Emily Wu: Feder im Sturm. Meine Kindheit in China
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Titel: Feder im Sturm. Meine Kindheit in China Autor: Emily Wu (mit Larry Engelmann) Übersetzer: Gerlinde Schermer-Rauwolf Gebundene Ausgabe Verlag: Hoffmann und Campe (August 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 345550034X ISBN-13: 978-3455500349 Preis: 19,95 € |
Emily Wu ist Jahrgang 1958, sieht aber zeitlos jung aus mit ihrem Pagenkopf und ihrem rundlichen Gesicht. Großgeworden ist sie zur Zeit der Kulturrevolution in China. Hunger war ihr ständiger Begleiter. Mit 14 wird sie vergewaltigt. Ihre Eltern werden zur Umerziehung aufs Land geschickt. Sie selbst bleibt mit ihrer kleinen Schwestern in einem Kinderheim.
Bücher waren zu jener Zeit verpönt. Nur als Toilettenpapier waren sie erlaubt. Und so begann Emily Wu, deren chinesischer Name Yimao - Feder - lautet, auf der Toilette zu lesen. Selten waren die Bücher noch vollständig. Und so entführten die Texte sie nicht nur in andere, tröstlichere Zeiten, sondern beflügelten auch ihre Vorstellungskraft. Denn die fehlenden, bereits herausgerissenen Seiten mussten in der eigenen Phantasie wieder vervollständigt werden. Wie könnte die Geschichte enden, wie beginnen? Vielleicht nicht die schlechteste Übung auf dem Weg zum Schriftsteller.
Lange Zeit war es undenkbar, etwas gegen Mao und seine Kulturrevolution zu schreiben. Nur langsam ändert sich sein Bild im heutigen China. Immer noch sehen die meisten Chinesen in ihm den großen Helden und Erneuerer, auch wenn immer mehr Stimmen laut werden, die von Misswirtschaft, Verfolgung und Brutalitäten unter seiner Regentschaft berichten. Denn diejenigen, die in dieser Zeit groß geworden sind, erheben nun ihre Stimmen. Oft aus dem Ausland, weil es von dort aus sicherer ist. Zu ihnen gehört Emily Wu. Sie verarbeitet ihr Schicksal zu einem Buch, das, zunächst bei Random House in New Yort erschienen, dieser Tage auf deutsch auf den Markt kommt: „Feder im Sturm. Meine Kindheit in China“, veröffentlicht bei Hoffmann und Campe.
Verlagstext:
»Ein ergreifendes Zeitdokument - mitreißend, aufwühlend und spannend bis zur letzten Zeile
Mit Fantasie, Improvisationstalent und großem Glück gelingt es der jungen Emily Wu, in den Wirren von Maos großer Kulturrevolution zu überleben. Eine berührende Geschichte von Mut, Leidenschaft und der Liebe zum Leben.
Als Tochter eines Amerikanistik-Professors im China der Kulturrevolution muss die junge Emily Wu Unvorstellbares erleben - die ganze Familie ist Demütigungen und Schikanen ausgesetzt, die Welt um sie herum versinkt im Chaos. Und trotzdem: Mit äußerster Standhaftigkeit, Würde und Erfin-dungsreichtum gelingt es dem Mädchen auf wundersame Weise, sich dem Schicksal entgegenzustellen. Mal vertreibt sie sich und anderen Kindern die Nöte mit Märchen und Geschichten, die sie von ihrem Vater hörte, mal führt ihr einnehmendes Wesen zu einer plötzlichen Wendung der Ereignisse. Am Ende geht sie als gereifte Frau aus dem dramatischen Geschehen hervor - und einer ersten Liebe entgegen.
„Ich hoffe, dass meine Biografie Mahnung und Erinnerung an all die Kinder ist, die im Chaos untergingen.“ Emily Wu«
In der 3sat-Kulturzeit führte Dieter Moor ein Interview mit ihr, das über folgenden Link abrufbar ist:
http://www.3sat.de/webtv/
Eine Leseprobe finden Sie direkt beim Verlag:
http://media.hoffmann-und-campe.de/media/
Labels: Buchrezensionen


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