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Leipzig, Insel-Verlag, o. J. 454 S., 1 Faltkarte, Ln, 8°, Frakturschrift Buch gut erhalten, im Schnitt stockig, 2cm Fleck zieht sich durch ersten 4 Blätter. Umschlag erbarmungswürdig - nur der Vollständigkeit halber mitgeliefert in Verbindung mit dem Dichter übertragen von Edzard Schaper "Der Wille des Menschen ist des Lebens stärkste Macht, stärker noch als sein Schicksal" - das ist der Glaube jener kühnen Wikinger, die um das Jahr 1000 von Island über Grönland nach dem Westen vorstießen und dort ein großes schönes Land fanden. Als erstes fährt Erik der Rote mit fünfundzwanzig Schiffen von Island aus, aber ein ungeheures Seebeben vernichtet einen Teil der Flotte, so dass er nur mit vierzehn Schiffen nach Grönland kommt. Ein anderer Isländer gelangt an die Küste von Labrador, ohne dort aber festen Fuß zu fassen. Erst Eriks Sohn Leif dringt weiter nach Süden vor, und dann folgen Fahrten, die bis hinunter zum Hudson führen, die kühnen Züge des Helden Karsefni, die ersten Zusammenstöße mit den Eingeborenen und die späte Fahrt Gudleifs. Einige herrliche Frauengestalten stehen als treibende Kräfte neben den wagemutigen Wikingern: Thurid, die leidenschaftlich Liebende, Gudrid, die Gütige, Thorgunna, die Prachtliebende, und Freydis, die unerbittliche Rächerin, die das Schwert führt und dem unwürdigen Geliebten den Tod gibt. Den Hintergrund der figurenreichen Szenen bildet eine Welt, in der die alte Götterzeit und das Christentum miteinander ringen. So ersteht in diesem packenden Roman eine Großzeit nordischer Vergangenheit, die uns ganz gegenwärtig wird.
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