Kulturjournal vom 10. März 2008, 22:30 Uhr
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Experiment außer Kontrolle - Der Spielfilm "Die Welle" mit Jürgen Vogel Mitten in Deutschland - heute: Der Geschichtslehrer Rainer Wenger, gespielt von Jürgen Vogel, startet ein gewagtes Experiment. Er will seinen Schülern zeigen, wie eine Diktatur entsteht. Was zunächst harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Bewegung - "Die Welle" - und die Situation gerät außer Kontrolle. Die Geschichte gab es bereits 1981 im amerikanischen Fernsehen. Nun hat der Regisseur Dennis Gansel "Die Welle" von Morton Rhue neu verfilmt. Das Kulturjournal hat mit Dennis Gansel und Jürgen Vogel über die erschreckende Aktualität des Filmes gesprochen. |
Der Kilokiller - Hamburger Autor kämpft gegen sein Übergewicht Mit 117 Kilo war die Schmerzgrenze endgültig erreicht. Der Hamburger Journalist Stephan Bartels schildert in seinem Erfahrungsbericht "Der Kilokiller" (Scherz Verlag) seinen entbehrungsreichen Kampf gegen das Übergewicht und den inneren Schweinehund. Abnehmen, so Bartels, sei ein Thema, über das Frauen immer, Männer aber nie sprächen. Ein humorvoller und realistischer Blick auf den Versuch, endlich gesund zu leben - der Kulturjournal Beitrag zur NDR Themenwoche "Auf in den Frühling". |
Schriftsteller an Bord - Kreuzfahrt-Roman von Matthias Politycki Die Weite des Ozeans, ferne Länder und ganz viel Luxus - viele Menschen träumen von solch einer Kreuzfahrt. Der Schriftsteller Matthias Politycki hat den Test an Bord gemacht: Sechs Monate lang war er offizieller Schiffsschreiber der MS Europa und erlebte dort eine ganz eigene Welt mit kuriosen Passagieren, viel Tratsch und Klatsch. Das Ergebnis seiner Reise ist der Roman "In 180 Tagen um die Welt" (marebuchverlag): Johann Gottlieb Fichtl, ein kleiner Finanzbeamter und Motivkrawattenträger aus dem Bayerischen Wald, tritt das Abenteuer seines Lebens an: eine Weltreise auf dem besten aller Kreuzfahrtschiffe, in deren Verlauf er's nicht nur mit bezaubernden Hochstaplern und verzauberten Damen, sondern auch mit lebenden Frühlingsrollen, Mitternachtsigeln und einer ganzen Herde Kielschweine zu tun bekommt. In 180 Tagen um die Welt ist ein moderner Schelmenroman, eine kühne Tour de Farce, auf der Politycki die Idiosynkrasien unserer Gesellschaft mit satirischer Brillanz in ihre Bestandteile zerlegt. Und für den Leser zu einer ganz und gar phantastischen Reise neu zusammensetzt. |
Kabarettist und Künstler - Die Fotos von Dieter Nuhr Der Kabarettist Dieter Nuhr ist nicht nur komisch, er ist auch Künstler, schließlich hat er ursprünglich einmal Kunst studiert: Auf seinen vielen Reisen durch alle Kontinente hat er Fotos gemacht, die jetzt in der Hamburger Galerie Robert Morat ausgestellt werden. In dem Buch "Nuhr unterwegs" (Rowohlt Verlag) werden die Fotos durch ironische Anmerkungen ergänzt. Kabarett und Kunst gehören bei Nuhr zusammen. |
Das Leben der Charlotte von Mahlsdorf - Theatersolo mit Dominique Horwitz Ein Mann in Frauenkleidern, der Möbel liebt und ein privates Gründerzeit-Museum hat - das war für viele in der DDR ein Ärgernis. Nach der Wiedervereinigung wurde Charlotte von Mahlsdorf zum berühmtesten Transvestiten Deutschlands und zum Liebling der Medien. Doch dann kam heraus: Sie hatte mit der Stasi zusammengearbeitet. Der Schauspieler Dominique Horwitz bringt dieses Leben voller Brüche in den Hamburger Kammerspielen auf die Bühne. "Ich mach ja doch, was ich will" ist ein Theaterstück über eine spezielle deutsch-deutsche Geschichte. |
Paul Kerstens Büchertipps:
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Labels: Bücher im Fernsehen


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