Rhonda Byrnes: The Secret - Das Geheimnis
Draußen knallt es bereits ganz fürchterlich. Vom Fenster in meinem Arbeitszimmer aus sehe ich erste Rakten aufsteigen und in bunten Farben am Nachthimmel zerplatzen. Saukalt ist es draußen. Ich habe die Heizung hochgedreht. Schmökere ein wenig in den Bestsellern des letzten Jahres. Noch steht ein Tee neben mir auf dem Stövchen. Später am Abend werde ich auf Wein umschwenken. Denke ich. Und wenn ich eins in diesem Jahr gelernt habe, dann, dass unser Denken die Zukunft vorausnimmt. Dank an Rhonda Byrne:
Verlag: Goldmann
Auflage: 13
Erscheinungsdatum: 27. September 2007
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3442337903
Rhonda Byrne hat es tatsächlich geschafft, mit ihrem The Secret - Das Geheimnis die alte Positiv-Denken-Euphorie auf eine neue Stufe zu heben. In der Spiegel-Jahresbestseller-Liste steht sie damit auf Platz 5 im Hardcover-Segment/Sachbuch. Dabei dachte ich, Positives Denken sei seit Norman Vincent Peale out und vergessen. Genug Psychologen haben inzwischen davor gewarnt, und selbst in den fundamentalistischen Gemeinden sind die strenggläubigen "Alles ist gut"-Apostel mittlerweile in Randpositionen gedrängt.
Aber Pustekuchen: Byrne faselt fröhlich von kosmischen Energien, die wir durch unser Denken in die gewünschte Richtung lenken können. Und schon bekommen wir alles, was wir uns wünschen. Einen Arbeitsplatz, einen Parkplatz ohnehin, Geld, Glück, Partner. All das wiederholt sie ständig, ohne es ernsthaft zu unterfüttern.
Dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten, zum Beispiel mittels der neueren Hirnforschung aufzuzeigen, wo tatsächlich die Zusammenhänge zwischen der eigenen Gedankenwelt und der uns umgebenden Wirklichkeit zu finden sind. Und das ist spannend. Gerald Hüther zum Beispiel steht sicher nicht in Verdacht, esoterisch-missionarische Absichten zu hegen. In seinem Buch Die Macht der inneren Bilder. Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern
führt der Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen leicht lesbar in die neue Forschung ein und schildert ganz plastisch, was das für uns bedeutet und warum das wichtig ist. Bei amazon habe ich wiederholt gelesen, dass Leser von Byrne nach Hintergrundmaterial suchen, welches die Grundgedanken von "The Secret" weiterführt und wissenschaftlich untermauert. Nun: Hüther scheint mir der richtige Mann dafür zu sein - fernab allen Positiv-Denken-Schwulstes. (Auf amazon.de können Sie übrigens in Die Macht der inneren Bilder hineinlesen.)
Fasziniert war ich auch von Hugo Egon Balders Buch Wunsch-Bullshit im Universum. Eine Kritik der Wunsch-Bestellungen im Universum
. Zusammen mit Jacky Dreksler nimmt er darin die neuere Literatur zum Thema Wunsch-Bestellungen aufs Korn. Heiter, leicht, aber weit entfernt davon, satirisch-oberflächlich zu sein. Neben Rhonda Byrnes The Secret nehmen die beiden auch Esther Hicks, Pierre Frankh, Bärbel Mohr und Kurt Tepperwein, die anderen Vertreter der neuen Wünsch-dir-was-Generation auseinander. Genau das richtige Buch für all jene, die sich über Rhonda Byrne einfach nur geärgert haben. Oder die Freunde haben, die auf Byrnes Theorien stehen und einem damit ständig in den Ohren liegen. Für alle Leidgeprüften also, die sich nun partout nicht missionieren lassen wollen.
Rhonda Byrne: The Secret - Das Geheimnis
Gebundene Ausgabe: 240 SeitenVerlag: Goldmann
Auflage: 13
Erscheinungsdatum: 27. September 2007
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3442337903
Rhonda Byrne hat es tatsächlich geschafft, mit ihrem The Secret - Das Geheimnis die alte Positiv-Denken-Euphorie auf eine neue Stufe zu heben. In der Spiegel-Jahresbestseller-Liste steht sie damit auf Platz 5 im Hardcover-Segment/Sachbuch. Dabei dachte ich, Positives Denken sei seit Norman Vincent Peale out und vergessen. Genug Psychologen haben inzwischen davor gewarnt, und selbst in den fundamentalistischen Gemeinden sind die strenggläubigen "Alles ist gut"-Apostel mittlerweile in Randpositionen gedrängt.
Aber Pustekuchen: Byrne faselt fröhlich von kosmischen Energien, die wir durch unser Denken in die gewünschte Richtung lenken können. Und schon bekommen wir alles, was wir uns wünschen. Einen Arbeitsplatz, einen Parkplatz ohnehin, Geld, Glück, Partner. All das wiederholt sie ständig, ohne es ernsthaft zu unterfüttern.
Dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten, zum Beispiel mittels der neueren Hirnforschung aufzuzeigen, wo tatsächlich die Zusammenhänge zwischen der eigenen Gedankenwelt und der uns umgebenden Wirklichkeit zu finden sind. Und das ist spannend. Gerald Hüther zum Beispiel steht sicher nicht in Verdacht, esoterisch-missionarische Absichten zu hegen. In seinem Buch Die Macht der inneren Bilder. Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern
Fasziniert war ich auch von Hugo Egon Balders Buch Wunsch-Bullshit im Universum. Eine Kritik der Wunsch-Bestellungen im Universum
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