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Titel: Das Spiel ist aus / Jean-Paul Sartre
Übertr. ins Dt. von Alfred Dürr
Verfasser: Sartre, Jean-Paul
Ausgabe: Ungekürzte Ausg., [32. Aufl.], 536. - 555. Tsd.
Verleger: Reinbek bei Hamburg : Rowohlt
Erscheinungsjahr: 1976
Umfang/Format: 121 S. ; 19 cm
Gesamttitel: rororo ; 59
Originaltitel: Les jeux sont faits
ISBN: 3-499-10059-2
Einband: kart.
Zustand: Seiten vom Rand her leicht nachdunkelnd. Minimaler Randabrieb. Sonst gut erhalten
Was ist von einem Buch zu halten, das mit zwei Morden einsetzt, und das mit zwei Morden endet? Aus diversen Biographien ist ja bekannt, dass Sartre massenhaft Krimis studierte, mit der erklärten Absicht zu lernen, wie er eine solche Geschichte plotten kann. Trotzdem sind wir uns wohl einig, dass er die Genrekonventionen des Krimis gesprengt hat. Aber was ist das Buch dann, wenn nicht ein philosophischer Thriller mit Fantasy-Elementen? Also das, was wir gern verallgemeinernd einen "Krimi" nennen? Die ersten Seiten des Romans erinnern deutlich an Hitchcocks Suspicion (1941), dann der kontrastierende Bruch in Dumas'scher Manier vom Salon zu den Vorstadtrevoluzzern, letztlich zum damals (1947) in Frankreich beherrschenden Thema der Résistance. Und jeweils schon nach ein paar Seiten, wenn wir sie gerade als Protagonisten ins Herz geschlossen haben, sind unsere beiden Hauptfiguren tot. (Ein Effekt, der 1960, Jahre später, bei Psycho die Kritiker begeistert - vielleicht eben deshalb, weil sie Sartres Roman nie als Krimi wahrgenommen haben.)
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