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Roman. Lizenzausgabe, 1967. 192 Seiten gut erhaltenes Hardcover mit Schutzumschlag Die durch den internationalen Erfolg ihres mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Romans "Die Hüter des Hauses" berühmt gewordene Autorin erzählt hier von den schmerzlichen Erfahrungen eines jungen Mädchens in einer Welt, in der es zu viele Frauen und nicht genug Liebe gibt. In dem alten, von Erinnerungen und Staub angefüllten Haus der Eltern in New Orleans, im schweren, schwülen Klima des amerikanischen Südens sieht Joan Mitchell die Jahre ihrer Jugend unerfüllt dahingehen. Hier lebt sie mit ihrer Mutter Aurelie und den vier jüngeren Stiefschwestern zusammen, jede von ihnen entstammt einer anderen Ehe der oberflächlich das Leben meisternden Mutter. Die scheue und nach innen gekehrte Joan empfindet nur für die hübsche und leichtsinnige Doris so etwas wie Sympathie, die angesichts ihres beträchtlichen väterlichen Erbes auch respektvoll erwidert wird. Eines Tages bittet einer von Doris' vernachlässigten Verehrer, ein junger, gut aussehender Universitätsdozent, Joan mehr aus Laune als aus Neigung zu einem Rendezvous. Sie trifft Michael dann öfter, und aus dem Gefühl von Langeweile, Einsamkeit und schwesterlicher Eifersucht gibt sie sich schließlich hin. Das Abenteuer hat seine Konsequenzen, aber angesichts der Gleichgültigkeit des Partners lässt sich Joan von ihrer resoluten Mutter zu einer gewaltsamen Lösung drängen. In der Abgeschiedenheit eines Hauses am Meer bei einer Verwand befällt die Genesende ein Gefühl schmerzender Leere. Um das verlorene Kind trauernd, mischt sich in ihre Liebe zu Michael, die sie endlich doch zu empfinden glaubt, Hass. Mit selbstquälerischer Besessenheit spürt sie im nächtlichen New Orleans den verzweigten Liebespfaden des für sie unerreichbaren Mannes nach, lässt sich zu anonymen Briefen hinreißen und zerstört schließlich sogar seine Karriere. Zu spät erkennt sie, wie sehr sie sich selbst erniedrigt hat. Ein Roman von verhaltener Spannung und kammermusikalischer Melancholie. Shirley Ann Grau geht den zartesten Regungen nach, dem Windspiel von seelischen und atmosphärischen Stimmungen während eines langen, schwülen Sommers. Ein Schleier von Trauer und Wehmut liegt über dem faszinierenden Bild einer jungen Frau, die, in die Widersprüche ihrer Natur verstrickt, am Leben vorbeilebt.
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