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Titel: Die schönste Sache der Welt : erotische Geschichten ; nach der internationalen Filmreihe Erotic tales von Regina Ziegler / Norbert Krüger Verfasser: Krüger, Norbert Verleger: Düsseldorf : von Schröder Erscheinungsjahr: 1997 Umfang/Format: 203 S. ; 21 cm ISBN: 3-547-75726-6 Einband/O-Preis: Hardcover mit Schutzumschlag : DM 36.00 Schlagwörter: Erotische Erzählung ; Anthologie Sachgruppe: Belletristik Zustand: gut bis sehr gut erhalten
Ein typisches Beispiel dafür, dass ein Autor manchmal zur richtigen Zeit
am richtigen Ort ist. Gerade hatte der Econ-Verlag auf seiner Lektoren-Konferenz
darüber geredet, man müsse zum erfolgreichen Konzept der Kurzfilmreihe
„Die schönste Sache der Welt – Erotic Tales“ ein Buch auf
den Markt werfen. Da lagen auch schon drei ausgewählte Kurzgeschichten auf
ihrem Schreibtisch. Reiner Zufall. Aber weil der Autor nun gerade da war und bereits
drei Geschichten Vorsprung vor allen möglichen Mitbewerbern hatte, wurde
ihm der Auftrag erteilt. Und so veröffentlichte der bis dahin völlig
unbekannte Autor Norbert Krüger seinen ersten Erzählband.
Natürlich gab es Probleme. Im Rahmen der allgemeinen Verlagsfusionen gingen
die Rechte von Econ an den Verlag Marion von Schröder über. Der Verlag
selbst siedelte von Dortmund nach München um. Die für den Erzählband
zuständige Lektorin blieb bei ihrer Familie im Ruhrpott und so hatte der
Band bald keine Protektoren mehr im Verlag. War ursprünglich geplant, die
Filmreihe mit einer gleichnamigen Buchreihe zu begleiten, blieb es nun bei einem
Pilot-Band.
Schuld daran waren allerdings auch die Vorstellung der Filmproduktion Regina
Ziegler, die gern eine größere Nähe von Film und Buch hergestellt
hätte. Bilder aus den Filmen sollten die Bände illustrieren. So gab
es für den Film „Vroom“ von Melvin van Peebles, in dem dank
magischer Verquickung ein Motorrad eine Hauptrolle spielt, ein farbiges StoryBoard
in Comic-Qualität. Dieses Comic hätten die Produzenten gern anstelle
der Kurzgeschichte gesehen. Und für den Film „Der Teufel und die
Jungfrau“ hatte der Autor Janusz Majewski selbst eine Kurzgeschichte anstelle
eines Skripts abgeliefert. Warum sollte Krüger da eine neue Geschichte
schreiben?
Mit anderen Worten: mehr Probleme als ursprünglich angedacht. Die Lösung,
die der Verlag wählte, schmeckte nicht allen: literarisch sehr eigenständige
Geschichten, die sich zwar eng an die filmische Vorlage hielten, jedoch eben
auch keine reinen Geschichten zum Film mehr waren. Daher wurde auf Filmfotos
verzichtet, ebenso auf begleitenden Schnickschnack wie Comics. Was für
den Autoren der literarischen Version sicher als Kompliment gelten kann, führte
dazu, dass es bei diesem einen Band erotischer Geschichten geblieben ist. Die
Filmreihe selbst kam übrigens auch nie auf die anvisierten 69 Folgen. Vielleicht
stolperte Ziegler an ihrem eigenen Anspruch.
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