|
Titel: Advent und Weihnachten / erlebt mit Lexa Anders
Verfasser: Anders, Lexa
Ausgabe: 31. - 35. Tsd.
Verleger: Witten (Ruhr) : Bundes-Verlag
Erscheinungsjahr: 1975
Umfang/Format: 69 S.; ; 18 cm
Gesamttitel: Ährenlese ; F. 29
ISBN: 3-87114-095-3
Einband/Preis: kart. : DM 4.00
Sachgruppe: Religion, Theologie
Zustand: Leichter Abrieb an den Rändern, stärkerer Leseknick im Rücken
Erlebnisse von Lexa Anders, die seinerzeit zur
Freien evangelischen Gemeinde in Hamburg am Holstenwall gehörte und von dort aus
ihre caritative Arbeit in Hamburg begann.
Covertext:
»Wer bin ich? Durchaus nichts besonderes. Eine "der andern",
die mit starkem Christusgriff herausgerettet und "zurechtgeliebt" wurde. Meine
Eltern stammen aus der Heide. Ich wurde in Hamburg geboren. Ein Junge sollte ich
werden, aber es war nur ein Mädchen mit krausen "krummen" Haaren, wie ich sie
nannte. Krause Haare - krauser Sinn? Das stimmte bei mir. Hätten nicht liebende
Mutterhände in meiner Jugend die Zügel straff gezogen - sicher hätte ich über
die Stränge geschlagen. Immer "tanzte ich aus der Reihe". Meine Entscheidung für Jesus
Christus traf ich mit zwölf Jahren bewusst und mit ganzem Herzen. Die Schule
stand Kopf. Wie liebevoll half mir meine "große" Schwestern, standhaft zu
bleiben und durchzuhalten. Unser geistliches Zuhause fanden wir in der Freien
Evangelischen Gemeinde in Hamburg am Holstenwall. Ich war handwerklich begabt und
erwarb mit fünfzehn Jahren ein Patent auf Bastpuppen. Auf Anraten des Direktors
verließ ich die Schule, ohne mein Abitur zu machen. Bis zum achtzehnten
Lebensjahr besuchte ich dann die Kunstgewerbeschule in Hamburg und fertigte
nebenher Bastpuppen an. Ich lieferte nicht nur an Hamburger Geschäfte, sondern
bis nach Amerika; und das überforderte meine Gesundheit. Das Geschäft wurde
aufgegeben. Unsere ganze Familie - Vater, Mutter und wir zwei Mädchen - stellte
sich dem diakonischen Werk innerhalb der Freien Evangelischen Gemeinde Hamburg
zur Verfügung. Es waren die sieben schönsten Jahre meines Lebens.
Unsere Mutter konnte nicht den
vollen Segen zu diesem Schritt geben. Sie meinte, wir könnten auch als
Schwestern "ohne Haube" dem HErrn dienen. Das und manches andere brachte eine
Änderung, und heute stehe ich im Dienst als Fürsorgerin "ohne Haube".
Mein Leben verlief in stark
ansteigenden und steil abfallenden Linien, unter viele Krankheitsnot und manchen
inneren Kämpfen. Menschen, zu denen ich aufgesehen hatte im Leben, wurden mir
genommen, auf dass Jesus mir alles würde. Er erfüllt meinen Alltag mit
dankbarer Freude.«
|