KrimiWelt Bestenliste Februar 2008
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1. Rang (im Januar auf Rang 1) Martin Cruz Smith: Stalins GeistAus dem Englischen von Rainer SchmidtC. Bertelsmann, geb., 368 S. 19,95 € Moskau/Twer: Wahlkampf. In der Metro ward er gesichtet, in Twer soll er gar auf dem Felde erscheinen: Stalin. Unter Väterchen Putin sammeln sich derweil die nationalen Kräfte: Kriegsverbrecher, amerikanische Wahlkampfberater, Auftragskiller. Nur Arkadi Renko hält stand. Ein (Alb-)Traum von Politthriller. |
2. Rang (im Januar auf Rang 7) Gianrico Carofiglio: Das Gesetz der EhreAus dem Italienischen von Claudia SchmittGoldmann, geb., 272 S., 19,95 € Bari: Avvocato Guido Guerrieri im Zwiespalt zwischen Lust und Pflicht. Endlich kann er, darf er Rache nehmen: Hilflos liegt ein Jugendfeind in seinen Verteidigerhänden ? und die eurasische Gattin noch dazu! Der selbsternannte „Perry Mason Apuliens“ windet sich delikat. |
3. Rang (im Januar auf Rang 2) Jean-Patrick Manchette/Jean-Pierre Bastid: Lasst die Kadaver bräunen!Aus dem Französischen von Katarina Grän und Ronald VoulliéDistel Literaturverlag, TB, 190 S.,12,80 € 1971, ein Kaff im Departement Gard: Sommerfrische bei Malerin Luce. Unter den Gästen drei Gangster, 250 kg Gold im Kofferraum. Zwei Gendarmen lösen ein Massaker aus. Luce frohlockt: „Da war etwas ästhetisch Erregendes im Gange!“ Kadaver bräunen in der Sonne. Lange erwartet. Spitze. Manchettes Roman Nr. 2. Der Urknall des Neo-Polar in Frankreich. |
4. Rang Tom Rob Smith: Kind 44Aus dem Englischen von Armin GontermannDuMont Buchverlag, geb., 508 S., 19,90 € Moskau/Wualsk/Rostow: 1953, vor und nach dem Tode Stalins. Was im Sozialismus nicht sein darf, ist Staatsgeheimnis. Als Leo Demidow, MGB-Offizier, die Spur eines Kinder ausweidenden Serienmörders verfolgt, wird er degradiert, in Stalins Alltagshölle verstoßen: Bespitzelung, Angst, Mord. Faszinierend. |
5. Rang (im Januar auf Rang 6) Charles Todd: Zeit der RabenAus dem Englischen von Ursula GnadeHeyne, TB, 430 S., 8,95 € Dudlington, England, 1920: Constable Hensley hat einen Pfeil im Rücken. Wer legt Inspector Ian Rutledge MG-Patronen auf den Weg? Drohungen aus dem Schützengraben? Nachkriegsengland zwischen Auflösung und Wiederherstellung. Todd besser denn je. Séancen, Stuck und kirrer Adel. |
6. Rang Arimasa Osawa: Der Hai von Shinjuku - Rache auf ChinesischAus dem Japanischen von Katja BussonCass, geb., 324 S., 19,80 € Tokyo, Shinjuku: Oberkommissar Samejima, der „Hai“ des Banken- und Vergnügungsviertels Shinjuku, im Wettlauf mit einem Berufskiller aus Taiwan. Der will sich an seinem in die Arme der Yakuza geflüchteten Auftraggeber rächen. Fesselnder Polizeiroman mit präzisen Einblicken in die japanische Verbrecherwelt. |
7. Rang (im Januar auf Rang 5) Arne Dahl: UngeschorenAus dem Schwedischen von Wolfgang ButtPiper, geb., 416 S., 19,90 € Stockholm: Mittsommer 2002. Die A-Gruppe ist verwirrt von vier Morden, die keiner der Erst-Verdächtigten begangen hat. Tätowierungen an den Leichen deuten auf Shakespeares Mittsommernachtstraum, der Täter auf den Missstand der Welt. Der Kriminalroman im Elchtest: schwedischer Edelstahl. |
8. Rang Iain McDowall: Zwei Tote im FlussAus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrencedtv, TB, 380 S., 9,95 € Crowby, Mittelengland: Ein Schwarzer springt von der Brücke. Das geht als Selbstmord durch, bis ein renommierter schwarzer Journalist auftaucht, der wegen Rassismus und Mord recherchiert. Und selber springt. Solide britische Polizeiermittlung setzt ein. Rassismus ist nicht immer das Mordmotiv. Neuer Autor. |
9. Rang Peter Temple: Vergessene SchuldAus dem Englischen von Sigrun ZühlkeGoldmann, TB, 360 S., 7,95 € Melbourne: Jack Irish war ein lausiger Verteidiger. Im Trauer-Suff hat er Danny verladen. Nach seiner Haftentlassung kontaktiert Danny den Anwalt, wird erschossen und weckt Irishs Schuldbewusstsein. Irish stochert im Rattennest. Nummer eins aus Peter Temples Privatdetektivserie. Bös, cool, Temple. |
9. Rang (im Januar auf Rang 8) Oliver Bottini: Im Auftrag der VäterScherz, geb., 448 S., 14,90 €Freiburg/Kroatien: Im Garten der Niemans steht ein Fremder und sagt: „Das ist mein Haus. Verschwindet.“ Louise Bonì und Kollegen ermitteln hektisch, ohne etwas auszurichten. Als der Fremde zuschlägt, macht Louise sich auf, zurück in die Geschichte, weg ins Heimatlose, auf den Balkan. |
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