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Location:Hamburg, Germany

Samstag, Dezember 16, 2006

Bücher im Fernsehen, Samstag 16.12.06


Besprochene Titel:

Dieter Thomas Heck: Weihnachtsgeschichten für Millionen
Sabine Kuegler: Ruf des Dschungel
Vadim Glowna: Der Geschichtenerzähler
Bertha von Suttner: Die Waffen nieder!
Katinka Neureuter: Zu Gast bei prominenten Hunden
Andreas Cellarius: Harmonia Macrocosmica
Cees Nooteboom: Tumbas - Gräber von Dichtern und Denkern
Judith Schalansky: Fraktur mon Amour
Jonathan Swift : Gullivers Reisen
Andrea Kutsch: Die Pferdeflüsterin erzählt
Stefanie Gercke: Feuerwind
Max Goldt: Für Nächte am offenen Fenster
William Kotzwinkle: Ein Bär will nach oben

Themen:

Bücher im Mittelalter
Johannes Gutenberg

Programmschema:
06:20 3sat: Kulturzeit
06:20 SWR: Mittelalterliche Buchkultur - Das Buch im Mittelalter
06:30 SWR: Mittelalterliche Buchkultur - Lesen und Schreiben im Mittelalter
06:20 SWR: Johannes Gutenberg und der Buchdruck
08:45 arte: Kultur
09:05 3sat: Kulturzeit
10:00 HR: 3nach9
10:15 3sat: Kulturplatz
14:30 Phönix: Das unglaubliche Leben der Bertha von Suttner
20:00 arte: Kultur
22:30 WDR: Was liest du?
23:15 arte: metropolis
02:30 SWR: Leute night

 

06:20 3sat Kulturzeit

Wiederholung vom Vortag.

Hörbuchtipp: Im Schatten junger Mädchenblüte. 21 CDs
Eine Chronik der Belle Époque, ein Rückblick auf eine verlorene Zeit: Proust betört mit Beschreibungen der feinen Salons und schicken Restaurants, der Freuden der mondänen Strände der Normandie wie der der Champs-Élysées. Er verzaubert mit Marcels Befindlichkeiten angesichts seiner Liebe zu Gilberte und betört mit dem Charme der Mädchen am Strand. Was bleibt, sind die Erinnerungen an einen sonnendurchfluteten Sommer in Balbec … Ein großartiges literarisches Kunstwerk. Peter Matic trägt mit seiner Lesung die Farben der Belle Époque auf, modelliert die feinen Nuancen des Textes und macht die melodische Schönheit des Romans erfahrbar.

Weitere Themen der Sendung:

06:20 SWR: Mittelalterliche Buchkultur - Das Buch im Mittelalter

In dieser Sendung stehen die Aspekte „Schriftträger“ sowie „Buch und Buchproduktion“ im Mittelpunkt des Interesses. Im Besonderen werden folgende Themen behandelt: Christentum als Buchkultur, Pergamentherstellung im Mittelalter, die Kunst des Schreibens, die Welt des Skriptoriums, Form und Aufbau mittelalterlicher Bücher, Schreibmaterialien (technisch-handwerkliche Gesichtspunkte).

 

06:50 SWR: Mittelalterliche Buchkultur - Lesen und Schreiben im Mittelalter

Ausgehend von den Kulturtechniken „Lesen und Schreiben“ werden die Aspekte „Buch, Markt und Lesen im Mittelalter“ behandelt. Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern bedeutet das Ende der mittelalterlichen Buchkultur. Zu den kultur- und sozialgeschichtlichen Auswirkungen des Printmediums gehören die neue Bedeutsamkeit von Texten und die Notwendigkeit der Alphabetisierung.

 

07:20 SWR: Johannes Gutenberg und der Buchdruck

1450 verändert eine Erfindung die Welt: Das Buchdruckverfahren des Mainzers Johannes Gutenberg ermöglicht es, Bücher in hoher Stückzahl und relativ preiswert zu vervielfältigen. Die technische Grundlage für die geistigen, politischen und religiösen Veränderungen der nachfolgenden Jahrhunderte ist geschaffen.
Eine geniale Idee verhilft Gutenberg zum Durchbruch: Er zerlegt einen vorliegenden Text in seine Bestandteile: in Buchstaben, Satzzeichen und häufig vorkommende Buchstabenkombinationen, so genannte Ligaturen.
Diese werden dann als einzelne Lettern für den Druck zu Wörtern, Zeilen und Seiten zusammengefügt. Die Lettern werden als wieder verwendbare Buchstaben gegossen. Um eine auf diese Weise gestaltete vollständige Seite drucken zu können, entwickelt Gutenberg eigens eine Presse, für die ihm als Vorlage eine ursprünglich bei Weinbauern eingesetzte Traubenpresse dient. Der Film eignet sich für den Einsatz in Geschichte.

 

08:45 arte: Kultur

Wiederholung vom Vorabend.

Mit der Lupe der Erinnerung, entlang von erschütternden und zärtlichen Briefen und Fotografien schildert Vikram Seth eine wahre Liebesgeschichte zwischen Berlin und London, die das 20. Jahrhundert umspannt. In "Zwei Leben" erzählt er zärtlich und präzise von einer wahren Liebe, die ein Jahrhundert umspannt. Mit zurückschauender Sehnsucht berichtet er von zwei Menschen, seinem Onkel Shanti und Tante Henny, die sich an der Wegkreuzung von indischer Diaspora und jüdischem Exil trafen: ein bewegendes Denkmal und erzählerisches Kunststück zugleich."Nimm den Schwarzen nicht", sagt Henny zu ihrer Mutter und meint den jungen Inder an der Tür. Doch Shanti, der im Berlin der dreißiger Jahre Zahnarzt werden will, bekommt das Zimmer in der Bleibtreustraße - und das wird Hennys Glück. Shanti, von den Nazis verdrängt, kann erst in London praktizieren, und dort steht 1939 plötzlich Henny an der Victoria Station - als einziger Jüdin aus dem Freundeskreis ist ihr die Flucht gelungen.

Weitere Themen:

 

08:45 WDR: west.art

Von 1981 bis 2000 arbeitete Axel Hacke als Reporter und Streiflicht-Autor bei der Süddeutschen Zeitung, für deren Magazin er bis heute unter dem Titel "Das Beste aus meinem Leben" seit Jahren eine viel gelesene Alltagskolumne schreibt: Berichte aus dem Alltag eines Mannes in den besten Jahren, seiner Ehefrau Paola und des kleinen Sohnes Luis sowie natürlich des sprechenden Kühlschranks Bosch. Im nun vorliegenden ersten Auswahl-Band sind die schönsten und beliebtesten dieser Geschichten voller Witz und Melancholie versammelt, also: das Beste vom Besten - und die Vorlage für die gleichnamige TV-Serie im Ersten.

Folgende Bücher stellt Denis Scheck in der Sendung vor:

  • Zu Gast bei prominenten Hunden
    Warum hält Alexandra Oetker Mischlingshunde, was verbindet Ferdinand Alexander Porsche und Rocky, wieso fängt der Jagdhund von sabine und Michael Käfer am liebsten Fische, wie lernten sich Heidelinde Weis und Emma kennen, wollte Brigitte von Boch schon immer drei Hunde haben, was denkt das Ehepaar Coats über deutsche Hundebesitzer....? 'Zu Gast bei prominenten Hunden' hat sie alle und noch einige mehr besucht, erzählt ihre Geschichten, erlaubt Einblicke in ihr Leben.
  • Andreas Cellarius: Harmonia Macrocosmica
    Die Sammlung von Himmelsatlanten des niederländisch-deutschen Mathematikers und Kosmografen Andreas Cellarius (ca. 1596-1665) lässt ein Meisterstück aus den goldenen Zeiten der Himmelskartografie wieder aufleben. 1660 zum ersten Mal in der Harmonia Macrocosmica veröffentlicht, zeigen die 29 Karten und die ungewöhnlichen Detailarbeiten die Himmelsbilder von Claudius Ptolemy, Nicolas Copernicus und Tycho Brahe, die Bahnen von Sonne, Mond und Planeten sowie Sternbilder aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Atlas von Cellarius, an den Rändern verziert mit Engeln, Astronomen und astronomischen Instrumenten, ist eines der spektakulärsten Werke in der Geschichte der Astronomie. Dieser Nachdruck der handkolorierten und vollständigen Ausgabe der Universitätsbibliothek Amsterdam beinhaltet eine illustrierte Einführung von Robert van Gent, einem der führenden Cellarius-Forscher, fasst die Historie der Himmelskartografie von der Antike bis zum späten 17./frühen 18. Jahrhundert zusammen und zeichnet Leben und Werk von Andreas Cellarius nach. Van Gent diskutiert zudem den geschichtlichen und kulturellen Kontext sowie die Bedeutung des Atlasses und liefert detaillierte Beschreibungen der Karten - das Meisterwerk von Andreas Cellarius und seinem Verleger Johannes Janssonius wird damit für den heutigen Leser rundum verständlich.
  • Cees Nooteboom: Tumbas - Gräber von Dichtern und Denkern
    "... Auch zwischen Tausenden von Grabsteinen habe ich nie das Gefühl, daß ich bei einem Toten zu Besuch komme. Das Verhältnis ist immer ein persönliches, auch zu Dichtern, die schon so lange tot sind wie Vergil, Hölderlin, Leopardi. Sie gehören zu meinem Leben, weil sie dieses Leben auf die unterschiedlichste Weise und in den unterschiedlichsten Augenblicken begleitet haben ...". Cees Nooteboom, der die Kontinente bereist und die Welten der Literatur durchwandert hat, besucht seine "geliebten Toten", wo immer er sie findet, um Zwiesprache mit ihnen zu halten, sich ihrer Worte, ihrer Unsterblichkeit zu versichern. Er pilgerte zu Keats und Shelley auf den "Friedhof der Fremden" in Rom, wo auch Goethes Sohn und die Söhne Wilhelm von Humboldts liegen; zu Thomas Mann, James Joyce und Elias Canetti nach Zürich; zu Balzac, Proust und Nerval auf dem Pariser Père Lachaise; zu Brecht und Hegel, die nah nebeneinander auf einem kleinen Friedhof im Osten Berlins begraben sind. Die Gedanken, die er sich angesichts der so verschiedenartigen letzten Ruhestätten großer Dichter, Schriftsteller und Philosophen gemacht hat, die Verse und Worte, die sie in ihm wachriefen, sind wie immer bei Nooteboom lesenswert und überaus anregend. Simone Sassen, als Photographin auf Kulturreisen spezialisiert, hat gemeinsam mit ihrem Mann Cees Nooteboom bereits zwei Bücher veröffentlicht: Road to Santiago und Berlin Notes.
  • Judith Schalansky: Fraktur mon Amour
    Jahrzehnte lebten sie am Rand des Vergessens allenfalls auf Wirtshausschildern und in Zeitungsköpfen, heute feiern gebrochene Schriften in Mode, Grafikdesign, Musik und Trendkommunikation ein fröhlich-freches Comeback. Nike schreibt Fraktur. Und Reebok. Sie ziert Shirts und Plakate, Szene-Flyer und nackte Haut. Und das, obwohl ganze Generationen behaupten, sie nicht lesen zu können und sich das Gerücht der „Nazischrift“ entgegen aller historischer Aufklärung hartnäckig hält. Es muss etwas dran sein, an den Formen der Fraktur. Judith Schalansky stellt über 300 gebrochene Schriften vor, darunter sowohl die schönsten Klassiker in originalgetreuen Zeichnungen als auch zeitgenössische Neuschöpfungen. Alle in kompletten Figurenverzeichnissen. Es lädt zum Entdecken des Formenreichtums ebenso ein, wie zur Renaissance und Connaissance der Fraktur. Das handschmeichelnde Kunstlederbändchen mit pinkem Blattschnitt öffnet die Türen zu Jugendszenen und vergessenen Schätzen, die beiliegende CD-ROM mit über 100 Fonts erlaubt es – auch dank der wichtigsten Satzregeln für gebrochenen Schriften – der Lust auf diese Schriften gleich freien Lauf zu lassen.
  • Jonathan Swift : Gullivers Reisen
    Als naiver Gutmensch geht der Schiffsarzt Gulliver auf Reisen, um am Ende seiner phantastischen Abenteuer als desillusionierter Menschenverächter heimzukehren. Allein durch die Verschiebung der Größenverhältnisse im Zwergenland Lilliput und in Brobdingnag, dem Land der Riesen, ist alles menschliche Treiben der Lächerlichkeit preisgegeben. Während er in Lilliput eine ganze Kriegsflotte mit einer Hand übers Meer ziehen kann und sein Appetit eine Hungersnot auszulösen droht, muß er unter den Riesen selbst als Spielzeug in der Hand eines Säuglings um sein Leben fürchten. Die mit unerschöpflicher Fabulierlust bis ins Detail realistisch und plausibel gestalteten Erlebnisse Gullivers in den fremden Reichen sind gespickt mit Seitenhieben auf Staat und Stände, Kirche und Wissenschaft, Philosophie und Rechtswesen. Auch wenn sich nicht mehr jede Anspielung von selbst erschließt, bleibt die Kritik in ihrem Kern gültig. So liest sich etwa der berühmte Disput um die richtige Technik des Eieraufschlagens, der auf einen aktuellen theologischen Streit gemünzt war, als hochkomische Entlarvung dogmatischer Haarspalterei und ideologischer Verbohrtheit. Letztendlich ist es immer die Gattung Mensch an sich, der Swifts bitterster Spott gilt. Jede Episode wirft neue Schlaglichter auf deren Erbärmlichkeit und Selbstüberschätzung. Was Gulliver noch an Illusionen über sein Geschlecht geblieben ist, verliert er auf der letzten Station seiner Reisen. Im Land der intelligenten Pferde erfährt er, daß die Welt dieser allein der Vernunft gehorchenden Wesen um vieles «humaner» ist als alle Realität des vermeintlich vernünftigen Menschen. Die Ausgabe erscheint im Großformat 19 x 29 cm, ist fadengeheftet und mit Lesebändchen versehen. Satiniertes Naturpapier und 16 eigens für diesen Band gestaltete Graphiken von Anton Christian vervollständigen diese bibliophile Kostbarkeit.

Weitere Themen:

  • Der Himmel auf Erden. Kambodschas Göttliches Erbe Angkor Wat
  • Objektiv? Wie "Pro Köln" gegen den Bau der Moschee mobilmacht
  • Perspektive Straßenleben. Obdachlose fotografieren ihren Alltag
  • Liebevoll lebendig: die Figuren des Puppenspielers Andreas Förster

 

09:05 3sat: Kulturzeit

Wiederholung von 6:20 Uhr

 

10:00 HR: 3nach9

Ein unberittenes Pferd innerhalb von nur 20 Minuten vor Tausenden von Zuschauern an Sattel, Trense und Reiter gewöhnen, das schafft nur Monty Roberts. Und seine beste Schülerin: Andrea Kutsch. Sie durfte als Auserwählte an seine Seite treten und führt heute viele Tourneen mit ihm gemeinsam durch. Was auf Zuschauer so geheimnisvoll wirkt, ist das Eingehen auf die nonverbale Sprache der Pferde. Gewalt ist verpönt. Wie sonst soll man einem 600 Kilo schweren Lebewesen vertrauen, das den Reiter gerade an einem senkrechten Felsabhang entlang trägt? In diesem Buch "Die Pferdeflüsterin erzählt" erzählt Andrea Kutsch von ihren Schlüsselerlebnissen: vom ersten Pony, von Wasser und Windsurfen, vom Wiedererwachen der Pferdeleidenschaft und von der ersten Begegnung mit Monty Roberts. Richtig spannend sind ihre beeindruckenden Momente während ihrer Pferdelehre und das überwältigende Wissen und die unglaubliche Feinfühligkeit des Meisters. Ihre Botschaft: Träume verwirklichen, wenn sie am stärksten sind, denn entscheidend ist die echte Leidenschaft.

Die Sinne betörend, die Fantasie beflügelnd, alles verzehrend: Nach Stefanie Gerckes Bestseller „Schatten im Wasser“ wird die epische Südafrikageschichte um Catherine und ihre Farm Inqaba in „Feuerwind“ fortgeschrieben. Als der Zulukönig Cetshwayo im Winter 1878 an einem geheimen Ort seinen inneren Rat zusammenruft, ist der unheilvolle Wind, den der weiße Mann gesät hat, längst zu einem Sturm geworden. Die Schwarzen fühlen sich bedroht von weißen Siedlern, die wie Heuschrecken über das Land herfallen. Noch steht Inqaba, die Farm von Catherine und Johann, unter dem Schutz des Königs, doch als ein geheimer Unbekannter mit Intrigen und Waffen die Zulus aufhetzt, scheint das Paradies der Steinachs bedroht. Und weil Catherines Sohn Stefan gegen alle Widerstände sein geliebtes Zulumädchen Lulamani geheiratet hat, steht die Familie bald zwischen allen Fronten. Zudem macht Catherine sich größte Sorgen um ihre unbeugsame Tochter Maria, die sich gegen den Willen der Eltern auf den langen Weg nach Deutschland gemacht hat, um dort Medizin zu studieren. Briefe kommen erst nach Wochen an, und so ahnt Maria im kalten fernen Hamburg nicht, dass schon ein Funke genügt, um ihre Heimat in Brand zu stecken.

Weitere Gäste:

  • Diesmal mit folgenden Gästen: Eckart von Hirschhausen (Kabarettist und Arzt), Frank Plasberg (Moderator), Michael Poliza (Fotograf), Paavo Järvi (estnischer Stardirigent) und Sasha (Sänger).

 

10:15 3sat: Kulturplatz

Themen:

  • Der Ilisu-Staudamm – Schweizer Exportinteressen bedrohen türkisches Kulturerbe
  • Art Basel Miami – wie das Walliser Jung-Talent Valentin Carron lanciert wird
  • Ray – die kreative Frau im Schatten des Design-Gurus Charles Eames
  • Krieg auf der Bühne – das israelische Theater ringt um neue Perspektiven
  • Interview mit Eran Baniel, Leiter des internationalen israelischen Theatertreffens 2006

 

14:00 Phönix: Das unglaubliche Leben der Bertha von Suttner

Wer war die Frau, die 1905 mit dem ersten Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde? Mit dem Roman "Die Waffen nieder!" wurde Bertha von Suttner Ende des 19. Jahrhunderts über Nacht berühmt und stellte ihr weiteres Leben in den Dienst des Weltfriedens. Trotz ihres flammenden Engagements war ihrer pazifistischen Bewegung vorerst kein Erfolg beschieden. Edith Stohl und Klaus Hipfl porträtieren Bertha von Suttner und zeigen, wie schwer es für Frauen vor hundert Jahren noch war, selbstbewusst ihren eigenständigen Weg zu gehen.

 

20:00 arte: Kultur

Die große Kulturwundertüte artes: Keiner weiß, was drin sein wird. Aber es lohnt sich allemal, sie aufzumachen. :-) Wie immer mit einer bunten Mischung aus kulturellen Versatzstücken aller Couleur.

 

22:20 SWR: Frank Elstner - Menschen der Woche

Er ist ein Urgestein der deutschen Fernsehunterhaltung und einer der beliebtesten ZDF-Moderatoren: Dieter Thomas Heck. Seine Aufgabe sieht er darin, Menschen zu unterhalten und Freude zu bereiten. Genau das will er auch mit seinem Weihnachts-Lesebuch: Weihnachtsgeschichten für Millionen - unterhaltsame und besinnliche Momente schenken. Mit Geschichten von: Hans Christian Andersen, Hans Fallada, Karl Haiding, Agnes Harder, Selma Lagerlöf, Theodor Storm, Horst Weimann u.a

Ende Oktober 2005 kehrte Sabine Kuegler nach 15 Jahren für vier Wochen zurück in den Dschungel von West-Papua, zu ihren Fayu, mit denen sie ihre Kindheit und zwölf Jahre ihres Lebens verbracht hatte. Sie musste erkennen, dass die Menschen und ihr Lebensraum mittlerweile bedroht sind. Es entstand ihr zweites Buch "Ruf des Dschungels": Das abgeschiedene Leben der Fayu ist bedroht, die Zivilisation unaufhaltsam auf dem Vormarsch, mächtige wirtschaftliche Interessen drängen den Dschungel immer weiter zurück und gefährden das Leben der Ureinwohner. Und Sabine Kuegler erkennt: Sie muss das Kind in sich zurücklassen, um den Ort und die Menschen ihrer Kindheit zu retten. Doch der Abschied von der Unschuld enthält auch ein Versprechen: die Ankunft im Land ihrer Träume.

Vadim Glowna hat sich als Seemann, Taxifahrer und Hotelpage durchgeschlagen, bevor er Schauspieler wurde. Nach Lehrjahren bei Gustav Gründgens landete er in den 60ern beim Film. Glowna gilt als einer der wenigen Deutschen Schauspieler, die den Sprung ins internationale Kino geschafft haben. Auch als Regisseur und Produzent ist Glowna erfolgreich. Für seinen Kinofilm "Desperado City", erhielt er 1981 die Goldene Palme in Cannes. Im September dieses Jahres ist seine Autobiographie "Der Geschichtenerzähler" beim Ullstein Verlag erschienen.

Weitere Gäste der Sendung: Miro Nemec, Dr. Ulrich Volz

 

22:30 WDR: Was liest du? mit Jürgen Lippe

Ein Bär im Literaturbetrieb, ein Kolumnenschreiber, der sich unter anderem Gedanken über Quitten zwischen Emden und Zittau und darüber macht, ob Claudia Schiffers Schwester schwitzte - in "Was liest Du?", der langen Büchernacht im WDR Fernsehen, wird wieder einiges geboten. Diesmal begrüßt Gastgeber Jürgen von der Lippe die Humorfachfrau Cordula Stratmann, die man regelmäßig in der "Schillerstraße" antrifft und manchmal auch "Annemie Hülchrath" nennen darf. Heute erhält sie die Möglichkeit, ihr "komisches" Lieblingsbuch vorzustellen, und was macht sie? Greift hundertprozentig geschmackssicher zu Max Goldts Sammelband "Für Nächte am offenen Fenster. Die prachtvollsten Texte von 1988 bis 2002 ". Gut so.

Max Goldt - Musiker (Foyer des Arts), Comic-Erfinder (Katz & Goldt) und vor allen Dingen: Kolumnenschreiber. Seine Reflexionen direkt aus dem Alltag schlagen wilde Haken, trotzen dem Begriff "Wortwitz" ganz neue Dimensionen ab, eröffnen dem Leser bislang nicht für möglich gehaltene Perspektiven und bringen Themen unter einen Hut, von denen man vorher nicht dachte, dass sie auch nur im Entferntesten irgendetwas miteinander zu tun haben. Haben sie aber. Zumindest, wenn Max Goldt über sie nachdenkt und schreibt.

"Für Nächte am offenen Fenster" ist eine Zusammenstellung der - so der Untertitel - "prachtvollsten Texte von 1988 bis 2002". Cordula Stratmann hat also die Qual der Wahl. Wird sie die legendäre "Radiotrinkerin" zu Wort kommen lassen? Oder doch lieber die nicht minder legendäre Kolumne "Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Klunker" vorlesen? Einfach abwarten und WDR Fernsehen einschalten, "Was liest Du?" bringt Klarheit.

Jürgen von der Lippe stellt William Kotzwinkles "Ein Bär will nach oben" vor, eine funkelnde Satire auf den Literaturbetrieb, in dem sich der 63jährige Schriftsteller glänzend auskennt. Los geht es damit, dass ein Bär mitten im Wald ein Manuskript findet. An der Story hat er nichts auszusetzen: viel Sex und Angeln, das kann man machen. Also nichts wie hin zu einem Verleger. Und schon klettert er unter dem Namen Hal Jam im Rekordtempo die Karriereleiter empor. Dass er sich gelegentlich völlig unmotiviert auf dem Boden räkelt und fortgesetzt ein entschiedenes Brummen von sich gibt, gefährdet seinen donnerhallgleichen Ruf keinesfalls - im Gegenteil: Ist er nicht ein herrlicher Exzentriker, dieser Hal Jam? Und so talentiert! Ein Buch über Literatur in der langen Büchernacht des WDR Fernsehens - das passt. Zumal "Ein Bär will nach oben" wirklich sehr, sehr komisch ist. Wovon man sich am 16. Dezember dann ja auch selbst überzeugen kann.

 

00:15 arte: metropolis

Themen:

  • Die Restauration des Friedhofs von Sopianae
  • Ferran Adria – Grenzgänge zwischen Kulinarik und Kunst
  • Porträt: Xiao Hui Wang
  • Metropolenreport

 

02:30 SWR: Leute night

"Ich habe für die deutsche Fernseh-Unterhaltung die gleiche Bedeutung wie Brecht für das Theater!" Der das sagt, ist für viele der beste Entertainer, den es im deutschen Fernsehen gibt, und in jedem Fall keiner, dem es an Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl mangelt: Harald Schmidt. Schmidt ist längst eines der Aushängeschilder der ARD. Seine Show ist Kult, und er selbst hat neue Pläne. In der ARD startet er im kommenden Jahr eine Neuauflage seiner Rateshow "Pssst...". Harald Schmidt, der ehemalige Ministrant und Organist aus Nürtingen, ist zu Gast in "SWR1 Leute". (Die Sendung ist auch als Audio-File im Internet zu haben.)

 

(Diese Site steckt voller hemmungsloser Werbung! Sie will sowohl Lust auf Bücher als auf Kultur allgemein machen. Dazu verwendet sie sowohl Informationen der Verlage als auch der Fernsehsender. Nicht vergessen: Fernsehen schädigt die Gehirnstrukturen! Lesen bildet.)