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Donnerstag, März 06, 2008

artour, 06.03.2008 22:05 MDR


Folgende Beiträge sind für die artour-Sendung vom Donnerstag, 06.03.2008, geplant:

Zur "Generation Doof" gehören jene, die einen Baum nicht mehr vom anderen unterscheiden können. Man erkennt den Klingelton der Telekom, aber längst nicht mehr Beethovens Fünfte. Der allgemeine kulturelle und geistige Verfall hat bei uns in Deutschland Hochkonjunktur. Deutschland verblödet.
Anne Weiss und ihr Co-Autor Stefan Bonner decken in ihrem Buch "Generation Doof" (Verlagsgruppe Lübbe, Februar 2008) Ursachen für den sinkenden IQ der jungen Generationen auf und gestehen, dass sie selber zu dieser Generation gehören... (mehr...)

Autoren: Stefan Bonner, Anne Weiss
Titel: Generation Doof
Broschiert: 300 Seiten
Verlag: Luebbe Verlagsgruppe; Auflage: 1 (12. Februar 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404605969
ISBN-13: 978-3404605965
Preis: 8,95 €

Im DEFA-Kultfilm "Die Legende von Paul und Paula" (1973) schrieb er zusammen mit Angelica Domröse Filmgeschichte - jetzt erzählt Winfried Glatzeder sein Leben: "Paul und ich" (Aufbau Verlag, März 2008).
Mit seinem Charme, seinen 1,92 Meter, seinen markantem Gesicht samt gebrochener Nase avanciert er zum "Belmondo des Ostens". Er spielt viel. Er ist kein lyrischer Held, kein Werther. Es sind Charakterrollen, die Glatzeder verkörpert: einen apolitischen Montagearbeiter, der dem Sozialismus allerlei Genüsse entlocken kann ("Zeit der Störche", 1971), den intellektuellen und anarchischen Till Eulenspiegel im gleichnamigen Film von Regisseur Rainer Simon (1974), der Jungakademiker Erwin, der über die "Emanzipation der Frau" eine Doktorarbeit schreibt ("Der Mann, der nach Oma kam", 1971), einen Postfahrer, der Westpakete klaut; einen sportlichen Zahnarzt, der in seiner Freizeit das Tor der Fußballmannschaft aus Karl-Marx-Stadt hütet...
In seiner Biographie erzählt Glatzeder über die Ausreise nach West-Berlin, über die Stasi-Beschattung, über die Krisen, die sich in Alkoholproblemen und kreativer Erschöpfung niederschlugen. Aber auch über das Glück, an die Erfolge anknüpfen zu dürfen und das Gefühl, angekommen zu sein. (mehr...)

Autoren: Winfried Glatzeder, Manuela Runge
Titel: Paul und ich. Autobiographie
Gebundene Ausgabe: 238 Seiten
Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 1 (Februar 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 335102665X
ISBN-13: 978-3351026653
Preis: 19,95 €

"Die Kunst ist weiblich", so heißt die Ausstellung, die seit dem 2. März und bis 22. Juni im Museum der bildenden Künste in Leipzig zu sehen ist. Ausgestellt wird, neben der privaten Kunstsammlung von Gunter Sachs, darunter Werke bedeutender Vertreter des Nouveau Réalisme, des Surrealismus und der Pop Art, das fotografische Werk des ewigen Playboys. Er wolle vor allem Schönheit darstellen, sagte Sachs, der eine Zeitlang mit Brigitte Bardot verheiratet war.
Als international renommierter Fotograf etablierte sich Gunter Sachs, der sich schon zu Studienzeiten mit Schwarz-Weiß-Experimentalfotografie beschäftigt hatte, mit einer viel beachteten Ausstellung auf der Photokina 1974, für die er auch das offizielle Ausstellungsplakat entwarf und fotografierte. Im gleichen Jahr erschien auch sein erster Fotoband "Mädchen in meinen Augen", 1976 wurde er mit dem Leica-Preis ausgezeichnet. (mehr...)

Passend zum Thema folgender Buchtipp: Autor: Wilfried Rott
Titel: Sachs - Unternehmer, Playboys, Millionäre. Eine Geschichte von Vätern und Söhnen
Broschiert: 377 Seiten
Verlag: Heyne (März 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345364025X
ISBN-13: 978-3453640252

Obgleich anfänglich den Vorwürfen ausgesetzt, das deutsche Repertoire zu vernachlässigen, führt Fritz Busch in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts das Orchester der Sächsischen Staatsoper zu hohem Ansehen und gastiert mit ihm im In- und Ausland. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 kam es zur Auflösung des Sächsischen Landtages. Regimegegner wurden ab jetzt unbarmherzig verfolgt. Zahlreiche Künstler und Wissenschaftler wie Otto Dix, Victor Klemperer und Fritz Busch wurden vertrieben. Fritz Busch wurde mit Zustimmung der überwiegenden Mehrheit der Musiker aus dem Amt entfernt, weil er sich nicht zu künstlerischen Zugeständnissen an die Nazi-Ideologie bei der Werkauswahl und Programmgestaltung bereit fand. Er emigrierte nach England, gründete das englische Glyndebourne Festival und wurde künstlerischer Leiter der Metropolitan Opera in New York.
Im März 2008, anlässlich des 75. Jahrestages der Vertreibung von Fritz Busch aus Dresden, sollen nun sämtliche Dresdner Aufnahmen des legendären Kapellmeisters auf CD in der "Edition Staatskapelle Dresden" in Kooperation mit MDR FIGARO erscheinen. (mehr...)

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