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Freitag, Dezember 04, 2009

SWR-Bestenliste Dezember 2009


SWR-Bestenliste Dezember 2009

Platz 1 (9) 57 Punkte

NORBERT SCHEUER: Überm Rauschen

Verlag C. H. Beck
Mittelschwere Lektüre
176 Seiten, 17,90 Euro

Nominiert für den deutschen Buchpreis 2009: Einer kehrt heim ins Dorf und dreht langsam durch. Der Bruder kommt zu Hilfe, die Schwestern, aber nichts hält mehr. Eine Familie ist über die Generationen beschädigt. Nur das Angeln verspricht Heil.

Platz 2 (-) 48 Punkte

RAE ARMANTROUT: Narrativ

luxbooks.americana
Mittelschwere Lektüre
288 Seiten, 24,00 Euro

Eine der bedeutendsten Stimmen der US-amerikanischen Gegenwartslyrik in einer repräsentativen Werkauswahl.

Platz 3 (-) 41 Punkte

JOHN BURNSIDE: Glister

Knaus Verlag
Mittelschwere Lektüre
288 Seiten, 19,95 Euro
"Im Stromkreis der Verdammnis: In seinem ungeheuerlichen Roman "Glister" erzählt der schottische Schriftsteller John Burnside von Leben und Tod in den Ruinen der Zivilisation, von Schuld und Erlösung." (Felicitas von Lovenberg)

Platz 4 (-) 37 Punkte

HERMANN LENZ: Neue Zeit

Suhrkamp Verlag
Mittelschwere Lektüre
391 Seiten, 18,80 Euro

Neun Romane: "Vergangene Gegenwart", eine Chronik des 20. Jahrhunderts aus der Sicht von Eugen Rapp, alter ego des Schriftstellers Hermann Lenz. "Die neue Zeit", das ist die zwischen 1937 und 1945, mit der illusionslosen Distanz zu den Nationalsozialisten, der inneren Emigration, der Teilnahme am Krieg in Frankreich und Russland.

Platz 5 (-) 36 Punkte

VOLKER BRAUN: Werktage

Suhrkamp Verlag
Mittelschwere Lektüre
995 Seiten, 29,80 Euro

Von den verlorenen Hoffungen nach der Ausbürgerung Biermanns bis hin zum Untergang der DDR. Ein Arbeitsjournal, das Persönliches und Politisches versammelt, Analytisches und pointiert Polemisches - im intellektuellen Nahkampf mit dem DDR-Regime darüber, was Sozialismus ist.

Platz 6 (2) 34 Punkte

LUTZ SEILER: Die Zeitwaage

Suhrkamp Verlag
Mittelschwere Lektüre
284 Seiten, 22,80 Euro

"Lutz Seiler ist, mag auch die Dauermisere seines Helden befremden, ein großartig souveräner Erzähler von den seelischen Kollateralschäden des Sozialismus", so Jurymitglied Jens Jessen.

Platz 7 (-) 31 Punkte

WILLIAM BOYD: Einfache Gewitter

Berlin Verlag
Mittelschwere Lektüre
448 Seiten, 25,00 Euro

"Einfache Gewitter" ist keine Sozialreportage aus dem Elend des Londoner Untergrunds. Ein realistisches Experiment vielleicht eher. Ein Streifzug durch die Schichten des gegenwärtigen London. Vor allem aber ist der Roman ein gutes Stück Spannungsliteratur." (Elmar Krekeler)

Platz 8-9 (-) 25 Punkte

ARAVIND ADIGA: Zwischen den Attentaten

Verlag C. H. Beck
Leichtere Lektüre
384 Seiten, 19,90 Euro

Eine indische Stadt, ineinander verwobene Schicksale, falsche Hoffungen, Versprechungen und Träume, die doch nicht in Erfüllung gehen, weil die gesellschaftlichen Schranken stärker sind als Mut und Übermut des Einzelnen.

Platz 8-9 (-) 25 Punkte WALT WHITMAN: Grasblätter Carl Hanser Verlag
Mittelschwere Lektüre
880 Seiten, 39,90 Euro

"Das Selbst sing ich, die schlichte Einzelperson, Doch spreche das Wort demokratisch, das Wort en-masse. "Das Gründungsgedicht der amerikanischen Literatur, am 4. Juli 1855 anonym erschienen.

Platz 10 (-) 19 Punkte

A. L. Kennedy: Was wird

Wagenbach Verlag
Mittelschwere Lektüre
240 Seiten, 19,90 Euro

Der Krieg im Irak, die Finanzkrise, aber auch Alltagskatastrophen, Szenen einer Ehe, ein Kind, das den Geräuschen aus dem Elternschlafzimmer lauscht - Irritationen, Beschädigungen, Ängste gehören in den zwölf Erzählungen zum Leben dazu: Gewalt ist wie ein Virus, der sich erbarmungslos verbreitet.

Persönliche Empfehlung im Dezember
von Julia Schröder (Stuttgart):

Charles Ferdinand Ramuz: Die große Angst in den Bergen

Nagel & Kimche Verlag
Mittelschwere Lektüre
192 Seiten, 17,90 Euro

"Verhängnis und Verblendung, Seuche und Profitstreben: Charles Ferdinand Ramuz - moderner Klassiker der Bergliteratur, entstanden 1926 vor dem Hintergrund der großen Grippeepidemie, schildert die Beschädigung menschlicher Bindungen, den Zerfall einer Dorfgemeinschaft und letztlich die Auslöschung allen Lebens durch Gier und Mangel an Respekt vor den Naturdingen, ohne moralischen Trost bereit zu halten. Der scheinbar schlichte, in Wahrheit aufregende Stil behält in Hanno Helblings Übersetzung durch unaufhörlichen Tempuswechsel den Charakter einer Handkamera, deren Bilder dem Leser das fatale Geschehen unabweisbar nahe bringen. Ein Buch für unsere Zeit." (Julia Schröder)

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