Versuch eines Porträts nach dreizehn Reisen in die Sowjetunion 1929-1959 Fischer Bücherei Bd. 388. Reihe: Der Sowjetstaat und seine Bewohner. TB-Erstausgabe. 383 Seiten gut erhalten, Rücken leicht fleckig Klaus Mehnerts Bericht vom Sowjetmenschen gehört zu den aufschlussreichsten und gewichtigsten Russlandbüchern. Auf dreizehn Reisen während eines Zeitraums von dreißig Jahren versuchte er, die Lebensbedingungen der Russen in dem oft bedrückend engen Rahmen des totalitären Sowjetstaates zu erforschen und zu beschreiben. Warmherziges Verständnis für den Menschen, bei aller Ablehnung des Systems, ist die Grundtendenz dieses Buches. Der Autor schildert die Funktionen, Sorgen und Nöte der Arbeiters, Bauern und Angehörigen der »Intelligenzia« (des Managers, Offiziers oder Wissenschaftlers) und schreibt anhand zuverlässiger Angaben über ihre Stellung innerhalb des Staatsapparates, scheut sich aber daneben nicht, »einen Studentenulk oder das Weinen eines Mädchens zu verzeichnen. Auch diese kleinen Züge formen das Bild des Menschen, und oft sagen sie mehr über sein Wesen aus als die großen Linien.«
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