Shakespeare and more:
Neuerscheinungen und Rezensionen

Mein Foto
Name: Ennka
Standort: Hamburg, Germany

Montag, März 10, 2008

Kulturzeit am 10.03.2008, 3sat 19:20 Uhr


Folgende Beiträge sind für heute abend geplant:

Serengeti

Was vor 150 Jahren mit der Errichtung eines Zoos in Frankfurt am Main begann und in der Nachkriegszeit durch Bernhard Grzimek und sein international anerkanntes Projekt "Serengeti darf nicht sterben" eine neue Dimension erreichte, setzt sich heute weltweit in Form zahlreicher Naturschutzprojekte der ZGF fort. Das Buch "Ein Platz für wilde Tiere", das im Februar 2008 bei Frederking & Thaler erschien, führt zu faszinierenden Ökosystemen, vielgestaltigen Naturräumen und den Tieren, die darin leben. Es ist eine Reise zu besonders spektakulären Projekten auf allen Kontinenten, wo wir Naturschützer bei ihrer täglichen Arbeit begleiten. So sind wir hautnah dabei, wenn sie in den Morgenstunden gut verborgen am See des Manu Purus Nationalparks in Peru den seltenen Riesenottern beim morgendlichen Bad auflauern und den Bestand erfassen oder im Regenwald von Indonesien Orang-Utans auswildern, eine Futterstelle für Bartgeier in den Alpen errichten oder den Äthiopischen Wolf im dichten Zauberwald durch eine gezielte Impfaktion vor der Tollwut bewahren. Die Texte sind spannend, leicht verständlich und voll neuer, unerwarteter Erkenntnisse. Sie zeigen, mit welchen Problemen Naturschutz heute weltweit konfrontiert ist und wie Menschen vor Ort die Herausforderung annehmen. Aufnahmen von Norbert Guthier dokumentieren die tägliche Arbeit der ZGF-Mitarbeiter, die übrigen Fotografien stammen von so namhaften und preisgekrönten Naturfotografen wie Tui de Roy, Anup Shah, Konrad Wothe und André Bärtschi. Sie entführen uns zu den bedrohten Naturschönheiten unserer Erde.

Serbien


Martin Walser

1823 in Marienbad werden Blicke getauscht, Worte gewechselt, die beiden küssen einander auf die Goethe sche Art. Er sagt: Beim Küssen kommt es nicht auf die Münder, die Lippen an, sondern auf die Seelen.«Das war sein Zustand: Ulrike oder nichts.» Aber sein Alter holt ihn ein. Auf einem Kostümball stürzt er, und bei einem Tanztee will sie ein Jüngerer verführen. Der Heiratsantrag, den er Ulrike trotzdem macht, erreicht sie erst, als ihre Mutter mit ihr nach Karlsbad weiterreisen will. Goethe, mal hoffend, mal verzweifelnd, schreibt die «Marienbader Elegie». Zurück in Weimar, lässt ihn die eifersüchtige Schwiegertochter Ottilie nicht mehr aus den Augen. Martin Walsers neuer Roman erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe: bewegend, aufwühlend und zart. Die glaubwürdigkeit, die Wucht der Empfindungen und ihres Ausdrucks das alles zeugt von einer Kraft und (Sprach-)Leidenschaft ohne Beispiel.

Sofskys Untugenden

Sie hadern mit ihrem Schicksal, zetern über vermeintliches Unrecht, vergehen fast in Tränen, sobald sie in den Spiegel schauen. Die geringste Mißhelligkeit löst Wehklagen aus, jede Widerwärtigkeit durchdringt ihr kleines Herz. Nichtbeachtung halten sie für eine persönliche Beleidigung. Sie sind empfindlich für alles, was sie betrifft - und sie sind gleichgültig gegen alles, was andere betrifft. Sie wimmern und stöhnen, mäkeln und meckern, belästigen alle mit ihrer Unzufriedenheit und verlieren dabei nicht nur die Selbstbeherrschung, sondern auch die Achtung für sich selbst. [mehr]

Babelsberg


Labels: