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Montag, März 02, 2009

SWR Bestenliste März 2009


Durch Zufall habe ich vor Kurzem einmal wieder in die SWR-Sendung "Literatur im Foyer" im digitalen Fernsehen hineingezappt. Gerade wurde dort ein längeres Interview mit Christoph Peters geführt, dem Autor von "Mitsukos Restaurant". Und mittendrin wurde die Bestenliste vorgestellt. Zuerst verstand ich gar nicht, was die da trieben: Das ist doch nicht die Liste, die ich aus dem Spiegel oder meinetwegen dem Focus kenne. Dann wurde es mir klar: der SWR hat seine eigene Hitliste. Eine Reihe von Redakteuren und Literaturkritikern vergeben Punkte für die Bücher, denen sie die meisten Leser wünschen. So entsteht die SWR-Bestenliste.

Natürlich lässt sich die Liste auch direkt beim SWR bestellen. Aber dort sind die Informationen zu den Büchern sehr dürftig. Für mehr als zwei bis drei Sätze reicht es dort meist nicht. So stelle ich für die Blog-Leser auf Shakespeare and more weitere Informationen zu den Büchern zusammen. Und schaue, ob nicht irgendwo im Netz Leseproben zu finden sind.

Hier die SWR-Bestenliste für den März 2009:

Platz 1 (9) 111 Punkte

PHILIP ROTH: Empörung

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Hanser
Auflage: 2
Erscheinungsdatum: 4. Februar 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3446232785
Preis: 17,90 Euro

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Auch als Hörbuch erhältlich

«Er ist jung, anständig und fleißig, er revoltiert ein einziges Mal, und er bezahlt dafür mit seinem Leben. Marcus Messner beginnt 1951 sein Studium am konservativen College von Winesburg in Ohio. Während der Koreakrieg ins zweite Jahr geht, durchlebt Marcus eine Geschichte, die von Unerfahrenheit handelt, von Widerstand, Sex, Mut und Irrtum. Kaum ist er im College, kommt es zu einem ersten, ihn völlig verstörenden Erlebnis mit einem fragilen jungen Mädchen, und er begegnet einer Form der Diskriminierung, die ihn empört. Wider Willen wird Marcus zum Rebellen, gegen seine Kommilitonen, aber auch gegen seinen Vater - und er bleibt hartnäckig bis zum bitteren Ende.»
(Verlagstext)

Leseprobe beim Hanser-Verlag

Platz 2 (-) 100 Punkte

SIBYLLE LEWITSCHAROFF: Apostoloff

Gebundene Ausgabe: 247 Seiten
Verlag: Suhrkamp
Auflage: 1
Erscheinungsdatum: 18. Februar 2009
ISBN-13: 978-3518420614
Preis: 19,80 Euro

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«Zwei Schwestern. Die eine auf der Rückbank, die andere auf dem Beifahrersitz, die eine scharfzüngig und kampflustig, die andere nachsichtig und höflich: Sie sind unterwegs im heutigen Bulgarien. Auf der ersten Hälfte ihrer Reise waren sie Teil eines prächtigen Limousinenkonvois, der die Leichen von 19 Exilbulgaren ? in den Vierzigern von Sofia nach Stuttgart ausgewandert ? in ihre alte Heimat überführte. Darunter der frühverstorbene Vater der Schwestern. Jetzt sind sie Touristinnen, chauffiert vom langmütigen Rumen Apostoloff. Er möchte den beiden die Schätze seines Landes zeigen, die Keramik mit Pfauenaugendekor (dessen Kobaltblau giftig ist), die Schwarzmeerküste (komplett versaut), die Architektur (ein Verbrechen des 20. Jahrhunderts). Die Jüngere, die Erzählerin, spuckt Gift und Galle.

Apostoloffs Vermittlungsversuche zwischen Sofia und Stuttgart sind zunächst wenig erfolgreich. Denn das bulgarische Erbe der Schwestern wiegt schwer ? wenn der Vater, der erfolgreiche Arzt und schwermütige Einwanderer, in ihren Träumen auftaucht, schlängelt das Ende des Stricks, an dem er sich erhängt hat, noch hinter ihm her. Doch dem »Unglück, das dieses Aas von einem Vater auf Häupter und Herzen seiner Töchter geladen hat« wird nicht auf melancholische Art begegnet.

Sibylle Lewitscharoffs neuer Roman ist eine Suada von der Rückbank, die bissige, rabenschwarze und erzkomische Abrechnung einer Tochter mit dem Vater und seinem Land.»

(Verlagstext)

"Ein Buch, das man, wenn man will, durchaus als literarisches Roadmovie lesen kann - falls man sich erinnert, wie gar nicht selten in der deutschen Literatur unserer Zeit das Unterwegssein als Katalysator für Vorgänge der Entledigung gedient hat. Die Erzählerin in "Apostoloff" entledigt sich des Vaters oder doch zumindest seiner Überreste." (Julia Schröder)

Leseprobe beim Suhrkamp Verlag

Platz 3 (-) 94 Punkte

HERMANN BURGER: Schilten

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Nagel & Kimche
Erscheinungsdatum (dieser Ausgabe): 4. Februar 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3312004263
Preis: 24,90 Euro

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Kein wirklich neues Buch, das Debut Hermann Burgers aus dem Jahr 1976. Damals von der Kritik gefeiert. Zwischenzeitlich veröffentlicht bei Artemis & Winkler, später im S. Fischer Verlag. Bei Harenberg in das "Buch der 1000 Bücher " aufgenommen. Nun hat also Nagel & Kimche den Band wiederentdeckt und -veröffentlicht. Und immer noch hält die Jury der SWR-Bestenliste den Band für genial:

«Unter dem Künstlernamen Armin Schildknecht arbeitet der 30-jährige Peter Stirner im abgelegenen Dorf Schilten im Kanton Aargau als Lehrer. Allerdings unterrichtet er längst nicht mehr das, was der Lehrplan vorsieht. Der nahe gelegene Friedhof bestimmt das Thema: Todeskunde. In seinem Debüt von 1976, einem der wichtigsten Romane der Nachkriegszeit in der Schweiz und nun in der Kollektion endlich wieder zugänglich, zeichnet Hermann Burger minutiös eine Obsession und dabei so subtil wie gnadenlos die Psyche eines ganzen Landes. 1989 wird sich der Autor das Leben nehmen.»
(Verlagstext)

Leseprobe bein Nagel & Kimche

Platz 4 (5) 77 Punkte

WALTER KAPPACHER: Der Fliegenpalast

Gebundene Ausgabe: 171 Seiten
Verlag: Residenz
Auflage: 1. Aufl.
Erscheinungsdatum: Januar 2009
ISBN-13: 978-3701715107
Preis: 17,90 Euro

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August 1924: H. ist auf der Rückreise und macht Halt in Fusch, einem Kurbad in den Salzburger Alpen, wo er mit seinen Eltern vor dem Krieg lange Sommer verbrachte. Inzwischen hat sich viel verändert: Freunde sind ihm abhanden gekommen, sein Ruhm liegt Jahre zurück, sein Schaffen ist bedroht von einer labilen Gesundheit und den leisesten Störungen. Auch im abgelegenen Bad Fusch hat die neue Zeit Einzug gehalten, an der er nur mehr als Beobachter teilnimmt, der sich selbst zunehmend fremd geworden ist. Bei einem Spaziergang wird H. ohnmächtig. Als er wieder zu sich kommt, lernt er den jungen Doktor Krakauer kennen, den Privatarzt einer Baronin. Auch er ist ein Rückkehrer in einer fremden Welt. H. sucht dessen Freundschaft, doch da ist die Baronin und da ist die Einsamkeit, der er nicht mehr entkommt. Walter Kappacher erzählt von einem Leben, das die Zeit überholt hat: mit fesselnder Intensität und luzidem Einfühlungsvermögen, so souverän wie virtuos. Er bestätigt damit seine Ausnahmestellung in der deutschsprachigen Literatur: ein Seltener (Peter Handke).
(Verlagstext)

"Wie Walter Kappacher diese Gedanken, Assoziationen und Übersprungshandlungen zu Ketten und Sätzen verwebt, in die sich jemand immerfort verheddert, ohne dass der Leser, dem das alles klar und stark vor Augen steht, je in Mitleidenschaft gezogen würde, ist großartig, ... Walter Kappacher gibt Hugo von Hofmannsthal eine Stimme, einen Ton, als dieser selbst keinen hat - ein faszinierendes literarisches Solo." (Felicitas von Lovenberg)

Leseprobe beim Residenz Verlag

Platz 5 (7) 63 Punkte

WILHELM GENAZINO: Das Glück in glücksfernen Zeiten

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Hanser
Auflage: 2
Erscheinungsdatum: 4. Februar 2009
ISBN-13: 978-3446232655
Preis: 17,90 Euro

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Auch als Hörbuch erhältlich

«Der Arbeitsmarkt kennt keine Gnade, erst recht nicht für Philosophen. Daher tritt Dr. phil. Gerhard Warlich eine Stelle als Wäscheausfahrer an und richtet sich ein in dieser nicht allzu aufregenden, aber sicheren Existenz. Doch als seine Freundin Traudel sich ein Kind wünscht, bringt das Warlich, der eigentlich nur "halbtags leben" möchte, vollkommen aus dem Gleis. Wilhelm Genazino erzählt diese Geschichte eines traurigen Helden und seiner viel weniger traurigen Freundin mit verblüffender Lakonie. Keiner beschreibt die menschliche Verzweiflung an Leben und Liebe so ironisch und brillant wie er.»
(Verlagstext)

Leseprobe beim Hanser Verlag

Platz 6 (-) 35 Punkte

CHRISTOPH PETERS: Mitsukos Restaurant

Gebundene Ausgabe: 415 Seiten
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2009
ISBN-13: 978-3630872735
Preis: 19,95 Euro

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«Teeschalen im Vereinsheim, Yakuza am Mittelrhein: eine komische Geschichte über die schwärmerische Suche nach strenger Schönheit, purem Genuss und dem ganz Anderen in Gestalt einer Frau.

Schon während ihrer Schulzeit haben sich der Gelegenheitsschauspieler, -koch und -dichter Achim Wiese und der plastische Chirurg Wolf Erben für japanische Kultur und Küche begeistert. Da entdeckt Achim Wiese, inzwischen Mitte zwanzig, 1992 bei einer Waldwanderung ausgerechnet im rustikalen Vereinsheim der Wanderfreunde Gurschebach e.V. ein japanisches Spezialitätenrestaurant. Achim, von der Entdeckung elektrisiert, ruft umgehend Wolf an, der ganz in der Nähe in einer bekannten Privatklinik angeheuert hat. Gemeinsam beginnen sie, das Lokal und seine Küche zu erkunden: eine erstklassige Küche, wie sich bald herausstellt, betrieben von der schönen und geheimnisvollen Japanerin Mitsuko.Fortan besucht vor allem Achim immer wieder das merkwürdige Restaurant. Achim gibt sich große Mühe, Mitsuko mit seinem Halbwissen über japanische Kultur, vor allem die Teekeramik, zu imponieren, um ihr näherzukommen. Allmählich wird er von der Gelegenheitsaushilfe zu ihrer rechten Hand, während Wolf immer häufiger mit japanischen Gästen bei opulenten Abendessen ausgelassen feiert. Als Achim sich in einem Geschäft nach einer wertvollen Chawan, einer kunstvoll gefertigten Teeschale, erkundigt, und dabei beiläufig »Mitsukos Restaurant« erwähnt, fällt erstmals das Wort »Yakuza«. Kurz darauf bricht tatsächlich ein japanischer Geschäftsmann im Restaurant zusammen und stirbt, was Wolfs berufliche Perspektive nachhaltig verändert. Und Achim kommt zunehmend der Verdacht, dass Mitsukos Geheimnis in Wirklichkeit auf Selbsttäuschung beruht und es Zeit wird, all den Trugbildern endlich eine echte Erfahrung entgegenzusetzen.»
(Verlagstext)

"Schlaffe, geschmacksneutrale Romane gibt es zwar (noch) nicht in deutschen Supermarktregalen, aber doch zuhauf und eingeschweißt auf den Wühltischen der Buchkaufhäuser. Der Unterschied zu einer Literatur, wie Christoph Peters sie uns beschert, ist so himmelweit wie der zwischen Plastik-Sushi und frisch zubereitetem Shabu-Shabu." (Felicitas von Lovenberg)

Leseprobe bei Randomhouse.de

Platz 7-8 (-) 25 Punkte

BORIS PAHOR: Piazza Oberdan

Broschiert: 191 Seiten
Verlag: Kitab
Erscheinungsdatum: 5. November 2008
ISBN-13: 978-3902585240
Preis: 16,00 Euro

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«Boris Pahor erzählt anhand der Geschichte des Platzes, der von den Italienern nach Guilielmo Oberdank benannt und von den Österreichern nach einem Attentatsplan gegen Kaiser Franz Joseph gehängt wurde, die Geschichte der Slowenen in Triest. In der k.u.k.-Zeit lebten Slowenen, Italiener und deutschsprachige Österreicher hier friedlich zusammen. Nach dem Anschluss der weltoffenen Stadt, die einer Vielfalt von Kulturen offen gegenüberstand, machte sich hier der Faschismus schon vor der Machtübernahme in Italien bemerkbar. Die Niederbrennung des slowenischen Kulturhauses blieb bis heute ungesühnt. Immer wieder dient die einst polyglotte Stadt, die im Einvernehmen mit dem slowenischen Hinterland auf dem Karst lebte, den Aufmärschen postfaschistischer Gruppen, Bersaglieri usw.; die slowenische Identität ist auf den ersten Blick nicht mehr zu spüren. Pahors Bestreben geht dahin, die Vielfalt der Kulturen in der Hafenstadt auch für die Zukunft in einem vereinten Europa zu erhalten.»
(Verlagstext)


Platz 7-8 (-) 25 Punkte

JULIA SCHOCH: Mit der Geschwindigkeit des Sommers

Gebundene Ausgabe: 149 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2009
ISBN-13: 978-3492052528
Preis: 14,95 Euro

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«Vor allem die Frauen waren übermütig, ihre Gesichter leuchteten, und ihr Lachen hörte man die ganze Nacht hindurch. Als hätte ihnen nun der Lauf der Geschichte, die Auflösung unseres Staates, ein Argument für ein eigenes Leben gegeben. Meine Schwester aber, die in der Abgeschiedenheit der Kiefernwälder und des Stettiner Haffs von der Freiheit geträumt hatte, hatte noch nichts, das sich zu verlassen lohnte. Nur die Familie, den Ehemann. Aber sie blieb, traf sich wieder mit ihrem alten Liebhaber und gab sich fast schwärmerisch der verlockenden Vorstellung hin, dass in diesem anderen Staat ein anderer Lebenslauf für sie bereitgestanden hätte. Wäre ich aufmerksamer gewesen, hätte ich ihre verhängnisvolle Entscheidung vielleicht rückgängig machen können.»
(Verlagstext)

Hörprobe auf literaturport.de

Platz 9 (-) 24 Punkte

ALEKSANDAR HEMON: Lazarus

Gebundene Ausgabe: 348 Seiten
Verlag: Knaus
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2009
ISBN-13: 978-3813503296
Preis: 19,95 Euro

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«In seinem neuen Roman folgt Aleksandar Hemon den Spuren eines ungelösten historischen Mordfalls. Dabei entdeckt sein Held Parallelen zwischen gestern und heute, begegnet einem verschollenen Freund und macht sich auf die Suche nach den eigenen Wurzeln in einem fernen Land. Eine lakonische, höchst unterhaltsame und rasant erzählte Geschichte über politische Hysterie, Heimatlosigkeit und geplatzte Träume. Und die Geschichte einer Männerfreundschaft, die ihresgleichen sucht.

Durch Zufall stößt der Schriftsteller Vladimir Brik in Chicago auf die Geschichte von Lazarus Averbuch, der 1908 während der Anarchistenunruhen erschossen wurde. Brik ist von Lazarus' Schicksal tief berührt und beschließt, nach Osteuropa in die Heimat des jungen Einwanderers zu reisen. Kurz vor seinem Aufbruch läuft ihm Rora über den Weg, ein Jugendfreund aus Sarajevo - und Brik weiß, dass er den idealen Reisegefährten gefunden hat. Schon damals in Sarajevo war Rora das, wovon Jungs wie Brik nur zu träumen wagten: cool, charmant, verwegen. Brik und Rora machen sich auf, die Spuren des fremden Toten zu suchen. Doch im Grunde ihres Herzens wissen sie, dass diese Reise von der Neuen in die Alte Welt eine Reise zu den eigenen Wurzeln ist. »
(Verlagstext)

"Hemon gelingt mit "Lazarus" so etwas wie die Quadratur von Susan Sontag und Jonathan Safran Foer. Autobiografische Fiktion multipliziert mit historischer Rekonstruktion plus Exkurs über fotografisches Erzählen mal philosophischer Ausfahrt ins Wesen des Erzählens." (Elmar Krekeler)

Leseprobe bei randomhouse.de

Platz 10 (-) 21 Punkte

HÉLÈNE BERR: Pariser Tagebuch 1942 - 1944

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Hanser Belletristik
Auflage: 1
Erscheinungsdatum: 4. Februar 2009
ISBN-13: 978-3446232686
Preis: 21,50 Euro

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Auch als Hörbuch erhältlich

«Was es bedeutet, jung zu sein in unsicherer Zeit: Noch im April 1942 beschreibt die Literaturstudentin Hélène in ihrem Tagebuch Paris als Stadt der Lebensfreude. Im Juni bereits muss sie den Judenstern tragen, ihr Vater wird festgenommen, und sie beendet ihre Aufzeichnungen. Als sie das Tagebuch 1943 wiederaufnimmt, legt sie Zeugnis ab vom grassierenden Antisemitismus und von dem Unrecht, das während der deutschen Besatzung geschieht. Hélène Berr steht internierten Juden und ihren Angehörigen bei. Sie schwebt in Gefahr, aber sie will nicht fliehen. Patrick Modiano hat Hélène Berr mit Simone Weil und Katherine Mansfield verglichen. Ihr Tagebuch gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Shoa in Frankreich.»
(Verlagstext)

Leseprobe beim Hanser Verlag

Neuerdings können Sie die letzten Folgen von Literatur im Foyer, in denen im SWR die Bestenliste vorgestellt und jeweils zwei der Autoren interviewt werden, auch als Video-Podcast sehen. Klicken Sie einfach hier, um zur Sendung zu kommen.

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