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Liebe Leser,
es wird ein langer, kalter Winter. Solange das Wetter sich nicht entscheiden
kann, ob es Temperaturen knapp über oder doch lieber weit unter Null produzieren
will, wird es in den Städten diese spiegelglatten Gehwege geben. Auf den
Straßen herrscht ohnehin Chaos. Keine Morgennachrichten ohne lange Verkehrsberichte.
In den Krankenhäusern häufen sich die Knochenbrüche.
Selbst die Medien raten dringend, nicht häufiger nach draußen zu
gehen als unbedingt nötig. Es ist die Zeit, in der Ingwerknollen in jeder
Gemüseampel hängen, weil Ingwer so schön von innen wärmt.
Wer mag, hat seinen Vorrat an Yogitee aufgestockt. Nicht jedermanns Geschmack,
aber es hilft, Heizkosten zu senken. Bei mir prasselt abends der Kaminofen.
Wenn die Arbeit getan ist, sitze ich am wärmenden Feuer, lasse mich vom
Knacken der Scheite einlullen und genieße den Geruch des brennenden Holzes. Ein Fest für die Sinne.
Es ist eine Stimmung, wie sie Gerard Donovan in seinem grandiosen Roman "Winter
in Maine" beschreibt. Wohl dem, der bei diesem Wetter eine gut ausgestattete
Bibliothek sein eigen nennt. Ich wünsche Ihnen ein paar entspannte Stunden
mit einem Buch, das sie die Kälte vergessen - oder genießen - lässt.
Herzliche Grüße,
Ihr Norbert Krüger
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