Krimiwelt Bestenliste Januar 2008
1. Rang
Martin Cruz Smith: Stalins GeistAus dem Englischen von Rainer SchmidtC. Bertelsmann, geb., 368 S. 19,95 € Moskau/Twer: Wahlkampf. In der Metro ward er gesichtet, in Twer soll er gar auf dem Felde erscheinen: Stalin. Unter Väterchen Putin sammeln sich derweil die nationalen Kräfte: Kriegsverbrecher, amerikanische Wahlkampfberater, Auftragskiller. Nur Arkadi Renko hält stand. Ein (Alb-)Traum von Politthriller. |
2. Rang (im Dezember auf Rang 5) Jean-Patrick Manchette/Jean-Pierre Bastid:
Aus dem Französischen von Katarina Grän und Ronald Voullié |
3. Rang (im Dezember auf Rang 1) James Sallis: DriverAus dem Englischen von Jürgen BürgerLiebeskind, geb., 160 S., 16,90 € Phoenix/Los Angeles: Driver ist Stuntman, immer beobachtend, immer in Bewegung. Bei Überfällen fährt er auch, sonst nicht. Bis Amateure dazwischenfunken. Da nimmt Driver den aufgezwungenen Kampf an. Bis zum Ende. Minimalistischer Abgesang auf den amerikanischen Helden, meisterhaft. Große Entdeckung. |
4. Rang (im Dezember auf Rang 3) Ian Rankin: Im Namen der TotenAus dem Englischen von Juliane Gräbener-MüllerManhattan, geb., 592 S., 19,95 € Edinburgh/Gleneagles: Die Herren der Welt dinieren und parlieren. G8-Gipfel 2005: Rebus? Stadt im Belagerungszustand. Zwei Politiker sterben, drei Vergewaltiger auch. Anständige Polizeiarbeit ist unmöglich. Rebus in Hochform: Im Kampf gegen Unterwelt und Oberwelt. |
5. Rang (im Dezember auf Rang 4) Arne Dahl: UngeschorenAus dem Schwedischen von Wolfgang ButtPiper, geb., 416 S., 19,90 € Stockholm: Mitsommer 2002. Die A-Gruppe ist verwirrt von vier Morden, die keiner der Erst-Verdächtigten begangen hat. Tätowierungen an den Leichen deuten auf Shakespeares Mittsommernachtstraum, der Täter auf den Missstand der Welt. Der Kriminalroman im Elchtest: schwedischer Edelstahl. |
6. Rang Charles Todd: Zeit der RabenAus dem Englischen von Ursula GnadeHeyne, TB, 430 S., 8,95 € Dudlington, England, 1920: Constable Hensley hat einen Pfeil im Rücken. Wer legt Inspector Ian Rutledge MG-Patronen auf den Weg? Drohungen aus dem Schützengraben? Nachkriegsengland zwischen Auflösung und Wiederherstellung. Todd besser denn je. Séancen, Stuck und kirrer Adel. |
7. Rang Gianrico Carofiglio: Das Gesetz der EhreAus dem Italienischen von Claudia SchmittGoldmann, geb., 272 S., 19,95 € Bari: Avvocato Guido Guerrieri im Zwiespalt zwischen Lust und Pflicht. Endlich kann er, darf er Rache nehmen: Hilflos liegt ein Jugendfeind in seinen Verteidigerhänden ? und die eurasische Gattin noch dazu! Der selbsternannte ?Perry Mason Apuliens? windet sich delikat. |
8. Rang (im Dezember auf Rang 2) Oliver Bottini: Im Auftrag der VäterScherz, geb., 448 S., 14,90 €Freiburg/Kroatien: Im Garten der Niemans steht ein Fremder und sagt: ?Das ist mein Haus. Verschwindet.? Louise Bonì und Kollegen ermitteln hektisch, ohne etwas auszurichten. Als der Fremde zuschlägt, macht Louise sich auf, zurück in die Geschichte, weg ins Heimatlose, auf den Balkan. |
9. Rang (im Dezember auf Rang 8) Marek Krajewski: Gespenster in BreslauAus dem Polnischen von Paulina Schulzdtv, TB, 316 S., 14,50 € Breslau 1919: Gespenster aus der Vergangenheit greifen nach Kriminalassistent Eberhard Mock. Nackte Matrosen liegen erstochen am Wehr, mit der Drohung garniert, Mock solle gestehen. Sonst werde es mehr Tote geben. Fieberhafte Suche in der Fieberzeit des Nachkriegs. Dämonisch. |
10. Rang (im Dezember auf Rang 6) Rick DeMarinis: Kaputt in El PasoAus dem Amerikanischen von Frank Nowatzki u. Angelika MüllerPulp Master, TB, 350 S., 13,80 € El Paso/Juárez: Uriah Walkinghorse ist nur sein Körper geblieben, Fettanteil unter 5 Prozent. Frau, Job, Familie: abgehauen, am Ende, im Sterben. Als ein Banker bei SM-Spielchen draufgeht, verwandelt sich die Welt in einen tödlichen Strudel. Bodybuilder Uriah war nie ein Held, aber ehrlich. Hart, Geheimtipp. |
Labels: Literaturbetrieb


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