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Name: Ennka
Standort: Hamburg, Germany

Freitag, Dezember 04, 2009

KrimiWelt Bestenliste Dezember 2009


1 (3)

Peace: Tokio im Jahr Null

Aus dem Englischen von Peter Torberg
Liebeskind, geb., 416 S., 22,00 €

Tokio 1946: In den Trümmern der Stadt liegen zwischen Kriegsleichen die Opfer eines Frauenschänders. Erniedrigte Polizisten, demütigende Alliierte. Entmenschlichung? Menschenleben. Volume 1 von 3 schwarzen Gesängen aus Tokio. Erschütternd. Kein Spaß. Ein wahrer Fall. Große Literatur.

2 (1)

Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott

Hoffmann und Campe, geb., 224 S., 18,99 €
Wien/Kitzbühel: Brenner hat den sechsten Krimi überlebt, nun also der siebte. Der Ex-Polizist und Ex-Detektiv ist Chauffeur und kriegt sein Mündelkind entführt. Vom lieben Gott vielleicht, zur Strafe für Mama Doktors Abtreibungsklinik. Simon sucht Helena ? und findet Gott. Welch Wunder! Oh jaa. Haaaas!

3 (4)

Linus Reichlin: Der Assistent der Sterne

Galiani Berlin, geb., 388 S., 19,95 €

Brügge/Antwerpen/Reykjavík: Seine Leidenschaft für Physik lockt Ex-Kommissar Jensen nach Island. Dort begegnet er der Erfüllung einer Wahrsagung und lebt fortan im Dilemmasalat. Tot ? Untot, Kind ? Nichtkind, Wahrheit ? Lüge. Jensen schlurft durch Ambivalenzen. Reichlin II: Prognostik und Kaleidoskopik.

4 (-)

Don Winslow: Frankie Machine

Aus dem Amerikanischen von Chris Hirte Suhrkamp, TB, 366 S., 8,95 €

San Diego/Hawaii: Frankie ist der Sonnyboy vom Anglerladen und der friedliche Sheriff auf der Touristenpier. Doch wer sich mit ihm anlegt, lernt ihn als Frankie Machine kennen. Als raffinierten, kaltblütigen Killer. Ein flotter Ritt durch die West-Coast-Abteilung der amerikanischen Mafia.

5 (-)

Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto

Piper, geb., 432 S., 19,95 €

Wien/Stuttgart/Universum: Ein Pornodarsteller will ein Strickwarengeschäft eröffnen, ein Außerirdischer ein Archaeopteryx-Modell auf seinen Heimatplaneten entführen. Der ganz normale Steinfest-Wahnsinn also. Mit langem Atem erzählt: Es geht durch die Weiten des Alls.

6 (-)

Gerard Donovan: Winter in Maine

Aus dem Englischen von Thomas Gunkel Luchterhand, geb., 208 S., 17,95 €

Maine, Tal des St. John River: Julius Winsome ist nicht so einnehmend wie sein Nachname verspricht. Als jemand seinen Terrier Hobbes erschießt, intensiviert der Einsiedler sein Studium von Shakespeares Wortschatz und legt er jeden Jäger in seinem Revier um. Der Hund hieß Hobbes und war trotzdem Julius treu.

7 (6)

Friedrich Ani: Totsein verjährt nicht

Zsolnay, geb., 288 S., 19,90 €

München: Seit sechs Jahren ist Scarlett verschwunden, ein Nachbarjunge als Mörder verurteilt. Eine Leiche wurde nicht gefunden ? und jetzt hat ein Schulfreund Scarlett auf dem Marienplatz gesehen. Polonius Fischer sucht die Verlorene. Ani ganz bitter: Deutschland, ein Fiasko. Nach einem realen Fall.

8 (7)

Malla Nunn: Ein schöner Ort zum Sterben

Aus dem Englischen von Armin Gontermann
rütten&loening, geb., 420 S., 19,95 €

Jacob?s Rest, Südafrika 1952: Zwei Ereignisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Captain Pretorius, unumschränkter Herrscher über das Provinzkaff, treibt tot im Fluss. Die Gesetze zur Rassentrennung werden verschärft. Malla Nunn evoziert einen kaum vergangenen Wahn: Apartheid. Blutrausch. Hatz.

9 (8)

Håkan Nesser: Das zweite Leben des Herrn Roos

Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrand
btb, geb., 528 S., 21,95 €

Kymlinge/Maardam: Herr Roos gewinnt im Toto, Anna Gambowska haut aus der Entziehungskur ab. Vor ihnen: die erstaunliche Leere Zukunft. Bevor es beiden gelingt, Tritt zu fassen, kommt ihnen ein Mistkerl in die Quere. Inspektor Barbarotti muss ran, trotz Gipsbein. Lebensweise, nachdenklich, hoffnungsfroh: Nesser.

10 (-)

William Boyd: Einfache Gewitter

Aus dem Englischen von Chris Hirte
Berlin Verlag, geb., 452 S., 25,-€

London: Wie das Leben so spielt. Als Adam Kindred den Pharmakologen Philip Wang auffindet, begeht er den Fehler, ihm das Messer aus der Brust zu ziehen. Nun gilt Adam als Mörder ? und den Mördern als Geheimnisträger. Adam könnte einen Pharmakonzern ruinieren ? und hat doch kaum sein Leben in der Hand.

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