Bücher im Fernsehen, Freitag 15.12.06
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Besprochene Titel: Klaus Stern / Jörg Herrmann: Andreas
Baader. Das Leben eines Staatsfeindes Thema:
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| Programmschema: |
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| 06:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 08:00 | arte: Kultur |
| 09:00 | arte: Kultur |
| 09:05 | 3sat: Kulturzeit |
| 11:15 | RBB: Stilbruch |
| 11:20 | arte: Kultur |
| 13:00 | MDR: artour |
| 18:45 | NDR: DAS! |
| 19:20 | 3sat: Kulturzeit |
| 20:00 | arte: Kultur |
| 22:00 | NDR/HR: 3nach9 |
| 23:05 | ZDF: aspekte |
| 23:29 | SWR: Nachtkultur |
| 00:00 | SWR: Literatur im Foyer |
| 03:55 | 3sat: Kulturzeit |
| 05:20 | ZDF: aspekte |
06:20 3sat Kulturzeit
Wiederholung vom Vorabend
- Eine Kommission und Tausende von Knochen: Seit zehn Jahren rollt Südafrika die Verbrechen des Apartheid-Regimes auf
- Belgien ist Geschichte: Eine fiktive Fernseh-Reportage versetzt das Land in Aufregung
- Ganz in rot: Ona B's geheimnisvoll-erotische Kunst in Wien
- Die RAF und der 11. September 2001: Über alten und neuen Terrorismus
08:00 arte: Kultur
Wiederholung vom Vorabend.
Der Hannah-Arendt-Preis 2006 geht an die französische Psychoanalytikerin,
Philosophin und Schriftstellerin Julia Kristeva, wohl in erster Linie für
ihr Werk: Das
weibliche Genie, Bd.1, Hannah Arendt ,
laut Laudation für ihren interdisziplinären Ansatz, mit dem sie dem
Wesen der Philosophin auf die Spur zu kommen versuchte und ihrer Fähigkeit,
öffentlich zu denken - was immer das im Einzelnen bedeuten soll.
Themen:
- Tschaikowskys Nussknacker im Londoner Coliseum: Design Gerald Scarfe
- Ehrenoskar für Ennio Morricone
- Hector Obalk über Maurice Denis
09 :00 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
09:05 3sat: Kulturzeit
Wiederholung von 6:20 Uhr
11:15 RBB: Stilbruch
Wiederholung vom Vortag.
Im Buch "Andreas
Baader. Das Leben eines Staatsfeindes"
von Klaus Stern und Jörg Herrmann sind erstmals Briefe
veröffentlicht, die der RAF-Terrorist Andreas Baader aus dem Gefängnis
an seine Lebensgefährtin Ello Michel geschrieben hat.
Baader, geboren 1943 in München, wurde 1977 wegen vierfachen Mordes und
mehrerer Mordversuche zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach der gescheiterten
Entführung der »Landshut« auf dem Flughafen in Mogadischu,
mit der die Freilassung von 11 RAF-Häftlingen erpresst werden sollte, beging
er am 18. Oktober 1977 in Stammheim Selbstmord. Erstmals äußern sich
hier Zeitzeugen, Menschen aus dem privaten Umfeld Baaders und aus seiner Familie,
etwa Suse Henkel, die Tochter von Andreas Baader und Ello Michel. Die Liebesbriefe
zwischen Andreas Baader und Ello Michel wurden den Autoren zugänglich gemacht.
Hinzu kommen zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos aus den Kinder-
und Jugendtagen wie aus Untergrund und Gefängnis. Auch die tragische Familiengeschichte
der Baaders, vor allem die des Baader sehr nahe stehenden Onkels, eines Solotänzers
und Schauspielers, wird zum ersten Mal erzählt.
Weitere Themen:
- Portrait: Dagmar Manzel
- Die lange Nacht der Filme in Moabit
11:20 arte: Kultur
Wiederholung von 8:00 Uhr
13:00 MDR: artour
In seinem Buch "Ratloser
Übergang. In meinem neuen Deutschland"
erzählt der Kabarettist Bernd-Lutz Lange vom Wunder der
Maueröffnung und vom Übergang vom geteilten zum vereinigten Land:
17 Jahre sind vergangen, seit Schabowski den legendären Zettel hervorzog
und erklärte, daß die Bürger der DDR nun uneingeschränkt
reisen dürften. Auf einmal geschah, woran niemand mehr geglaubt hatte -
die Grenze war offen! Die Menschen aus Ost und West lagen sich in den Armen.
Doch über Nacht wurde alles anders: Neue Arbeit oder gar keine, und fast
das ganze ostdeutsche Volk zog um. Die im Osten Gebliebenen hatten gegenüber
denen, die "abgehauen" waren, einen großen Vorteil: Sie erlebten
den Kapitalismus wenigstens in der Heimat. - 17 Jahre sind vergangen, in denen
fast nichts nahtlos, aber vieles ratlos verlief.
Sehr unsentimental und oft sympathisch-selbstironisch berichtet Marianne
Rosenberg über ihr Leben, auch von über 30 Jahre im deutschen
Show-Geschäft: Zum ersten Mal erzählt sie selbst, und ihr Buch "Kokolores"
erlaubt einen Blick auf diese Frau, wie man sie nicht kennt. Bereits mit sechs
Jahren will sie Sängerin werden. Bis sie vierzehn wird, ist es ein Spiel.
Dann gerät sie in die groteske Glitzerwelt des Showgeschäfts, und
irgendwann gibt es keine andere Wahl mehr, als zu singen. Mit Hilfe der Musik
gelingt es ihrer Familie und ihr, der Armut zu entkommen. Ihr Vater, der sie
in frühen Jahren managte, hatte als einer der wenigen den Holocaust überlebt.
Weitere Themen:
- Liebeserklärung an die Kindheit: "Vitus", der neue Fredi-Murer-Film
- Besucherschwund am Leipziger Bildermuseum
- Falsche Räuchermänner: Plagiate erzgebirgischer Holzkunst
18:30 Phönix: Das unglaubliche Leben der Bertha von Suttner
Wer war die Frau, die 1905 mit dem ersten Friedensnobelpreis ausgezeichnet
wurde? Mit dem Roman "Die Waffen nieder!" wurde Bertha von Suttner
Ende des 19. Jahrhunderts über Nacht berühmt und stellte ihr weiteres
Leben in den Dienst des Weltfriedens. Trotz ihres flammenden Engagements war
ihrer pazifistischen Bewegung vorerst kein Erfolg beschieden. Edith Stohl und
Klaus Hipfl porträtieren Bertha von Suttner und zeigen, wie schwer es für
Frauen vor hundert Jahren noch war, selbstbewusst ihren eigenständigen
Weg zu gehen.
19:20 3sat: Kulturzeit
Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren. Schauen Sie doch einfach mal auf der Homepage zur Sendung nach. Geplant sind zunächst folgende Themen:
- Ronald Dworkin
- Hörbuchtipp: Im
Schatten junger Mädchenblüte. 21 CDs
Eine Chronik der Belle Époque, ein Rückblick auf eine verlorene Zeit: Proust betört mit Beschreibungen der feinen Salons und schicken Restaurants, der Freuden der mondänen Strände der Normandie wie der der Champs-Élysées. Er verzaubert mit Marcels Befindlichkeiten angesichts seiner Liebe zu Gilberte und betört mit dem Charme der Mädchen am Strand. Was bleibt, sind die Erinnerungen an einen sonnendurchfluteten Sommer in Balbec … Ein großartiges literarisches Kunstwerk. Peter Matiæ trägt mit seiner Lesung die Farben der Belle Époque auf, modelliert die feinen Nuancen des Textes und macht die melodische Schönheit des Romans erfahrbar.
20:00 arte: Kultur
Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.
22:00 NDR/HR: 3nach9
Ein unberittenes Pferd innerhalb von nur 20 Minuten vor Tausenden von Zuschauern
an Sattel, Trense und Reiter gewöhnen, das schafft nur Monty Roberts. Und
seine beste Schülerin: Andrea Kutsch. Sie durfte als Auserwählte
an seine Seite treten und führt heute viele Tourneen mit ihm gemeinsam
durch. Was auf Zuschauer so geheimnisvoll wirkt, ist das Eingehen auf die nonverbale
Sprache der Pferde. Gewalt ist verpönt. Wie sonst soll man einem 600 Kilo
schweren Lebewesen vertrauen, das den Reiter gerade an einem senkrechten Felsabhang
entlang trägt? In diesem Buch "Die
Pferdeflüsterin erzählt"
erzählt Andrea Kutsch von ihren Schlüsselerlebnissen: vom ersten Pony,
von Wasser und Windsurfen, vom Wiedererwachen der Pferdeleidenschaft und von
der ersten Begegnung mit Monty Roberts. Richtig spannend sind ihre beeindruckenden
Momente während ihrer Pferdelehre und das überwältigende Wissen
und die unglaubliche Feinfühligkeit des Meisters. Ihre Botschaft: Träume
verwirklichen, wenn sie am stärksten sind, denn entscheidend ist die echte
Leidenschaft.
Die Sinne betörend, die Fantasie beflügelnd, alles verzehrend: Nach
Stefanie Gerckes Bestseller „Schatten im Wasser“
wird die epische Südafrikageschichte um Catherine und ihre Farm Inqaba
in „Feuerwind“
fortgeschrieben. Als der Zulukönig Cetshwayo im Winter 1878 an einem geheimen
Ort seinen inneren Rat zusammenruft, ist der unheilvolle Wind, den der weiße
Mann gesät hat, längst zu einem Sturm geworden. Die Schwarzen fühlen
sich bedroht von weißen Siedlern, die wie Heuschrecken über das Land
herfallen. Noch steht Inqaba, die Farm von Catherine und Johann, unter dem Schutz
des Königs, doch als ein geheimer Unbekannter mit Intrigen und Waffen die
Zulus aufhetzt, scheint das Paradies der Steinachs bedroht. Und weil Catherines
Sohn Stefan gegen alle Widerstände sein geliebtes Zulumädchen Lulamani
geheiratet hat, steht die Familie bald zwischen allen Fronten. Zudem macht Catherine
sich größte Sorgen um ihre unbeugsame Tochter Maria, die sich gegen
den Willen der Eltern auf den langen Weg nach Deutschland gemacht hat, um dort
Medizin zu studieren. Briefe kommen erst nach Wochen an, und so ahnt Maria im
kalten fernen Hamburg nicht, dass schon ein Funke genügt, um ihre Heimat
in Brand zu stecken.
Weitere Gäste:
- Diesmal mit folgenden Gästen: Eckart von Hirschhausen (Kabarettist und Arzt), Frank Plasberg (Moderator), Michael Poliza (Fotograf), Paavo Järvi (estnischer Stardirigent) und Sasha (Sänger).
23:05 ZDF: aspekte
Geplante Themen:
- Rückblick: Das Kulturjahr 2006
- Shoppen für Milliardäre: Die "Art Basel Miami Beach"
- Antikenschmuggel: Die Schatzinsel Schinoussa
Die Sendung ist zeitgleich auch als Video-Livestream im Internet zu sehen.
23:29 SWR: Nachtkultur
Am 19.12. 2006 wird die berühmte Meinungsforscherin 90 Jahre alt. Jetzt
erscheint ihre Autobiografie "Die
Erinnerungen"
- ein Spiegel der deutschen Zeitgeschichte. Die Grande Dame der Meinungsforschung
und Gründerin des Instituts für Demoskopie Allensbach prägte
als "Pythia vom Bodensee" das politische und wissenschaftliche Leben
in Deutschland. Sie beriet Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Helmut Kohl. Nach
Amerikaaufenthalten gründete sie 1947 mit ihrem Mann Erich-Peter Neumann
das Institut, das sich der Erforschung der öffentlichen Meinung und ihrer
Wirkung auf Politik und Gesellschaft widmet. In ihren brillant geschriebenen
Erinnerungen lässt Elisabeth Noelle-Neumann die großen
Momente ihres ereignisreichen Lebens Revue passieren. Nachtkultur gratuliert
zum Geburtstag. (mehr...)
In den 70-er Jahren brachte vor allem eine Farbe Glanz in unseren tristen Alltag:
Orange. Eine Farbe, wie geschaffen für das bunte Hippiejahrzehnt, sagt
man ihr doch nach, sie sei stimulierend und stimmungsaufhellend und stehe für
Kontaktfreudigkeit und die Bereitschaft für Neues. Sabine Weißler
hat dieser sinnlichen Farbe ein kleines, informatives Buch gewidmet: "Mein Orange - mehr als eine Generationenfarbe "
Es belegt, dass Orange für vieles steht - für Zeitgeist und Mode,
für Politik und Religion, manchmal sogar für ein Lebensgefühl.
Nachtkultur über eine Farbe und ihre vielen Botschaften. (mehr...)
Weitere Themen:
- Der scheue Hollywood-Star: Al Pacino
- "Der Nussknacker" einmal anders. Der Choreograph Marco Goecke
- Die Poetin des Punk. Patti Smith wird 60
00:00 SWR: Literatur im Foyer
Thema: Was die Welt im Innersten zusammenhält. Oskar Negt / Alexander
Kluge - der eine erzählt, der andere deutet Geschichte(n). Dreihundertfünfzig
neuen Geschichten von Alexander Kluge. Die Fortsetzung seiner großen Welt-Erzählung.
Erst kam die "Chronik
der Gefühle",
dann die "Lücke,
die der Teufel lässt
"
und jetzt "Tür
an Tür mit einem anderen Leben
".
Die Geschichten sind anders. Die Fragen sind die gleichen. Eine abenteuerliche
Gedankenreise, die, fast konsequent, bei
Oskar Negts Deutung von Goethes "Faust" als Handbuch der Politischen
Philosophie endet.
Weitere Gäste: Manfred Schneider (Literaturwissenschaftler, Universität Bochum), Meike Fessmann (Literaturkritikerin, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel), Stephan Speicher (Kulturjournalist, Berliner Zeitung)
05:20 ZDF: aspekte
Wiederholung von 22:30 Uhr
(Alle Angaben auf dieser Seite unter Einbeziehung der Senderinformationen und Verlagstexte. Sollte eine Sendung bestimmte Beiträge nicht bringen, liegt das aller Wahrscheinlichkeit nach an falschen Informationen der Sender, nicht an dieser Liste, die lediglich wiedergeben kann, was die Sender an Informationen zur Verfügung stellen. Keine Gewähr für falsche Recorder-Programmierungen.)


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