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Roman. Büchergilde Gutenberg, 1956. 491 Seiten gut erhaltenes, leinengebundenes Hardcover mit Schutzumschlag und rotem Kopfschnitt Hauptperson ist ein junger Arzt, der 1942 aus Frankreich geflohen ist und in der Kolonie unter dem angenommenen Namen Georges Lastin einen neuen Anfang zu machen sucht - er hat einen Mord auf dem Kerbholz, nicht auf dem Gewissen. Als Fallschirmspringer und Fernlastfahrer hat er seine ersten Erfahrungen gemacht. Nun übt er seit Jahren in dem Städtchen Takvane am Mekong unter ein paar tausend Laoten, Annamiten, Chinesen und einigen Dutzend Weißen seinen Beruf wieder aus. Die Faszination, die anfangs die exotische Welt und ihre Frauen auf ihn ausübten, ist einer qualvollen Ernüchterung gewichen. Neben seiner laotischen Geliebten ist er ein einsamer Mensch geblieben. Ws ihm in seiner trostlosen Umgebung an Schicksalen vorkommt, macht den Inhalt des Buches aus. Denn der Mensch, das Individuum, was ihn bewegt, wie er lebt, ist für den Autor der Anreiz und Sinn des Erzählens. Diese Geschichten von Franzosen und Farbigen, von Händlern, Gewerbetreibenden, Schmugglern und Zöllnern, von laotischen Frauen, Freudenmädchen und Aufrührern, sie enthüllen das koloniale Ungemach in tausendfältiger Gestalt. Um Lastin selber ist es nicht minder verzweifelt bestellt. Der Mord an seiner Frau geht ihm nicht als Schuld nach; aber er erkennt ihn als den Fluch, der sein Leben verpfuscht hat. Trotzdem fühlt er sich durch ihn zum Mann geworden in dem gleichen Sinn, wie der schwächliche Bruder seiner Geliebten ihm als Mann entgegentritt, nachdem er Viet-Minh-Partisane geworden und Bomben in den französischen Cercle geworfen hat...
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