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Titel: Kabbala der Liebe : Roman / Maude Hutchins Dt. von Marion F. Steipe
Verfasser: Hutchins, Maude;
Steipe, Marion Friedl
Verleger: Frankfurt a.M. ; Hamburg : Fischer Bücherei
Erscheinungsjahr: 1966
Umfang/Format: 141 S. ; kl. 8
Gesamttitel: Fischer-Bücherei ; 758
Originaltitel: My hero <dt.>
Anmerkungen: Lizenz d. Limes Verl., Wiesbaden
Einband: kart.
Zustand: Im unteren Schnitt und Rücken ca. leichter Feuchtigkeitsfleck, jedoch sind die Seiten weder gewellt noch verklebt. Kleine Macke am oberen Rückenrand (5mm). Sonst gut erhalten
Maude Hutchins hat aus dem Liebesleben des jungen Steve einen Roman über die Liebe und das Vergnügen gemacht, voller Charme und Sinnlichkeit. Mit großer Kunst ist die innere Entwicklung Steves, sind seine Begegnungen mit dem MÄdchen Gussie erzählt. Und zugleicht dringt die amerikanische Wirklichkeit auf den Leser ein, mit Chikago zeigt sich eine Riesenstadt als Lebewesen - von all ihren Seiten.
»Erzählt wird in diesem Roman, dessen Originaltitel "Mein Held" viel eindeutiger ist - um mit Kinsey zu reden - vom sexuellen Verhalten eiens menschlichen Männchens, wie es eine Frau begreift, erfühlt und erjagt, wenn sie verliebt ist. "Mein Held" ist Lastkraftwagenfahrer von Beruf, das Normalste vom Normalen. Denkt man. Jedoch seine Partnerin, die schreibende Frau, hat's außer mit ihm auch noch mit der Tiefenpsychologie, und so ruht sie in ihren Wonnen nicht, bis sämtliche Komplexe durgenossen sind. Soviel Romankapitel, soviel Beichten des Mannes, soviel Auslegungen durch die Frau. Literarisch ist das großartig gemacht; ich gestehe, das Buch wiederholt gelesen zu haben, um dahinter zu kommen, wie elegant sich die einzelnen Teile zur Illusion eines Romans vervollständigen. Es passt alles fugenlos ineinander. Der Hergang des Gewöhnlichen der Erzählung schreitet weiter, während einem der Atem vor der Gewöhnlichkeit des Hergangs stockt. Die Visionen dieser Schriftstellerin entzünden sich erst an der Grenze des Sagbaren. Mit scharfen Zähnen schneidet des Rädchen ihrer verräterischen Verehrung, "Mein Held", wie aus einem Schnittmusterbogen die richig punktierten Linien heraus, und siehe da, die Netzabwicklung der Liebe des menschlichen Männchens liegt als Roman auf unserem Tisch.» Ernst Johann in der FAZ
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