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Name:Ennka
Location:Hamburg, Germany

Freitag, Dezember 15, 2006

Bücher im Fernsehen, Freitag 15.12.06


Besprochene Titel:

Klaus Stern / Jörg Herrmann: Andreas Baader. Das Leben eines Staatsfeindes
Bernd-Lutz Lange: Ratloser Übergang
Marianne Rosenberg: Kokolores
Andrea Kutsch: Die Pferdeflüsterin erzählt
Stefanie Gercke: Feuerwind
Bertha von Suttner: Die Waffen nieder!
Marcel Proust: Im Schatten junger Mädchenblüten (Hörbuch)
Elisabeth Noelle-Neumann: Die Erinnerungen
Sabine Weißler: Mein Orange - mehr als eine Generationenfarbe
Alexander Kluge: Tür an Tür mit einem anderen Leben

Thema:

 


Programmschema:
06:20 3sat: Kulturzeit
08:00 arte: Kultur
09:00 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
11:15 RBB: Stilbruch
11:20 arte: Kultur
13:00 MDR: artour
18:45 NDR: DAS!
19:20 3sat: Kulturzeit
20:00 arte: Kultur
22:00 NDR/HR: 3nach9
23:05 ZDF: aspekte
23:29 SWR: Nachtkultur
00:00 SWR: Literatur im Foyer
03:55 3sat: Kulturzeit
05:20 ZDF: aspekte

 

06:20 3sat Kulturzeit

Wiederholung vom Vorabend

08:00 arte: Kultur

Wiederholung vom Vorabend.

Der Hannah-Arendt-Preis 2006 geht an die französische Psychoanalytikerin, Philosophin und Schriftstellerin Julia Kristeva, wohl in erster Linie für ihr Werk: Das weibliche Genie, Bd.1, Hannah Arendt , laut Laudation für ihren interdisziplinären Ansatz, mit dem sie dem Wesen der Philosophin auf die Spur zu kommen versuchte und ihrer Fähigkeit, öffentlich zu denken - was immer das im Einzelnen bedeuten soll.

Themen:

  • Tschaikowskys Nussknacker im Londoner Coliseum: Design Gerald Scarfe
  • Ehrenoskar für Ennio Morricone
  • Hector Obalk über Maurice Denis



09 :00 arte: Kultur

Wiederholung von 8:00 Uhr

 

09:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 6:20 Uhr

 

11:15 RBB: Stilbruch

Wiederholung vom Vortag.

Im Buch "Andreas Baader. Das Leben eines Staatsfeindes" von Klaus Stern und Jörg Herrmann sind erstmals Briefe veröffentlicht, die der RAF-Terrorist Andreas Baader aus dem Gefängnis an seine Lebensgefährtin Ello Michel geschrieben hat.
Baader, geboren 1943 in München, wurde 1977 wegen vierfachen Mordes und mehrerer Mordversuche zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach der gescheiterten Entführung der »Landshut« auf dem Flughafen in Mogadischu, mit der die Freilassung von 11 RAF-Häftlingen erpresst werden sollte, beging er am 18. Oktober 1977 in Stammheim Selbstmord. Erstmals äußern sich hier Zeitzeugen, Menschen aus dem privaten Umfeld Baaders und aus seiner Familie, etwa Suse Henkel, die Tochter von Andreas Baader und Ello Michel. Die Liebesbriefe zwischen Andreas Baader und Ello Michel wurden den Autoren zugänglich gemacht. Hinzu kommen zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos aus den Kinder- und Jugendtagen wie aus Untergrund und Gefängnis. Auch die tragische Familiengeschichte der Baaders, vor allem die des Baader sehr nahe stehenden Onkels, eines Solotänzers und Schauspielers, wird zum ersten Mal erzählt.

Weitere Themen:

  • Portrait: Dagmar Manzel
  • Die lange Nacht der Filme in Moabit

 

11:20 arte: Kultur

Wiederholung von 8:00 Uhr

 

13:00 MDR: artour

In seinem Buch "Ratloser Übergang. In meinem neuen Deutschland" erzählt der Kabarettist Bernd-Lutz Lange vom Wunder der Maueröffnung und vom Übergang vom geteilten zum vereinigten Land: 17 Jahre sind vergangen, seit Schabowski den legendären Zettel hervorzog und erklärte, daß die Bürger der DDR nun uneingeschränkt reisen dürften. Auf einmal geschah, woran niemand mehr geglaubt hatte - die Grenze war offen! Die Menschen aus Ost und West lagen sich in den Armen. Doch über Nacht wurde alles anders: Neue Arbeit oder gar keine, und fast das ganze ostdeutsche Volk zog um. Die im Osten Gebliebenen hatten gegenüber denen, die "abgehauen" waren, einen großen Vorteil: Sie erlebten den Kapitalismus wenigstens in der Heimat. - 17 Jahre sind vergangen, in denen fast nichts nahtlos, aber vieles ratlos verlief.

Sehr unsentimental und oft sympathisch-selbstironisch berichtet Marianne Rosenberg über ihr Leben, auch von über 30 Jahre im deutschen Show-Geschäft: Zum ersten Mal erzählt sie selbst, und ihr Buch "Kokolores" erlaubt einen Blick auf diese Frau, wie man sie nicht kennt. Bereits mit sechs Jahren will sie Sängerin werden. Bis sie vierzehn wird, ist es ein Spiel. Dann gerät sie in die groteske Glitzerwelt des Showgeschäfts, und irgendwann gibt es keine andere Wahl mehr, als zu singen. Mit Hilfe der Musik gelingt es ihrer Familie und ihr, der Armut zu entkommen. Ihr Vater, der sie in frühen Jahren managte, hatte als einer der wenigen den Holocaust überlebt.

Weitere Themen:

  • Liebeserklärung an die Kindheit: "Vitus", der neue Fredi-Murer-Film
  • Besucherschwund am Leipziger Bildermuseum
  • Falsche Räuchermänner: Plagiate erzgebirgischer Holzkunst

 

18:30 Phönix: Das unglaubliche Leben der Bertha von Suttner

Wer war die Frau, die 1905 mit dem ersten Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde? Mit dem Roman "Die Waffen nieder!" wurde Bertha von Suttner Ende des 19. Jahrhunderts über Nacht berühmt und stellte ihr weiteres Leben in den Dienst des Weltfriedens. Trotz ihres flammenden Engagements war ihrer pazifistischen Bewegung vorerst kein Erfolg beschieden. Edith Stohl und Klaus Hipfl porträtieren Bertha von Suttner und zeigen, wie schwer es für Frauen vor hundert Jahren noch war, selbstbewusst ihren eigenständigen Weg zu gehen.

 

19:20 3sat: Kulturzeit

Eine wirkliche Themenübersicht wird sich erst heute im Laufe des Tages herauskristallisieren. Schauen Sie doch einfach mal auf der Homepage zur Sendung nach. Geplant sind zunächst folgende Themen:

  • Ronald Dworkin
  • Hörbuchtipp: Im Schatten junger Mädchenblüte. 21 CDs
    Eine Chronik der Belle Époque, ein Rückblick auf eine verlorene Zeit: Proust betört mit Beschreibungen der feinen Salons und schicken Restaurants, der Freuden der mondänen Strände der Normandie wie der der Champs-Élysées. Er verzaubert mit Marcels Befindlichkeiten angesichts seiner Liebe zu Gilberte und betört mit dem Charme der Mädchen am Strand. Was bleibt, sind die Erinnerungen an einen sonnendurchfluteten Sommer in Balbec … Ein großartiges literarisches Kunstwerk. Peter Matiæ trägt mit seiner Lesung die Farben der Belle Époque auf, modelliert die feinen Nuancen des Textes und macht die melodische Schönheit des Romans erfahrbar.

 

20:00 arte: Kultur

Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.

 

22:00 NDR/HR: 3nach9

Ein unberittenes Pferd innerhalb von nur 20 Minuten vor Tausenden von Zuschauern an Sattel, Trense und Reiter gewöhnen, das schafft nur Monty Roberts. Und seine beste Schülerin: Andrea Kutsch. Sie durfte als Auserwählte an seine Seite treten und führt heute viele Tourneen mit ihm gemeinsam durch. Was auf Zuschauer so geheimnisvoll wirkt, ist das Eingehen auf die nonverbale Sprache der Pferde. Gewalt ist verpönt. Wie sonst soll man einem 600 Kilo schweren Lebewesen vertrauen, das den Reiter gerade an einem senkrechten Felsabhang entlang trägt? In diesem Buch "Die Pferdeflüsterin erzählt" erzählt Andrea Kutsch von ihren Schlüsselerlebnissen: vom ersten Pony, von Wasser und Windsurfen, vom Wiedererwachen der Pferdeleidenschaft und von der ersten Begegnung mit Monty Roberts. Richtig spannend sind ihre beeindruckenden Momente während ihrer Pferdelehre und das überwältigende Wissen und die unglaubliche Feinfühligkeit des Meisters. Ihre Botschaft: Träume verwirklichen, wenn sie am stärksten sind, denn entscheidend ist die echte Leidenschaft.

Die Sinne betörend, die Fantasie beflügelnd, alles verzehrend: Nach Stefanie Gerckes Bestseller „Schatten im Wasser“ wird die epische Südafrikageschichte um Catherine und ihre Farm Inqaba in „Feuerwind“ fortgeschrieben. Als der Zulukönig Cetshwayo im Winter 1878 an einem geheimen Ort seinen inneren Rat zusammenruft, ist der unheilvolle Wind, den der weiße Mann gesät hat, längst zu einem Sturm geworden. Die Schwarzen fühlen sich bedroht von weißen Siedlern, die wie Heuschrecken über das Land herfallen. Noch steht Inqaba, die Farm von Catherine und Johann, unter dem Schutz des Königs, doch als ein geheimer Unbekannter mit Intrigen und Waffen die Zulus aufhetzt, scheint das Paradies der Steinachs bedroht. Und weil Catherines Sohn Stefan gegen alle Widerstände sein geliebtes Zulumädchen Lulamani geheiratet hat, steht die Familie bald zwischen allen Fronten. Zudem macht Catherine sich größte Sorgen um ihre unbeugsame Tochter Maria, die sich gegen den Willen der Eltern auf den langen Weg nach Deutschland gemacht hat, um dort Medizin zu studieren. Briefe kommen erst nach Wochen an, und so ahnt Maria im kalten fernen Hamburg nicht, dass schon ein Funke genügt, um ihre Heimat in Brand zu stecken.

Weitere Gäste:

  • Diesmal mit folgenden Gästen: Eckart von Hirschhausen (Kabarettist und Arzt), Frank Plasberg (Moderator), Michael Poliza (Fotograf), Paavo Järvi (estnischer Stardirigent) und Sasha (Sänger).

 

23:05 ZDF: aspekte

Geplante Themen:

  • Rückblick: Das Kulturjahr 2006
  • Shoppen für Milliardäre: Die "Art Basel Miami Beach"
  • Antikenschmuggel: Die Schatzinsel Schinoussa

 

Die Sendung ist zeitgleich auch als Video-Livestream im Internet zu sehen.

 

23:29 SWR: Nachtkultur

Am 19.12. 2006 wird die berühmte Meinungsforscherin 90 Jahre alt. Jetzt erscheint ihre Autobiografie "Die Erinnerungen" - ein Spiegel der deutschen Zeitgeschichte. Die Grande Dame der Meinungsforschung und Gründerin des Instituts für Demoskopie Allensbach prägte als "Pythia vom Bodensee" das politische und wissenschaftliche Leben in Deutschland. Sie beriet Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Helmut Kohl. Nach Amerikaaufenthalten gründete sie 1947 mit ihrem Mann Erich-Peter Neumann das Institut, das sich der Erforschung der öffentlichen Meinung und ihrer Wirkung auf Politik und Gesellschaft widmet. In ihren brillant geschriebenen Erinnerungen lässt Elisabeth Noelle-Neumann die großen Momente ihres ereignisreichen Lebens Revue passieren. Nachtkultur gratuliert zum Geburtstag. (mehr...)

In den 70-er Jahren brachte vor allem eine Farbe Glanz in unseren tristen Alltag: Orange. Eine Farbe, wie geschaffen für das bunte Hippiejahrzehnt, sagt man ihr doch nach, sie sei stimulierend und stimmungsaufhellend und stehe für Kontaktfreudigkeit und die Bereitschaft für Neues. Sabine Weißler hat dieser sinnlichen Farbe ein kleines, informatives Buch gewidmet: "Mein Orange - mehr als eine Generationenfarbe " Es belegt, dass Orange für vieles steht - für Zeitgeist und Mode, für Politik und Religion, manchmal sogar für ein Lebensgefühl. Nachtkultur über eine Farbe und ihre vielen Botschaften. (mehr...)

Weitere Themen:

 

00:00 SWR: Literatur im Foyer

Thema: Was die Welt im Innersten zusammenhält. Oskar Negt / Alexander Kluge - der eine erzählt, der andere deutet Geschichte(n). Dreihundertfünfzig neuen Geschichten von Alexander Kluge. Die Fortsetzung seiner großen Welt-Erzählung. Erst kam die "Chronik der Gefühle", dann die "Lücke, die der Teufel lässt" und jetzt "Tür an Tür mit einem anderen Leben". Die Geschichten sind anders. Die Fragen sind die gleichen. Eine abenteuerliche Gedankenreise, die, fast konsequent, bei
Oskar Negts Deutung von Goethes "Faust" als Handbuch der Politischen Philosophie endet.

Weitere Gäste: Manfred Schneider (Literaturwissenschaftler, Universität Bochum), Meike Fessmann (Literaturkritikerin, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel), Stephan Speicher (Kulturjournalist, Berliner Zeitung)

 

05:20 ZDF: aspekte

Wiederholung von 22:30 Uhr

 

(Alle Angaben auf dieser Seite unter Einbeziehung der Senderinformationen und Verlagstexte. Sollte eine Sendung bestimmte Beiträge nicht bringen, liegt das aller Wahrscheinlichkeit nach an falschen Informationen der Sender, nicht an dieser Liste, die lediglich wiedergeben kann, was die Sender an Informationen zur Verfügung stellen. Keine Gewähr für falsche Recorder-Programmierungen.)