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Fischer TB, 1997. 506 Seiten Leseübliche Knicks im Rücken. Mängelexemplar-Stempel auf unterem Schnitt Die Lebensgeschichte der sieben Musiker, die an Bord der Titanic das Schiffsorchester bildeten, und die der Leser während der fünftägigen Fahrt in den Untergang kennen lernt, sind exemplarische Geschichten, die am Einzelschicksal Hoffnung und Niederlage eines ganzen Jahrhunderts aufzeigen. Die "Titanic war das größte uns modernste Passagierschiff ihrer Zeit, und ihre Jungfernfahrt in den Untergang hat die Schriftsteller unseres Jahrhunderts immer wieder beschäftigt. So sehr, dass ihr Name zur Metapher für die apokalyptischen Visionen und Untergangsstimmungen des 20. Jahrhunderts wurde. Von Lord bis Enzensberger war das Geheimnis der "Unsinkbaren" ein fesselndes literarisches Sujet. Nun hat ein junger norwegischer Autor auf unerwartete und unkonventionelle Weise dem Ozeanriesen ein weiteres Leben auf der Bühne der Literatur beschert: Mit "Choral am Ende der Reise" wurde Erik Fosnes Hansen quasi über Nacht zum viel beachteten Bestsellerautor. Die Geschichte beginnt am 10. April 1912. An diesem Tag gehen im englischen Southhampton sieben Musiker an Bord des Luxusliners, der auf seiner fünftätigen Jungfernfahrt mehr als zweitausend Menschen nach New York bringen soll. Die sieben Musiker, eine bunt zusammen gewürfelte Truppe aus aller Herren Länder, sind für die musikalische Unterhaltung während der Seereise zuständig. In den fünf Tagen, die ihnen an Bord verbleiben, lernt der Leser ihre höchst unterschiedlichen Lebensgeschichten kennen - Biografien voller Hoffnungen und Niederlagen, voller Leidenschaften und Verzweifelung. Es sind exemplarische Geschichten, die immer auch das Zeittypische miterfassen. "Erstaunlich, wie Erik Fosnes Hansen die Stimmung des Fin de siècle tirfft oder, wie in der Geschichte des russischen Geigers Alexander Bjezhnikov, die bedrohliche Atmosphäre in St. Petersburg vor der Revolution 1905... So geht am Ende nicht nur die Titanic unter, sonder mit ihr Europa und seine geistigen Fundamente... Wie die Titanic ist Europa heute ein Mythos. Auch davon erzählt der Roman." (Die Zeit) »Hansen präsentiert seinen Roman vom Untergang der Titanic so frisch und selbstsicher, als hätte er den Stoff als erster entdeckt.« Frankfurter Allgemeine Zeitung »Melancholisch, musikalisch, meisterhaft.« Die Welt
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