Shakespeare and more:
Neuerscheinungen und Rezensionen

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Donnerstag, September 11, 2008

Neuerscheinungen rund um Shakespeare September 2008


Dietrich Schwanitz:
Shakespeares Hamlet - und alles, was ihn für uns zum kulturellen Gedächtnis macht

Broschiert: 185 Seiten
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: September 2008
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3442154630
Preis: 10,00 €

Eine grandiose Entdeckung aus dem Nachlass eines großen Anglisten: Dietrich Schwanitz, Autor des Bestsellers "Bildung", erschließt dem Leser am Beispiel von "Hamlet" den unermesslichen Gedankenreichtum Shakespeares. Seine Einführung in Shakespeares wirkungsmächtigstes Drama ist aktuell, lebendig und unterhaltsam.

William Shakespeare:
Hamlet, Prince of Denmark

Taschenbuch
Verlag: Miniaturbuch / Wartelsteiner
Erscheinungsdatum: September 2008
Sprache: Englisch
ISBN: 978-3861841272
Preis: 26,00 €

Der Hamlet im englischen Original. In einer Ausgabe, die selbst in einer Westentasche noch gut verloren gehen kann. Dafür aber eigentlich viel zu schade ist. Die Miniaturbuch-Ausgaben sind schön gestaltete, aber eben sehr klein. Am ehesten finden sie ihren Platz im Setzkasten. Oder einem sehr, sehr schmalen Bücherbord. Ich rate dringend zum Besuch von miniaturbuch.de, um sich einen Eindruck von diesen kleinen Sammlerstücken zu verschaffen.

William Shakespeare

Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
Verlag: Edition Lempertz
Erscheinungsdatum: September 2008
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3939908500
Preis: 5 €

Vom Umfang des Werkes her und der sehr dürftigen Beschreibung tippe ich einmal auf eine neue Gesamt- oder Werkausgabe. Für diese wäre der Preis tatsächlich außergewöhnlich gut.
Die Verlagsangaben sind jedoch äußerst dürftig. Ich habe die Edition Lempertz angeschrieben und gebeten, mich über den tatsächlichen Inhalt des Werks zu informieren. Falls sie dies tun, werde ich diese Informationen natürlich umgehend hier online stellen.

William Shakespeare:
Romeo & Juliet. PONS Hörstoff: Lektürehilfe für MP3-Player

1 CD mit MP3-Dateien, Spieldauer ca. 90 min
Booklet 64 Seiten
Verlag: Klett
Erscheinungsdatum: September 2008
Sprache: Englisch
ISBN: 978-3125614550

Die Lektürenhilfe "Romeo & Juliet" lässt uns am Gespräch zweier Schülern teilnehmen, die gemeinsam den Shakespeare-Text erarbeiten. Es geht um den Inhalt des Stücks, um Charakteristika und natürlich die Szenenanalyse. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Audio-CD; das beigefügte 64-seitige Booklet ist lediglich als zusätzliche Stütze zu sehen, enthält aber keine über die CD hinausgehenden Informationen.

Jürgen Kamm / Bernd Lenz:
Shakespearean Culture - Cultural Shakespeare

ca. 256 Seiten, Leinen
Verlag: Stutz, Passau
Erscheinungsdatum: September 2008
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3888492587

Basiert auf der gleichnamigen Vorlesung der beiden Professoren an der Uni Passau:

Shakespeare's works can be approached from different angles. Traditional Shakespeare criticism, as it is still widely practised, focuses on literary analysis, on historical phenomena and on theatrical production: Shakespeare's plays and poems are interpreted in order to reveal their intrinsic meanings, to embed Shakespeare in his historical context and to analyse the plays in relation to their origins in the Elizabethan theatre. Cultural Shakespeare criticism, as it has emerged over the last decades, is concerned with prevalent discourses and institutional practices in which Shakespeare, as a cultural phenomenon, has developed signifying power beyond the form and meaning of the literary texts themselves. Therefore, the lectures will try to cover the range between traditional and cultural approaches to Shakespeare, between Shakespeare as an Elizabethan writer who has strongly moulded literature for all time and Shakespeare as "metonymic of an entire cultural-political formation" (Eagleton).

While some of the papers will be read by lecturers from Passau University, a number of specialised subject areas will be discussed by academic as well as non-academic experts. The detailed programme including, among other things, lectures on:
  • individual works
  • Shakespeare and Elizabethan ideas
  • Shakespeare's influence on later writers
  • translating Shakespeare
  • performing Shakespeare
  • Shakespeare's memory
  • Shakespeare industry
  • the gender problem in Shakespeare
  • Shakespeare as a cultural icon

Wolfgang Mieder:
Sein oder Nichtsein

Gebundene Ausgabe: 280 Seiten
Verlag: Praesens Verlag
Auflage: 1 (17. September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3706905015

Das berühmte Hamlet-Zitat "To be, or not to be, that is the question", im Deutschen als "Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage" gängig, ist zweifelsohne das geflügeltste aller Shakespeareschen Worte. Es steht in allen Zitatensammlungen der Weltliteratur, und längst ist es abgetrennt von dem längeren Monolog in der "Hamlet"-Tragödie in prägnanter Kürze sprichwörtlich geworden. Als entscheidende Fragestellung zur menschlichen Existenz überhaupt geistert diese so eingängige Sprachformel schon seit mehreren Jahrhunderten in ihrem ursprünglichen Wortlaut durch die Sprachlandschaft. Doch da alles zu viel Zitierte eine Tendenz zur parodistischen Abwandlung mit sich bringt, lebt Hamlets Frage nach dem Sinn und Zweck des Lebens gleichzeitig auch in immer neu ausgeklügelten Variationen weiter, die auf der vorgeprägten Strukturformel aufbauen. Der ganze Monolog Hamlets ist öfters parodiert worden, wovon im vorliegenden Buch eine beachtliche Anzahl von englischen und deutschen Belegen zitiert wird. Hinzu kommen etliche Versuche deutscher Übersetzer, die es seit dem19. Jahrhundert unternommen haben, den Monolog und vor allem die "Sein oder Nichtsein"-Formel anders zu gestalten, um so das als Klischee empfundene Zitat zu neuem Leben zu erwecken. Auch gibt es natürlich zahlreiche Abwandlungen dieser zum Sprichwort gewordenen Sentenz, bei denen es sich zwar nicht um Entscheidungen über Leben oder Tod dreht, die aber dennoch humorvolle, ironische oder satirische Aussagen in Kurzfassung zum modernen Leben enthalten, und zwar in der Form von Gedichten, sprichwörtlichen Aphorismen, Antisprichwörtern, Überschriften, Graffiti usw. Ausserdem tritt das traditionelle oder entstellte Zitat auch in den Massenmedien als Text mit Bild auf, wie etwa in Zeitungen, Karikaturen und Reklamen. Überall zeigt sich die unglaubliche Regenerationskraft dieser sprichwörtlichen Lebensfrage, so dass man in Abwandlung eines Aufsatztitels Goethes mit Recht von "Sein oder Nichtsein - und kein Ende" sprechen kann.

Martin Holz:
Manifestations of politeness in Shakespeare

Broschiert: 56 Seiten
Verlag: Grin Verlag
Erscheinungsdatum: September 2008
ISBN: 978-3640155057

Zusammenfassung:
As well as being an important social and cultural phenomenon, politeness may also be regarded as a function of speech, i.e. a set of principles, rules or maxims governing a competent speaker's use of language. Although this is clearly manifested in the structure and actual use of utterances in a given conversation context, far mote than Saussure's langue and parole arc involved in that historical, sociological and psychological aspects have to be taken into account. Thus, in analysing politeness in a fictional text it is essential to establish the historical setting as well as to examine the social hierarchy and valid conventions; as far as psychology is concerned, a scrutiny of the characters is necessary. Moreover, the course their interaction takes is crucial: "Every choice A makes affects the force of B's options, and vice versa, so even politeness is determined jointly" (Clark 1996: 316). These methodological premises imply that, even though the emphasis in this paper is on linguistic results, external factors cannot be ignored without distorting the outcome. However, it seems legitimate to integrate these factors only to the degree to which they contribute to the linguistic enterprise undertaken here. As to the theories of politeness that are utilized, it must be noted that they all fall short of explaining the evidence satisfactorily, but they nevertheless allow for interesting inferences and are therefore useful heuristic tools.

Verena Ludwig:
Monstrous Bodies - Körper und Männlichkeit bei Shakespeare

Broschiert: 104 Seiten
Verlag: Grin Verlag
Erscheinungsdatum: September 2008
ISBN: 978-3640156016

Examensarbeit an der Hochschule Köln/FB Anglistik - Literatur
Jahrhunderte bevor der Begriff Gender und der dazugehörige wissenschaftliche Diskurs sich entwickelten, verhandelten William Shakespeares Dramen bereits Probleme sexueller Identität, dysfunktionale Familienbeziehungen und Formen des Aufbegehrens gegen traditionelle Geschlechter-Rollen. In der neueren Shakespeare-Forschung wurden diese Themen im Zuge der sich aus der Frauenforschung entwickelnden Gender-Studies vor allem an den weiblichen Charakteren der Dramen behandelt. Während die Gender-Studies sich anfangs vornehmlich auf das Herrschaftsverhältnis zwischen Männern und Frauen konzentriert haben, rücken nun auch die Machtgefüge unter Männern und verschiedenen "Männlichkeiten" unter den Bedingungen der patriarchalischen Gesellschaft in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses. In den folgenden Ausführungen zu Körper und Männlichkeit bei Shakespeare soll es um einen Bereich von "Körperlichkeit" gehen, der bisher wenig Aufmerksamkeit erhalten hat und im öffentlichen Diskurs noch immer weitgehend tabuisiert wird: der "behinderte", von der medizinischen und gesellschaftlichen, und hier besonders von der "männlichen" Norm abweichende Körper. Innerhalb der gesellschaftlichen Konstruktion von Männlichkeit steht beim Mann seit jeher vor allem die Leistungsfähigkeit seines Körpers im Vordergrund. Nur ein leistungsfähiger Körper ist wirklich "männlich", denn er erlaubt es dem Mann, seine maskulinen Qualitäten öffentlich zu inszenieren, sich im Wettkampf, etwa im Sport, mit seinen Geschlechtsgenossen zu messen, oder seine Attraktivität auf Frauen als "Trophäen" seiner Potenz zur Schau zu stellen. Was ist aber mit den Individuen, die den gesellschaftlichen Forderungen an eine funktionsfähige männliche Identität, sozial und sexuell, von vorneherein nicht entsprechen, die aus dem Patriarchat ausgeschlossen werden müssen, weil sie keine "ganzen Männer" sein können? Um einer Antwort auf diese Frage näher zu kommen, sollen in dieser Arbeit drei von Shakespeares zahlreichen außergewöhnlichen Körpern untersucht werden, drei Charaktere, die sich gerade wegen ihrer außergewöhnlichen Korporealität seit ihrem ersten Erscheinen auf einer Bühne besonderer Popularität erfreuen und Gegenstand zahlreicher Interpretationsansätze sind: Richard III., Caliban und Falstaff.

Anja Stürzer:
Shakespeare - Einführung

Broschiert: 184 Seiten
Verlag: Oldib Verlag
Auflage: 1 (September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3939556060

Shakespeare ist ein interkulturelles Phänomen. Seit rund 400 Jahren werden die Stücke des Stratforder Autors auf allen Bühnen der Welt gespielt. Gleichzeitig entzieht sein Werk sich jedem Versuch einer eindeutigen Interpretation, und so ist Shakespeare nicht nur der meistgespielte Dramatiker, sondern auch derjenige, über den am meisten geschrieben wird. Was macht die zeit- und kulturübergreifende Faszination dieses Ausnahme-Autors aus? Was wissen wir über ihn und das "goldene Zeitalter" des elisabethanisch-jakobäischen Theaters, in dessen Mittelpunkt er stand? Und was sollte man als Leser/in, als Theaterfreund/in oder -studierende/r wissen, wenn man sich näher mit Shakespeares Werk beschäftigen möchte? Diesen Fragen widmet sich die vorliegende "Einführung. Shakespeare". Sie bietet einen informativen, spannenden und fundierten Überblick über Zeit, Leben und Werk des Dramatikers, der neuere Forschungsergebnisse berücksichtigt, aber auch ohne akademisches Hintergrundwissen leicht verständlich ist. Zahlreiche zweisprachige Zitate illustrieren den Text und führen den Leser gleichzeitig an Shakespeares Sprache im Original heran. Besonders interessant für junge Leser dürfte das abschließende Kapitel sein, in dem die Autorin ? exemplarisch für die Vielfalt literarischer Anspielungen auf Shakespeare ? am Beispiel des berühmten Monologs ?Sein oder Nichtsein? einen augenzwinkernden Vergleich von Hamlet und Harry Potter präsentiert. Eine Zeittafel, ein chronologisch-thematischer Überblick von Shakespeares Stücken und erhältlichen Verfilmungen sowie ein kommentiertes Literaturverzeichnis runden diese Einführung ab.

Von der Autorin habe ich eine E-Mail bekommen, in der sie ihr Projekt mit den Worte beschreibt: "Tatsache ist, dass die meisten Einführungen entweder sehr wissenschaftlich ? und damit für Einsteiger unverständlich ? oder zu oberflächlich sind. Ich habe versucht, einen Mittelweg zu finden: wissenschaftlich fundiert und aktuell, aber trotzdem spannend und amüsant zu lesen. Bislang ist die Resonanz derjenigen, die das Buch gelesen haben, auch durchweg positiv."

Michael Mertes / Franz Schön:
Parodien, Kontrafakturen und Variationen auf Sonette von William Shakespeare

Broschüre: 51 Seiten
Verlag: Schön, Franz
Auflage: 1 (4. September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3981115451


Jennifer Lee Carrell:
Die Shakespeare-Morde

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: List, Paul, Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungstermin: 11. September 2008
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3471350010
Preis: 19,90 €

Ein rätselhaftes Geschenk, eine tote Literaturprofessorin und ein Mörder, der auf ebenso grausame wie symbolhafte Weise tötet: Als die junge Theaterregisseurin Kate Shelton auf Hinweise zu einem verschollenen Shakespeare-Drama stößt, beginnt ein Wettlauf mit dem Tod.
Normalerweise stelle ich an dieser Stelle keine Belletristik vor, die locker um Shakespeare kreist. Aber da es in diesem Fall um ein verschwundenes Shakespeare-Drama geht, scheint mir das Buch eine gute Erholungslektüre für all jene, die sich aus dem ein oder anderen Grund mit Shakespeare auseinandersetzen müssen. Ein wenig wie seinerzeit die Asterix-Bände willkommene Entspannung beim Latein-Lernen waren.

J. J. Preyer:
Sherlock Holmes und die Shakespeare-Verschwörung

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Blitz
Erscheinungsdatum: September 2008
Sprache: Deutsch
Preis: 17,95 €
ISBN-13: 978-3898402781

Bizarre Morde in Stratford-on-Avon. Zitate aus William Shakespeares Stücken werden den Opfern auf den Leib gebrannt. Sherlock Holmes und Dr. Watson nehmen die Spur der Shakespeare-Verschwörung auf, die sie bis in den Vatikan führt. Das Rätsel um die wahre Identität Shakespeares muss gelöst werden.

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