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Titel: Warum ist Landschaft schön? Die Spaziergangswissenschaft / Lucius Burckhardt ; Hrsg. Martin Schmitz
Verfasser: Burckhardt, Lucius;
Schmitz, Martin [Hrsg.]
Verleger: Berlin : Schmitz, Martin
Erscheinungsjahr: 2006
Umfang/Format: 360 S.
ISBN: 3-927795-42-9
Einband/Preis: Ebr. : EUR 18.50
Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie
Ein Hinweis in der Literarischen
Welt vom 22. Juli 2006 machte mich auf diesen Titel aufmerksam. Dort heißt es
in einer Rezension des Buches: Alter, Sprache, Verkehrsmittel - all diese
Momente haben einen großen Einfluß auf das, was wir sehen. Ein Kind
streut auf seinen Spaziergängen von einem Erlebnisgegenstand zum andern,
ohne die Umgebung als ganzes in den Blick zu bekommen, ältere Erwachsene
bleiben immer wieder hier und da stehen, um das Wiedererkennen bestimmter Sehmotive
zu testen und minimale Varianten zu deuten. Burckhardt versteht den Spaziergang
als "eine Sequenz, eine Perlenkette", die minimale Eindrücke
aneinanderreiht und zu einer Komposition verbindet. Ich hatte natürlich
schon von Burckhardt gehört, wenn ich mir auch nie seinen Namen gemerkt
habe. Er ist der Typ, der Bilderrahmen im Wilhelmshöher Landschaftsgarten
in Kassel aufhängte, um so den Blick der Spaziergänger zu kanalisieren.
Und der seine Studenten dazu anstiftete, Windschutzscheiben vor sich hertragend
durch die Kasseler Innenstadt zu laufen, um so den eigenen Blickwinkel zu verändern.
Die Wissenschaft vom Spazierengehen nennt er kurz Strollologie, und viele der
in diesem Band zusammengefassten Texte wirken ein klein wenig versponnen. Keine
Spur von Romantizismus, wie man ihn beim Titel vielleicht erwarten könnte.
Ein Leckerbissen eher für jene, die sich einer Landschaft vom Kopf her
nähern.
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