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3. Weltausstellung der Photographie München: Gruner + Jahr und C. Bertelsmann Verlag, 1973. nicht paginiert. 434 Photos, Farbe und s/w auf Hochglanzpapier gut erhalten, lagerungsbedingt leicht gewellt Die Ausstellung, die weder ein Ziel bei der Entwicklung der Menschheit noch den Sinn religiöser Erwartung in Frage stellt, ist selbst von bestimmten Erwartungen und Hoffnungen motiviert. Sie weckt dabei keine Illusionen, sie zeigt die harten Fakten der menschlichen Existenz. Und doch dokumentiert sie eine bestimmte Entwicklung, die heute in Gang kommt und die Befreiung des Menschen zu sich selbst verspricht. Dass der Zeitgeist eine solche Tendenz aufweist und die Menschheit als Ganzes ein paar Schritte in neue Räume der Freiheit unternimmt, dass es Ansätze zu einer neuen Kommunikation und Solidarität innerhalb der ganzen Menschheit gibt, ist der eigentliche Kern der Ausstellung. Freilich lässt sich das Licht ohne Schatten realistisch nicht abbilden. Das optimistische Thema "Unterwegs zum Paradies" verlangt naturgemäß die Darstellung vieler Kontraste. Breit malt daher die Ausstellung die Antithese: wie fern die Welt dem Paradies noch ist. Daran knüpfen sich eine Reihe soziologischer und psychologischer Themen: Wie reagiert der Mensch auf die Problematik seiner Existenz? - Jeder sucht sein Leben zu gewinnen, und sei es durch die Flucht in Pseudo-Paradiese und Ersatzformen der Lebensbefriedigung. Traditionen bieten sich dem Menschen von jeher als Stütze des Lebens an, vor allem aber bleibt dem einzelnen der Spielraum persönlicher und kreativer Lösungen.
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