterien-Theater" des Hermann Nitsch
- Bezaubernd - die Schauspielerin Nina Hoss
- Kämpferisch - Architekten fordern einen Wettbewerb für den Potsdamer Landtagsneubau
11:20 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
13:00 MDR: artour
Wie glücklich waren die Menschen im Arbeiter- und Bauernparadies wirklich?
Die DDR gehörte zu den Staaten, in denen überdurchschnittlich viele
Menschen durch eigene Hand starben. Im weltweiten Vergleich der Selbsttötungsraten
nahm der »erste sozialistische Staat auf deutschem Boden« einen
Spitzenplatz ein.
Der Leipziger Historiker und Biochemiker Udo Grashoff hat mehrere
tausend Suizidfälle ausgewertet und fertigte mit „In
einem Anfall von Depression ... Selbsttötungen in der DDR“
erstmalig eine Analyse des Selbstmordgeschehens für die gesamte Zeit der
DDR an. Dabei zeigt er unterschiedliche Arten im Umgang mit Selbsttötungen
auf und geht auf entsprechende Entwicklungen im medizinischen Bereich ein. Zugleich
behandelt er den durch Partei und Staat vorgegebenen ideologischen Diskurs dazu
und die damit verbundenen kulturellen Praktiken. Der Zusammenhang zwischen Repression
und Suiziden wird anhand von bisher unveröffentlichtem statistischem Material
wissenschaftlich erörtert.
Leider ist der Roman Gomorra des Italieners Roberto Saviano noch nicht auf deutsch erhältlich. Wirbel genug gibt es um den Titel. Denn Saviano war mutig - oder tolldreist, so genau lässt sich das nicht erkennen - genug, einen Schlüsselroman über die Machenschaften der Camorra in Neapel zu schreiben. Das Buch wurde ein Bestseller in Italien. Aber da sich Saviano auch in Interviews nicht scheute, Namen von regionalen Familien-Größen zu nennen, häuften sich in seinem Briefkasten die Morddrohungen. Jetzt ist er untergetaucht und braucht Polizeischutz.
Weitere Themen:
- Im Porträt: "Spaziergangsforscher" Bertram Weisshaar
- Geplanter Neubau: Brückenstreit im Zschopautal
- Ausstellung Sibylle Bergemann - Photographien in der Berliner Akademie der Künste
19:20 3sat: Kulturzeit
Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren. Schauen Sie doch einfach mal auf der Homepage zur Sendung nach. Geplant sind zunächst folgende Themen:
- Die letzten Worte von Hingerichteten
- Scorseses "Departed"
- Kinderbuchtipps
20:00 arte: Kultur
Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.
22:00 NDR/HR: Herman & Tietjen
Heute einmal weitgehend ohne aktuelle Buchvorstellungen. Zwar haben einige
der Gäste wie Mojib Latif ("Klima") durchaus schon Buchveröffentlichungen
hinter sich, zumindest ist aber keiner von ihnen derzeit auf Promotion-Tour.
Gäste: Christian Wolff, Prof. Dr. Jutta Limbach, Ralf Schmitz, Eva Briegel, Prof. Dr. Mojib Latif, Elena Uhlig & Oliver Mommsen, Heino, Sänger, Prof. Dr. Wolfgang Wiegard
22:00 MDR: Riverboat
Wer auch bei Talkshows gern Autoren lauscht, sollte daher heute lieber vom
NDR auf den MDR wechseln. Beim Riverboat-Talk taucht zumindest das "Dschungelkind"
Sabine Kuegler auf, die gerade für ihr neues autobiografisches
Buch „Ruf
des Dschungels“
sehr zielstrebig Channelhopping betreibt und von daher den meisten Fernsehzuschauern
bereits bekannt sein dürfte. Als Tochter deutscher Forscher verbrachte
sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen
Stamm von Kannibalen. Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen
und keine Geschäfte.
Der Zeit-Managementexperte Prof. Dr. Lothar Seiwert gehört
zu denjenigen Autoren, die mittlerweile ganz gut von ihren Veröffentlichungen
leben können. Im Mai erschien bei Piper sein Buch "Balance
Your Life. Die Kunst, sich selbst zu führen ".
Im Juni folgte Zeit
gewinnen Tag für Tag 2007
- ein Abreißkalender mit Zeitspartipps. Und aktuell ist bei Ariston sein
Buch "Noch
mehr Zeit für das Wesentliche. Zeitmanagement neu entdecken
"
erschienen.
Weitere Gäste: Michael Ernst, Tierpfleger; Christian Steyer, Schauspieler und Musiker; Waltraut Haas und Erwin Strahl, Schauspieler; Ulrich Pleitgen, Schauspieler; Katharina Thalbach, Schauspielerin und Regisseurin.
22:35 ZDF: aspekte
Es begann alles um 1900 - und natürlich in Frankreich: Ob man diese Zeitschriften
nun als unterhaltsame Lektüre für den Herrn, "Nudie Books"
oder "Girly Magazines" bezeichnet: Dieses Genre hat eine reiche internationale
Geschichte. Dian Hanson, seit 25 Jahren Redakteurin solcher
Medien, zeichnet in dem Buch „The
History of Girly Magazines“
seine Entwicklung vom 19. Jahrhundert in Frankreich über die Ära des
Jazz, zwei Weltkriege, die brustfixierten 1950er Jahre bis zum Ende der Swinging
Sixties nach. Sie zeigt Magazine aus Argentinien, England, Frankreich, Deutschland,
Mexiko und den Vereinigten Staaten. Jede einzelne Ausgabe ist ein Kunstwerk
ihrer Zeit. (mehr...)
Spektakuläre Literatur und dazu eine spektakuläre Lebensgeschichte
- gleich zwei gute Gründe, Ugo Riccarreli vorzustellen.
Er hat den besten italienischen Roman seit Jahren geschrieben. Sein preisgekröntes
Buch "Der
vollkommene Schmerz"
ist in Italien ein Bestseller. Bei uns hat es das Buch immerhin schon auf Platz
19 der Bestsellerlisten geschafft. Im Zentrum des "vollkommenen Schmerzes"
steht das Schicksal zweier Familien. Auf der einen Seite: Ein glühender
Anarchist, der für eine gerechtere Welt kämpft, auf der anderen ein
Opportunist, der sich allen Systemen anpasst, solange der Profit stimmt. Rebellion
und Unterwerfung, Glück und Scheitern, der Beginn der modernen Zeit und
die Kraft der Frauen - all das verwebt Riccarreli zu einem opulenten Epos. (mehr...)
Weitere Themen:
- Düstere Visionen - aspekte spricht mit Ayaan Hirsi Ali über Migration
- Hitlers Enkel: Der Terror der RAF
Die Sendung ist zeitgleich auch als Video-Livestream im Internet zu sehen.
23:30 SWR: Nachtkultur
Immer mehr Menschen versuchen illegal in die EU-Staaten einzuwandern. Vor allem
Spanien und Italien sind Ziele der sogenannten afrikanischen Bootsflüchtlinge,
die sich zum Teil unter widrigsten Umständen auf den Weg machen, um bei
uns ein besseres Leben zu finden. Klaus Brinkbäumer lässt
die Betroffenen in seinem Buch "Der Traum vom Leben - Eine afrikanische Odyssee" zu Wort kommen. Der Spiegel-Reporter hat sich auf die Flüchtlingsroute
quer durch sieben afrikanische Staaten begeben. Nachtkultur über die bisher
kaum bekannten Hintergründe der Armutsflüchtlinge aus Afrika. (mehr...)
Weitere Themen:
- Promi-Aufmarsch in Stuttgart: Impressionen von der Bambi-Verleihung
- Visconti auf der Bühne. Die Uraufführung "I fratelli" am Stuttgarter Ballett
- Kein Ende in Sicht. Warum die Raubkunst weiter für Schlagzeilen sorgt
03:42 SWR: Leute night
- 03:42 Achim Reichel, Musiker (Folge 844)
- 04:16 Lilo Friedrich, ehem. Bundestagsabgeordnete (Folge 835)
- 04:41 Gunter Gabriel, Schlagersänger (Folge 615)
03:55 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 19:20 Uhr
(Alle Informationen auf dieser Seite unter Verwendung von Senderangaben und Verlagsinfos.)


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