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Donnerstag, Februar 07, 2008

3Sat Themenschwerpunkt Shakespeare


Bisher tröpfeln die Informationen nur spärlich. Aber wenn man die wenigen Fakten zusammensetzt, gibt es zumindest ein rudimentäres Bild. Voraussichtlich ab 15. März 2008 plant der Sender 3sat (in Zusammenarbeit mit dem ZDF Theaterkanal) eine Themenreihe William Shakespeare (s. Presseerklärung).

Die Reihe muss auf mehrere Monate konzipiert sein, denn vom 17. bis 22. Mai 2008 findet in Berlin das Theaterfestival „LIEBE MACHT TOT(D)“ statt. Fünf preisgekrönte Schüler-Inszenierungen von Shakespeare-Stücken werden dort vor Publikum aufgeführt und vom ZDF für das Fernsehen in voller Länge aufgezeichnet, um dann im ZDFtheaterkanal und in 3sat ausgestrahlt zu werden. (s. 3sat.de)

Die Reihe beginnt mit einer langen Hamlet-Nacht:
Sa, 15.03.08 01:00 in 3sat Die lange hamlet_X Kurzfilm-Nacht zum Auftakt des Shakespeare-Schwerpunkts in 3sat.
Herbert Fritsch, Erfinder und künstlerischer Leiter des Projekts hamlet_X, beschäftigt sich seit 2000 mit dem Hamletmythos, lässt Hamlet durch alle Medien und Filter rauschen, sammelt Geschichten, Erzählweisen und Bilder. Aus der klassischen Shakespeare Tragödie soll ein großes elektronisches Mosaik entstehen: In Fragmente zerlegt, mit immer anderen Schauspielern und in unterschiedlichen filmischen Umsetzungen, entstehen völlig neue, heutige Hamletfiguren.
Über allem steht Herbert Fritschs Behauptung, dass durch den „Hamlet-Filter“ alle Geschichten dieser Welt erzählt werden können:
„Hamlet ist Stellvertreter für alle und jeden, denn der staunende Blick auf die Welt, das Misstrauen, die Enttäuschung, das Spiel mit der Macht, das Ringen um Freundschaft und Liebe ereilt einen jeden.“
Shakespeares tragisches Volkstheater in seiner neomodernsten Variante: Bekannte Schauspieler, darunter Katja Riemann, Hans-Michael Rehberg, Matthias Matschke, Herbert Knaup, Anne Tismer, Alexander Scheer, Matthias Schweighöfer, spielen einzelne Sequenzen aus Shakespeares Hamlet, in die unterschiedlichsten Räume und Zusammenhänge gesetzt. Die Biografien der Darsteller fließen in die Geschichten ein, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Hamlet und dem „wahren Leben“, werden bewusst verwässert. Alles könnte sich so zugetragen haben, etwa wenn Rockstar Bela B von seiner Zeit als Maitre de Plaisir am dänischen Hof erzählt oder Rosalind Baffoe von ihrer Begegnung mit Mr. X, dem Party-Löwen Hamlet. Die Opernsängerin und Dramatikerin Paula Fünfeck singt ein Lied davon, wie Hamlets Vater Gift ins Ohr geträufelt wurde und Wolfram Koch erklärt, was es mit dem Gift auf sich hat.
hamlet_X ist Stummfilm, Zeichentrick, Experimental- und Spielfilm. Quer durch alle Genres versprechen überraschende, unterhaltsame, manchmal auch verwirrende Bilder eine besondere Fernsehnacht.
Kurzfilme von Herbert Fritsch
D 2008 // D 2003
Redaktion: Meike Klingenberg
Länge: ca. 270 Minuten
(Text vom ZDF Theaterkanal)

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