SWR-Bestenliste Januar 2010
| SWR-Bestenliste Januar 2010 |
Platz 1 (-) 85 Punkte SERHIJ ZHADAN: Hymne der demokratischen JugendSuhrkamp VerlagMittelschwere Lektüre 185 Seiten, 19,80 Euro Der Shootingstar der ukrainischen Literaturszene mit seinen neuen Erzählungen. Ein Buch der Umbrüche, der Orientierungs- und Haltlosigkeit. |
Platz 2 (-) 68 Punkte ILMA RAKUSA: Mehr MeerLiteraturverlag DroschlMittelschwere Lektüre 328 Seiten, 23,00 Euro Eine Kleinstadt in der Slowakei, dann Budapest, Ljubljana, Triest, Zürich, Petersburg, Paris. Eine Lebensreise, verbunden durch das Gefühl, immer ein wenig fremd zu sein, zuhause nur in der Kunst, der Musik, der Literatur. |
Platz 3 (-) 59 Punkte RUTH REHMANN: Ferne SchwesterCarl Hanser VerlagLeichtere Lektüre 328 Seiten, 19,90 Euro 1959 erschien Ruth Rehmanns erster Roman "Illusionen". In ihrem neuen Buch erzählt die 87-Jährige autobiographisch angehaucht von einer jungen Frau in der Nachkriegszeit - ein Leben im Versuch, eine Biographie auf Probe, auf der Suche nach einem Anker. |
Platz 4 (-) 42 Punkte THOMAS BERNHARD/ SIEGFRIED UNSELD: Der BriefwechselSuhrkamp VerlagMittelschwere Lektüre 869 Seiten, 39,80 Euro Ein Autor und sein Verleger: "Die Korrespondenz zeigt das Drama eines Psycho-Duells, das immer wieder zur Tragödie wird. Der Einsatz ist hoch, auf beiden Seiten. Aber Bernhard spielt buchstäblich um sein Leben, er darf nicht verlieren und kann doch nicht gewinnen." |
Platz 5 (-) 40 Punkte DIETER WELLERSHOFF: Der Himmel ist kein OrtVerlag Kiepenheuer & WitschLeichtere Lektüre 304 Seiten, 19,95 Euro Ein Unfall: nur der Fahrer überlebt, Frau und Sohn sterben. Der junge Landpfarrer wird hinzugerufen. Steckte Absicht hinter dem Unglück? Der Zweifel verbreitet sich wie ein Virus und infiziert das Gemeinschaftsleben. |
Platz 6 (-) 36 Punkte PAULINE DE BOK: Blankow oder Das Verlangen nach HeimatWeissbooks.wMittelschwere Lektüre 310 Seiten, 22,00 Euro Eine Frau aus Amsterdam lässt sich auf einem Hof in Mecklenburg nieder. Sie lässt ihre eigene Geschichte zurück, um eine neue, eine vergangene zu entdecken: eine Tiefenbohrung in die deutsche Geschichte. |
Platz 7 (-) 35 Punkte LEW TOLSTOI: Anna KareninaCarl Hanser VerlagLeichtere Lektüre 1288 Seiten, 39,90 Euro Ein Klassiker der russischen Literatur, 1878 erschienen, mit einem der berühmtesten Eingangssätze: "Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise." Den Beweis liefert Tolstoi auf den nächsten 1000 Seiten. |
Platz 8 (5) 33 Punkte VOLKER BRAUN: WerktageSuhrkamp VerlagMittelschwere Lektüre 995 Seiten, 29,80 Euro Von den verlorenen Hoffungen nach der Ausbürgerung Biermanns bis hin zum Untergang der DDR. Ein Arbeitsjournal, das Persönliches und Politisches versammelt, Analytisches und pointiert Polemisches - im intellektuellen Nahkampf mit dem DDR-Regime darüber, was Sozialismus ist. |
Platz 9 (-) 28 Punkte ULRICH RAULFF: Kreis ohne MeisterVerlag C. H. BeckLeichtere Lektüre 544 Seiten, 29,90 Euro Ein Meisterwerk! jubelt die Presse. Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, hat seinen Blick auf das Nachleben Georges gerichtet. Auf die Zeit nach 1933. Der Kreis zerfällt. Die jüdischen Mitglieder müssen ins Exil, andere schließen sich den Nazis an. Und dann nach 1945: Interessiert sich dann noch jemand für George? |
Platz 10 (-) 23 Punkte JAYNE ANNE PHILLIPS: GlasmondmannBerlin VerlagMittelschwere Lektüre 336 Seiten, 19,90 Euro "Wie Faulkner schafft sich Jayne Anne Phillips einen mehrstimmigen Chor innerer Monologe, die sich auf den verschiedenen Zeitebenen immer wieder berühren. Die Handlung umfasst zweimal drei Tage im Juli der Jahre 1950 und 1959. (...) Mit diesem Roman ist der Autorin etwas Außergewöhnliches gelungen." (Hubert Spiegel) |
Persönliche Empfehlung im Januar von Gustav Seibt (Berlin): STEFFEN MARTUS: Die Brüder GrimmRowohlt Verlag608 Seiten, 26,90 Euro "Als Philologen, Wortforscher, Märchenerzähler und als politisch aufrechte Zeitgenossen verkörpern die Brüder Grimm das Beste, was die klassische deutsche Kultur hervorgebracht hat: Poesie, Gelehrsamkeit und freien Geist.Davon erzählt dieses wunderbar geschriebene Buch eines der besten jungen Germanisten." (Gustav Seibt) |
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