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Titre: L.A. Confidentiel - Les secrets de Lance Armstrong
Auteur: Pierre Ballester, David Walsh
Langue : Français französische Ausgabe!
Éditeur : La Martinière (15 juin 2004)
Collection : Hors Collection
Format : Broché - 374 pages
ISBN : 2846751307
Dimensions (en cm) : 14 x 3 x 21
Offiziell konnte Lance Armstrong nie Doping nachgewiesen werden. Und so spaltete dieses Buch, in dem verschiedene Zeugen Belege dafür liefern, dass es auch bei Lance fragwürdige Praktiken gab, die Radsportfans ins zwei Lager. Die einen hielten es schlicht für ehrenrührig. Lance selbst strengte einen Prozess an, und eine Zeitlang war der Titel daher auch nicht zu bekommen. Selbst Zeitungen, die Ausschnitte aus dem Buch veröffentlichten, wurden von Lance verklagt - wenn auch mit wenig Erfolg. Mittlerweile sind die Prozesse gelaufen, das Buch darf weiter verkauft werden - auch wenn sich bis jetzt aufgrund der gerichtlichen Auseinandersetzungen noch kein deutscher Verlag gefunden hat, der bereit wäre, es in sein Programm aufzunehmen. Ein Richter eines Pariser Zivilgerichts hatte den Antrag von Lance Armstrong, in dem Buch einen Insert mit seiner Sicht der Dinge einzufügen abgelehnt.
Der Anwalt des Verlags Martinière und die Autoren des Buchs "LA Confidentiel - die Gehemnisse von Lance Armstrong" zeigten sich "sehr zufrieden" mit der Entscheidung des Richters, der den Radstar sogar mit einer symbolischen Schadensersatzzahlung belegte. Armstrong muss neben den Prozesskosten in Höhe von 1500 Euro an die Beklagten 1 Euro zahlen wegen "Prozessmißbrauchs". Die Vorwürfe in dem Buch schadeten "zweifellos" dem Ansehen Armstrongs, sie stellten aber nicht notwendigerweise eine Verleumdung dar, so der Richter.
Beweiskräftig ist wenig in dem Buch, aber es zeigt Zusammenhänge auf, die nachdenklich stimmen. Und die die mangelnde Euphorie der Franzosen über den siebenfachen Tour de France-Sieger Lance Armstrong zumindest nachvollziehbar machen.
Einer der Schwerpunkte der Anklagen, die in diesem Buch erhoben wurden, ist Lances Zusammenarbeit mit Professor Ferrari, der sich seit 2001 in Italien wegen Dopingvorwürfen vor Gericht verantworten muss. Auch seine ehemalige Masseurin Emma O' Reilly wird als Belastungszeugin ausführlich zitiert. Vor fünf Jahren waren in Armstrongs Urin Spuren von Kortekoiden entdeckt worden, die angeblich aus einer harmlosen Salbe gegen Sitzbeschwerden gestammt haben sollen. Der Weltverband UCI erkannte seine damalige Version an und bestrafte Armstrong nicht. Laut O'Reilly soll Armstrong ihr gegenüber auch EPO-Doping zugegeben und sie um die Beseitigung gebrauchter Spritzen gebeten haben.
So sagte Greg LeMond in einem Interview mit der Sunday Times vom Juli 2001: »Wenn seine Story wahr ist, dann ist das das größte Comeback in der Geschichte des Radsports. Wenn sie es nicht ist, dann haben wir hier den größten Betrug.«
Pierre Ballester ist seit 1981 als Sportjournalist tätig. Von 1985-87 war er für die Agence France-Presse als stäniger Korrespondent in London, arbeitete später für Le Sport und schrieb als grand reporter die Radsportartikel für die L'Équipe. Seit 1998 beschäftigt er sich vor allem mit Dopingaffären im Radsport.
David Walsh stammt aus Irland, ist »Chief sports writer« für die Sunday Times in London. Er hat bereits acht Bücher geschrieben, für die er in drei Folgejahren zum Sportjournalisten des Jahres in England gewählt wurde.
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