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Titel: Opium : Roman aus dem "goldenen Dreieck" / Peter Harrison
Verfasser: Harrison, Peter
Verleger: Wien : Caesar-Verlag
Erscheinungsjahr: 1981
Umfang/Format: 205 S. ; 21 cm
ISBN: 3-7023-3038-0
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Sachgruppe: Amerikanische Literatur
Zustand: Buch gut bis sehr gut erhalten. Schutzumschlag mit leichtem Randabrieb
Im Länderdreieck Burma - Thailand - Laos agieren rivalisierende Rebellenarmeen gegen das burmesische Linksregime. Geld für Waffen beziehen sie aus dem gewinnträchtigen Opiumanbau. Der CIA, der in unmittelbarer Nachkriegszeit aus politisch-opportunistischen Gründen den Handel duldete, sendet einen Agenten zu den Rebellen, um sie umzustimmen. Für Wochen verflechten sich in dem entlegenen Dschungelgebiet des Fernen Osten politische und ökonomische Motive, lokale und Weltmachtinteressen - am Ende steht der Konflikt, der die USA und China in eine gefährliche Konfrontation zu stürzen droht. Denn die Weiße Fahne sympathisiert mit China; die "Shan-Revolutionsarmee" ist nationalistisch orientiert; Reste ehemaliger Kuomintangtruppen aus dem chiseischen Bürgerkrieg operieren gegen Peking.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Marsha, die weibliche Führerin der Shan-Rebellen: Eurasierin, attraktiv, kämpferisch. Ihr Leben verändert sich, als der CIA-Agent Frank zu ihrer Einheit stößt. Da die USA über das rapide Ansteigen des amerikanischen Rauschgiftkonsums besorgt sind, hat Frank die Aufgabe, in den Herstellungsländern die Produktion zu drosseln; die Bergstämme sollen überredet oder mit sanftem Druck dazu gebracht werden, statt Opium harmlose Feldfrüchte anzubauen. Frank ist sowohl bei der Weißen Fahne als auch bei der Kuomintang auf Widerstand gestoßen - nur bei Marsha findet er Verständnis. Die beiden, die sich schon aus früheren Zeiten können, verlieben sich erneut.
Für Tin Latt, einen der wichtigsten Führer der Weißen Fahne, ist die Ankunft des CIA-Agenten besonders unangenehm. Er hat Tage zuvor Min Tun, einem Rundfunksprecher von Radio Rangun, heimlich ein Päckchen Opium zugesteckt und ihn durch eine fingierte Verhaftung erpresst, künftig heimlich in seinen Diensten zu stehen. Die Aufgabe ist scheinbar harmlos: Durch Abspielen eines seltenen Lieds im populären "Wunschkonzert" gibt Min Tun den Agenten der Weißen Fahne Signale. Diesmal sollen Unruhen gegen den chinesischen Bevölkerungsanteil in Burma geschürt werden, um dann beim Ausbrechen eines Blutbads Peking zum Eingreifen zu zwingen. Frank, der CIA-Agent, könnte den Plan verhindern.
Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu. Vor der exotischen Kulisse des burmesischen Dschungels und eines farbig-beschaulichen Dorflebens wird der harte, nüchterne Kampf um die Vorherrschaft in einem politisch instabilen Land geführt.
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