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Nymphenburger Verlagsanstalt, 1963. 239 Seiten Leinengebundenes Hardcover. Kleine Flecken auf dem vorderen Einband (s. Foto), sonst gut erhalten Einer der erfolgreichsten US-Literaten des 20. Jahrhunderts war der Afroamerikaner Langston Hughes (1902-1967). Sein Werk spricht weite Kreise an, weil es trotz der Konzentration auf Anliegen der Schwarzen das allgemeine Streben nach einem besseren Sein in vielen Formen und verständlich zum Ausdruck bringt. Die seelenvollen, erdverbundenen und engagierten Texte, die der - sehr flexible - Hughes vor allem als Lyriker, aber ebenso als Erzähler, Autobiograph, Librettist und Dramatiker ersinnt oder als Herausgeber veröffentlicht, sind tief geprägt durch die amerikanische Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts: von der Harlem-Renaissance der zwanziger und dreissiger Jahre bis zum Black Arts Movement der Sechziger. Selten ist ein Poet zu Lebzeiten derart populär, und dies in einem Amerika, das erst gegen Ende von Hughes' Lebenszeit die Rassenschranken wie in Zeitlupe aufhebt. Spürt man im Werk neben der ausgeprägten Genussfähigkeit eines Mannes von Welt die Abscheu vor der Tristesse des Alltags, wundert es nicht, dass der Geburtstag des Dichters, der 1. Februar 1902, ein Samstag ist und der Todestag, der 22. Mai 1967, ein Montag. Von Beginn an ist Hughes' literarische Produktion dominiert von sozialpolitischem Protest und der Darstellung schwarzen kulturellen Reichtums aus Vergangenheit und Gegenwart. Schon seine Prosa hätte ihm einen Sitz im Pantheon der US- Literatur gesichert. Bedeutsam ist zum Beispiel der vom eigenen Erleben geprägte Roman «Not without Laughter» (1930), in dem es um die von Erfahrungen des Rassismus durchdrungene Kindheit eines schwarzen Knaben in einer Kleinstadt in Kansas geht. Genauso mitreißend sind die Erinnerungen «The Big Sea» (1940, dt.: Ich werfe meine Netze aus) sowie «I Wonder as I Wander» (1956), welche die Erschütterungen der dreissiger Jahre quasi seismographisch aufzeichnen. Im Übrigen gibt Langston Hughes nie der Versuchung nach, es allen recht zu machen. Sein Anspruch bezieht sich auf die Abbildung der Wirklichkeit: «Das Leben ist wie das weite Meer mit vielen Fischen. Ich werfe meine Netze aus und hole sie wieder ein.»
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